13.08.2008

Frauenerwerbstätigkeit als zentraler Faktor für Wirtschaftswachstum

Industriellenvereinigung sucht Best-Practice Beispiele aus Unternehmen

Die Frauerwerbstätigkeit ist - angesichts der demografischen Entwicklung, des zunehmenden Fachkräftemangels sowie des schärfer werdenden Wettbewerbs um Führungskräfte - ein zentraler Faktor für die Sicherung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Österreich. „Gleichstellung von Frauen und Männern" und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" sind daher nicht nur gesellschaftlich notwendige, sondern auch ökonomisch sinnvolle Themen. Hierzulande besteht besonderer Handlungsbedarf: mit einer Frauenerwerbsquote von 63,5 Prozent liegt Österreich zwar über dem EU- Durchschnitt, jedoch noch weit hinter Ländern wie etwa Dänemark (76 Prozent).

Beim Thema Gleichstellung muss, wenn sich die Situation in den letzten Jahren auch leicht verbessert hat, mehr passieren. So verdienen Frauen noch immer durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer. Verbessert werden sollte in Österreich zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Österreich liegt gerade in diesem wichtigen Bereich mit tausenden fehlenden Kinderbetreuungsplätzen und aufgrund der Tatsache, dass nur 19 Prozent der unter 2-jährigen einen Kindergarten besuchen, im Schlussfeld der EU.

Zu den Themen „Gleichstellung von Frauen und Männern" und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf", erarbeitet die Industriellenvereinigung Vorschläge, wie Unternehmen selbst aktiv werden können, um mehr Lebensqualität und Selbstentfaltung für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen und neue Arbeits- und Karriereformen für eine verbesserte Balance zwischen Beruf und Privatleben zu entwickeln. Zu diesem Zweck sucht die Industriellenvereinigung derzeit nach Best-Practice Beispielen von Unternehmen, die sich in diesen Bereichen freiwillig für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren.

Setzt Ihr Unternehmen innovative Akzente, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern? Bemühen Sie sich beispielsweise um eine Entgeltangleichung, existieren Frauen-Mentoring-Programme oder betreiben Sie Bewusstseins bildende Maßnahmen? Kinderbetreuungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten, Karenzmanagement  - mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Gleichstellung der Frauen, sowie für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gäbe es genügend. Wir würden uns freuen, wenn wir auch Sie als engagiertes Unternehmen in unseren Pool der Best-Practice-Unternehmen aufnehmen könnten.

In diesem Sinne bitten wir Sie, in einem kurzen Fragebogen Ihre konkreten Maßnahmen in Bezug auf Gleichstellung und Vereinbarkeit darzustellen. Bitte übermitteln Sie diesen bis Montag, 1. September 2008, an Mag. Anna Spinka: a.spinka@iv-net.at. Auch für Fragen stehen wir Ihnen unter dieser Adresse zur Verfügung!

Fragebogen Gleichstellung/Vereinbarkeit


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