Sorger: Es war nie von generellem Lohnverzicht die Rede!
IV-Präsident Sorger zur aktuellen Debatte: Ging immer nur um zeitlich begrenzte Überbrückungsmaßnahmen für Unternehmen, die massiv vom Auftragseinbruch betroffen sind und Kündigungen aussprechen müssten – Nachzahlung möglichZu der aktuellen Debatte und Aussagen von AK-Präsident Herbert Tumpel sowie Gewerkschaften stellte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, klar: „Der Vorschlag, dass Jobverluste durch Auftragseinbrüche bei stark betroffenen Unternehmen durch einen klugen Maßnahmenmix und auch über einen zeitlich begrenzten (!) Teilausfall des Lohnes im Gegenzug für Arbeitsplatzsicherheit abgewendet werden könnten, hat sich immer nur auf diese einzelnen, speziellen Fälle bezogen. Ein etwaiger befristeter Teilausfall kann beispielsweise auch mit der Zusage der Nachzahlung bei Anspringen der Aufträge verbunden sein." Über die Deutung in Richtung eines allgemeinen Lohnverzichts durch Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter, könne er sich nur wundern, fügte Sorger hinzu.
Der Präsident der Industriellenvereinigung verweist insbesondere auf einzelne Unternehmen aus dem Automotiven Sektor, die bereits massiv vom Produktionsrückgang bei den Automobilherstellern betroffen sind. „Bevor Menschen freigesetzt werden, ist es noch allemal besser, den Arbeitsplatz zu erhalten und zeitlich begrenzt zu versuchen, den Kostendruck zu senken. Dazu gehören naturgemäß auch Kurzarbeitsmodelle und Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen", betonte Sorger.
