04.12.2008

Industrie: Wettbewerbsfähigkeit der Telekom erhalten

IV-Präsident Sorger: Demonstrationen und Streikdrohungen haben noch nie einen Arbeitsplatz geschaffen – Unternehmen Chance auf Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft geben – Kommunikationsinfrastruktur bedeutender Eckpfeiler des Standortes

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Telekom Austria und insbesondere des Festnetzes zu gewährleisten, „ist eine vorausschauende Unternehmenspolitik gefragt, die bereit ist, erforderliche Maßnahmen - auch solche die schmerzlich sind - rechtzeitig umzusetzen. Fest steht jedenfalls, dass Demonstrationen und Streikdrohungen noch nie einen Arbeitsplatz geschaffen haben", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute, Donnerstag. „Moderne Kommunikationsinfrastruktur ist ein bedeutender Eckpfeiler der österreichischen Standortattraktivität." Man müsse daher dem Unternehmen die Chance geben, weiter erfolgreich zu expandieren und international wettbewerbsfähig zu sein. „Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung von Öffentlicher Hand, Belegschaft und Unternehmen", so der IV-Präsident. Vorhandene Schwierigkeiten müssten angegangen werden, solange sie noch „stemmbar" seien.

Gerade im Festnetzbereich müssten Maßnahmen getroffen werden, die eine den Markterfordernissen und technologischen Entwicklungen entsprechende Flexibilisierung der Unternehmensstruktur erlauben. „Dieser Trend ist nicht auf Österreich beschränkt", unterstrich Sorger, der zu mehr Sachlichkeit in der Debatte aufrief und eine flexible Anwendung des Beamtendienstrechtes anregte. So könnten Telekom-Beamte auch außerhalb des Unternehmens beschäftigt werden. Die Telekom Austria könne sich europaweit beobachtbaren Trends nicht entziehen. Nur wenn rechtzeitig Restrukturierungsmaßnahmen getroffen würden, „kann das Festnetz verbleibende Arbeitsplätze absichern, kann Spielraum für Investitionen geschaffen und die Versorgung mit Telekommunikationsdiensten in Österreich langfristige gewährleistet werden." so der IV-Präsident.


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IV-Präsident Dr. Veit Sorger
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