Industrie: Nur der Erhalt von Unternehmen sichert Arbeitsplätze
IV-GS Beyrer zu ÖGB-Achitz: Jetzt nicht Zeit für kleinliche Interessenpolitik - Überschießende begleitende Maßnahmen bei Kurzarbeits-Behaltefristen führen zu ungewollten Kündigungen„Die globale Rezession trifft die österreichische Industrie hart. Unsere Unternehmen kämpfen dennoch um jeden Arbeitsplatz. Jetzt ist daher nicht die Zeit für kleinliche Interessenpolitik - jetzt muss es Arbeitnehmern, Arbeitgebern und öffentlicher Hand gemeinsam darum gehen, wachsender Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Das geht aber nur mit Augenmaß, Verzicht auf überschießende Forderungen und Sinn für die wirtschaftlichen Realitäten. Insbesondere, die unverständliche Forderung der Gewerkschaften, ganz so als ob es die Krise nicht gäbe, auf Behaltefristen zu beharren, die aus wesentlich besseren wirtschaftlichen Zeiten stammen, gefährdet direkt Arbeitsplätze. Unter diesen Prämissen wird man das Modell „Kurzarbeit neu" wohl kaum als neu im Sinne von adäquater Antwort auf die aktuelle, tiefe Wirtschaftskrise bezeichnen können", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Mittwoch.
„Gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Unternehmen massiv dafür einsetzen, jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die man sich in den vergangenen Jahren so bemüht hat, nicht zu verlieren, sind die ÖGB-Aussagen nach dem heutigen Automobilgipfel eine Verzerrung der Realität. Beunruhigend ist, dass sich viele noch nicht des Ernstes der Lage bewusst sind und Realitätsverweigerung auf Kosten von Arbeitsplätzen zu betreiben scheinen. Dass derartige Fragen in Deutschland inzwischen besser und flexibler gelöst werden dürften, als bei uns, lässt die Alarmglocken schrillen", so Beyrer.