[ 06.05.2009 ]
Nationaler Aktionsplan für Gleichstellung
Positionspapier von Sozialpartnern und IV als GrundlageDie Industriellenvereinigung hatte bereits im Oktober 2008 gemeinsam mit den Sozialpartnern ein Positionspapier zur Gleichstellung von Frauen und Männern an die Bundesregierung übergeben. Dieses bildet nun die Grundlage für die Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans für Gleichstellung. „Die IV fordert schon lange eine Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies ist nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll", betonte Dr. Christian Friesl, Bereichleiter der IV-Gesellschaftspolitik, der die Position der IV beim Startschuss zum Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung am 4. Mai einbrachte. Einigkeit herrschte dabei unter allen Beteiligten vor allem in zwei Punkten: „Die Wichtigkeit der Förderung von atypischer Berufswahl bei Mädchen und Buben ist unumstritten - unser Ziel muss es vor allem sein, mehr Frauen für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu begeistern", so Friesl. Konsens herrschte zudem über die Wichtigkeit der Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wie Friesl erklärte: „Die Auffassung, dass wir ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuung brauchen, setzt sich auch in Österreich zunehmend durch."
Ein immer wieder aufkommendes Thema ist die Forderung nach einer Einführung von verpflichtenden Quoten, um mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren. „Quoten sind unserer Meinung nach nicht die richtige Lösung. Seitens der Industrie plädieren wir hingegen dafür, entsprechende Mentoring-, aber auch Ausbildungsprogramme für qualifizierte Frauen einzuführen bzw. auszubauen", so der IV-Bereichsleiter. Bei der Erstellung des Aktionsplanes, welcher in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden soll, wird die IV auch weiterhin eingebunden sein: „Bis zum Herbst wird eine interministerielle Arbeitsgruppe einen Leitkatalog zusammenstellen, welcher dann mit der Sozialpartnern und der IV abgestimmt werden muss", so Friesl.