Österreich profitiert am meisten
Die EU-Erweiterung ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Für Österreich sogar noch mehr als für den Rest der „alten“ Mitglieder. Bis zu einem Prozent Wirtschaftswachstum verdanken wir dem Engagement in Mittel- und Osteuropa.Als die EU 2004 auf 25 Mitgliedsländer aufgestockt wurde, begann eine Erfolgsgeschichte, von der Österreich enorm profitiert hat und weiter profitieren wird. Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern und die Slowakei wurden EU-Mitglieder. 2007 kamen noch Bulgarien und Rumänien dazu. Damit wuchs die EU zum größten integrierten Wirtschaftsraum der Welt an. Das Pro-Kopf-Einkommen in den Mitgliedsländern stieg um rund zwölf Prozent und die Wirtschaft wuchs jährlich um rund 5,5 Prozent.
Österreich ist ein großer Gewinner der Osterweiterung
Aber auch für die „alten" Mitgliedsstaaten war die Erweiterung ein Gewinn. 2,2 Prozent betrug das durchschnittliche Wachstum der EU-15 seither, ein nicht unwesentlicher Teil davon wurde im Osten realisiert. Gerade für Österreich sind die Märkte im Osten entscheidend: Zwischen 0,5 und einem Prozent des Wirtschaftswachstum können direkt der Erweiterung angerechnet werden, das entspricht in den vergangenen fünf Jahren etwa 150.000 Jobs.
Vorreiter bei Investitionen
Erfolgreich war Österreich vor allem aufgrund der hohen Investitionen, die in Mittel- und Osteuropa getätigt wurden. So waren heimische Firmen in Slowenien, Bulgarien, Rumänien sowie in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien die größten Investoren. In der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Mazedonien schaffte man es zusätzlich unter die Top 3.
