Industrie: Nabucco muss energiepolitisch höchste Priorität haben
IV-VGS Koren: Regierungsabkommen bringt Rechtssicherheit – Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der EU – Pipeline erhöht Energieversorgungssicherheit – Umsetzung rasch vorantreibenAls „zentralen Meilenstein für eine möglichst rasche Realisierung der Nabucco-Pipeline" bezeichnete der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren, die heute in Ankara erfolgte Unterzeichnung des entsprechenden Regierungsabkommens. „Die heutige Vereinbarung ist ein Verhandlungserfolg für das federführende Unternehmen OMV ebenso wie für Österreich. Damit wird Rechtssicherheit für den Gastransit nach Europa geschaffen." Die Gaskrise Anfang des Jahres habe mehr als deutlich gezeigt, dass Europa dringend eine stärkere Diversifizierung der Gasbezugsquellen und neue Transitrouten braucht. „Die Nabucco-Pipline ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der EU, das energiepolitisch auf europäischer Ebene höchste Priorität haben und nachdrücklich vorangetrieben werden muss", forderte Koren.
Mittelfristig gebe es - trotz aller notwendigen und richtigen Bemühungen zum sinnvollen Ausbau der Erneuerbaren Energien - noch keine Alternative zu fossilen Energieträgern. Nabucco sei daher ein dringend notwendiger zusätzlicher Kanal für die Gasversorgung Europas und werde Gas aus dem Kaspischen Raum über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich bringen. Notwendig sei daher die Sicherstellung von zügigen Genehmigungsverfahren in den betroffenen Ländern, ebenso wie eine entsprechende Umsetzung des EU-Recovery-Plans, damit die hier für die Nabucco-Pipeline veranschlagten 200 Millionen Euro auch tatsächlich fließen können. „Nabucco wird nicht nur die europäische und österreichische Energieversorgungssicherheit erhöhen, sondern auch einen wesentlichen Impuls für die österreichische Wirtschaft bringen, und damit Arbeitsplätze schaffen", so Koren.
