Intelligente Infrastruktur – Fällt uns die Infrastruktur auf den Kopf? Wie lange dauert es noch bis zum Systeminfarkt?

Arbeitskreis 09 beschäftigte sich mit intelligenter Infrastruktur für Daten-, Energie- und Gütertransport

Europa wächst zusammen, die Transportleistung steigt exponentiell. Die bestehende Infrastruktur steht an der Grenze der Belastbarkeit und sieht sich mit nicht ausreichenden Kapazitäten konfrontiert. Die transportierten Datenmengen im Internet verdoppeln sich von Jahr zu Jahr, Energie aus Erneuerbaren Energien müssen quer durch das ganze Land geleitet werden, der Verkehr wächst schneller als die Wirtschaft  selbst - gleichzeitig  halten Infrastrukturinvestitionen nicht mit diesen Entwicklungen mit.

Wolfgang Anzengruber, Verbund - Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG, Walter Goldenits, Telekom Austria TA AG, Rudolf Kemler, HP Österreich, Andreas Matthä, ÖBB-Infrastruktur Bau AG, August Reschreiter, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Alois Schedl, ATTC- Austrian Traffic Telematics Cluster, ASFINAG, diskutierten unter der Leitung von Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um Österreichs Infrastruktur zu ertüchtigen und damit international konkurrenzfähig zu machen. Die Experten waren sich einig, dass es für diese standortpolitisch äußerst wichtige Frage keine Schwarz-Weiß-Antworten gebe.  

Angesichts der problematischen Konjunktursituation rücken Investitionen in die heimische Infrastruktur als Impulsmaßnahme für Wirtschaft und Arbeitsplätze verstärkt in den Fokus. Infrastrukturinvestitionen sind jedoch nicht nur darauf zu reduzieren, in wirtschaftlich schlechten Zeiten für Wachstum und Beschäftigung zu sorgen, vielmehr entscheidet der Standortfaktor Infrastruktur in jeder Hinsicht über den Erfolg - sowohl für in Österreich ansässige Unternehmen und die Exportwirtschaft als auch im Hinblick auf Standortattraktivität für Betriebsansiedelungen. Einigkeit unter den Experten bestand vor allem darin, dass es weiterer Verbesserungen bedürfe, um die notwendigen Investitionen auf den Weg zu bringen. Hier gehe es vor allem um stabile rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen sowie effektive Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung. Es dürfe nicht erst dann reagiert werden, wenn Engpässe auftreten, sondern es müsse in leistungsfähige Infrastruktur investiert werden, um diese den aktuellen Erfordernissen und Entwicklungen anzupassen. Resümee: Intelligente Infrastruktur vereint Anforderungen und Akzeptanz.
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"Intelligente Infrastrukur" lautete das Thema von AK 09
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