Europäischer Alleingang schadet Jobs UND Klima
Die österreichische Industrie ist Vorreiter in punkto Klimaschutz und Energieeffizienz.Die österreichische Industrie ist Vorreiter in punkto Klimaschutz und Energieeffizienz auf Basis neuer Technologien, unterstreicht der IV-Vize-Generalsekretär Ing. Mag. Peter Koren anlässlich der derzeitigen Weltklimakonferenz in Kopenhagen. „Wir bekennen uns zu einem sinnvollen und nachhaltigen Klimaschutz." Im Vorfeld von Kopenhagen müsse jedoch klar sein, dass es keine weiteren einseitigen Selbstverpflichtungen der Europäischen Union geben dürfe. Ein europäischer Alleingang ohne vergleichbare Verpflichtungen anderer Staaten wäre nicht nur eine „Gefahr für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Europa, sondern ist auch schädlich für das Weltklima", wie Koren betonte.
Dies lasse sich etwa an einem ganz konkreten Beispiel verdeutlichen: „Pro Tonne produziertem Zement - und Ähnliches gilt für praktisch alle Produktgruppen - werden in Österreich 640 Kilogramm CO2, in China 830 und in den USA sogar über 900 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Wird durch Klimaauflagen die Produktion in Österreich verunmöglicht, droht die Verlagerung ins Ausland." Daher müsse in Kopenhagen beachtet werden, dass die globale Herausforderung Klimawandel ist nur auf globaler Ebene zu lösen sei. Dazu brauche es bindende Abkommen für alle wesentlichen Wirtschaftsmächte. „Wenn die größten Emittenten, also vor allem die USA und insbesondere China, nicht mitziehen, darf die EU nach Kyoto nicht zum zweiten Mal denselben Fehler begehen. Reduktionsziele über die bestehenden 20 Prozent der EU hinaus wären dann standort- wie umweltpolitisch fahrlässig und inakzeptabel", so Koren.
