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 Beyrer: Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern  
[ 04.03.2010 ]

Beyrer: Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern

Einiges sei bereits für mehr Chancengleichheit getan worden, insgesamt gehe aber vieles zu langsam. Frauenquoten seien allerdings nicht zielführend, so IV-Generalsekretär Markus Beyrer in einem aktuellen Interview.

„Es ist beschämend, dass wir bei der Gehaltsdifferenz von Männern und Frauen im internationalen Vergleich ganz hinten stehen", so der IV-Generalsekretär anlässlich des Weltfrauentages am 8. März. Auch wenn bereits einiges zur Verbesserung der Chancengleichheit passiert sei, gehe vieles noch zu langsam, so Beyrer, der etwa das Einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld als positives Beispiel nannte. Verbessert werden müsste in Österreich einmal die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Problematisch sei zudem die traditionelle Berufswahl aufgrund veralteter Rollenbilder. Hier gelte es Bewusstseinsbildung zu betreiben. „Das geht nicht von heute auf morgen, das geht über Generationen." Verpflichtende Gehaltsberichte oder Frauenquoten seien jedenfalls nicht zielführend, so Beyrer unter Verweis auf Erfahrungen in Norwegen.

Besser sei es, auf mehr Motivation zu setzen: „Dass wir ein Problem haben, ist klar und auch, dass wir etwas tun müssen. Unternehmen sind gewohnt, sich Ziele zu setzen und diese erreichen sie auch." Ein guter Hebel sei dafür etwa die Mentoringinitiative „Zukunft.Frauen" sowie die die Verbesserung bei der Kinderbetreuung. Bei der IV selbst steige der Frauenanteil in den Gremien und unter den Mitgliedern. So steht etwa mit Therese Mitterbauer erstmals eine Frau der Jungen Industrie (JI) vor, fünf von neuen Landesgruppen werden bereits von Frauen geführt. Beyrer selbst ist überzeugt, dass gemischte Teams innovativer seien. Dies sei zwar nicht zu quantifizieren, „entspricht aber meiner Erfahrung".





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