Industrie zu Mindestlohn: ÖGB-Forderung würde Jobs gefährden
IV-GS Beyrer: Arbeitszeitflexibilisierung statt populistische Forderungen – Überdurchschnittliche Löhne in der Industrie – Krise noch lange nicht vorbeiAls „verantwortungslose Gefährdung von Arbeitsplätzen" lehnte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Mittwoch, Forderungen des ÖGB nach einer Erhöhung des Mindestlohns ab: „Der ÖGB belastet mit seinen rückwärtsgewandten Ideen einmal mehr zur Unzeit den Standort und damit heimische Arbeitsplätze. Gerade jetzt ist es unverantwortlich, Dinge zu fordern, die gerade im Niedriglohnbereich zu einem massiven Arbeitsplatzverlust führen würden. Anstatt sich populistisch profilieren zu wollen, soll die Gewerkschaft endlich, wie paktiert, den Weg frei machen für die dringend erforderliche weitere Arbeitszeitflexibilisierung." Gerade die aktuelle Krise habe gezeigt, dass die starken Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen und Unternehmen eine höhere Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung notwendig mache. „Mehr Kompetenzen zur Arbeitszeitgestaltung auf Betriebsebene würde Arbeitsplätze sichern helfen", so Beyrer.
Die Industrie habe angesichts der Krise ihren Anteil geleistet: „Trotz Einbruch bei der Produktion um 13,4 Prozent, beim Umsatz um 14,5 Prozent und einem Rückgang der Warenexporte um nahezu 20 Prozent haben wir die Menschen in Österreich durch die Krise getragen - und zwar auch mit überdurchschnittlichen Löhnen in der Industrie", wie Beyrer betonte. Die Industrie sei sich ihrer Verantwortung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber bewusst und habe dies gerade in der Krise auch bewiesen, so der IV-Generalsekretär: „Diese Krise ist noch lange nicht vorbei, nur gemeinsam wird die Rückkehr zu einem nachhaltigen, selbsttragenden Wachstum gelingen. Die Industrie steht für eine konstruktive Zusammenarbeit in diesem Sinne zur Verfügung, für populistische Stimmungsmache jenseits der Realität haben wir aber kein Verständnis."
