Industrie: ÖGB unterwegs in die Sackgasse
IV-GS Beyrer: Unternehmen kämpfen um jeden Arbeitsplatz, während Gewerkschafts-Vorschläge zu Arbeitszeit-Verkürzung Jobs vernichten – ÖGB-Präsident Foglar auch bei Steuern und Wertschöpfungsabgabe „klar auf dem Holzweg“„Der ÖGB ist praktisch auf der ganzen Linie mit Vollgas in die Sackgasse unterwegs", erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer am Samstag, zu den Aussagen von ÖGB-Präsident Erich Foglar in der ORF-Sendung „Im Journal zu Gast". Während die Industrie trotz einem Umsatzrückgang von 18 Prozent, massiven Einbrüchen beim Export um jeden Arbeitsplatz kämpfe „redet der ÖGB-Präsident einer Arbeitszeit-Verkürzung das Wort, die - insbesondere zum so sensiblen jetzigen Zeitpunkt - eine große Anzahl heimischer Arbeitsplätze vernichten würde". Das Beispiel Frankreich habe den völligen Irrweg einer Arbeitszeit-Verkürzung bereits „eindringlich und abschreckend verdeutlicht".
„Klar auf dem Holzweg" sei die Gewerkschaft auch in Sachen Steuern sowie der Finanzierung des Gesundheitssystems über eine Wertschöpfungsabgabe, betonte Beyrer. „Die ständigen Rufe der Arbeitnehmer-Vertreter nach neuen Steuern und die unverantwortliche Blockade jedweder sinnvollen und notwendigen Reformen im Pensionssystem - Stichwort ‚Hacklerregelung' - erweisen der Klientel, die sie vorgeben zu vertreten, einen Bärendienst." Es sei zukunftsfeindlich, bei dringend erforderlichen Strukturreformen ständig ‚Nein' zu sagen. Damit wird der Industrie- und Arbeitsstandort und damit heimische Jobs polemisch und leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Dem werden wir weiterhin entschieden entgegentreten", so der IV-Generalsekretär.
