IV-Präsident Sorger: "Umgehende strukturelle Reformen im Pensionssystem nötig!"
Der Präsident der Industriellenvereinigung im Interview in der aktuellen Ausgabe des "profil".Für umgehende strukturelle Reformen im österreichischen Pensionssystem spricht sich IV-Präsident Veit Sorger aus. Die unabhängige OECD belege in ihrer jüngsten Studie, dass das derzeitige Pensionssystem nicht mehr lang leistbar sei.
Die Aussage von Sozialminister Rudolf Hundstorfer, dass ihm der Zustand des heimischen Pensionssystems keine Kopfschmerzen verursache, sei vor dem Hintergrund nicht nachvollziehbar. „Man wird erkennen, was wir uns leisten können und was nicht", betont Sorger. Dass bei einer alternden Gesellschaft letztlich spätere Pensionsantritte benötigt werden, erschließe sich schon rein mathematisch.
„Die Industriellenvereinigung bekennt sich dazu, dass Österreich eine hohe Sozialquote hat, irritiert sind wir über die enormen Kosten." Die diskutierten Verschlechterungen bei der Gruppenbesteuerung hätten für den Wirtschaftsstandort Österreich massive Auswirkungen. „Uns geht es um das Gesamtwohl", erklärt der IV-Präsident. Auch die Industrie habe ihren Beitrag zur Krisenbewältigung bereits geleistet.
