Festo unterstützt Diplomarbeitsprojekt
Interaktive Spinnen auf Beutesuche in Wien.Kunst und Technik finden immer wieder spannende Schnittmengen, so auch beim ungewöhnlichen Diplomarbeitsprojekt von Thomas Frierss, einem Künstler, Mediendesigner und vor kurzem noch Student der angewandten Künste. 1982 geboren, lebt und schafft der kreative Medienwerker gegenwärtig in Wien. Thomas Frierss: „In eine Sphäre zwischen Unbehagen, Spielerei und Mechanik lädt die Installation „araneus machinamentum" ein zum sich Einbringen und Staunen. Die interaktive Rauminstallation entsteht aus zwanzig metallenen Objekten, die wiederum aus jeweils einem würfelförmigen Körper mit sechs langen, feingliedrigen Beinen bestehen."
Im Netz der mechanischen Spinnen
Nicht nur das Aussehen der Objekte ist spinnenähnlich, auch ihr Verhalten ist so. Wie die Beute, die ins Netz der Spinne fliegt und damit das in der Mitte seines Netzes lauernde Raubtier sofort in Aktion treten lässt, setzt der Betrachter beim Näherkommen die Maschinenspinne unerwartet in Bewegung. Dringt jemand in das mittels Ultraschall abgetastete Territorium einer Spinne ein und wird über den vorne am Körper angebrachten Sensor erfasst, aktiviert die Steuerung die Mechanik der pneumatischen Zylinder im mittleren Beinpaar. Zum Einsatz kommen dabei vom Automatisierungsspezialisten Festo zur Verfügung gestellt DSNU Rundzylinder, die über VUVG Ventile angesteuert werden. Der wachsame Sensor nimmt jedoch nicht nur Präsenz einer Person oder eines Gegenstandes im Umfeld wahr, sondern misst auch die genaue Distanz zu dieser/diesem, wobei die größtmögliche Entfernung zwischen beiden 1,5 Meter betragen kann.
Luftgetriebene Interaktion
Kommen Betrachter näher, startet ein Programm, das die Spinnen zu verschiedenen Bewegungen veranlasst - diese reichen vom leisen Vibrieren über kleine und größere Sprünge sowie der Rotation um die eigene Achse bis hin zum seitlichen Aufbäumen. Die Arbeit der luftangetriebenen Kolben in den Beinen und die metallenen Spinnenfüße auf dem Boden erzeugen bei jeder Bewegung mechanische Geräusche - eine nahezu bedrohlich anmutende Lärmkulisse.
Festo - das Unternehmen
Festo Österreich ist Marktführer in der Automation mit Pneumatik und Elektronik sowie der technischen Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen, das in Österreich 100 Mitarbeiter beschäftigt, bildet mit eigenständigen Tochtergesellschaften und Niederlassungen die Drehscheibe für alle mittel- und osteuropäischen Konzernaktivitäten. Mit 30.000 Katalogprodukten in einigen hunderttausend Varianten und kundenspezifischen Lösungen ist Festo der Partner für die Industrie- und Prozessautomation.
Der Erfinder der Ventilinsel setzt mit 2800 Patenten auf weltweite Forschung und Entwicklung: Festo investiert 9,5% (2009) seines jährlichen Umsatzes (1,3 Mrd. Euro) in die Entwicklung praxisorientierter Innovationen. Ergebnis dieser Forschungstätigkeit ist beispielsweise das industrielle Highspeed-Kompaktkamerasystem, das im Tec Wien, der österreichischen Forschungseinheit entwickelt wurde. Corporate Educational Responsibility: Das unabhängige Familienunternehmen kommt seiner gesellschaftlichen Verantwortung im Bildungsbereich durch Projekte wie dem Bildungsfonds oder der Vergabe von Experimentierboxen an Schulen aktiv nach.

