14.07.2010
Industrie zu Wirtschaftsbericht: Standort braucht rasche ausgabenseitige Budgetsanierung
IV-GS Beyrer: Neue Steuern als Konjunkturkiller – Konjunkturvorbehalt bei Budgetsanierung „Irrweg“ – Mittel für Zukunftsinvestitionen freimachenFür eine „strukturelle und rasche ausgabenseitige Budgetsanierung" spricht sich die Industrie aus. „Der Industrie- und Arbeitsstandort Österreich muss international wettbewerbsfähig bleiben. Dafür sind ein konsolidierter Staatshaushalt sowie nachhaltige Strukturreformen in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit und Pensionen unabdingbar. Neue oder erhöhte Steuern hingegen sind das größte Wachstumshemmnis und ein Konjunkturkiller. Österreich ist bereits ein extrem stark umverteiltes Hochsteuerland", erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Mittwoch, anlässlich der Präsentation des Wirtschaftsberichts.
Die Forderungen nach einem sogenannten "Konjunkturvorbehalt" und neuen Steuern seien angesichts der derzeitigen zwar stabilen Erholung, aber fehlendem selbsttragenden Aufschwung, ein „Irrweg". „Steuererhöhungen sind ein Konjunkturkiller. Verzögern, Verschleppen und den Kopf in den Sand stecken bei Strukturreformen schaden dem Standort und kosten damit Arbeitsplätze", betonte der IV-Generalsekretär. Vielmehr müssten Mittel für Zukunftsinvestitionen - insbesondere Bildung und Ausbildung, Forschung und Entwicklung - freigemacht werden. „Die Industrie hat trotz massiver Einbrüche in den vergangenen beiden Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und kämpft weiter um jeden Arbeitsplatz. Die Politik ist aufgefordert, für die notwendigen Rahmenbedingungen in Österreich zu sorgen", so Beyrer.[ IV-Newsroom ]
