Industrie würdigt Arbeit von Pädagoginnen und Pädagogen mit „Teacher’s Award“
IV-Präsident Sorger: Bildungspolitik ist Zukunftsgestaltung – Wissen, Können, Kreativität als unbezahlbares Asset – Klar gegen Nivellierung nach unten„Bildungspolitik ist Zukunftsgestaltung. Gestaltung der Zukunft ist eine zentrale Aufgabe der Industrie. Wir schätzen die bedeutende pädagogische Rolle aller Lehrerinnen und Lehrer dabei als ‚Architektinnen und Architekten der Zukunft'", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger. Daher hat die Industrie den bundesweiten „IV Teacher's Award - Zukunft der Schule" mit Unterstützung des Unterrichtsministeriums ins Leben gerufen, der Montagabend im Wiener Haus der Industrie zum nunmehr dritten Mal vergeben wurde. Das Heranbilden von „besten Köpfen und Händen" sei für die österreichischen Unternehmen eine der zentralen Zukunftsfragen im globalen Wettbewerb geworden. „Österreich ist ein Land, das über keine nennenswerten Bodenschätze verfügt, aber: gemeinsam verfügen wir dennoch über ein unbezahlbares Asset - unser Wissen, unser Können, unsere Kreativität", so Sorger.
„Wir sehen die Auszeichnung als weiteren Beitrag zur Motivation und Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer in ihrer pädagogisch wertvollen Arbeit", betonte Sorger. Klar sei für die Industrie, dass es die Bildungseinrichtungen sind, an denen man sich um die Verdichtung und Vermehrung des Wissens durch Lernen bemüht. „Mit dem dritten bundesweiten IV-Teacher's Award wollen wir bewusst ein Zeichen setzen, dass durch das besondere Engagement von Lehrerinnen und Lehrern die „Schule der Zukunft" schon heute an vielen Orten gelebt wird", betonte Sorger. Es müsse gelingen, das österreichische Schul- und Bildungswesen zu einem der besten der Welt zu entwickeln. „Jetzt geht es darum, langfristig und nachhaltig die Weichen für die Zukunft zu stellen und in diese Zukunft zu investieren. Sonst verspielen wir den Industrie- und Arbeitsstandort und vor allem die Chancen unserer Jungen", so Sorger.
Die Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate würden zeigen, dass Bildungspolitik lange Zeit ein Schattendasein in Österreich geführt habe. Aus Sicht der Industrie sei eine Gesamtbetrachtung des Bildungssystems vom Kindergarten bis zum Ende der Hochschule notwendig. „Eine sachorientierte Bildungspolitik muss die Verbesserung der Schulqualität in den Vordergrund rücken. Wichtig ist dabei nicht, was auf der Schule draufsteht - wichtig ist, was drinnen passiert. Einer Nivellierung nach unten durch neue Schulformen treten wir aber jedenfalls entschieden entgegen. Nur dann können wir in absehbarer Zeit Reformen im Bildungsbereich erzielen", betonte Sorger. Die Industrie sei jedenfalls bereit, diesen Prozess mit allen Kräften zu unterstützen. Die Industrie habe bereits 2006 mit „Schule 2020" eines der am meisten beachteten Schulreformkonzepte vorgelegt, das es umzusetzen gelte.
Innovative Lehrerinnen und Lehrer würdigen
Bei der feierlichen Preisverleihung wurden schließlich je drei Pädagoginnen und Pädagogen in den Kategorien Grundstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Projekte ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden anhand eigens ausgearbeiteter Kriterien in wissenschaftlicher Begleitung durch Josef Lucyshyn (bifie) ausgewählt und durch eine professionelle Jury gereiht.
„Durch die Verleihung des Teacher's Awards haben wir mehr als 250 qualitativ hochwertige Initiativen und Projekte kennengelernt. Wenn es damit gelungen ist, mehr als 2000 Lehrerinnen und Lehrer, die an diesen Projekten mitgewirkt haben, zu erreichen und zu motivieren, sowie 36 Preisträgerinnen und Preisträger auszuzeichnen, ist dies ein beachtliches Zwischenergebnis auf dem langen Weg zu den „Architektinnen und Architekten der Zukunft", so Sorger abschließend.
Die Preisträger
In der Kategorie Grundstufe hat sich Regina Holzer (ASO Krems) mit ihrem Mazedonien Projekt vor Monika Kerschbaumer (GTVS Europaschule Wien) und Bettina Auböck (ASO Langenstein) durchgesetzt.
Irene Brandstetter (Neue Mittelschule Zurndorf) dominiert die Kategorie Sekundarstufe I mit dem Projekt „Der NMS - der Natur macht Spaß-Park) vor Anna Körbisch (Stiftsgymnasium Admont) und Andreas Krenner (Hauptschule Litschau).
In der Kategorie Sekundarstufe II hat Klaus Schröcker (HTL Bregenz) mit dem Projekt „Education for our Future - Steigerung von Kreativität, Leistungs- und Kooperationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern" vor Franzistka Kraml (HLW Perg) und Elke Austerhuber (BHAK/BHS Hallein) gewonnen.
Konrad Steiner (HBLA für Landwirtschaft Ursprung) wurde mit seinem Projekt „Synthetische Biologie am Prüfstand und Amylase 2.0" vor Bernadette Ecker und Karolin Emprechtinger (Volksschule Aurolzmünster) und Peter Herzog (Technologisches Gewerbemuseum) auf den 1. Platz in der Kategorie Projekte gereiht.

