21.12.2011

Industrie erfreut über Zukunftsinvestitionen in Hochschulen

IV-Generalsekretär Neumayer: Zugesagte Mittel stärken Innovationsstandort Österreich – Zusätzliches Geld fokussiert vergeben – Hochschulplan endlich ausverhandeln

„Mit der heute zugesagten knappen Milliarde für die Hochschulen tätigt die Bundesregierung eine richtige Zukunftsinvestition und macht damit dem Innovationsstandort Österreich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk", sagte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer, in einer Reaktion auf die heutigen Aussagen von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. „Diese zusätzlichen Mittel dürfen aber nicht nach dem Gießkannenprinzip im allgemeinen Budget der Universitäten versickern, sondern müssen im Wettbewerb nach klar definierten Kriterien und Zielvorgaben vergeben werden", betonte Neumayer. Die zusätzlichen Mittel sollten aus Sicht der Industriellenvereinigung etwa anhand von Zielvorgaben wie Fokussierung auf zukunftsrelevante Studiengänge (z.B. Erhöhung der Zahl der Graduierten - insbesondere Frauen - in naturwissenschaftlichen und technischen Studienrichtungen), überregionale Bündelung der Aktivitäten von Hochschulinstitutionen mit ähnlichen Ausbildungsschwerpunkten, eingeworbene Drittmittel, Gestaltung eines aktiven Wissens- und Technologietransfermanagements, Anzahl der Spin-Offs oder Anzahl der Stiftungsprofessuren vergeben werden.

„Trotz dieser zusätzlichen Finanzmittel für Universitäten brauchen wir nach wie vor auch eine Einführung von Studienbeiträgen", sagte Neumayer. Diese seien neben klaren und verlässlichen Zugangsregelungen ein notwendiger Teil der Hochschulsteuerung, wobei „mit Hilfe von Studienförderung selbstverständlich kein fähiger, engagierter junger Mensch aus finanziellen Gründen vom Studium abgehalten werden würde". Zu den ebenfalls präsentierten Eckpunkten des Hochschulplanes sagte Neumayer:  „Es ist in dieser  Diskussion schon viel Zeit vergangen, die Verhandlungen der beiden Koalitionspartner allerdings noch immer ausständig. Hier besteht Handlungsbedarf." Wesentliche Elemente des Hochschulplanes wie eine Studienplatzfinanzierung mit Festlegung der Kapazitätsgrenzen für Universitäten seien „dringend erforderlich, um unsere Universitäten fit für die Zukunft zu machen und nicht den Anschluss an Mitbewerber im Wissensraum Europa zu verlieren", betonte Neumayer abschließend.
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