Siemens im Burgenland: Technologien für Energieeffizienz und Umweltschutz
25 Jahre ETM: Prozessleitsysteme für die ganze Welt aus EisenstadtSiemens im Burgenland (Siemens AG Österreich, Siemens Gebäudemanagement & -Services GmbH, Elin, Bacon) erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 (1.10.2008 bis 30.9.2009) einen Umsatz von rund 15,8 Millionen Euro. Der Auftragseingang belief sich auf 17,5 Millionen Euro. Die ETM professional control GmbH, eine 100-Prozent Tochter der Siemens AG mit Niederlassung in Eisenstadt, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 16 Prozent verzeichnen. ETM ist Spezialist für Prozessvisualisierungs- und Steuerungssysteme, die bei Infrastrukturprojekten in den Bereichen Autobahnen, Verkehrstunnel, Abwasser, Fernwärme sowie Pipelines zum Einsatz kommen. Siemens im Burgenland trägt mit zahlreichen Projekten zum Klima- und Umweltschutz bei. In der Gemeinde Güssing läuft mit Unterstützung von Siemens ein Forschungsprojekt zur Optimierung von Energienetzen. Für die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt liefert Siemens moderne Straßenbeleuchtung, mit der Energie eingespart und Betriebskosten gesenkt werden können.
„Die Siemens Niederlassung Eisenstadt trägt wesentlich zur Entwicklung neuer Technologien bei. Beispielsweise entwickeln und produzieren wir gemeinsam mit ETM in Eisenstadt innovative Systeme zur Prozessüberwachung und sind an einem Forschungsprojekt zum Thema Energieoptimierung in Güssing beteiligt. Siemens im Burgenland ist und bleibt so ein wesentlicher Wertschöpfungsfaktor für die Region und das gesamte Unternehmen", ist die Vorsitzende des Vorstandes der Siemens AG Österreich, Mag. Brigitte Ederer, überzeugt.
Umweltschonende Straßenbeleuchtung in Eisenstadt
Gemeinsam mit der ELIN GmbH & Co KG und BEWAG Licht & Service GmbH modernisiert die Siemens AG Österreich die Straßenbeleuchtung in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt. Bestandteil des Auftrages ist die Sanierung, Errichtung und Wartung der öffentlichen Beleuchtung. Im Rahmen des Projektes werden 2.400 Lichtpunkte und 60 beleuchtete Fußgängerübergänge installiert sowie 10 Kilometer Erdkabel neu verlegt. Zwölf Objekte, wie markante Plätze, kulturelle Gebäude und Skulpturen werden nach dem aktuellen Stand der Beleuchtungstechnik angestrahlt. Durch die Erneuerung bereits bestehender Leuchtkörper und den Einsatz moderner Technologie können Energie eingespart und die Betriebskosten gesenkt werden. Umweltschonende Lichttechnologien reduzieren den CO2-Wert und „Licht-Smog" (durch die künstliche Erhellung der Nacht entsteht eine Verschmutzung der Erdatmosphäre durch Licht, das kann Einfluss auf bestehende Ökosysteme haben, beispielsweise können Pflanzen in ihrem Wachstumszyklus gestört werden). Durch die neue Straßen- und Schutzwegbeleuchtung wird die Verkehrssicherheit erhöht, indem Risikosituationen, verursacht durch schlechte Sicht, minimiert werden. Der Auftragswert für die Sanierung und Errichtung beträgt rund 3,5 Millionen Euro. Die Wartung und Betriebsführung wird auf 20 Jahre übernommen und entspricht einem Auftragswert von rund 1,5 Millionen Euro über die gesamte Laufzeit.
Forschungsprojekt zum Thema Energieoptimierung in Güssing
In Güssing läuft seit Juni 2009 das vom Klima- und Energiefonds geförderte Forschungsprojekt OPT-Polygrid. Projektpartner neben der Siemens AG Österreich sind die Fernwärme Güssing GmbH und Güssing Energy Technologies GmbH. Ziel ist die Optimierung des Lastenmanagements von Mehrsparten-Energienetzen (so genannte Polygrids). In diese Netze werden verschiedene Formen von Alternativenergie eingespeist. Die Gemeinde Güssing gilt als Vorbildgemeinde hinsichtlich innovativer Strategien in Zusammenhang mit lokaler dezentraler Energieerzeugung, das heißt, die Anlagen zur Stromerzeugung befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den VerbraucherInnen, die Energie wird vorwiegend aus alternativen Energieträgern gewonnen. Im Rahmen des Forschungsprojektes soll mit Hilfe von Simulationsprogrammen die Betriebsführung alternativer Energieerzeugungssysteme optimiert und somit die Energieeffizienz des Gesamtsystems erhöht werden. Durch die verbesserte Vernetzung und Auslastung der Anlagen und Netze kann der Einsatz von erneuerbaren Energien weiter maximiert und eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Durch den geringeren Einsatz von fossilen Energieträgern reduziert sich der CO2-Ausstoß. Erste Ergebnisse des Forschungsprojektes werden für Mitte 2010 erwartet. Siemens unterstützt das Projekt mit Energiemanagement- und Simulationssystemen für dezentrale Energieerzeugung aus dem Portfolio des Energy-Sectors.
Energie für die Zukunft
Siemens Energy Power Transmission und Distribution übernimmt die bauliche und elektrische Erweiterung des Umspannwerkes Neusiedl für den burgenländischen Verteilernetzbetreiber BEWAG Netz GmbH. Der Netzbetrieb wird im Herbst 2010 aufgenommen. Um die Stromversorgung an die wirtschaftliche Entwicklung des Versorgungsbereiches Neusiedl und Parndorf anzupassen und die Einspeisung weiterer neuer Winkparks zu ermöglichen, wurde die Erweiterung dieses wichtigen Netzknotens erforderlich.
25 Jahre Prozessleitsysteme in Eisenstadt
Im Jahr 2010 feiert ETM sein 25-jähriges Bestehen und rückt enger mit Siemens im Burgenland zusammen. Das Unternehmen wird ab Mitte Juni 2010 in das moderne Technologiezentrum am Siemens-Standort Eisenstadt übersiedeln. Die ETM professional control GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr in Österreich einen Umsatz von rund neun Millionen Euro. Mit 72 MitarbeiterInnen in Österreich, davon 60 in Eisenstadt, ist ETM Spezialist auf dem Gebiet für Prozessvisualisierungs- und Steuerungssysteme (PVSS). Die Systeme sind bei Infrastrukturprojekten in den Bereichen Autobahnen, Verkehrstunnel, Abwasser, Fernwärme sowie Pipelines im Einsatz. Das Unternehmen stattete unter anderem das Kernforschungszentrum CERN in Genf mit PVSS aus.
Tunnelleitsystem von Siemens und ETM für den längsten Bahntunnel der Welt
Gemeinsam mit Siemens realisiert ETM bis 2016 das Tunnelleitsystem für den längsten Bahntunnel der Welt, den Gotthard-Basistunnel in der Schweiz. Die gesamte Infrastruktur des Bahntunnels mit einer Gesamtlänge von 56,8 Kilometern wird in zwei Tunnel Control Center jeweils am Nord- und Südportal angezeigt, überwacht und bedient. Das Tunnelleitsystem ist für die Fernsteuerung und Fernüberwachung der elektromechanischen Anlagen verantwortlich. In den Niederlanden setzt ETM mit Siemens ein Projekt zur Wasserstandsregulierung um und hilft so, Überflutungen rechtzeitig zu erkennen. Weitere Projekte werden in Großbritannien und China in den Bereichen Wasser und Erdölaufbereitung umgesetzt.
Siemens unterstützt Haydn Festspiele in Eisenstadt
Seit Gründung der Haydn Festspiele vor 21 Jahren in Eisenstadt wird das Kulturereignis von Siemens Österreich unterstützt. Neben regelmäßiger finanzieller Unterstützung realisierte der Technologiekonzern die Website der Festspiele (www.haydnfestival.at/), die 2001 online ging. Außerdem wurden verschiedene Aktivitäten, die Kinder und Jugendlichen aus dem Burgenland Kunst und Kultur näher bringen, gesetzt.
