01.06.2010

„Ist Europa noch zu retten oder ist die Krise to big to safe?“

Diese spannende Frage stellte die Industriegruppe Burgenland Süd dem Botschafter a.D. Dr. Gregor Woschnagg, im südburgenländischen Jennersdorf bei der Firma Vossen.

„Die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos", meint Gregor Woschnagg. Ernst deswegen, weil - laut makroökonomischer EU-Analysen die EU nach der Bewältigung der gegenwärtigen Krise ohne Reformen in eine Stagnation verfallen würde.  Dieser Stillstand hätte ein jährliches Wachstum von nur rund 1,5 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 7 bis 8 Prozent zur Folge.

 

Und ernst auch deshalb, weil die Gefahr, dass die Verschuldenskrise in eine fundamentale Krise des gesamten Bankensystems in Europa und der USA mündet noch immer nicht gebannt ist.

Die EU-Staaten haben mit Kooperation und Ausarbeitung von gemeinsamen Hilfspaketen reagiert. Ein750 Milliarden Euro schweres Rettungspaket wurde im Eiltempo umgesetzt, um eine gravierende Kreditkrise bei den europäischen Banken hintanzuhalten. Und -Griechenland, Spanien und Portugal mussten radikale Budgeteinsparungen beschließen.

 

„Heute hat der Euro gegenüber dem Dollar 15 Prozent verloren und könnte noch bis auf das Niveau des Dollars sinken", skizziert Woschnagg den aktuellen Zustand der Eurostaaten. Diese Abwertung hat den Vorteil, dass Exporte angekurbelt werden und Unternehmen vermehrt in Osteuropa gekauft werden. Der Nachteil ist, dass Planungen für die Unternehmen immer schwerer werden, der Kauf von US-Firmen teurer.

Wegen der hohen Staatsschulden und dem Druck der Anleihenmärkte werden die Regierungen die öffentlichen Ausgaben zurückfahren müssen (Griechenland: minus 16 Prozent bei den öffentlichen Gehältern). Dies wird sich negativ auf öffentliche Investitionen und das Konsumverhalten auswirken.

„Die Lage ist aber nicht hoffnungslos, weil der Zusammenbruch des Finanzsystems verhindert werden konnte. Jetzt müssen wir wieder zu normalen Marktregeln zurückkehren", so Gregor Woschnagg. Gelingen soll dieses schwierige Unterfangen mit verbesserter Budgetdisziplin, einem Stabilitätspakt mit Höchstgrenzen (Österreich 2010 Budgetdefizit minus 4,7 Prozent!), einer auf das höchste Niveau angeglichenen Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU und einer koordinierten wirtschaftlichen Regierungsführung.

 

Gregor Woschnagg ist zuversichtlich: „Europa muss im Interesse der nächsten Generation gerettet werden! Und wo die Gefahr steigt, steigt auch das Rettende."

 

Die anschließende Führung durch die Produktionshallen von Vossen rief viel Bewunderung hervor. Zig neue Anlagen weben in einer furchterregenden Geschwindigkeit das begehrte, flauschige Marken-Produkt. Vossen Marketingspezialist Wilhelm Haböck präsentierte das Markenkonzept und die neuesten Ziele des Frottierherstellers. Die exklusiven shop in shop-Konzepte und die brandneue Collection „Sex and the City" begeisterten sogar die harten Manager!

 

Foto: vlnr: Bernd Zauner (Lenzing), Werner Blohmann (Vossen), Gregor Woschnagg, Wilhelm Haböck (vossen), Christoph Blum (Trafomodern), Peter Wrann (WK Bgld), Leopold Schoeller (Vossen), Andreas Freiler (Sattler AG), Rainer Stowasser (Blue Chip Energy), Hans Peter Katzbeck (Katzbeck), Johannes Eder (WEitzer Parkett), Jürgen Röhrling (Unger Stahlbau), Vinzenz Zechmeister (Porr AG)


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Collection "Sex and the City"


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