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[ 02.03.2010 ]

Neue Wege gehen

"Schwierige Herausforderungen sind dann bewältigbar, wenn alle an einem Strang ziehen", meint IV-NÖ-Präsident Marihart in seinem aktuellen Leitartikel in den "iv.positionen".

Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hat - ebenso wie in beinahe allen Industriestaaten - auch in Europa eingeschlagen und wird auch noch während der kommenden Jahre anhalten. Im weltweiten Vergleich zeigt sich, dass vor allem Europa längerfristig betroffen ist und sich auf tiefgreifende Veränderungen einstellen muss. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit und der damit verbundene Wettstreit um Aufträge und somit der Erhalt von Arbeitsplätzen werden den Unterschied zwischen erfolgreichen Regionen und Verlierern ausmachen. Eine wirtschaftlich prosperierende Zukunft können jene Länder erwarten, die den Ernst der Lage früh erkennen und innovative Lösungen für die neuen Aufgaben finden. Dabei müssen auch gewohnte Strukturen hinterfragt werden.

 

Einen wichtigen Beitrag leisten dabei Organisationen wie die IV, die in enger Rückkoppelung mit den Betrieben neue Wege suchen, zukunftsweisende Modelle aufzeigen und diese in der Öffentlichkeit sowie in der Politik positionieren (z.B. das Thema Arbeitszeitflexibilisierung).  Die Frage lautet nämlich nicht, wer die Krise verschuldet hat - diese ist ein internationales Spekulations-Phänomen. Viel entscheidender wird sein, gemeinsam Antworten auf die neue Situation zu finden. Es geht um Arbeitsplätze, und diesen Kampf führen auch die niederösterreichischen Betriebe, die sämtliche (teure) arbeitsmarktpolitischen Instrumentarien einsetzen, um Beschäftigung zu halten.   

 

Es besteht kein Zweifel: Alle Beteiligten müssen gemeinsam einen zukunftsorientierten Weg finden, damit Unternehmen und Arbeitnehmer und damit das ganze Land einem Aufschwung entgegen blicken können. Besonders wichtig für eine künftige positive Entwicklung sind natürlich die Anstrengungen im F&E-Sektor. Mit seinem Bekenntnis zur Forschung geht Niederösterreich einen guten Weg. Das IST Austria, das K2-Kompetenzzentrum in Wr. Neustadt oder die im Industriepolitischen Strategieprogramm für NÖ empfohlenen Ausweitungen von Fördermaßnahmen im Forschungsbereich für Betriebe sind eine mehr als sinnvolle, nämlich unbedingt notwendige Prioritätensetzung. Es ist daher positiv, dass das Land seine Anstrengungen im F&E-Bereich weiter forcieren wird, um eine - für alle Seiten - erfolgreiche Zukunft zu schaffen. 



DI Johann Marihart, IV NÖ-Präsident
DI Johann Marihart, IV NÖ-Präsident


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