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[ 10.03.2010 ]
Über den TellerrandSoweit bisher bekannt ist, dürfte im Jahr 2009 die Zahl der oberösterreichischen Abgangsgemeinden erstmals jene der positiv wirtschaftenden überstiegen haben.Dass dies eng mit dem Rückgang an Steuereinnahmen verbunden ist und somit manche Gemeinden indirekt zu Opfern der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise wurden, steht außer Frage. Ebenso klar ist aber, dass diese Entwicklung als dramatisch eingestuft und als Alarmzeichen erkannt werden muss. Wären umgekehrt im Zuge der Wirtschaftskrise mehr als die Hälfte der heimischen Unternehmen in die roten Zahlen gerutscht, hätte das mit Sicherheit den völligen Zusammenbruch der heimischen Wirtschaft bedeutet. Vor diesem Hintergrund erscheint es völlig unverständlich, dass diesbezügliche Vorschläge beinahe reflexartig von den zuständigen Politikern abgelehnt wurden. Gerade das dabei ins Treffen geführte Argument, die Zusammenlegung von Gemeindeaufgaben führe zu einem Identitätsverlust der betroffenen Bürger, wurde von diesen selbst widerlegt. Einer IMAS-Umfrage zufolge erkennen darin nämlich fast 60 % der Oberösterreicher keinen nachteiligen Einfluss auf die gefühlsmäßige Bindung an ihre Heimatgemeinde, nur 32 % gehen von einer Beeinträchtigung aus. Gleichzeitig sehen fast drei Viertel aller Oberösterreicher in der Zusammenlegung von Verwaltungsaufgaben die einzig relevante Möglichkeit, die Budgetprobleme ihrer Heimatgemeinden zu lösen. Die Erhöhung von Steuern und Abgaben kommt für sie hingegen nicht in Frage. Somit ist es für die verantwortlichen Politiker an der Zeit, die Diskussion mit ihren Bürgern und Steuerzahlern zu führen und zu intensivieren. Dabei das eine oder andere Mal über den eigenen Tellerrand zu blicken, wäre empfehlenswert. |
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