|
[ 10.03.2010 ]
Industrietechnik-Ausbildung: Die ersten sind im ZielDie ersten Absolventen bei ACC Fürstenfeld, Andritz und Böhler Edelstahl. IV-Präsident Pildner-Steinburg: „Ausbildung auf höchstem Niveau ist eine Versicherung für die Zukunft der Unternehmen und des Standorts.“Vor drei Jahren hat die steirische Industrie das Ausbildungsmodell „IndustrietechnikerIn" ins Leben gerufen. 37 Industrieunternehmen bieten die Kombination aus der Lehrabschlussprüfung in einem industriellen Lehrberuf, die Werkmeister- und die Berufsreifeprüfung an - den Absolventinnen und Absolventen ist damit auch der Zugang zu einem Studium offen, gleichzeitig können sie eine abgeschlossene Berufausbildung in einem anspruchsvollen industriellen Lehrberuf vorweisen.
Die ersten fünf „Quereinsteiger" - sie wechselten von der reinen Lehrausbildung in das Industrietechnik-Modell - haben am Mittwoch ihre Diplome aus der Hand von IV-Präsident Jochen Pildner-Steinburg erhalten: „Die Ausbildung von Lehrlingen auf höchstem Qualitätsniveau hat in der steirischen Industrie nicht nur Tradition, sie ist auch eine Art Versicherung für die Zukunft der Unternehmen und damit auch eine Versicherung für den Wirtschaftsstandort" betonte Pildner-Steinburg.
Der Kompressorenerzeuger ACC in Fürstenfeld, die Andritz AG und Böhler Edelstahl sind die Arbeitgeber der frischgebackenen Industrietechniker. „Uns war von Anfang an klar: Industrietechniker-Ausbildungsbetrieb zu sein stellt ein Gütesiegel in der steirischen Ausbildungslandschaft dar.", meinte Böhler-Geschäftsführer Hans Weigand, der an der Entwicklung des Modells IndustrietechnikerIn maßgeblich mitgewirkt hat. „Die Industrietechniker von heute sind die Spitzenkräfte der Zukunft", betont ACC-Chef Claus Repnik. Andritz-Ausbildungsleiter Oskar Rovensky unterstrich, dass diese Ausbildung die Chance bietet, auch bereits im Alter von 15 Jahren einen Karriereweg einzuschlagen, der einen fixen Job bei guter Bezahlung mit spannender praktischer Erfahrung und technischem Fachwissen auf hohem Niveau kombiniert. Das Angebot der IndustrietechnikerInnen-Ausbildung richtet sich grundsätzlich an rund 1.100 Lehrlinge in den 37 teilnehmenden Unternehmen. Die konkrete Teilnahme an diesem anspruchsvollen Ausbildungsweg (Dauer regulär 7,5 Jahre) ist an einen „guten Ausbildungserfolg" in Berufsschule und Betrieb gebunden.
Das in der Steiermark entwickelte Konzept ist auch ein erfolgreicher Exportartikel. Rund 30 Unternehmen in Niederösterreich und Salzburg bieten den „Karrierekick im Dreierpack" - so der Slogan - an.
Die ersten Industrietechniker
*Herr Auer ist nun in der Lehrlingsausbildung als Ausbildner bei Böhler Edelstahl beschäftigt.
Detailinformationen unter: www.karrierekick.at [ Renate Pichler ]
|
|