Durst steckt in Lienz elf Millionen in Forschung
Im neuen Forschungszentrum erarbeiten Wissenschafter die Grundlagen für Sicherheitstinte oder künstliche Organe.Einstweilen ist es nur Grundlagenforschung, doch damit schaffen die Spezialisten im so genannten „Durst-Kristall" die Basis für künstliche Gelenke aus Keramik oder für Sicherheitstinte, die Handelsmarken vor Fälschung schützt. Elf Millionen Euro steckt das Südtiroler Fototechnikunternehmen Durst in Forschung und Entwicklung am Standort Lienz, davon 7,6 Millionen in den kristallförmigen Bau selbst. 1,4 Millionen hat die technische Ausstattung der 450 Quadratmeter großen Labors gekostet, ein Elektronenmikroskop wird noch angeschafft. „Unser Forschungszentrum kann sich mit jenen in Cambridge und Palo Alto messen", meint Firmenchef Richard Piock.
Rund 18 hochqualifizierte Chemiker, Physiker, Elektrotechniker und Laboranten aus dem In- und Ausland sind im „Kristall" beschäftigt, es gibt eine enge Zusammenarbeit mit dem Joanneum in Graz. Die Firma Durst, die vor 12 Jahren in Osttirol sesshaft wurde, hat heute insgesamt 118 Mitarbeiter, die Akademikerquote beträgt 16 Prozent.
Durst will weiter wachsen, geplant ist der Bau einer Tintenfabrik. Ob diese auch in Lienz errichtet wird oder doch in Indien, ist noch unklar. Piock: „Die Chancen für Lienz stehen 50:50."
(Quelle: Tiroler Tageszeitung)
