Lexikon der WirtschaftHier finden Sie alle wichtigen Begriffe der Wirtschaft alphabetisch geordnet.Ihnen fehlt ein bestimmter Wirtschaftsbegriff? Hier können Sie ein Mail an die Redaktion senden. [»] Zum Formular Außenwert der WährungDurch die Devisenkurse/Valutenkurse ausgedrücktes Verhältnis zu anderen Währungen.![]() A2AAbk. für: Administration to Administration. Zusammenarbeit zwischen zwei Verwaltungsstellen.AAAIm Finanzmarktslang: Triple A. Höchstmögliche Bewertung der Bonität eines Schuldners auf dem internationalen Kapitalmarkt. Die Zuerkennung dieses Status erleichtert und verbilligt Auslandsanleihen und -kredite, bei deren Konditionen (Verzinsung usw.) auch das Risiko berücksichtigt wird, das der Gläubiger voraussichtlich eingeht. Doch Vorsicht: Nicht überall war (und ist) Triple A drinnen, wo außen Triple A drauf steht.ABC-AnalyseWerkzeug bei der Planung und Entscheidung im Rahmen von Projekten, Großkunden, Umsätzen etc. Sie geht von Wertepaaren aus. Diese können z. B. sein: Kosten – Umsatz, Kosten – Nutzen.ABC-StaatenAbk. für: Argentinien, Brasilien und Chile.AbdeckenBörsenwelt. A. bedeutet, an der Terminbörse einen Leerverkauf durch den Kauf der gleichen Quantität im gleichen Terminmonat aufzulösen.Abgaben1. Alle hoheitlich festgesetzten Einnahmen des Staates. Zu den Abgaben zählen nicht nur Steuern, sondern auch Gebühren, Beiträge und Zölle. 2. Börsensprache. Verkäufe von Wertpapieren.ABIEU-Welt. Gesetzblatt zur Kundmachung von EU-Gesetzen.AblaufdiagrammGrafische Darstellung des Ablaufes eines Prozesses. Andere Bez.: Flow Chart.AblauforganisationTeilgebiet der Organisation. Planung, Gestaltung und Steuerung von Arbeitsabläufen.AbräumauftragDauerauftrag zum Übertrag des gesamten Kontoguthabens bis auf einen angegebenen Restsaldo auf ein anderes Konto.ABSAbk. für: Asset-backed Securities.AbschichtungStufenweise Rückzahlung von Beteiligungskapital.AbschlussbilanzAm Ende des Kalender- bzw. Wirtschaftsjahres erstellter Jahresabschluss.Abschreibungen1. Realwirtschaft: Aufwand, der die Wertminderung des Anlagevermögens aufgrund von Verschleiß und Alterung zum Ausdruck bringt. 2. Finanzwirtschaft: Endgültiger Verlust einer Forderung (z. B. uneinbringliche Kredite, faule Wertpapiere) im Gegensatz zu Wertberichtigungen.AbsicherungEine Strategie mit dem Ziel, die Auswirkungen einer unerwarteten, ungünstigen Entwicklung von Wertpapierkursen, Zinsen und Wechselkursen auf das Ergebnis zu mildern. Eine Reihe von Fonds setzt entsprechende Instrumente (Optionen, Futures, Swaps) zur Sicherung des Fondsvermögens ein. Andere Bez.: Hedging.AbsonderungsrechteForderungen von Gläubigern, die durch besondere Rechte gesichert sind (z. B. Hypothekargläubiger). Im Insolvenzverfahren gibt das Pfandrecht dem Gläubiger ein Recht auf gesonderte Befriedigung aus dem Vermögen des Schuldners.AbstractKurzfassung einer wissenschaftlichen Untersuchung.AbwertungWertverlust der Währung eines Landes gegenüber den Währungen anderer Länder. Daraus ergibt sich automatisch auch eine Änderung der Parität gegenüber anderen Währungen, die nicht oder nicht im gleichen Verhältnis abgewertet wurden. Gegensatz: Aufwertung.AbzinsungErmittlung des Gegenwartswertes zukünftiger Ausgaben und Einnahmen unter Verwendung der Zinseszinsrechnung. Andere Bez.: Diskontierung.AccountKonto für Computer, Netzwerke, Mailboxen, Online-Dienste und Internetangebote. Der A. besteht aus einem Benutzernamen und einem persönlichen Passwort. Andere Bez.: Access.AccountabilityVerpflichtung, der Öffentlichkeit gegenüber Rechenschaft zu geben, warum und wie man eine bestimmte Aufgabe im gesellschaftlichen Interesse erfüllt hat.Acquis communautaireAlle in der EU geltenden Rechtsvorschriften.Action LearningHandlungsgeleitetes Lernen.Ad hocVon Fall zu Fall.Ad hocracyWelt der Politik. Unkoordinierte regionale oder nationale Wirtschaftspolitik, die ohne strategische Planung, Governance und Masterpläne auskommt und nur ad hoc, also von Fall zu Fall, politisch handelt. Andere Bez.: Optische Politik. Anlassgesetzgebung.Add-onZugabe.Administrierte PreiseVon staatlichen Behörden festgelegte Preise.ADSLSchneller Internet-Zugang.AGBAbk. für: Allgemeine Geschäftsbedingungen.AgendasettingWelt der Politik. Rechtzeitig wissen, welche Themen auf die „Tagesordnung“ gehören. Probleme rechtzeitig erkennen, mittel- bis langfristig benennen und eine Problemlösung anstreben.Agenten1. Informatik. Programme, die in einer elektronischen Lehr- und Lernumgebung oder in einem Anwendungsprogramm Hilfsmittel für Benutzer anbieten. 2. Unternehmenstheorie. Auftragnehmer, Manager. Principal-Agent-Problem. 3. Handelsvertreter.AgenturenWelt der Institutionen. Ausgegliederte und dadurch besser steuerbare Organisation, sowohl auf nationaler wie supranationaler Ebene. Andere Bez.: Agency.AgglomerationRäumliche Konzentration von Unternehmen, Organisationen, Haushalten etc. in einer Region. Cluster.AggregationZusammenfassung gleichartiger Größen, Transaktionen oder Personen zu makroökonomischen Größen.AgioPreisaufschlag bei der Ausgabe von Wertpapieren. Andere Bez.: Aufgeld.AgiorücklageRücklage, die dann entsteht, wenn eine Gesellschaft Aktien zu einem den Nennwert übersteigenden Preis ausgibt.AKP-StaatenStaaten des afrikanischen, karibischen und pazifischen Raums, die eine besondere Förderung der EU erhalten.Akquisition1. Erwerb eines Unternehmens, das in der Regel als Tochterunternehmen geführt wird. 2. Gewinnung von neuen Kunden.AkronymKunstwort, das aus den Anfangsbuchstaben von Wörtern gebildet wird, z. B. D.A.CH.-Länder (für Deutschland, Österreich Schweiz).AktienWertpapiere, die einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbriefen. Andere Bez.: Stocks, Equities, Shares.AktienfondsEin Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien veranlagt. Andere Bez.: Equity Fund, Stock Fund.AktiengesellschaftKapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter (Aktio- näre) mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital beteiligt sind. Die Aktionäre haften nicht persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.AktienindexIndex, der die Entwicklung der Aktienkurse anzeigt. Je nach Berechnungsmethode und Umfang der berücksichtigten Werte sind derartige Indizes als Benchmarks zur Beurteilung des Erfolgs eines Aktienfonds geeignet.AktivaVermögen eines Unternehmens, das auf der linken Seite der Bilanz angeführt ist.AktivgeschäfteBankgeschäfte, die auf der Aktivseite der Bilanz aufscheinen, insbesondere Kreditgeschäfte. Gegensatz: Passivgeschäfte.AktivierungWertmäßige Erfassung eines Vermögensgegenstandes in der Bilanz.AktivtauschUmschichtung innerhalb der Aktiven bei unveränderter Bilanzsumme, z. B. Umwandlung von Sachvermögen in Geldvermögen.AktivzinsenZinsen, die die Bank für ausgeliehenes Geld erhält. Andere Bez.: Habenzinsen.Akzelerator1. Wirkung einer Nachfragesteigerung auf die Investitionstätigkeit. Die „akzelerierende“ Wirkung besteht darin, dass die Erhöhung der Produktionskapazität – sowohl im Bereich der Anlagen als auch der Lagerbildung – die auslösende Nachfragesteigerung bei weitem übersteigt. Diese „Überreaktion“ der Kapazitätserweiterung kann entweder durch Steigerung der Umsatzerwartungen (Lagerauffüllung) und/oder durch die technische Unteilbarkeit der Produktionsanlagen ausgelöst werden. 2. Person oder Institution, die aufgrund der Erfahrung dazu beiträgt, dass junge Unternehmen schneller wachsen. Andere Bez.: Business Angel.All-inclusive-AngebotPauschalangebot im Tourismus. Andere Bez.: Package.AllfinanzBanken- und Versicherungswelt. Bündelung von Kredit-, Anlage- und Versicherungsangeboten in der Hand eines Unternehmens.Allgemeine GeschäftsbedingungenAbgek.: AGB. Bedingungen, die ein Unternehmen allen abgeschlossenen Verträgen oder Geschäften einer bestimmten Art zugrunde legt.Allmende-GüterBegriff leitet sich historisch von der Allmende ab, einem allgemein zugänglichen Weidegrund. A. sind Güter, von deren Konsum niemand ausgeschlossen werden kann, bei denen aber Rivalität im Konsum besteht, z. B.: Problem der Überfischung der Meere. Zwar ist jedem Fischer bewusst, dass durch eine Überfischung Arbeitsplätze verloren gehen können, trotzdem handelt jeder Fischer rational, wenn er mit möglichst vielen Booten unterwegs ist. Denn was er sich nicht holt, holt sich die Konkurrenz. Ähnliches gilt für Almweiden in den Bergen, den Wasserverbrauch und Klimaschutz. Im Fokus: Wie kann gemeinschaftliches Eigentum von den Nutzern verwaltet werdenEs geht um die Schaffung eines Regelwerkes, das den Kriterien der Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit genügt.Alpha-FaktorFaktor, der ausdrückt, dass eine Aktie über- oder unterbewertet ist. Ein positiver A. bedeutet eine Unterbewertung, ein negativer A. eine Überbewertung.Alpha-TiereAnleihen aus den Naturwissenschaften waren in der Ökonomie schon immer sehr beliebt. Dazu gehören auch die A. Das sind – so wird gelegentlich in den Printmedien formuliert – hochkarätige Manager in Wirtschaft und Politik, die einem „Rudel“ vorstehen und versuchen, dieses zu führen.Alternative ÖkonomieSammelbegriff für zum Teil sehr heterogene Ansätze im Bereich der neueren Wirtschaftstheorie und/oder Wirtschaftspolitik, die sich vom Mainstream der Ökonomie unterscheiden.AlternativenHandlungs- oder Wahlmöglichkeiten in einer Entscheidungssituation, die die Voraussetzungen und Bedingungen der Entscheidungssituation berücksichtigen. Andere Bez.: Optionen.AlternativenergieEnergie, die aus Quellen stammt, die eine Alternative zu derzeit vorherrschenden Energietechnologien (fossile Brennstoffe, Kernenergie) bieten. Es handelt sich dabei um erneuerbare Energiequellen, die meist in kleineren Einheiten dezentral und möglichst umweltschonend genutzt werden, z. B.: Biogas, Solarenergie-, Wasser- und Windenergie.Alternativer LandbauÖkologisch orientierte Landwirtschaft, bei der auf chemisch-synthetische Hilfsmittel (leichtlösliche Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel) weitgehend oder gänzlich verzichtet wird. Andere Bez.: Biologischer, organischer oder ökologischer Landbau.AltersvorsorgeVorsorge für den Ruhestand, vor allem durch Ansparen und Geldanlage in Form von Wertpapieren und/oder Abschluss einer Lebensversicherung.AltlastenHäufig in der Abfallwirtschaft gebrauchter Begriff. Ehemalige (oft „wilde“) Mülldeponien, die unbekannte Stoffe enthalten und eine große Gefahr für das Grundwasser darstellen.AlumniAbsolventen einer Universität/Hochschule, die sich nach ihrem Abschluss in A.-Clubs organisieren, dort soziale Kontakte pflegen und Networking betreiben.AmbassadorenMitarbeiter einer Organisation, die bei der Umsetzung von Projekten mitwirken. A. versuchen Veränderungsprozesse in Gang zu bringen, bürokratische Strukturen „schlanker“ zu machen. Andere Bez.: Prozessbegleiter, Prozessmanager, Intrapreneur.AMEXAbk. für: American Stock Exchange. Börse in Manhattan.Amortisation1. Rückzahlung einer Schuld nach einem festen Plan. 2. Rückfluss des investierten Kapitals.AmortisationsdauerZeitspanne, in der alle Ausgaben durch zurückfließende Einnahmen gedeckt sind. Andere Bez.: Pay-back Period, Pay-off Period, Kapitalrückgewinnungsdauer, Kapitalrückflussdauer.AmortisationsrechnungStatische Investitionsrechnung. Ermittelt die Zeitspanne, innerhalb der der ursprüngliche Kapitaleinsatz über die Erlöse zurückgeflossen (amortisiert) ist.AnbotVerbindliche Erklärung – mündlich oder schriftlich – zum Abschluss eines bestimmten Rechtsgeschäftes (z. B. Kauf- oder Mietverträge). Andere Bez.: Angebot, Offert.AnderkontenTreuhandkonten. Zugunsten bestimmter Vermögensmassen.AnforderungsprofilWelt der Arbeit. Auflistung bestimmter persönlicher und sachlicher Voraussetzungen, die ein Stellenbewerber erbringen soll.Anfütterung (A)Antikorruptionsgesetz. „Locken der anvisierten Beute“. Geschenkannahme und Bestechung eines Beamten, Sachverständigen oder Schiedsrichters.AngebotsüberschussMarktsituation, in der zum herrschenden Marktpreis die angebotene Menge größer ist als die nachgefragte Menge.Angewandte ForschungSoll im Gegensatz zur Grundlagenforschung möglichst praxisnahe Ergebnisse liefern und Entscheidungshilfen für die Lösung konkreter Probleme bereitstellen.Animation1. Computerwelt: Erzeugung von zwei- und dreidimensionalen Bildern. 2. Tourismuswelt: Versuch, gelangweilte Touristen im Urlaub durch Veranstaltung von Spielen und dgl. in Stimmung zu bringen.AnkündigungswirkungenÄnderung von Verhaltensweisen, die durch die Ankündigung von bestimmten Maßnahmen (z. B. Preis- oder Steuererhöhungen) ausgelöst werden. Zwei Arten von Wirkungen sind zu unterscheiden: 1. Selbsterfüllung: In diesem Fall bewirkt die Ankündigung, dass ein bestimmtes Ereignis, das ohne die Ankündigung unterblieben wäre, nun tatsächlich eintritt. 2. Selbstaufhebung (oder Selbstzerstörung): In diesem Fall führt die Ankündigung eines Ereignisses dazu, dass das angekündigte Ereignis nicht eintritt, weil Anstrengungen unternommen werden, um das Eintreten des angekündigten Ereignisses zu verhindern.Anlagen-ContractingForm der Projektfinanzierung, bei der ein Projekt, z. B. im Bereich der Energieversorgung, von einem Contractor geplant, errichtet, finanziert und betrieben wird. Andere Bez.: Einspar-Contracting.AnlagenexportExport schlüsselfertiger Anlagen. Der A. enthält sowohl die Planung, die Errichtung von Gebäuden, die Maschinenausstattung, Montage und zumeist auch die Inbetriebsetzung und Einschulung ausländischer Arbeitskräfte. A. sind in den jüngsten Jahren zu einer äußerst wichtigen Exportposition geworden. Andere Bez.: Turn-Key-Project.AnlagestrategieStrategie bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln. Sie legt die wichtigsten Maßnahmen fest, die vom Portfolio-Management bei der Gestaltung eines Fonds zu verfolgen sind. Dazu gehören die Anlageziele, die Auswahl der Wertpapiere, deren Anteil am Fondsvermögen, die Höhe der liquiden Mittel oder der Einsatz von derivativen Instrumenten zur Absicherung. Andere Bez.: Anlagepolitik.AnlagevermögenVermögensteile eines Unternehmens, die zum dauernden Gebrauch dienen und mit deren Hilfe Leistungen erstellt werden.AnleihenRisikofinanzierung. Wertpapiere, die dem Anleihegläubiger das Recht auf Rückzahlung und Verzinsung des Kapitals verbriefen. Nach dem Schuldner unterscheidet man öffentliche Anleihen (Bund, Länder, Städte) und private Anleihen (Banken, Industriebetriebe u. a.). Andere Bez.: Obligationen, festverzinsliche Wertpapiere, Bonds.AnnuitätGleichbleibender, periodischer Rückzahlungsbetrag aus einem Schuldverhältnis, bestehend aus Tilgungsbetrag und Zinsen.AnnuitätenzuschussZuschussleistung (z. B. seitens einer Gebietskörperschaft) zur Tilgung von geförderten Darlehen.AnreizeAnstöße, durch die ein bestimmtes Verhalten erreicht werden soll. Andere Bez.: Incentives.AnschaffungswertprinzipBewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, d. h. kein Gegenstand soll höher angesetzt werden, als seine Anschaffung oder Herstellung gekostet hat.AnteilscheinUrkunde, die ein Miteigentum an einem Unternehmen (Aktie) oder an einem Sondervermögen (Wertpapierfonds) verbrieft.Antizipative VerzinsungZinsen, die im voraus für einen bestimmten Zeitraum verrechnet werden.Antizyklische WirtschaftspolitikVersucht konjunkturelle Schwankungen durch gegensteuernde Maßnahmen zur Beeinflussung von Produktion, Einkommen und Beschäftigung auszugleichen.APECAbk. für: Asia-Pacific Economic Cooperation. Das Forum beschäftigt sich insbesondere mit Fragen des Freihandels, dem Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen und der Intensivierung von länderübergreifenden Kooperationen.ÄpfelmännchenWelt der Finanzmärkte. Bildhafte Darstellungen von mathematischen Strukturen von Finanzmärkten. Der Mathematiker Benoit Mandelbrot hat bereits in den 1960er Jahren darauf hingewiesen, dass Finanzmärkte keiner Wahrscheinlichkeitsrechnung gehorchen. Eigentlich dürfte ein Kurseinbruch von 20 Prozent an einem Tag – so geschehen in den USA im Oktober 1987 – nur alle 1087 Jahre passieren. Mandelbrot hat vorgerechnet, dass ein Crash aber de facto alle 38 Jahre passiert ist. Börsengeschäfte sind also riskanter als man annimmt. Historische Durchschnittswerte verschleiern das Risiko im Tagesgeschäft. Fraktale Geometrie.APIAbk. für: Anleihen-Performance-Index. Von der Österreichischen Kontrollbank errechneter Index, bei dem neben der Kursentwicklung auch die Erträge aus den Anleihen ermittelt werden.ApproachArt, wie man an die Lösung eines Problems herangeht.AppsAbk. für: Applikationen. Miniprogramme, die den Besitzern von Smart Phones bei alltäglichen Problemen (z. B. Fahrplanauskunft, Suche nach einem Bankautomaten oder der nächsten Pizzeria) helfen.ÄquivalenzprinzipÖkonomischer Grundsatz, demzufolge sich Leistung und Gegenleistung entsprechen sollten.ArbeitsgemeinschaftAbgek.: ARGE. Interessengemeinschaft, die in der Regel in der Form einer Gesellschaft Bürgerlichen Rechts organisiert ist. Häufige Anwendung in der Bauwirtschaft zur Abwicklung großer Investitionsprojekte.ArbeitsproduktivitätProduktion pro Beschäftigten bzw. pro Beschäftigungsstunde.ArbeitszeitflexibilisierungAbgehen von starren Arbeitszeiten. Flexibel kann sowohl die Arbeitsdauer (z. B. Teilzeitbeschäftigung) als auch die Aufteilung der Arbeitszeit innerhalb eines Zeitraums gestaltet werden.ArbitrageAusnutzung von Preis- oder Kursunterschieden für dasselbe Gut (Wertpapiere, Devisen, Gold, Zinsen, Rohstoffe etc.) auf zeitlich und räumlich getrennten Teilmärkten mit dem Zweck der Gewinnerzielung.ARGEAbk. für: Arbeitsgemeinschaft.ARIADNEAbk. für: Alliance of Remote Instructional Authoring and Distribution of Networks in Europe. Eine europäische Organisation, welche sich für E-Learning, Wissenstransfer und internationale Kooperationen in der Lehre einsetzt.Arm’s Length PrincipleWelt der Konzerne. Prinzip, das bei der Verrechnung von Leistungen zwischen Unternehmen in Unternehmensgruppen zur Anwendung kommt. Die Leistungen werden dabei zu Werten angesetzt, wie sie fremde Dritte in vergleichbaren Situationen vereinbaren würden.ASEANAbk. für: Association of Southeast Asian Nations. Neben der APEC eine wichtige wirtschaftliche Kommunikationsplattform im asiatischen Raum.Ashby’s LawDas Ausmaß, in dem es möglich ist, ein System unter Kontrolle zu bringen, hängt von dessen eigener Komplexität und von der Art und Komplexität der systemischen Intervention ab.AssessmentEngl.: Einschätzung, Bewertung. 1. Finanzverwaltung: Veranlagung, Erhebung von Steuern, Abgaben und Beiträgen. 2. Welt der Human Ressources. Verfahren der Personalauswahl in einem Assessment Center.Assessment-CenterAus verschiedenen Testverfahren bestehende Form der Eignungsbeurteilung, durch die das Wissen, Können und die Sozialkompetenz von Bewerbern für eine bestimmte Aufgabe erfasst und bewertet wird. A. werden vorwiegend zur Rekrutierung von Führungskräften eingesetzt und sollen die Entscheidungsfindung erleichtern.Asset AllocationStrategische Ausrichtung von Vermögenswerten oder Portfeuilles nach Vermögensklassen. Veranlagung von Geld in Aktien, Anleihen, Immobilien, Bargeldreserve etc. Ein Asset Mix ist vielfach das Ergebnis dieses Entscheidungsprozesses.Asset StrippingAufsplitterung eines Unternehmens mit anschließendem Verkauf einzelner Vermögensteile.Asset-backed SecuritiesAbgek.: ABS. Finanzmarktgeschäft, bei dem Banken Forderungen an eine „Verbriefungsgesellschaft“ verkaufen. In ABS einbringen lassen sich Kreditforderungen, Autokredite, Leasingverträge, Kreditkartenverträge, Hypotheken, hochriskante Anleihen etc. Diese Forderungen werden vom Käufer gebündelt, in handelbare Wertpapiere verwandelt und an Finanzinvestoren weiterverkauft. Unterarten der ABS sind CDO und RMBS.AssetsVermögenswerte.Assign ManagementSchlüsselaufgaben im Rahmen eines Projektes. Management, das sich auf die Umsetzung von Projekten konzentriert.ASVG (A)Abk. für: Allgemeines Sozialversicherungsgesetz.Asynchrone MedienEin Medium ist asynchron, wenn die Kommunikationspartner nicht zeitgleich miteinander kommunizieren können.ATMAbk. für: Automated Teller Machine. Bankomat in den USA.AttachmentBeilage. Datei, die als Anhang zusammen mit einem E-Mail verschickt wird.ATXIndex der an der Wiener Börse meistgehandelten Aktien.AuditEnglischer Ausdruck für Prüfung, Revision, Evaluierung, Leistungsvergleich. Der Begriff wird in neuerer Zeit nicht nur im Zusammenhang mit der Revision von Unternehmen, sondern auch bei Städte- und Standortvergleichen („urban audit“) verwendet.AufbauorganisationPlanung und Strukturierung der betrieblichen Abteilungen nach dem Gesichtspunkt der Arbeitsteilung sowie der hierarchischen Gliederung (Über- und Unterordnung).AuffanggesellschaftEine meist von den Gläubigern eines insolventen Unternehmens gegründete Gesellschaft, die den Zweck hat, den Geschäftsbetrieb des Unternehmens fortzuführen.AufgabenGrundlagen des Handelns von Menschen und Organisationen. Genau beschriebene zweckbezogene Pflichten und Befugnisse, die in definierten Handlungsfeldern einen Ressourceneinsatz erfordern. Andere Bez.: Issues.AufgeldPreisaufschlag bei der Ausgabe von Wert-papieren.AufkommenselastizitätDie A. einer Steuer (oder des gesamten Steuersystems) bezeichnet die relative Veränderung des Steueraufkommens im Verhältnis zu einer relativen Veränderung der gewählten Bezugsgröße, z. B. des Volkseinkommens.AufsandungserklärungAusdrückliche Erklärung des Eigentümers eines Grundstückes, dass er der Eintragung (Einverleibung, Verbücherung) eines Rechts zugunsten eines Dritten zustimmt. Es kann z. B. das Eigentumsrecht an einer Liegenschaft im Grundbuch nur eingetragen werden, wenn der Verkäufer entweder im Kaufvertrag oder in einer separaten Urkunde erklärt, dass er in die Einverleibung des Eigentumsrechts für den Käufer einwilligt. Andere Bez.: Intabulationsklausel.AufsichtsratVon den Aktionären in der Hauptversammlung gewähltes Kontrollorgan, das den Vorstand der Aktiengesellschaft bestellt und dessen Tätigkeit überwacht.AufwertungWertzunahme der Währung eines Landes gegenüber den Währungen anderer Länder. Daraus ergibt sich automatisch auch eine Änderung der Parität gegenüber anderen Währungen, die nicht oder nicht im gleichen Verhältnis aufgewertet wurden. Gegensatz: Abwertung.AufzinsungErhöhung eines Werts unter Verwendung der Zinseszinsrechnung in Abhängigkeit von der Zeit.AuktionenMärkte, auf denen Güter, Lizenzen etc. an den Meistbietenden versteigert werden. Immer häufiger auch im Internet.AußenbeitragDifferenz zwischen der Ausfuhr und Einfuhr von Waren und Dienstleistungen (einschließlich der Erwerbs- und Vermögenseinkommen) zwischen Inländern und dem Ausland. Andere Bez.: Außeninvestition.AusfallbürgschaftVertragliche Vereinbarung, durch die ein Bürge erst dann zur Zahlung verpflichtet ist, wenn die Zahlungsunfähigkeit beim Hauptschuldner durch erfolglose Exekution, Konkurs oder Ausgleich feststeht.AusgabekursFester Kurs, zu dem Anleihen, Obligationen, Anteilscheine, Aktien bei der Emission ausgegeben werden.AusgleichGerichtliches Verfahren zur Abwendung eines Konkurses bei Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson, mit dem die Entschuldung herbeigeführt und die Fortführung des Unternehmens ermöglicht werden soll.AuslagerungAndere Bez.: Ausgliederung, Outsourcing.AuslastungsgradVerhältnis der Ist-Ausbringung zur Kapazität der Produktionsanlage.AusschreibungForm der Auftragsvergabe bei privaten Unternehmen und öffentlichen Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden).Ausschuss der RegionenEU-Welt. Wurde geschaffen, um regionalen Gebietskörperschaften eine (gewisse) Mitsprache bei Entscheidungen zu ermöglichen, welche die Regionen betreffen.AusschüttungAuszahlung von Dividenden bei Aktien und Partizipationsscheinen bzw. Auszahlung von anteiligen Erträgen bei Investmentfonds.AusübungInanspruchnahme einer Option. Bei einer Aktienoption bedeutet Call einen Kauf und Put einen Verkauf der Aktie zum Ausübungspreis. Dies ist der vereinbarte Preis, zu dem ein Basiswert gekauft oder verkauft wird.AutonomieWörtlich: Unabhängigkeit. Recht von Körperschaften zur Setzung eigenen Rechts, Satzungen und Selbstverwaltung, z. B.: Universitätsautonomie.AutopoieseFähigkeit eines komplexen Systems, sich selbst zu erneuern und mit auftretenden Problemen durch Selbstorganisation fertig zu werden. Für einen Beobachter des Systems ist die interne Verarbeitung nicht immer nachvollziehbar und nur in Grenzen beeinflussbar. Andere Bez.: Selbstorganisation.AvisStellungnahme der EU-Kommission an den EU-Rat über die wirtschaftliche, finanzielle und soziale Lage eines Beitrittswerbers als Grundlage von Verhandlungen über den Beitritt.AwardPreis, Auszeichnung.AzubisIn einem bestimmten Handlungsfeld auszubildende Personen.![]() B-PunktTagesordnungspunkte, die nicht in einem vereinfachten Verfahren beschlossen werden, sondern über die es eine ausführliche Diskussion im EU-Rat gibt. Rund zwei Drittel der Ratsvorlagen sind A-Punkte, der Rest B-Punkte.B2BBusiness to Business. E-Commerce-Transaktionen zwischen Unternehmen.B2CBusiness to Consumer. E-Commerce-Transaktionen zwischen Unternehmen und Konsumenten.Baby BondsBezeichnung für klein gestückelte Schuldverschreibungen.Back-to-back-FinanzierungDarunter versteht man den Versuch, die Zeitspanne zwischen Zahlungserfüllung und Zahlungseingang möglichst knapp zu halten.Back-up-VersionSicherungskopie von Daten als Maßnahme zur Datensicherung.BackboneHauptdatenleitung. Leistungsfähiges Hauptkabel in einem Computernetz.BackcastingGeht von definierten zukünftigen Szenarios aus und versucht entgegen der Zeitachse Entwicklungspfade zu konstruieren und geeignete politische Maßnahmen vorzusehen, die sicherstellen, dass bestimmte Szenarios (approximativ) auch erreicht werden können.BacklistBegriff aus dem Verlagsgeschäft. Ältere Titel, die immer wieder nachgefragt werden und einen Deckungsbeitrag liefern.BackofficeArbeitsplätze ohne direkten Kundenkontakt, z. B. die Reservierungsabteilung in einem Hotel.Bad BankAbwicklungsbank für Toxische Wertpapiere, die durch die Krise des Finanzsektors entweder wertlos geworden oder stark in ihrem Wert gesunken sind. Durch die Auslagerung dieser Wertpapiere soll erreicht werden, dass das normale Kreditgeschäft der Banken nicht durch unsichere Forderungen belastet und eingeschränkt wird.Bail-outSchuldenübernahme bzw. Tilgung durch Dritte. B. ist auf verschiedenen Ebenen möglich: zwischen Staaten, zwischen Banken, zwischen dem Staat und einzelnen Banken, zwischen internationalen Organisationen und Staaten etc. No-bail-out-Klausel.BaissePeriode andauernder Kursrückgänge von Wertpapieren oder Währungen. Gegenteil: Hausse.BaissierBörsensprache. Spekulant, der eine Baisse erwartet.BakkalaureatErster Teil eines dreigliedrigen Studiensystems (Bachelor, Master, Doktor), das im Zuge des Bologna-Prozesses an den europäischen Universitäten implementiert werden soll.Balanced ScorecardKonzept der US-Ökonomen Kaplan und Norton. Die B. soll den strategischen Führungsprozess im Unternehmen unterstützen bzw. als Handlungsrahmen für diesen Prozess dienen. Die rein finanzielle Perspektive wird durch eine Kunden-, eine interne Prozess- und eine Lern- und Entwicklungsperspektive ergänzt. Leistungstreiber und vorlaufende Indikatoren treten damit an die Seite von Ergebniskennzahlen.BalkencodeEin nach einem vorgegebenen Schema aus schwarzen Strichen und weißen Zwischenräumen gebildeter Code (z. B. auf Lebensmittelverpackungen). Andere Bez.: Strichcode.BAN1. Welt der Unternehmensgründung. Abk. für: Business Angels Network. Zusammenbringen von Business Angels mit kapital-suchenden Unternehmen. 2. Bankenwelt: Abk. für: Bond Anticipation Notes. Werden ausgegeben für Zwecke der Zwischenfinanzierung bis zur Emission definitiver Wertschriften, deren Konditionen erst vereinbart werden müssen.BandbreiteDatenübertragungsgeschwindigkeit.Bandwagon-EffektDie Nachfrage nach einem Gut bzw. einer Dienstleistung nimmt deshalb zu, weil auch andere Konsumenten das gleiche Produkt nachfragen. Die Bezeichnung geht zurück auf die Zeiten des Eisenbahnbaus in den USA, als gelegentlich in den Zügen ein „bandwagon“ mitgeführt wurde, in dem eine Musikkapelle spielte, um die Leute auf die Schiene zu locken. Andere Bez.: Mitläufereffekt.Bank für Internationalen ZahlungsausgleichAbgek.: BIZ. Älteste internationale Finanzorganisation der Welt mit Sonderstatus. Gegründet 1930. Innerhalb der B. gibt es zahlreiche Ausschüsse wie etwa den „Basler Ausschuss für Bankenaufsicht“ . Basel I, Basel II, Basel III.Bank RunAbziehen der Einlagen durch die Kunden.BankbuchAlle bilanziellen und außerbilanziellen Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.BankenkonsortiumKooperation mehrerer Banken zur Durchführung einzelner oder regelmäßiger Geschäfte mit hohem Kapitaleinsatz auf gemeinsame Rechnung.BankfeiertageTage, an denen Banken und Börsen nicht arbeiten. Neben dem Samstag und Sonntag kommen gesetzliche und örtliche Feiertage in Frage.BankgarantieUnwiderrufliche Verpflichtung einer Bank, eine Zahlung vorzunehmen, falls ein Dritter eine bestimmte Leistung nicht erbringt.BankplatzOrt, an dem Banken ihren Sitz haben oder durch Geschäftsstellen vertreten sind.BankrateZinssatz, zu dem die jeweilige Zentralbank Wechsel der Geschäftsbanken ankauft. Andere Bez.: Diskontrate.BankrisikenVier Arten von B. sind zu unterscheiden: 1. Kreditrisiken: Gefahr, dass es zu Kreditausfällen kommt. 2. Marktrisiken: Risiken aus Geschäften mit Wertpapieren. 3. Liquiditätsrisiken: Gefahr, dass in Krisenzeiten der Geldmarkt ausdünnt und die Banken über eine unzureichende Kapitalbasis verfügen. 4. Operationelle Risiken: Mitarbeiterbetrug, Falschberatung durch Mitarbeiter, Ausfall der Informationstechnologie.BankstellendichteWohnbevölkerung je Bankstelle. Maßstab für die Versorgungsdichte mit Finanzdienstleistungen.BannerGrafiken in verschiedenen Größen mit einem Link zur Homepage. Methode, um Websites bekannt zu machen bzw. um damit Geld zu verdienen.BarcodeEin nach einem vorgegebenen Schema aus schwarzen Strichen und weißen Zwischenräumen gebildeter Code. Andere Bez.: Strichmarkierung, Balkencode, EAN-Code.BärenBörsensprache. Personen, die ein generelles Sinken der Börsenkurse erwarten.BargainingKollektives Entscheidungsverfahren im Bereich der Sozialpartnerschaft.BarreserveLiquide Mittel in Fonds, die es dem Management ermöglichen, rasch auf Anlagechancen zu reagieren. Die Barreserve schafft weiters die Möglichkeit, Anteilverkäufer auszuzahlen. Eine große Barreserve reduziert die Performance eines Fonds in der Regel beträchtlich.BartergeschäfteForm des Tauschhandels. Die Abwicklung erfolgt meist in der Form, dass Waren oder Dienstleistungen nicht direkt in Geld, sondern durch die Lieferung anderer Waren oder Dienstleistungen bezahlt werden, z. B. deutsche Lastkraftwagen gegen Bananen aus Ecuador, italienische Autos gegen kubanischen Zucker etc.BarvorlageGünstiger kurzfristiger Überbrückungskredit für erstklassige Kunden. Laufzeit bis zu zwölf Monaten. Andere Bez.: Fixtratte.BarwertGegenwartswert. Abgezinster Wert einer Zahlungsreihe (z. B. noch nicht fällige Forderung oder Einnahmen aus einer Investition). Er wird errechnet, indem man jede einzelne Zahlung diskontiert, d. h. abzinst.Basel IBasler Eigenkapitalvereinbarung. Im Rahmen der BIZ vereinbartes Regelwerk. Verpflichtung, dass jede Bank bei der Vergabe eines Kredits einen bestimmten Prozentsatz der mit einem bestimmten Risiko gewichteten Aktiva mit Eigenmitteln zu unterlegen hat.Basel IIIm Gegensatz zu Basel I soll die Eigenmittelunterlegung in Zukunft von der Bonität des jeweiligen Kreditnehmers abhängen. Je schlechter die Bonität des Kreditnehmers ist, umso mehr Eigenkapital der Bank wird für diesen Kredit gebunden. Damit werden Kredite mit höherem Ausfallrisiko automatisch teurer.Basel IIIFür 2011 geplante Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für den Bankensektor. Vertreter der Zentralbanken und Regulierungsbehörden beraten seit Anfang 2010 im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, wie durch eine bessere Eigenkapitalausstattung von Banken neuen Finanzkrisen vorgebeugt werden kann. Betrifft u. a. auch die Frage der Anrechnung von Minderheitsanteilen.BasisDifferenz zwischen dem Terminkurs und dem Kassapreis. Dieser Ausdruck wird manchmal auch für den Kassapreis selbst verwendet.BasislohnGesellschaftlich garantiertes Grundeinkommen, das für die Bestreitung des Lebensunterhaltes ausreicht. Andere Bez.: Grundsicherung.BasiswertInstrument, auf welches sich die Option bezieht. Es können dies Aktien, Aktienindizes, aber auch Futures, Anleihen, Wechselkurse etc. sein.BasketWörtlich: Korb. 1. Wertpapiergeschäft, bei dem verschiedene Titel zu einem Anlageinstrument zusammenfügt werden. 2. Statistik: Warenkorb.BaudratenGeben an, wieviele Bit pro Sekunde gesendet oder empfangen werden: Die B. von Sender und Empfänger müssen übereinstimmen.BauklasseWelt der Immobilien. Die in einem Gebiet nach dem Bebauungsplan der Gemeinde zulässige Bauhöhe.Bear SpreadStrategie, die bei fallenden Kursen einen Gewinn abwirft. Die Strategie kann am Optionsmarkt entweder mit Verkaufs- oder mit Kaufoptionen ausgeübt werden. In beiden Fällen wird eine Option mit einem Basispreis, der über der aktuellen Kursnotierung liegt, gekauft und eine Option mit einem Basispreis, der unter der aktuellen Notierung liegt, verkauft. Beide Optionen haben gewöhnlich das gleiche Verfallsdatum.BearsBörsenwelt. Personen, die auf ein generelles Sinken der Börsenkurse spekulieren.BeautificationVerschönerung von Gebäuden, etwa durch nächtliche Beleuchtung in Zentren des Tourismus zur Imagesteigerung.BeautycontestSequentielle Präsentation von unterschiedlichen Lösungen.Bedside TeachingGesundheitswelt. Praxisnahe medizinische Ausbildung am Krankenbett.BehauptetBörsensprache. Börsennotierungen, die sich annähernd auf dem bisherigen Stand bewegen.BeichtstuhlverfahrenEU-Welt. Verfahren, um sachliche Gegensätze zwischen den EU-Mitgliedstaaten im Rat doch noch auf einen Nenner zu bringen. Wenn gar nichts mehr hilft, bittet der amtierende Präsident die Vertreter jedes einzelnen Mitgliedstaates zu einem Gespräch unter „vier Augen“.BenchmarkWert, den man auf einem bestimmten Gebiet als Maßstab für Leistungsvergleiche heranzieht. 1. Geldveranlagung: Erfolg einer bestimmten Geldveranlagung. Oft wird ein Marktindex als B. herangezogen. Wichtig ist, dass der richtige B. gewählt wird, z. B. ein inländischer Wertpapierindex für ein inländisches Portefeuille. 2. Datenverarbeitung: Messverfahren, um die Schnelligkeit eines Rechners oder des Zugriffs auf einen Speicher zu objektivieren. Andere Bez.: Performance. 3. Wirtschaftspolitik: Bewertung eines Wirtschaftsstandorts anhand eines Index, z. B.: Freedom Index des Fraser-Instituts in Vancouver.BenchmarkingAusgangspunkt von B. ist, dass man durch Vergleiche von Produktionsprozessen, Produkten, Dienstleistungen etc. herausfinden kann, welches Unternehmen welche Probleme am besten löst. Durch Vergleiche erhält man so genannte Benchmarks. Seit einigen Jahren versucht man verstärkt auch Städte, Regionen und Staaten einem B. zu unterziehen. Auch hier dient die Methode des Vergleichens dem Erkennen von Optimierungspotentialen und der Formulierung von Strategien, mit deren Hilfe Verbesserungen erreicht werden können.Berner ModellGesundheitswesen. Kurzbezeichnung eines Projektversuchs zur Integration von Naturheilverfahren und Schulmedizin in Forschung und Lehre.Berner UnionDachorganisation aller nationalen Exportversicherungsinstitutionen. Gegründet 1934. Sitz: Bern. Hauptaufgabe: Harmonisierung der unterschiedlichen Exportversicherungskonditionen ihrer Mitglieder und Eindämmung des Konditionenwettbewerbs.Bertelsmann-TransformationsindexAbgek.: BTI. Projekt der Bertelsmannstiftung in Kooperation mit dem Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) München. Schwerpunkt des Projektes ist die weltweit vergleichende Analyse von wirtschaftlichen und politischen Transformationsprozessen in Entwicklungsländern. Der Index setzt sich zusammen aus dem Status-Index, einem Management-Index und einem Trend-Index. Er gibt Auskunft über die Qualität der politischen und wirtschaftlichen Governance in 116 Ländern. Der Index berücksichtigt 23 Kriterien, wird alle zwei Jahre aktualisiert und als Ranking veröffentlicht.BeschäftigungsgradVerhältnis der Ist-Beschäftigung zur Planbeschäftigung.BesserungsscheinSchriftliches Versprechen zur Leistung von Zahlungen, die von der Ertragsentwicklung eines bestimmten Projekts abhängen.Best CasePrognostiziertes Szenario unter der Annahme von überwiegend positiven Entwicklungen.Best PracticeMan vergleicht betrieblich, branchenmäßig, national oder international und sucht nach der besten Praxis zur Lösung für ein bestimmtes Problem.BestandhaltepreiseSie lauten auf einen bestimmten Betrag je Bestandsobjekt für einen bestimmten Zeitraum (z. B. Mieten, Pachten, Zinssätze).BestandsänderungsgrößeDifferenz der Werte einer Bestandsgröße zu zwei Zeitpunkten.BestandsgrößeÖkonomische Größe oder Menge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt („Stichtag“) gemessen wird, z. B.: Kapitalstock, Geldvermögen, Bevölkerungszahl, Gesamtschuld. Andere Bez.: Stock.BestätigungsvermerkErklärung des Abschlussprüfers einer Aktiengesellschaft, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Geschäftsbericht nach seiner pflichtmäßigen Prüfung Gesetz und Satzung entsprechen. Die Erklärung ist mit dem Jahresabschluss zu veröffentlichen.BestimmungslandprinzipBegriff des EU-Steuerrechts. Form der steuerlichen Behandlung des grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehrs. Nach diesem Prinzip werden Erzeugnisse mit den Steuern jenes Landes belastet, in dem sie verbraucht werden. Das Bestimmungslandprinzip wird derzeit bei der Mehrwertsteuer angewendet. Es legt fest, dass der Mehrwertsteuersatz des Landes angewandt wird, in dem der Erwerb einer Ware stattfindet.Beta1. Computerwelt: vorläufige Version eines Betriebssystems oder eines Programms, das noch einem Test unterzogen wird, bevor es auf den Markt kommt. 2. Börsenwelt. Maß zur Beurteilung der Sensitivität einer Aktie bzw. eines Portefeuilles gegenüber dem Gesamtmarkt. Wenn der B. größer als 1 ist, bedeutet dies, dass die entsprechende Aktie bzw. das betreffende Portefeuille größeren Ertragsschwankungen unterliegt und somit ein größeres Risiko beinhaltet.BeteiligungsgesellschaftMutterunternehmen in einem Konzern, das selbst keine Marktleistung erbringt, sondern vor allem Verwaltungs- und Kontrollfunktionen ausübt.BeteiligungspapierWertpapier, das einen Anteil an einem Unternehmen oder Investmentfonds verbrieft. Ein B. verschafft dem Inhaber ein Eigentumsrecht.BetreibermodelleProjekte, die privat geplant, finanziert, gebaut und betrieben werden und nach Ende einer vertraglich vereinbarten Konzessionsdauer (normalerweise zwischen 15 und 30 Jahren) in das Eigentum des Auftraggebers übergehen. Andere Bezeichnung: BOT-Projekte: Build Operate Transfer.BetriebsergebnisResultat des direkten Leistungsprozesses des Unternehmens unter Außerachtlassung außerbetrieblicher Einflüsse (z. B. Steuerbegünstigungen).BewertungZielbezogene Beurteilung von Sachverhalten. Andere Bez.: Evaluierung.BezogenerDerjenige, auf den ein Wechsel oder ein Scheck gezogen ist, d. h. der ihn bezahlen soll.BezugsrechtVorkaufsrecht auf neue („junge“) Aktien.BiasVerzerrung.Big BoardJargonbezeichnung für die New York Stock Exchange.Bike and RideKombination des öffentlichen Verkehrsmittels mit dem Radverkehr als Zubringerverkehrsmittel zum Bahnhof oder zur Haltestelle.BilanzKontenmäßige Gegenüberstellung der Vermögenswerte und des Kapitals.Bilanz der einseitigen ÜbertragungenAusweis über die in einem Lande nicht verausgabten, sondern ins Ausland transferierten Einkommen der ausländischen Saisonarbeiter und Gastarbeiter, ergänzt durch die Überweisungen anderer Privatpersonen, des Staates (z. B. Entwicklungshilfe) und der Sozialversicherung.BilanzanalyseSystematische Erfassung und Verknüpfung von Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und von anderen Informationen (z. B. aus Anhang und Lagebericht) zur Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens.BilateralZweiseitige Vereinbarungen zwischen Ländern oder Interessengruppen.BiodiversitätArtenvielfalt.BiotechnologieGesamtheit aller Verfahren, die lebende Organismen nutzen, z. B. Bakterien und Pilze oder ihre zellulären Bestandteile (Mikroorganismen, Zellkulturen von Pflanzen und Tieren). Wissensdisziplinen, die in diesem Kontext transdisziplinär zusammenarbeiten sind z. B. die Molekularbiologie, die Gentechnologie, die Mikrobiologie, die Chemie sowie die Verfahrenstechnik. Möglichkeiten der Anwendung: Umweltschutzverfahren (Abwasserreinigung), Entwicklung von Medikamenten (Impfstoffe), Nahrungsmittelproduktion etc.BIPAbk. für: Bruttoinlandsprodukt.BIP-DeflatorSprachlich unglücklicher Ausdruck für die gesamtwirtschaftliche Inflationsrate. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung müssen die ermittelten nominellen Zuwachsraten (des Brutto-Inlandsproduktes und seiner Teilgrößen) um den Preisanstieg bereinigt (deflationiert) werden, damit sich die entscheidenden realen Zuwachsraten erkennen lassen.BIZAbk. für: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.Black Box1. Systemtheorie: komplexes System, in dem die innere Struktur des Systems noch nicht ausreichend erforscht ist. 2. Luftfahrt: Flugschreiber.Black SwanEreignis, das außerhalb der regulären Erwartung liegt und als Ausreißer gilt, extreme Auswirkungen hat und im nachhinein doch einigermaßen plausibel erklärt werden kann (z. B. 11. September, Tsunami).Black-Box-MethodeMethode zur Untersuchung komplexer Systeme, bei denen zunächst nur die Eingangsgrößen (der Input) und die Ausgangsgrößen (der Output) bekannt sind, die Struktur des Systems jedoch noch nicht bekannt ist.Black-Scholes-MethodeMethode zur Berechnung von Optionsprämien bzw. zur Bestimmung des Wertes einer Option.Blaue ListeDeutsche Forschungsinstitute von überregionaler Bedeutung und gesamtstaatlichem wissenschaftspolitischem Interesse.BlindverkostungBewertung von Produkten (z. B. Speisen, Weine etc.) ohne Kenntnis des Erzeugers.BlockbusterWörtlich: „Wohnblock-Knacker“, was sich auf US-Fliegerbomben gleichen Namens bezieht, die im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen, um ganze Wohnblöcke dem Erdboden gleich zu machen. Heute Bezeichnung für kommerziell sehr erfolgreiche Kinofilme, Ausstellungen etc., die Menschenmassen anziehen. Der Begriff wird auch für Pharmaprodukte ab einer bestimmten Umsatzgröße verwendet.BlockzeitArbeitszeit, während der alle Arbeitnehmer im Falle von Gleitzeitvereinbarungen anwesend sein müssen. Andere Bez.: Kernzeit.BlogKurzform für: Web Log. Dialogplattform im Internet. Chronologisch organisierte Website mit Kommentarmöglichkeiten und Verlinkungen.Blow-upGroßformat.Blue ChipsAktien renommierter Firmen mit nachhaltigen Wachstumschancen.BluetoothVerfahren zur technischen Datenübertragung.BodensatzTeil der Geldeinlagen, der erfahrungsgemäß unabhängig von vereinbarten Kündigungsfristen auf den Bankkonten liegen bleibt, also nicht abgehoben wird.Bologna-ProzessIm Jahr 1999 wurde auf einer Konferenz der europäischen Bildungsminister beschlossen, den B. , die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums, in Gang zu setzen. Angestrebte Ziele sind u. a. die Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die Erhöhung der Mobilität der Studierenden.BondsFestverzinsliche Wertpapiere, Schuldverschreibungen.BonifikationSondervergütung, besonders im Wertpapier-Emissionsgeschäft gebräuchlich.Bonität1. Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer die betriebswirtschaftlich notwendigen Erträge erwirtschaften und die erforderliche Zahlungsbereitschaft aufrechterhalten wird . 2. Ansehen eines Unternehmens bei Kunden und Lieferanten.Bonus1. Welt der Konzerne. Zusätzliche Vergütung für Vorstandsmitglieder großer Unternehmen und Konzerne. Anreize, die die betreffenden Manager zusätzlich motivieren und dazu bewegen sollen, im Unternehmen zu bleiben. 2. Mengenrabatt des Lieferanten an die Abnehmer in Abhängigkeit von der Bestellmenge. 3.Vergütung, die bei Schadensfreiheit gewährt wird. Andere Bez.: Rabatt.Bonus-Malus-System1. Welt der Versicherungen: Das B. hat sich bei Kraftfahrzeughaftpflichtversicherungen bewährt. Die Prämie richtet sich hier nach der Höhe allfälliger verursachter Schäden. Sind keine Schäden zu verzeichnen gewesen, so wird dem Versicherten ein Bonus (Schadensfreiheitsrabatt) gewährt. 2. Welt der Banken: Seit kurzem diskutiert man die Einführung des Bonus-Malus-Systems bei der Gewährung von zusätzlichen Vergütungen an Vorstandsmitglieder.BookmarksLesezeichen sind in der Welt des World Wide Web eine persönliche Suchhilfe. Der Benutzer speichert darin die Adressen von Internet-Seiten, die er häufiger besuchen will. Andere Bez.: Hotlists, Favourites.BörsenindexIndex zum Messen der Entwicklung der Aktienkurse. Dies geschieht durch Zusammenfassen von Kursen aller oder eines repräsentativen Teils der an einer Börse gehandelten Werte.BörsenkapitalisierungWert eines Unternehmens, der sich ergibt, wenn man den jeweiligen Börsenkurs zugrunde legt. Berechnung: Anzahl der Aktien multipliziert mit dem jeweiligen Kurswert. Andere Bez.: Marktkapitalisierung.BossingVersuche von Vorgesetzten in Unternehmen, Mitarbeiter hinauszuekeln. B. ist Mobbing von oben.BOTAbk. für: Build Operate Transfer. Projekte, die privat gebaut und betrieben werden und nach Ende einer vertraglich vereinbarten Konzessionsdauer (z. B. zwischen 15 und 30 Jahren) in staatliches Eigentum übergehen.Bottom-up-AnsatzProblemlösung von „unten“ nach „oben“. Andere Bez.: Grassroots-Strategie.BoykottÖkonomisches und/oder politisches Instrument, um einen Gegner (Person, Unternehmen, Institution, Land) zu einer Handlung oder Unterlassung zu bewegen.Brain DrainWörtlich „Gehirnsog“. Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in ein anderes Land, weil dort bessere Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten bestehen. Gegenteil: Brain Gain.BrainstormingProblemlösungsverfahren, bei dem man versucht, bestimmte Probleme gemeinsam im Team zu lösen bzw. einer Lösung näherzubringen.BranchenfondsAktienfonds, die ausschließlich in Titel bestimmter Branchen investieren, z. B. Technologie, Rohstoffe, Energie, Telekommunikation, Medien, Pharma- oder Gesundheitswesen. Ihre Bedeutung nimmt in Europa zurzeit auf Kosten der Länderfonds zu.BrandProdukt, das sich durch seinen Bekanntheitsgrad und seine Unverwechselbarkeit auszeichnet. Andere Bez.: Warenzeichen, Marke.BrandingSchaffung einer Marke. Ursprüngliche Bedeutung: „Bewusstes Erzeugen einer dauerhaften Markierung mit einem heißen Metall“ (Viehzucht). Marken sind ein Mittel zur Unterscheidung der Produkte bzw. Dienstleistungen eines Unternehmens bzw.einer Organisation von denen anderer Unternehmen bzw. Organisationen.Braune WareUnterhaltungselektronik.Break-even-PointJener Punkt, bei dem ein Projekt beim Verkauf einer bestimmten Menge von der Verlust- in die Gewinnzone übergeht. Andere Bez.: Nutzschwelle.BRIC-StaatenAbk. für: Brasilien, Russland, Indien und China.Bridge FinancingKurzfristige Finanzierung zur Überbrückung von Kapitalengpässen vor einem IPO oder Aktienemissionen.BriefBörsenwelt. Preis, zu dem Wertpapiere, Devisen, Rohstoffe etc. zum Verkauf angeboten werden. Gegenteil: Geld.BriefingAus der Militärsprache übernommener Ausdruck. 1. Kurze Arbeitsbesprechung. Unterweisung, wie eine bestimmte Handlung oder ein bestimmter Prozess ablaufen soll. So bezeichnet man z. B. als B. die Zusammenkunft der Crew eines Flugzeugs vor dem Abflug, um nochmals alle Flugdaten, Sicherheitsvorkehrungen, Zollbestimmungen, Erste-Hilfe-Fragen und anderes durchzusprechen. 2. Instrument der Zusammenarbeit zwischen Werbeagenturen und ihren Kunden.BriefkursKurs, zu dem Wertpapiere, Währungen, Rohstoffe, Edelmetalle etc. angeboten werden.Broker1. Generell: Alle Personen, die etwas vermitteln, z. B. Informationen. 2. Börsenwelt: Bezeichnung für einen Wertpapierhändler, der nur für fremde Rechnung, d. h. im Auftrag eines Kunden, Geschäfte an der Börse ausführen darf, im Gegensatz zu einem Trader.Brutto-AbwicklungssystemÜbertragungssystem, in dem gemäß den Regeln und Verfahren des Systems jede Geld- oder Wertpapierübertragung einzeln abgewickelt wird, d. h. ohne Aufrechnung von Forderungen gegen Guthaben.BruttodefizitStaatliches Nettodefizit zuzüglich der budgetierten Rückzahlung von (Finanz-)Schulden. Da die Aufnahme von Krediten nicht als staatliche Einnahme verbucht wird, ist das Budget im ökonomischen Sinn bereits ausgeglichen, wenn das Bruttodefizit den Betrag der Tilgungszahlungen nicht übersteigt.BruttoinlandsproduktAbgek.: BIP. Summe der in einer Volkswirtschaft in einem Jahr von In- und Ausländern geschaffenen Güter und Dienstleistungen. Das BIP wird sowohl zu laufenden Preisen als auch von Preissteigerungen bereinigt berechnet. Die Veränderungsrate des preisbereinigten BIP ist die zentrale Messgröße zur Bewertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft auch im internationalen Vergleich.BruttolohnEinkünfte aller Personen aus einem Arbeitsverhältnis, einschließlich Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung.BruttonationaleinkommenAbgek.: BNE. Ersetzt den Begriff Bruttosozialprodukt und gibt an, wieviele Waren und Dienstleistungen eine Volkswirtschaft pro Jahr produziert. In der EU spielt das BNE eine wichtige Rolle, weil es die Bemessungsgrundlage für einen Teil des nach Brüssel abgeführten Geldes ist. Es gilt als besserer Wohlstandsindikator als das Bruttoinlandsprodukt. In Irland etwa divergieren beide Größen erheblich, weil viele Firmen ausländischen Konzernen gehören und die entsprechenden Gewinne auch ins Ausland gehen. In Österreich und Deutschland divergieren die beiden Größen nur unbeträchtlich.BruttoproduktionswertGesamtes bewertetes Produktionsergebnis bezogen auf eine bestimmte Periode. Zum Nettoproduktionswert gelangt man, indem man die Vorleistungen abzieht.BruttoreichweiteAnzahl der von mehreren Medien insgesamt erreichten Personen.BTIAbk. für: Bertelsmann-Transformationsindex.BubblesWörtlich übersetzt: Luftblasen, Blasen. Es kam und kommt immer wieder zu spekulativen Überinvestitionen in bestimmte Vermögenswerte, z. B. Immobilien, Rohstoffe etc. B. werden durch eine temporär starke Nachfrage ausgelöst, die jedoch nicht auf realwirtschaftlichen Faktoren beruht, sondern überwiegend spekulativer Natur ist. Die Nachfrage nach bestimmten Spekulationsobjekten reißt plötzlich ab, die Blase „platzt“, sobald die ersten Spekulanten ihre Spekulationsgewinne „mitnehmen“ und aussteigen. Mitnahmeeffekte.BuchungsschnittZeitpunkt, bis zu dem Belege (z. B. Überweisungen, Grundbücher, Abrechnungen) noch am selben Tag verarbeitet werden. Nach diesem Zeitpunkt anfallende Belege werden erst am nächsten Arbeitstag verarbeitet und gutgeschrieben.Budget1. Verbindlicher Finanzplan einer Gebietskörperschaft (Bund, Länder, Gemeinden) für ein Jahr. Das B. ist die Gegenüberstellung der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines Jahres. Andere Bez.: Haushaltsplan oder Etat. 2. Geldmittel, die für ein bestimmtes Projekt geplant sind (z. B. Werbebudget).BudgetinzidenzBei der B. geht es um die Erfassung von Staatseinnahmen und Staatsausgaben, d. h. man versucht zu ermitteln, wer bestimmte steuerliche Belastungen tatsächlich trägt (Einnahmeninzidenz) bzw. wer in den Genuss von bestimmten Staatsausgaben kommt (Ausgabeninzidenz). Die Differenz zwischen beiden Arten der Inzidenz bezeichnet man als Nettoinzidenz.BugComputerwelt. Eigentlich: Käfer, Wanze. Jargonbezeichnung für Fehler in Hard- oder Software.Build-Operate-Transfer-ProjekteAbgek.: BOT-Projekte. Diese werden privat geplant, finanziert, gebaut und betrieben und nach Ende einer vertraglich vereinbarten Konzessionsdauer (etwa zwischen 15 und 30 Jahre) in staatliches Eigentum übertragen, z. B.: Kraftwerke in der Türkei.BullenBörsensprache. Personen, die einen generellen Anstieg der Börsenkurse erwarten.BundesschatzscheineFestverzinsliche, auf Inhaber lautende kurzfristige Schuldverschreibungen des Bundes, die direkt in die Portefeuilles übernommen werden.BundlingBündelung verschiedener Produkte/Dienstleistungen zu einem Leistungspaket. Unbundling und Rebundling.BÜRGESAbk. für: Bürgschaftsfonds Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wien. Eine vom Bund in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich betriebene Sondergesellschaft zur Gewerbeförderung. Nach festgesetzten Schwerpunkten gewährt die B. Zinsen- und Förderungszuschüsse für Kapitalmarktkredite und übernimmt Bürgschaften für Unternehmen.Burn-out-SyndromZustand emotioneller und körperlicher Erschöpfung. B. ist eine Überlastung auf mehreren Ebenen: im soziokulturellen, privaten, familiären Bereich und in der Arbeit.Business AngelVermögende Privatperson, die sich mit Kapital und Erfahrung an jungen Unternehmen beteiligt.Business-InkubatorInvestor, der sich an chancenreichen Unternehmen beteiligt und Kapital, Infrastruktur und Know-how zur Verfügung stellt.BusinessplanGeschäftsplan eines Unternehmens, in dem alle geplanten Projekte, Produkte und Dienstleistungen mit Chancen und Risiken aufgeführt sind. Der B. enthält auch einen Finanzplan für die nächsten Jahre. Andere Bez.: Geschäftsmodell.Buy-in1. Eindeckung oder Glattstellung eines vorher getätigten Verkaufs. 2. Ein Manager „kauft sich bei einem anderen Unternehmen ein.“BuzzInternet-Service. Verbessert das Zusammenspiel von Fotos, Videos, Blogbeiträgen und E-Mails.Buzz WordsNeue Wortschöpfungen. B. sind Begriffe, die nach mehrmaliger Verwendung auf einschlägigen Kongressen, Events etc. jeder (eine Zeit lang) verwendet, bis die bisherigen B. von anderen B. verdrängt werden.![]() C-RegelnWelt der Corporate Governance. Comply-or-Explain-Regeln. Diese Regeln sollten grundsätzlich immer eingehalten werden. Eine Abweichung muss erklärt und begründet werden, um ein kodex-konformes Verhalten zu gewährleisten.CAC 40Französischer Aktienindex mit den 40 stärksten Aktien.Cafeteria-SystemVorwiegend in den USA eingesetzte Lohnform, bei welcher der Arbeitnehmer aus einer Palette von Sozialleistungen innerhalb eines bestimmten Budgets die Elemente selbst – quasi ein „Sozial-Menü“ – zusammenstellen kann. Damit sollen die betrieblichen Zusatzleistungen mit den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter abgestimmt werden.Calendar-SpreadOptionsstrategie, bei der eine kurzfristig laufende Option verkauft und eine längerfristig laufende Option gekauft wird. Beide haben denselben Basispreis. Es kann sich dabei sowohl um Verkaufs- als auch um Kaufoptionen handeln.CallBörsenwelt. Option, die dem Besitzer das Recht gibt, die zugrunde liegende Währung bzw. den zugrunde liegenden Terminkontrakt innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem genau festgelegten Preis zu kaufen. Andere Bez.: Kaufoption.Call-GeldUnter Banken sehr kurzfristig geliehenes Geld, das täglich abrufbar ist. Andere Bez.: Taggeld.Call-OptionRecht, eine Ware zu einem im voraus vereinbarten Preis und während einer bestimmten Frist zu kaufen. Bei Anleihen Kündigungsrecht seitens des Emittenten.Call-RisikoRisiko des Investors, dass eine Anleihe vor Fälligkeit durch den Schuldner zur Gänze rückbezahlt wird.CallcenterDeutsch: Anrufcenter. Unternehmen, das große Kapazitäten von Anrufen für „auslagernde“ Unternehmen entgegennimmt, verarbeitet und weiterleitet.CAMAbk. für: Computer Aided Manufacturing. Rechneranwendung in der Fertigung.CampaignWerbefeldzug, Werbekampagne.CAPAbk. für: Capital Asset Pricing. Finanzwelt. Serie von Call-Optionen, denen ein bestimmter Kapitalbetrag zugrunde liegt. Der Strike Price dieser Optionen definiert eine Zins-obergrenze. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Laufzeit, Roll-Over-Perioden und ein Referenzzinssatz, dessen aktueller Wert am jeweiligen Verfallstag mit dem C.-Zinssatz verglichen wird. Höchstzinssatz, Zinsobergrenze. Der Käufer eines CAP erwirbt das Recht auf eine Zinsobergrenze.CAPMAbk. für: Capital Asset Pricing Model. Der CAPM-Zinssatz drückt die Renditeforderung der Eigenkapitalgeber aus und baut auf kapitalmarkttheoretischen Modellen auf.Car SharingGemeinsame Benützung eines Autos durch mehrere Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.CargoFrachtgut.Case StudyFallstudie im Rahmen von Ausbildungsprogrammen.cash and carryGroßhandelsbetriebe, die nach dem Selbstbedienungsprinzip an Wiederverkäufer gegen Barzahlung verkaufen.Cash ManagementGezielte Steuerung der kurzfristigen Liquidität eines Unternehmens.Cash MarketHandel mit den Basisinstrumenten.Cash SettlementBarausgleich.CashcowsMelkkühe. Begriff aus der Portfolioanalyse bzw. dem strategischen Controlling. Alte Ertragspotentiale eines Unternehmens, die neben neuen Produktsparten noch genutzt werden. Dominanter Marktanteil bei niedrigem Marktwachstum. Cashflow positiv. Marktstrategie: „Melken!“CashflowWelt der Unternehmensfinanzierung. Differenz zwischen Umsatz und zahlungswirksamem Aufwand. Der C. ist Ausdruck der Innenfinanzierungskraft des Unternehmens. Bei der direkten Ermittlung werden alle auszahlungswirksamen Aufwendungen von den einzahlungswirksamen Erträgen abgezogen. Bei der indirekten Methode geht man von den Daten des Jahresabschlusses, insbesondere von der Gewinn- undVerlustrechnung aus.Cashflow-QuoteVerhältnis des Cash Flow zu den Umsatzerlösen.Cassis-de-Dijon-PrinzipEU-Welt. Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung der Verkehrsfähigkeit von Waren: In einem Mitgliedstaat erzeugte und verkaufte Waren dürfen auch in anderen EU-Staaten verkauft werden. Ausnahmen: bei Gefährdung der Gesundheit oder der Sicherheit der Bevölkerung und bei Täuschungsgefahr bzw. -absicht.CastingVerfahren der Auswahl von Bewerbern im Zuge eines Wettbewerbes.CateringBereitstellung von Speisen und Getränken inklusive Servierpersonal außer Haus.CatsUS-Inhaberpapiere, die durch Namens- obligationen des US-Schatzamtes gedeckt sind.Causa primaDas eine Zeit lang dominierende Thema in einem bestimmten Handlungsfeld, z. B.Doping im Sport.Cause-related MarketingKommunikationsmaßnahmen, die einerseits den Absatz der eigenen Produkte heben und andererseits mit einem karitativen Zweck verbunden werden, z. B.: Ein Unternehmen leitet einen bestimmten Betrag je verkaufter Ware an eine gemeinnützige Organisation weiter.CBOTAbk. für: Chicago Board of Trade. Chicagoer Warenterminbörse.CD1. Certificates of Deposit. Von Banken ausgegebene Papiere über verbriefte Termineinlagen. Regelmäßige Zinszahlung (auch mit variabler Verzinsung) oder als Diskontpapiere. 2. Abk. für: Compact Disc. Datenträger. 3. Abk. für: Corps diplomatique. Kennzeichnung von Diplomatenfahrzeugen. 4. Abk. für: Corporate Design.CDOAbk. für: Collateralized Debt Obligations. Wertpapiere, die mit Hypothekenkrediten unterlegt wurden. Ein CDO ist strukturiert, d. h. das zugrunde liegende Portfolio besteht aus mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Ausfallrisiken und Zinskoupons.CDSAbk. für: Credit Default Swaps. Ausfallversicherungen.CENAbk. für: Comité Européen de Normalisation. Europäisches Komitee für Normung.CENELECAbk. für: Comité Européen de Normalisation Électrotechnique.CEOAbk. für: Chief Executive Officer. Vorstandsvorsitzender, Generaldirektor.Certificates of DepositsHandelbare Geldmarktpapiere von Banken mit kurzen Laufzeiten.CFOAbk. für: Chief Financial Officer. Finanzvorstand.Change AgentPerson, die einen betrieblichen Veränderungsprozess in Gang bringt. Andere Bez.: Ambassador.Change ManagementFührungsaufgabe innerhalb einer Organisation. Form des strategischen Managements, das eine rechtzeitige Umgestaltung von Strukturen und Prozessen in einer Organisation anstrebt, mit dem Ziel, Qualität, Kostenstruktur etc. zu verbessern.Chapter 11Wichtiges Kapitel der Konkursgesetzgebung in den USA. Enthält Vorschriften über Restrukturierung und Reorganisation insolventer Unternehmen sowie die Bedingungen, unter denen ein Teil der Schulden erlassen werden können. Das unter Chapter 11 agierende Unternehmen wird vom bisherigen Management weitergeführt.ChargeGruppe von Waren, die zur gleichen Zeit erzeugt wurden.CharityWohlfahrtsveranstaltung mit dem Ziel des Fundraising.Chart ReadingTechnische Analyse der Kursverläufe, die versucht, aus der Kursentwicklung der Aktie in der Vergangenheit Rückschlüsse zu ziehen und daraus Prognosen abzuleiten.Charter PartyLiegt dann vor, wenn ein Schiffseigner einem Mieter („Charterer“) ein Schiff auf Zeit überlässt.ChartistSpekulant, der aus den Preiskurven („Charts“) der Waren die zukünftige Preisentwicklung herauszulesen sucht und (anders als der „Fundamentalist“) vor allem auf Grund der Chart-Beobachtung Käufe und Verkäufe tätigt.Charts1. Welt der Börse: Börsenschaubilder, die in grafischer Form die Kursentwicklung einer Aktie oder anderer Wertpapiere aufzeigen und die von Börsenanalysten für die Erstellung kurz- und mittelfristiger Kursprognosen herangezogen werden. 2. Hitparade.ChatDirekte Unterhaltung zwischen zwei oder mehreren Nutzern eines Online-Dienstes bzw. Programmes per Internet.ChatroomDiskussionsforum im Internet zu einem bestimmten Thema.CHEAbk. für: Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh.Cheapest-to-deliver-AnleiheDiejenige Anleihe, die auf Grund geringfügiger Verzerrungen innerhalb des Umrechnungssystems für die Short-Position bei Lieferung am günstigsten ist, d. h. dem Verkäufer des Futures bei der effektiven Lieferung die geringsten Kosten verursacht.ChecklistListe zum Abarbeiten von Arbeitspaketen, z. B. im Projektmanagement.ChillenVon engl. „to chill out“. Wörtlich: Abkühlen. Wenn man sich nach Büroschluss bei einer After Work Party trifft.Chinese Wall PrincipleInterne Abschottung von Abteilungen einer Bank zur Vermeidung von Insider-Geschäften.Chip1. Computerwelt. Meist aus Silizium bestehendes Speicherplättchen, auf dem bestimmte Informationen gespeichert sind. 2. Casinowelt. Werteinsatz.ChipkarteEine Plastikkarte in der Größe einer Visitenkarte mit integriertem Chip. 1. Allgemein: Datenträger, der einen Chip enthält, z. B.: Euroscheck- bzw. Bankomatkarte, SIM-Karte bei einem Handy etc. 2. Bankenwelt: Wertkarte, auf der bestimmte Beträge gespeichert werden können. 3. Gesundheitswesen: Karte, auf der persönliche Daten wie etwa Sozialversicherungsnummer etc. elektronisch gespeichert sind.CIOAbk. für: Chief Information Officer. Neues Berufsbild in der Informationstechnologie.CKOChief Knowledge Officer. Neues Berufsbild im Bereich Wissensmanagement.ClaimProjektmanagement. Berechtigter oder subjektiv empfundener Anspruch. Pflichten- bzw. Lastenheft.ClearingGegenseitiges, bargeldloses Aufrechnen von Forderungen und Verbindlichkeiten, wobei nur mehr die Spitzen (Salden) beglichen werden.ClearingsystemVerfahren, mit dem Finanzinstitute Daten und/oder Belege untereinander austauschen, die sich auf Geld- oder Wertpapierübertragungen beziehen. Die Verfahren enthalten oft einen Mechanismus für die Berechnung der bilateralen und/oder multilateralen Netto- positionen der Teilnehmer, um den Ausgleich der Verpflichtungen auf Netto- oder Netto-Netto-Basis zu erleichtern.Client-Server-KonzeptSpezielle Art der Aufgabenverteilung zwischen Fileserver und Workstation bei Datenbankanwendungen, um Engpässe bzw. einen Leerlauf zu vermeiden. Dabei hält der Server nicht nur die Programme und Daten bereit, sondern übernimmt auch zum Teil die Datenbearbeitung. Während der Arbeitsplatzrechner („client“) die Formulierung der Abfragebedingung und die Darstellung der Daten auf der Workstation übernimmt, bearbeitet der Server die Datenbankabfrage.ClientingBesonderes Eingehen auf die Wünsche der Kunden eines Unternehmens.ClosingRechtlicher Abschluss und Inkrafttreten einer Transaktion.Cloud ComputingWörtlich übersetzt: Rechnen in der Wolke. Man installiert bestimmte Programme nicht mehr auf dem eigenen Computer, sondern nutzt sie – bei Bedarf – im Internet.Club Méditerranée1. Bezeichnung für die EURO-Südstaaten. Andere Bez.: PIGS-Staaten. 2. Franz. Unternehmen, das weltweit in der Tourismusbranche tätig ist.ClusterEngl.: Traube, Schwarm, Menge von Elementen, die in einem Raum konzentriert sind. 1. Unternehmensnetzwerke, die Syn- ergieeffekte und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen verschiedener Branchen und Wirtschaftsklassen (z. B. Beratungsfirmen, Betreiber, Finanziers, Universitäten und Institutionen) nutzen. Die jeweiligen C. werden dabei meist nach jener Branche benannt, die in dem Netzwerk dominiert: z. B. Automobilcluster, Holzcluster, Skicluster, Nahrungsmittelcluster etc. Wertschöpfungskette. 2. Statistisches Klassifikationsverfahren. Ziel: Bildung von Gruppen, die in sich homogen und untereinander hingegen möglichst heterogen sind, z. B.: Besuchergruppen bei Festspielen, Zielgruppen im Marketing etc.CMEAbk. für: Chicago Mercantile Exchange.CNCAbk. für: Computerized Numeric Control. Maschinen, die numerisch kontrolliert und über einen Computer mit den geeigneten Programmen und Anweisungen versorgt werden. Klassische C. sind Drehbänke und Fräsmaschinen mit entsprechender Computersteuerung.Co-FinanzierungGemeinsame Projektfinanzierung zwischen Unternehmen, Institutionen, Gebietskörperschaften und Ländern im Rahmen von Projekten. Andere Bez.: Public Private Partnership.CoachingBegriff kommt aus dem Sport. Spezielle Form der Unternehmensberatung. Unterstützung von Führungskräften bei der Problemlösung.CockpitsteuerungManagementsystem einer privaten oder staatlichen Organisation. Weiterentwicklung der Balanced Scorecard. Man versucht aus der großen Anzahl von Kennzahlen jene herauszufiltern, von denen man annimmt, dass sie aktuelle Entwicklungen gut widerspiegeln und bereitet sie armaturenartig nach Handlungsfeldern auf, um schnellere und bessere Entscheidungen treffen zu können. Eine C. ist einerseits ein Frühwarnsystem und andererseits ein Instrument zur Kontrolle und Steuerung.CocooningMenschenwelt. Personen, die ihre Kontakte zum gesellschaftlichen Umfeld auf ein Minimum reduzieren, sich „einigeln“.Code1. Verschlüsselte Darstellung eines Inhalts. 2. Flugnummer, unter der eine Airline mit einer anderen Airline kooperiert. Code Sharing.Code of ConductVerhaltenskodex.Code SharingWelt der Airports. Kooperation von Fluggesellschaften in der Form, dass Anschlussverbindungen unter einer gemeinsamen Flugnummer („Code“) ausgewiesen werden, wobei die Beförderung aber de facto in Maschinen des Partners erfolgt.Combined OrderDurch kombinierte Aufträge mit einem Limit über und einem unter dem Kassakurs kann man sich gegen steigende und fallende Kurse absichern.Coming-outSich zu etwas bekennen. Ziele deklarieren. Andere Bez.: Outing.Comitée des représentants permanentsKurzform: COREPER. EU-Welt. Zusammenschluss aller ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten bei der EU (alle im Rang von Botschaftern). Hier werden die Tagesordnungen für alle wichtigen Sitzungen des EU-Ministerrats abgestimmt und festgelegt.CommercialRundfunk- oder Fernsehwerbespot.Commercial BanksGeschäftsbanken in den USA. Die Erlaubnis zum Betreiben der Bankgeschäfte kann entweder von der Bundesregierung oder der Regierung eines Einzelstaates erworben werden. Daher unterscheidet man auch zwischen National Banks und State Banks.Commitment1. Unternehmenskultur: Selbstverpflichtung gegenüber dem Unternehmen/der Organisation. Zentrale Fragen: Wie entsteht das Gefühl der Zugehörigkeit und wie kann es gefördert werdenC. fragt nach den Gründen, warum Menschen einer Organisation treu bleiben, sich engagieren und stolz darauf sind, einer Organisation anzugehören. Als Strategie führt konsequentes C. zu höherer Loyalität und besseren Leistungen. 2. Bankenwelt: Finanzierungszusage bzw. Verpflichtung zur Durchführung von bestimmten Leistungen im Rahmen von Finanztransaktionen.ComplianceAbgeleitet von engl. „to comply with“: erfüllen, einhalten. 1. Welt der Corporate Governance, Bankenwelt: Strategien für das ordnungsgemäße Verhalten eines Unternehmens im Einklang mit dem geltenden Recht und eigenen, sich selbst auferlegten Richtlinien. Der Begriff umfasst auch eine ethische Dimension, die geprägt ist von gesellschaftlichen und politischen Wertvorstellungen. 2. Gesundheitswelt: Bereitschaft eines Patienten, sich bei der Einnahme von Medikamenten an die im Beipackzettel angeführten Hinweise bzw. an die Empfehlungen des Arztes zu halten.Compound OptionDer Käufer einer C. hat das Recht, eine Option zu einer fixierten Prämie an einem vorab festgelegten Datum in der Zukunft zu kaufen. Dafür bezahlt er bei Abschluss einen Teil der Prämie, den Rest aber erst dann, wenn er die Folgeoption ausübt.ConduitVon den Banken ausgelagerte Zweckgesellschaft. Sie ermöglicht Spekulationen mit hohen Risiken ohne entsprechende Eigenkapitalabsicherung. C. investieren in alle Arten von forderungsbesicherten Wertpapieren Andere Bez.: SIV.ConnectivityAnschließbarkeit. Möglichkeit zur Verbindung von EDV-Geräten miteinander und Eigenschaften dieser Verbindung.ConstraintsSachzwänge. Sie beschränken die Handlungsmöglichkeiten, die bei der Entscheidungsfindung prinzipiell zur Verfügung stehen. Man unterscheidet interne und externe C.ConsultingBeratung von Organisationen durch externe Experten.ContainerGroßbehälter für den Frachtverkehr mit international festgelegten Abmessungen; dadurch wird ein Haus-zu-Haus-Transport erleichtertContentInhalt eines Textes, einer Web-Site etc. Andere Bez.: Items.Content ManagementMethoden und Softwaretechnologien, die dazu dienen, die Flut von Informationen und Dokumenten auf Webseiten oder in unternehmensinternen Netzwerken zu bewältigen. Im Fokus ist die Integration des C.-Systems in das Wissensmanagement des Unternehmens. Nur so lassen sich Ziele wie die Wiederverwendbarkeit und Mehrfachverwendung von Inhalten und eine kürzere Produktionszeit bei Inhalten erreichen.Contract1. Standardisierte Mengeneinheit einer bestimmten Ware, die durch zusätzliche Qualitätserfordernisse genauer spezifiziert wird. 2. Vertrag bzw. Leistungsvereinbarung.Contracting-inVertraglich gebundene Übernahme einer Leistung, die bisher ausgegliedert war, d. h. nicht im eigenen Unternehmen erzeugt wurde.Contracting-outVertraglich gebundene Ausgliederung von Leistungen, d. h. ein bestimmtes Produkt wird von einem anderen Unternehmen hergestellt.ControllerPerson oder Institution, die Controlling-Aufgaben wahrnimmt.ControllingDer Begriff C. ist entstanden durch Eindeutschung von engl. „management control“. Führungsunterstützung, durch die komplexe Prozesse – insbesondere die Wirksamkeit von betrieblichen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen – besser kontrolliert und gesteuert werden können.Convenience-ProdukteGüter des täglichen Bedarfs, die Konsumenten bequem einkaufen und bequem zubereiten können.Convertible BondsWandelanleihen.Convertible Floating Rate NotesWandelrecht in eine festverzinsliche Anleihe ist vorgesehen.ConvexityDie Veränderlichkeit des Anleihepreises bei Zinsänderungen verläuft nicht linear. Bei einem Zinsanstieg fällt der Anleihepreis schwächer als er bei einem gleich großen Zinsrückgang steigt. Kurz: Abweichung vom linearen Verhältnis.CookiesWörtlich: Kekse. Sehr kleine Textdateien, die vom Browser auf dem lokalen Dateisystem gespeichert werden und die u. a. benutzerbezogene Informationen enthalten. Sie richten zwar keinen Schaden an, können aber missbräuchlich verwendet werden, da sie extern abgerufen werden können. C. sind Hilfsmittel bei der Navigation und repräsentieren Benutzerprofile.Cooling-off-PeriodeZeitraum, der zwischen einer Tätigkeit im Vorstand eines Unternehmens und einer Tätigkeit im Aufsichtsrat des gleichen Unternehmens eingehalten werden sollte.CooptitionKunstwort aus: Cooperation und Competition. Mischform von Kooperation und Konkurrenz. Wenn Unternehmen oder staatliche Organisationen, die eigentlich „Konkurrenten“ sind, in einem Teilbereich zusammenarbeiten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dadurch – unter bestimmten Bedingungen – den jeweiligen Partnern ein wirtschaftlicher Vorteil (Nutzen) erwächst. Beispiel 1: Zwei Gemeinden kooperieren im Tourismusbereich, die eine Gemeinde errichtet ein Hallenbad und die andere einen Golfplatz. Beispiel 2: Sobald in einer Region ein Cluster (z. B. ein Automobilcluster) entsteht, werden aus Konkurrenten (z. B. Ersatzteillieferanten in der Automobilindustrie) vielfach Partner, da sie im Cluster den Status eines Systemlieferanten haben. Andere Bez: Koopkurrenz.Copy-PasteKopieren von Textpassagen und darauffolgendes Einfügen in eigene Texte.CopyrightUrheberrecht.Core BusinessDas Hauptgeschäft. Kernaufgaben eines Unternehmens oder einer öffentlichen Verwaltung.COREPERAbk. für: Comitée des Représentants Permanents.Corporate BondsUnternehmensanleihen im Gegensatz zu Anleihen staatlicher Schuldner.Corporate CitizenshipMaßnahmen von verantwortungsbewussten Unternehmen, mit denen das Engagement für die lokale Zivilgesellschaft zum Ausdruck kommt. Allmählich wird der Begriff von Corporate Social Responsibility abgelöst.Corporate CultureUnternehmenskultur.Corporate DesignEinheitliches äußeres Erscheinungsbild eines Unternehmens, einer Organisation. Dieses umfasst das Basisdesign, mit dem das Logo, die Hausschriften und Firmenfarben festgelegt werden und geht über die Drucksorten (Visitenkarten, Briefpapier, Prospekte) und Kundenzeitungen bis zur Verpackungsgestaltung und der Gestaltung des firmeneigenen Fuhrparks.Corporate FinanceBankaktivitäten im Firmenkundengeschäft, zu denen neben dem Investment Banking auch Beratungsaktivitäten in Richtung Optimierung der Finanzierung und der Internationalisierung gehören.Corporate GovernanceSystem der Leitung und Überwachung eines Unternehmens bzw. einer Organisation. Umfasst die geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie das System der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen.Corporate IdentityAbgek.: CI. Kulturelle Identität eines Unternehmens oder einer staatlichen Organisation in der Öffentlichkeit.Corporate Social ResponsibilityAbgek.: CSR. Integration von wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Verantwortung in die Unternehmenstätigkeit und Intensivierung der Beziehungen zu den Stakeholdern.Corporate UniversitiesUnternehmenseigene Universitäten, die neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten auch strategische und kulturelle Anforderungen des jeweiligen Unternehmens im Curriculum thematisieren.Corporate VolunteeringGenehmigte Freiwilligeneinsätze der Mitarbeiter eines Unternehmens während der Arbeitszeit (z. B. Renovierung eines Kinderheims).Corporate-Governance-KodexStandards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Übernahme des C. erfolgt auf freiwilliger Basis. Von börsennotierten Unternehmen wird allerdings erwartet, dass sie sich dem im Land X formulierten C. unterwerfen.Cost CenterIn sich abgeschlossener, organisatorisch und eigenverantwortlich autonomer Teilbereich, der im Gegensatz zu einem Profit Center aber keinen Zugang zum Markt hat. Zur Kostenbeschränkung werden mit den jeweils verantwortlichen Managern Kosteneinhaltungsziele vereinbart.CouponsZins- oder Dividendenschein von Wertpapieren, der zum Bezug von Zinsen (im Falle von Anleihen) oder von Dividenden (im Falle von Aktien) oder zur Ausübung sonstiger Rechte (z. B. Bezug neuer, „junger“ Aktien) berechtigt.Cover1. Kauf einer vorher verkauften Ware. Durch den Kauf eines Terminkontraktes wird eine vorher eingegangene Leerverkaufsposition glattgestellt. 2. Titelblatt einer Zeitschrift oder eines Buches.CoveringSicherungsgeschäft, welches das abzusichernde Risiko neutralisiert.Cowboy EconomyBildhafter Ausdruck für ein Wirtschaftssystem, welches das Prinzip eines nachhaltigen Wirtschaftens vernachlässigt und dazu neigt, Ressourcen zu verschwenden.CrackerJemand, der sich in böser Absicht unautorisierten Zugriff auf ein Rechnersystem verschafft. Andere Bez.: Hacker.Credit Default SwapsAbgek.: CDS. Ursprünglich nur handelbare Kreditabsicherungen zum Schutz von Anleiheportfolios. Heute allgemeines Kreditderivat, eine Art Ausfallversicherung. Kommen immer häufiger bei Spekulationen zum Einsatz. Dabei sind die auf dem CDS-Markt gehandelten Derivate weitaus größer als die zugrunde liegenden Basiswerte.Credit ScoringBankenwelt. Prüfung der Kreditwürdigkeit. Einschätzung der Zahlungsfähigkeit eines privaten Kreditkunden. Typischen Merkmalen von Kreditnehmern werden Punkte zugeordnet und addiert. Der Gesamtwert („Score“) ermöglicht eine Evaluierung der Kreditwürdigkeit eines Kunden.CRMAbk. für: Customer Relationship Management.CROAbk. für: Chief Risk Officer. Risikomanager bei Banken und Versicherungen. Hauptaufgabe eines C. ist es, vor riskanten Geschäften zu warnen. Allerdings gelten Risikomanager intern oft als Bremser, als Leute, die Umsatzziele und damit den Bonus gefährden. Sie sind im Unternehmen nicht sehr beliebt.Cross Asset DerivateVerbinden verschiedene Vermögensklassen (Aktien, Rohstoffe, Währungen etc.) miteinander. Diese bestimmen als „kombinierter“ Basiswert die Auszahlung des Derivats. Dadurch lässt sich in vielen Fällen das Risiko-Ertragsprofil eines Portfolios besser steuern.Cross Border LeasingSonderform des Leasing, bei dem Objekte (z. B. Lokomotiven, Kanalnetze etc.) grenzüberschreitend verleast werden.Cross Currency Interest Rate SwapHier verpflichten sich die Partner, neben den jährlich auszugleichenden Zinsverbindlichkeiten auch die Kapitalbeträge zu Beginn des Finanzierungszeitraums zum dann gültigen Währungskurs zu tauschen und gleichzeitig per Termin zum gleichen Kurs zurückzutauschen. Andere Bez.: Integrierter Swap.Cross Currency SwapKapitalbetrag und Zinszahlungen in unterschiedlichen Währungen werden getauscht. Andere Bez.: Währungsswap.Cross DockingTransportwelt. Beschleunigte Auftragsabwicklung, indem bestimmte Waren ohne Zwischenlagerung vom Verkäufer an den Käufer weitergeleitet werden.Cross HedgeAbsicherung eines Basiswertes in einem wirtschaftlich ähnlichen, jedoch anderen Futures-Markt.Cross RateDer durch die Verkettung von zwei Wechselkursrelationen errechnete dritte Wechselkurs.Cross-SellingVersuch, einem Kunden aufgrund der Kenntnis persönlicher Daten und Präferenzen auch andere Produkte aus dem eigenen Leistungsprogramm zu verkaufen.CrossoverGrenzüberschreitungen. Wenn Technologien, Produkte, Sektoren, die bisher getrennt agiert haben, nunmehr kooperieren, um Innovationen und neue Märkte aufzubauen. Wenn Unternehmen im IT-Sektor mit Unternehmen im Energiesektor kooperieren, um Smart Grids (intelligente Stromnetze) zu schaffen. Von einem C. spricht man aber auch, wenn ein Pianist Musik spielt, die nicht eindeutig der E-Musik (Klassische Musik) oder der U-Musik (Unterhaltungsmusik) zugerechnet werden kann.Crowding-outVerdrängungseffekt. Kreditfinanzierte Staatsausgaben verdrängen durch höhere Zinsen private Investitionen.CSRAbk. für: Corporate Social Responsibility.Currency FuturesAn den Börsen gehandelte, standardisierte Währungsterminkontrakte.Currency MixDie währungsmäßige Zusammensetzung der Auslandsschuld eines Landes.Currency SwapIn der Grundform werden Verbindlichkeiten in verschiedenen Währungen durch einen besonderen Vertrag zwischen zwei Schuldnern ausgetauscht. Die Schuldner bedienen dann jeweils die Verbindlichkeit des Swap-Partners, häufig durch die Zwischenschaltung von Banken.CurriculumUniversitätswelt. Auflistung der Lehrinhalte und deren Vernetzung für die Aus- und Weiterbildung auf einem bestimmten Gebiet. Andere Bez.: Studienplan.Customer Relationship ManagementAbgek.: CRM. Klassifikation und Identifikation von Kunden in Kundensegmenten, um so effektiver kommunizieren zu können. C. ist die Voraussetzung für wettbewerbsstrategisches Handeln.CustomizingAnpassung einer generellen Problemlösung an spezifische Kundenwünsche und lokale Gegebenheiten.Cut OffPunktgrenze im Credit Scoring. Unter diesem Wert ist die Kreditvergabe für eine Bank mit einem Risiko verbunden.CybermoneyDigitales Geld.CyberspaceVirtuelle Welten.![]() D&O-VersicherungenAbk. für: Directors & Obligations. Haftpflichtversicherung für Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder, Aufsichtsräte etc.D.A.CH.-LänderAkronym für Deutschland, Österreich und die Schweiz, gebräuchlich bei internationalen Vergleichen.DachfondsEngl.: Fund of funds. Fonds, die in andere Fonds (Unterfonds/Subfonds) investieren. Damit wird eine möglichst breit gestreute Vermögensverwaltung bei begrenztem Mittel-einsatz erleichtert. Nicht zu verwechseln mit Umbrellafonds.DachgesellschaftMutterunternehmen in einem Konzern, das selbst keine Marktleistung erbringt, sondern vor allem Verwaltungs- und Kontrollfunktionen ausübt. Andere Bez.: Holding.DarlehenHingabe von Geld oder anderen vertretbaren Sachen mit der Vereinbarung, dass der Empfänger Geld bzw. Sachen gleicher Art, Güte und Menge zurückzugeben hat. Es gibt verzinsliche und unverzinsliche Darlehen.Data GovernanceStrategischer Einsatz von Daten und Kennzahlensystemen zur besseren Steuerung komplexer sozialwissenschaftlicher Systeme.Data MiningWörtlich: Datengewinnung. Analyse bereits vorhandener historischer Datenbestände in der Absicht, „verborgene Inhalte“ zu entdecken.Data WarehouseDatenverwaltungssystem in Unternehmen.DatenbankStrukturierte Sammlung von Daten, die durch ein Datenbankmanagementsystem verwaltet wird.DaueremissionAusgabe eines bestimmten Nominalbetrages gleichartig ausgestatteter Rentenwerte, die in einzelnen Teilbeträgen ohne Festsetzung einer Zeichnungsfrist zum Ersterwerb angeboten werden, u. a. Pfandbriefe, Kommunalschuldverschreibungen, Kassenobligationen.DAXAbk. für: Deutscher Aktienindex. Enthält die 30 wichtigsten deutschen börsennotierten Unternehmen.Day OrderBörsenauftrag, der nur für einen Tag gilt.Day TradingKauf und Verkauf von Wertpapieren am gleichen Tag.DCFAbk. für: Discounted Cash Flow. Verfahren zur Berechnung (Schätzung) des Wertes eines Unternehmens. Summe aller künftigen Cash Flows abgezinst mit dem Zinssatz für gewichtete, durchschnittliche Kapitalkosten (WACC).De lege ferendaEin politisches Handlungsfeld, in dem ein Regelungsbedürfnis besteht, weil ein Problem bisher nicht oder nur in unzureichendem Maße in der Rechtsprechung seinen Niederschlag gefunden hat.De lege lataVom geltenden Recht her gesehen.De-minimis-RegelEU-Welt. Bagatellregel, die im Wettbewerbs- und Beihilfenrecht Anwendung findet. Im Bereich des Wettbewerbsrechts unterliegen Vereinbarungen, die keinen spürbaren Effekt auf den Wettbewerb haben, nicht dem Kartellverbot des Artikel 81 EG-Vertrag.DeadlineTermin, Frist.DealVorteilhaftes Geschäft, das in der Regel beiden Vertragspartnern einen Nutzen bringt. Andere Bez.: Win-Win-Situation.DebuggingComputerwelt. Fehlerbehebung.DeckelungFestlegung einer Obergrenze bei Beiträgen, Steuern, Einkommen oder Kürzungen (z. B. bei der Pensionsreform).DeckungsbeitragBetrag, der sich nach Abzug der variablen Kosten von den Verkaufserlösen ergibt und der zur Deckung der Fixkosten dient. Der über die Fixkostendeckung hinausgehende Teil ist Gewinn.DeckungsbeitragsrechnungKostenrechnungssystem, bei dem die Gesamtkosten in fixe Kosten und variable Kosten unterteilt werden und nur die variablen Kosten – als Deckungsbeitrag – auf die Kostenträger weiterverrechnet werden. Andere Bez.: Grenzkostenrechnung, Direktkostenrechnung, Direct Costing.DeckungskaufKauf von Devisen oder Wertpapieren, um bei Leerverkäufen eine termingerechte Lieferung zu gewährleisten.DeckungsstockWelt der Versicherungen. Sondervermögen, das als Sicherheit für die Erfüllung von Verbindlichkeiten dient. So sind z. B. Versicherungen verpflichtet, aus den eingehenden Prämien Rückstellungen zur Sicherung künftiger Leistungsansprüche zu bilden. Für den D. zugelassen, d. h. deckungsstockfähig, sind in erster Linie mündelsichere Wertpapiere.DecoderEntschlüsseler. Programm oder Gerät zum Decodieren oder Dekomprimieren von Daten und Programmen.DefaultAusfall eines Finanzinstrumentes. Credit Default Swaps.Deficit SpendingStrategie der Nachfragesteuerung zur Konjunkturbelebung, wobei zusätzliche Ausgaben des Staates für Güter und Dienste über Staatsverschuldung finanziert werden. Dadurch soll ausgabenseitig ein möglichst großer Multiplikatoreffekt, einnahmenseitig aber kein Kaufkraftentzugseffekt entstehen.DefizitDifferenz zwischen staatlichen Einnahmen und Ausgaben.DeflationNachhaltiger Rückgang des allgemeinen Preisniveaus im Zeitablauf.DeflatorIn der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung müssen die ermittelten nominellen Zuwachsraten des Bruttoinlandsproduktes und seiner Teilgrößen um den Preisanstieg bereinigt („deflationiert“) werden. Dazu wird der Preisindex des BIP herangezogen. Dieser enthält einen anderen, breiteren Warenkorb als der Verbraucherpreisindex.Delphi-MethodeUmfragetechnik, welche die Meinungen von Experten durch mehrfache Interviews systematisch erfasst. Den Experten werden die bisherigen Umfrageergebnisse jeweils vorgelegt und sie werden aufgefordert, ihr ursprüngliches Urteil aufgrund der zusätzlichen Informationen zu überprüfen. Ziel: Konvergenz der Einzelurteile.DELTAAbk. für: Development of European Learning through Technological Advance. EU-Programm auf dem Gebiet der Lerntechnologie.Delta SpreadEin Verhältnis-Spread, der als neutrale Position errichtet wird, indem die Deltas der in einem Spread enthaltenen Optionen benutzt werden. Das „neutrale“ Verhältnis wird bestimmt, indem der Delta-Wert der gekauften Optionen durch den Delta-Wert der veräußerten Option dividiert wird.Delta-FaktorZeigt Umfang an, in dem sich der Optionspreis bei Schwankungen des zugrundeliegenden Kurses verändert.DemarketingAktivitäten, die darauf abzielen, volkswirtschaftlich unerwünschte/schädliche Produkte oder Leistungen aus dem Markt zu nehmen.DeportKursabschlag per Termin.DepositenOberbegriff für Tag- oder Ultimogelder, Fest- und Kündigungsgelder.DepotstimmrechtIn der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft aufgrund einer Vollmacht der Aktionäre durch Banken oder deren Beauftragte ausgeübtes Stimmrecht.DepotverwahrungVerwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten im Auftrag Dritter.DeregulierungVerringerung staatlicher Einflussnahme auf den privaten Sektor der Wirtschaft durch Änderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.DerivateD. sind von traditionellen Finanzprodukten (z. B. Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes oder Rohstoffen) abgeleitete künstliche Finanzprodukte, die ein bestimmtes Recht verkörpern. Die gängigsten Formen sind Optionen, Futures (standardisierte Terminkontrakte), Forwards (maßgeschneiderte Termingeschäfte), Swaps sowie Zertifikate.DesignMarktgerechte Gestaltung von Produkten hinsichtlich Form, Farbe und Anordnung von Funktionselementen.DesintermediationUnternehmensfinanzierung unter Ausschaltung der Banken.DesinvestitionFreisetzung der in Vermögenswerten gebundenen finanziellen Mittel durch Verkauf oder Aufgabe.Desk ResearchSchreibtischforschung im Gegensatz zur Feldforschung.DestinatäreNutznießer von Stiftungen.DestinationenReiseziele im Tourismus.DevisenForderungen auf eine Zahlung im Ausland in ausländischer Währung. Dazu zählen z. B. Guthaben bei ausländischen Banken, auf ausländische Währung lautende im Ausland zahlbare Schecks und Wechsel, aber auch ausländisches Bargeld in Form von Banknoten und Münzen. Ausländisches Bargeld wird als Valuten oder Sorten bezeichnet.DevisenarbitrageAusnützen von Kursdifferenzen zwischen den Devisennotierungen des eigenen Platzes und denen ausländischer Plätze.DevisenkursPreis für eine bestimmte Menge ausländischer Zahlungsmittel ausgedrückt in inländischer Währung.DevisenmarktMarkt, auf dem Nachfrage und Angebot von ausländischen Währungen zusammentreffen.DevisenoptionMit dem Kauf einer Option erwirbt der Käufer das Recht, einen bestimmten Fremdwährungsbetrag zu einem bei Geschäftsabschluss festgelegten Kurs – Basispreis oder Strike-Price genannt – zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).DevisenswapGleichzeitige Kassa- und Termintransaktionen in einer Währung gegen eine andere.DevisentermingeschäftKurssicherung von Zahlungsforderungen und Zahlungsverpflichtungen in fremder Währung, die zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden. Dient der Absicherung gegen Kursschwankungen, Ab- und Aufwertungen.DienstleistungsbilanzTeilbilanz der Zahlungsbilanz, in der alle Einnahmen und Ausgaben aus Dienstleistungen zwischen In- und Ausländern gegenübergestellt werden.DienstleistungsrichtlinieEU-Welt. Richtlinie der Europäischen Kommission zur Liberalisierung des Dienstleistungsverkehrs.DifferentialrenteEinkommen, das ein Produzent mit geringeren Produktionskosten im Vergleich zu einem Produzenten mit höheren Produktionskosten bei gleichen Preisen für die Produkte der beiden Produzenten erzielt. Die D. kann auf dem Rationalisierungsvorsprung eines Unternehmens gegenüber einem anderen Unternehmen beruhen. Sie besteht nur so lange, wie der Rationalisierungsvorsprung gehalten werden kann.Digitale SignaturMittels einer elektronischen Unterschrift wird sowohl der Inhalt einer Nachricht als auch die Identität des Benutzers bestätigt. Die D. basiert auf einer asymmetrischen Verschlüsselung. Der Anwender arbeitet dabei mit zwei Schlüsseln.DigitalisierenÜberführen von analogen Signalen in digitale Signale.Direct CostingKostenrechnungssystem, bei dem die Gesamtkosten in fixe Kosten und variable Kosten unterteilt werden und nur die variablen Kosten – als Deckungsbeitrag – auf die Kostenträger weiter verrechnet werden.Direct MarketingWerbemaßnahmen, die direkt auf einzelne Zielgruppen gerichtet sind. Die eingesetzten Werbemittel sind direkt adressierte Werbebriefe, Prospekte, Folder, Kataloge etc.DirektbankenBanken, die ihre Kunden ausschließlich über Internet, Telefon und Post erreichen. D. arbeiten ohne Filialnetz.DirektinvestitionenKapitalanlagen, die Investoren in der Absicht vornehmen, mit einem Unternehmen in einem anderen Land eine dauernde Wirtschaftsbeziehung herzustellen und aufrechtzuerhalten.DisagioPreisabschlag bei der Ausgabe von Wertpapieren. Andere Bez.: Abschlag.DiskontZinsabzug bei der Ermittlung des Barwertes einer noch nicht fälligen Forderung. Andere Bez.: Skonto.DiskontierungErmittlung des Gegenwartswertes zukünftiger Ausgaben und Einnahmen unter Verwendung der Zinseszinsrechnung.DiskontsatzZinssatz, zu dem die jeweilige Zentralbank Wechsel der Geschäftsbanken ankauft.Distribution1. Verteilung von Personen, Sachgütern, Dienstleistungen sowie Informationen im Raum. 2. Einkommensverteilung.DistributionskanalWeg eines Produktes vom Hersteller zum Endverbraucher. Über die Wahl von Händlern kann die Distribution des Produktes den Bedürfnissen und Einkaufsgewohnheiten bestimmter Kundensegmente angepasst werden.Diversifikation1. Ausweitung des Leistungsprogramms eines Unternehmens durch Hinzunahme neuer Produkte. 2. Streuung der Veranlagung auf mehrere Wertpapiere. Aufgrund der Tatsache, dass sich nicht alle Wertpapiere gleichförmig entwickeln, kann durch D. in unterschiedliche Anlageinstrumente, Märkte und Branchen das Risiko des Portfolios verringert werden.DiversitätVielfalt als wichtiges Kriterium bei der Personalauswahl in Konzernen.DividendeAuf die einzelne Aktie entfallender Anteil des Bilanzgewinns.DogsWörtlich : Hunde. Begriff aus der Portfolioanalyse bzw. dem strategischen Controlling. Produkte mit geringem Marktanteil bei niedrigem Marktwachstum.Dollar WarrantsOptionsscheine, die auf Dollar lauten.DomainDie Domain ist die Bezeichnung der Internetadresse eines Servers.DongleHardwareschlüssel zum Schutz vor Raubkopien. Software und sensible Daten können so vor unerlaubtem Zugriff geschützt werden.DoppelbesteuerungsabkommenUm die mehrfache Besteuerung ein und desselben steuerlichen Tatbestands in verschiedenen Staaten zu vermeiden, werden zwischen den Staaten D. geschlossen.DoppelwährungsanleiheAnleihe, die auf zwei Währungen lautet, wobei die Rückzahlung nicht in der gleichen Währung erfolgt wie die Ausgabe.Double SwapBei einem D. wird ein Vermittler zwischen die beiden Partner eingeschaltet.Dow Jones Sustainability IndexGeht nach der Methode „Best-in-Class“ vor. Nur die besten zehn Prozent börsennotierter Unternehmen der jeweiligen Branche können in den Nachhaltigkeitsindex aufgenommen werden.Dow Jones „Index“1884 von Charles Dow für den amerikanischen Aktienmarkt geschaffener „Börsenindex“. Ist kein Index im eigentlichen Sinn, sondern ein Durchschnittskurs von ausgewählten US-Wertpapieren.DowngradingVersuch der Steigerung des Umsatzes durch Umstellung des Angebots auf billigere Produkte und Dienstleistungen (z. B. bei Hotelketten).DownloadingComputerwelt. Das Laden eines Programms oder von Daten aus einer höheren Hierarchieebene (z. B. von einem Host) auf einen PC.Downsizing1. Rechnerarbeiten werden aus Kostengründen auf mehrere Rechnerebenen verteilt oder verlagert, z. B. vom Host auf PCs. 2. Verkleinerung einer Organisation, Rückzug aus bestimmten Produktsparten bzw. Märkten, oft verbunden mit Personalabbau etc., mit dem Ziel, Qualität, Kundendienst, Geschwindigkeit und Kostenstruktur zu verbessern.DownstreamUnternehmen bzw. wirtschaftliche Tätigkeiten am Ende der Wertschöpfungskette, also im konsumnahen Bereich. Gegensatz: Upstream.DowntownDie Innenstadt von Großstädten.DriftAbweichung von zwei Größen.Dritte WeltAndere Bezeichnung für Entwicklungsländer. Der Begriff stammt aus der Zeit des „Kalten Krieges“. Damals standen einander zwei Blöcke gegenüber: ein „Westblock“ mit den USA an der Spitze und ein „Ostblock“ mit der Sowjetunion im Hintergrund. Die mehr oder minder „blockfreien“ Entwicklungsländer wurden unter dem Begriff „Dritte Welt“ zusammengefasst.Dritter ArbeitsmarktUmfasst vor allem Langzeitarbeitslose, die kaum eine Chance auf Wiedereingliederung in den zweiten Arbeitsmarkt haben. Werden im Rahmen von Workfare-Programmen zur Verrichtung gemeinnütziger Tätigkeiten herangezogen.DrittländerAlle Länder, die der EU nicht angehören und für die der gemeinsame Außenzolltarif der EU gilt.DrittmittelUniversitätswelt. Finanzmittel, die von privaten Unternehmen und Förderungsseinrichtungen stammen. Sponsoring.Drop-outStudienabbrecher. Die D. Rate ist der Anteil der Studienanfänger, welche die Universität/Hochschule vorzeitig ohne Abschluss verlassen.Dual-Use-WarenGüter mit doppeltem Verwendungszweck, die sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken zugeführt werden können. Die Ausfuhr derartiger Güter ist genehmigungspflichtig.Due DiligenceGebührende Sorgfalt. Rechtlicher Zusatz, der vor allem im Zusammenhang mit der Abwicklung von Großprojekten (z. B. bei Fusionen) verwendet wird. Gründliche Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Situation eines Unternehmens.Dummy1. Begriff aus der Input-Output-Analyse. D.-Zeilen und -spalten dienen der Korrektur von Zahlenwerten. 2. Schaupackung, Muster der Aufmachung, Attrappe. 3. Mit Sensoren ausgestattete elektronische Puppen, die bei einem Crashtest zur Überprüfung der passiven Sicherheit von Automobilen verwendet werden.DumpingPreisunterbietung ohne Rücksicht auf Kostendeckung, wodurch es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt.DurationDurchschnittliche Bindungsdauer des in einer Anleihe oder einem Renten-Portfolio eingesetzten Kapitals. Gibt den Zeitraum in Jahren an, in dem das eingesetzte Kapital durch Zins- und Tilgungszahlungen wieder rückerstattet wird. Die D. ist ein Maß für die Zinssensitivität einer Anleihe: je höher der Anleihekupon, desto niedriger die D., also die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer.DurchsatzDieser Begriff beschreibt die Menge an Energie und Material, die ein System durchläuft. Gemäß dem zweiten Gesetz der Thermo-dynamik geht ein hoher D. mit hohen Energieverlusten einher. Daher ist ein solches System ineffizient.Duty-free1. Zollmäßig begünstigte Waren, die man auf Flughäfen im Incoming-Tourismus erwerben kann. 2. Kurzbezeichnung für Zollfreiläden auf einem Flughafen.![]() E-CardGesundheitswesen. Elektronischer Krankenschein in Form einer Plastikkarte.E-CashElectronic Cash. Elektronische Bezahlung im Internet über spezielle Dienstleister, die in der Regel eine Art Konto für ihre Kunden führen.E-CommerceOnlinehandel und Geschäftsverkehr.E-GovernmentNeuere Variante von New Public Management. Informations- und Kommunikationstechnik wird dazu eingesetzt, um 1. die öffentliche Verwaltung zu modernisieren, 2. die bürokratischen, komplexen Abläufe zu vereinfachen und 3. einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen, der es erlaubt, Cockpitsteuerung und Kundenperspektiven aufeinander abzustimmen.E-LearningSammelbegriff für die unterschiedlichen Arten medien- bzw. softwareunterstützten Lernens. Andere Bez.: Telelernen.E-MoneyAbk. für: Elektronisches Geld.E-PublishingHerausgabe und Publikation von Büchern, Zeitungen, Videos und Filmen in elektronischer Form im Internet.EANAbk. für: Europaeinheitliche Artikelnummer. Maschinell lesbarer, vom Hersteller auf die Verpackung aufgedruckter Balkencode.Easy MoverPerson, die flexibel agiert und sich rasch an neue Gegebenheiten anpasst.eBayAuktionshaus im Internet.EBITAbk. für: Earnings Before Interest and Taxes. Maßgröße für das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern, die durch den Ausschluss unterschiedlicher Zins- und Steuerbelastungen die Voraussetzung für eine Vergleichbarkeit von Unternehmen schafft. Andere Bez.: Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT).EBITDAAbk. für: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Hier werden auch Abschreibungen und Amortisation abgezogen. Diese Kennzahl wird häufig als Messlatte für den periodischen Cash Flow herangezogen und dient als Grundlage für Unternehmensbewertungen. EBIT.ECEAbk. für: Economic Commission for Europe. Wirtschaftskommission der UNO für Europa in Genf.EchtzeitZeitgleich ablaufende Prozesse.EcklohnDer in Tarifverhandlungen vereinbarte Lohn, zu dem die anderen Lohngruppen in einem prozentualen Verhältnis stehen; in der Regel der Lohn eines Facharbeiters in dem betreffenden Wirtschaftszweig.EckzinssatzMindestzinssatz, den Geldinstitute für Spareinlagen zahlen.ECOFIN-RatEU-Welt. Rat der Wirtschafts- und Finanzminister aller Mitgliedsländer, der die EU-Wirtschaftspolitik koordinieren soll.Economies of ScaleKosteneinsparungen, die aus einem bestimmten Produktionsumfang (einer bestimmten Betriebs- oder Losgröße) resultieren. Andere Bez.: Skalenerträge, Größenvorteile, Skaleneffekte.Economies of ScopeE. entstehen, wenn Unternehmen strategische Allianzen eingehen, Teile der Produktion zusammenlegen oder im Bereich der Grundlagenforschung kooperieren. Unternehmenszusammenschlüsse können z. B. das Ziel verfolgen, einen gegenseitigen Wissenstransfer herzustellen. Andere Bez.: Verbundvorteile, Synergieeffekte.ECRAAbk. für: Emission Certificate Registry Austria. Registrierservicestelle für den Handel mit CO2-Zertifikaten in Österreich.ECTSAbk. für: European Credit Transfer System. Universitätswelt. Punktesystem zur Anrechnung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen.EDIFACTAbk. für: Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport. Standard zum Austausch strukturierter Daten im Geschäftsverkehr.EEFAbk. für: Europäischer Entwicklungsfonds für die AKP-Staaten. Sonderfonds, dessen Mittel nicht aus dem allgemeinen EU-Budget finanziert, sondern von den EU-Mitgliedstaaten nach einem für die Dauer des jeweiligen Geltungszeitraums festgelegten Beitragsschlüssel aufgebracht werden.EffektivitätWirksamkeit einer Organisation, eines Unternehmens bzw. ihrer Leistungen. Sie gibt Auskunft darüber, ob und inwieweit eine Organisation bestimmte Ziele erreicht. Effektivität bedeutet die richtigen Dinge tun!EffektivlohnE. ist der tatsächlich an den Arbeitnehmer gezahlte Lohn. Er liegt zum Teil erheblich über dem tariflich vereinbarten Lohn.EffektivverdiensteIn der Sprache der Wirtschaftsforscher die tatsächlich bezahlten Löhne und Gehälter, die in der Regel höher sind als die im Kollektivvertrag vereinbarten Tariflöhne.EffektivverzinsungTatsächliche Verzinsung einer Geldanlage unter Einrechnung aller Zu- und Abflüsse, bezogen auf die Laufzeit.EffizienzWirtschaftlichkeit einer Organisation bzw. ihrer Leistungen. In Geld ausgedrücktes Verhältnis von Leistung (Output) und Ressourceneinsatz (Input). Effizienz bedeutet: bestimmte Dinge richtig tun!EffizienzgrenzeBegriff aus der Börsensprache. Linie in einem Risiko-Ertrags-Diagramm, auf der alle Wertpapierportfolios liegen, die ein optimales Risiko-Ertrags-Verhältnis aufweisen.EFQMAbk. für: European Foundation for Quality Management. Wichtige Europäische Institution zur Qualitätssicherung.EFREAbk. für: Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung.Eigenfinanzierung1. Finanzierung der Investitionen durch Erhöhung der Eigenmittel des Unternehmens (in diesem Fall einer Kapitalgesellschaft), also durch Zuführung finanzieller Mittel der Eigentümer an das Unternehmen, z. B. durch Aktienausgabe. 2. Finanzierung durch Beteiligungsfinanzierung und Selbstfinanzierung (Zurückbehaltung erzielter Gewinne).EigenfinanzierungsgradAnteil der eigenen Mittel am Gesamtkapital.EigenhandelFinanzgeschäfte einer Bank auf eigene Rechnung.EigenkapitalVom Eigentümer eines Unternehmens zur Finanzierung aufgebrachte Mittel.EigenkapitalquoteMaß für die finanzielle Unabhängigkeit gegenüber Dritten. Da die absolute Größe des Eigenkapitals nur geringe Aussagekraft aufweist, setzt man das Eigenkapital zum Gesamtkapital bzw. zur Bilanzsumme in Beziehung.EigenkapitalregelnBankenwelt. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat Regeln entwickelt (Basel I, Basel II), welche Banken vorschreiben, mit wieviel Eigenkapital – als Risikopuffer – bestimmte Transaktionen zu unterlegen sind.EigentümerPerson, die eine rechtliche Herrschaft über eine Sache hat, die aber nicht unbedingt der tatsächliche Besitzer dieser Sache sein muss. Eigentum ist ein umfassendes Recht an einer Sache.Eigentums- und VerfügungsrechteRechte (und Pflichten) von Individuen bei der Nutzung von Ressourcen. Andere Bez.: Property Rights.EignungsprofilAuflistung bestimmter persönlicher und sachlicher Voraussetzungen, die ein Stellenbewerber erbringen soll.EinheitswerteSteuerrecht: Maß für den Wert eines Betriebes oder von Immobilien (Grundstücke, Gebäude). Die Bewertung erfolgt nach genauen Bewertungsvorschriften. Die E. werden von den Finanzämtern in größeren Zeitabständen (zu den sogenannten „Hauptfeststellungen“) nach den steuerlichen Bewertungsvorschriften ermittelt und dienen als Bemessungsgrundlage für verschiedene Abgaben (Grundsteuer, Vermögenssteuer, Bodenwertabgabe, Erbschafts- und Schenkungssteuer).EinkommenEntgelt für die im Wirtschaftsprozess eingesetzten Produktionsfaktoren.Einkommenselastizität der NachfrageGibt an, um wieviel Prozent sich die nachgefragte Menge eines Gutes ändert, wenn sich das Einkommen um ein Prozent ändert.EinkommensfondsInvestmentfonds mit dem Anlageziel regelmäßiger Ausschüttung vergleichsweise hoher Erträge. Solche Fonds investieren vor allem in festverzinsliche Anleihen, gelegentlich aber auch in Aktien mit hoher Dividendenausschüttung.EinkommenstransferIm Gegensatz zum Leistungseinkommen sind Transfereinkommen solche, die durch eine politisch beschlossene Einkommensübertragung zustandekommen, beispielsweise Pensionen oder Familienbeihilfen.EinkommensverteilungDie Verteilung der bei der Produktion entstandenen Einkommen auf die beteiligten Produktionsfaktoren (funktionelle Einkommensverteilung) oder auf die beteiligten Personen (personelle Einkommensverteilung).EinlagefazilitätDie Möglichkeit für Geschäftsbanken, ein Guthaben beim Europäischen System der Zentralbanken bis zum nächsten Geschäftstag zu einem vorher festgelegten Zinssatz anzulegen.EinmalemissionAusgabe eines bestimmten Nominalbetrages gleichartig ausgestatteter Rentenwerte, die während einer bestimmten Frist („Zeichnungsfrist“) gleichzeitig zum Ersterwerb angeboten werden.EinschussBei Termingeschäften jener Geldbetrag, der hinterlegt werden muss.EinwegsystemeEinmalverwendung von Verpackungen.EinwohnergleichwerteAbgek.: EWG. Die Menge und Verschmutzung gewerblicher und industrieller Abwässer gibt man mit E. an und erhält so die auf Einwohner umgerechnete Abwasser- und Schmutzmenge.EisbergeffekteBei der Inangriffnahme eines Projekts (vor allem bei staatlichen Großprojekten) ist zunächst – wie bei einem Eisberg – nur ein Teil der Kosten sichtbar. Folgekosten und Folgelasten, die mit dem Projekt in den Folgejahren verbunden sind, werden erst später berücksichtigt. Bisweilen werden die Folgekosten und Folgelasten bewusst vernachlässigt bzw. niedrig angesetzt, um ein Projekt durchzusetzen. Andere Bez.: Folgekosten, Folgelasten.Elastizität der NachfrageAusmaß der Veränderung der Nachfrage, die durch eine (marginale) Veränderung des Preises der Ware („Preiselastizität“) bzw. des Einkommens der Käufer („Einkommenselastizität“) ausgelöst wird. Die Nachfrage ist umso elastischer, je stärker sie bei einem Preisanstieg sinkt bzw. bei einem Einkommensanstieg steigt.Embargo1. Von der Regierung eines Staates verfügte Sperre über die Ein- und Ausfuhr von Waren und/oder Kapital für bestimmte Länder. 2. Sperrfrist (z. B. bei Presseunterlagen).Embedded SystemsWörtlich übersetzt: Eingebettete Systeme. 1. Logistik: Es handelt sich dabei um Transponder, die in Geräten, Containern, und Alltagsgegenständen eingebaut sind und dadurch eine lokale Ortung bzw. Steuerung ermöglichen. 2. Strategische Kriegsführung: Kleine Einheiten, die im Rahmen größerer militärischer Verbände mit Spezialaufgaben betraut sind.EmergenzSystemtheorie. Neu auftauchende Eigenschaften eines Systems, die aus den Eigenschaften seiner bisherigen Elemente nicht erklärbar und somit neu sind. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Es gehört zu den paradoxen Situationen in dieser Welt, dass man gerade aus solchen schwierigen, „emergenten“ Situationen lernen kann.Emerging MarketsDie sich entwickelnden Märkte in den Staaten Osteuropas, in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Andere Bez.: Transformationsländer.Emission1. Im Wertpapiergeschäft: Ausgabe von neuen Wertpapieren. 2. Von Kraftwerken, Fabriken, Heizungen, Autos etc. ausgestoßenen Schadstoffe.EmissionskursKurs, zu dem neue Aktien oder Anleihen ausgegeben werden.EmissionsprospektErstinformation über neu emittierte Wertpapiere (z. B. Aktien eines Mutual Fund, Anleihen), die dem potentiellen Investor als Grundlage für eine qualifizierte Entscheidung dienen soll. Erstellung ist in USA an gesetzliche Richtlinien gebunden. Andere Bezeichnung: Prospectus.EmittentAusgeber (Schuldner) eines festverzinslichen Wertpapiers.EmoticonsSymbole, die Gefühle und Ironie in Chats, E-Mails etc. zum Ausdruck bringen sollen.EmployabilityKonzept zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Europa. Drückt den Grad der Attraktivität der Erwerbspersonen als Mitarbeiter für den Arbeitgeber aus. Weil niemand mehr einen Arbeitsplatz (oder einen Beruf) für das Leben erwarten darf, muss die Qualifikation verbessert werden. Damit werden Schlüsselqualifikationen wichtiger als Spezialkenntnisse.Employment ValueAnzahl der Mitarbeiter eines Unternehmens, die in diesem Unternehmen dauernd Beschäftigung finden.EmpowermentSammelbegriff für alle Konzepte, die eine Zurücknahme genereller Regelungen zugunsten autonomer Entscheidungen von Mitarbeitern bzw. Mitarbeitergruppen vorsehen. E. dient der Nutzbarmachung des vorhandenen, aber brachliegenden Wissens und der Beseitigung von Entfaltungsbarrieren.EnablerWörtlich: Ermöglicher. Staatliche Gebietskörperschaften, die für effektive, effiziente und nachhaltige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen.EndbesteuerungMit der Bezahlung einer bestimmten Steuer ist gleichzeitig eine andere Steuerart abgegolten. In Österreich ist z. B. mit der Bezahlung der Kapitalertragssteuer auf Anleihezinsen sowohl die Einkommensteuer als auch die Erbschaftssteuer abgegolten. Mit der Bezahlung der Kapitalertragsteuer auf Dividenden österreichischer Aktiengesellschaften ist auch die Einkommensteuer abgegolten.EndfälligZeitpunkt, zu dem eine Anleihe zur Rückzahlung fällig ist.Endogene VariableDie von anderen Einflussfaktoren abhängigen Variablen in einem Modell.EndwertJener Nutzenüberschuss, der sich am Ende des Betrachtungszeitraums ausgehend von einem bestimmten Investitionsbetrag am Beginn dieses Zeitraums, unter Berücksichtigung aller Ein- und Auszahlungsströme, ergibt.EnergiebilanzAufstellung in tabellarischer Form, in der das Aufkommen und die Verwendung von Energieträgern für einen bestimmten Zeitraum nachgewiesen werden. Die E. ist die Voraussetzung für die Ermittlung von Energiewirkungsgraden.EnergieeffizienzWichtiges Kriterium zur Steigerung der Energieproduktivität. 1. Smart Grids ermöglichen den Energieversorgern, das Angebot dem Bedarf anzupassen. 2. Die Verbraucher erhalten laufend Informationen über ihren Energieverbrauch und werden zum Energiesparen motiviert. 3. IKT-gestützte Netze sind eine unabdingbare Voraussetzung für die Liberalisierung und Integration der Netze. 4. Die EU möchte den Netzbetrieb stärker von der Versorgung und Erzeugung trennen. 5. In Zukunft werden immer mehr Solar-, Wind- und Biomassekraftwerke Energie erzeugen und ins Netz einspeisen.EnergieholzSchnell wachsende Baumarten wie Pappeln, Weiden, Erlen, Birken, Robinien und dgl. Diese können in kurzen Zeitabständen geerntet, gehackt und zur Energiegewinnung verbrannt werden. Energieholzflächen können ohne besondere Probleme wieder in normale landwirtschaftlich genutzte Flächen rückgeführt werden.EnergiepflanzenPflanzen, die angebaut werden, um daraus Bio-Energie zu gewinnen, z. B. Raps.EnergiepolitikAlle Bemühungen, Energie möglichst sparsam einzusetzen, die Abhängigkeit von Energieimporten (auch durch vermehrte Lagerhaltung) zu verringern und die Substitution von Erdöl durch andere Energieträger (auch durch Alternativenergien wie etwa Sonnenenergie, Windkraft und dgl.) voranzutreiben.EnergieproduktivitätBruttoinlandsprodukt im Verhältnis zum Energieverbrauch.EnergierückgewinnungRückgewinnung und Nutzung des nach einem bestimmten Prozess verbleibenden Energieanteils entweder für den gleichen oder für einen anderen Prozess.EnergieträgerAlles, woraus Nutzenergie direkt oder durch Umformung oder Umwandlung gewonnen werden kann.EntnahmenBargeldbeträge oder andere Wirtschaftsgüter, die der Unternehmer (ein Gesellschafter) dem Unternehmen für sich oder für andere betriebsfremde Zwecke entnimmt.EntrepreneurshipUnternehmerisches Denken. Alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit den strategischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Vorbereitungen zur Gründung eines Unternehmens.EPUEinpersonen-Unternehmen.EquitiesAktien.Equity Linked IssuesAnleihen mit Umwandlungsrecht in Aktien bzw. Bezugsrecht auf Aktien.Equity SwapZinserträge werden gegen Aktienerträge getauscht.ERASMUSAbk. für: European Community Action Scheme for the Mobility of University Students. EU-Bildungsprogramm. Fördert den Austausch von Studenten und Hochschullehrern.ERFA-GruppeSelbsterfahrungsgruppe. Gruppe von Personen, innerhalb der Erfahrungen in einem bestimmten Bereich eines Unternehmens ausgetauscht werden.Ergebnis der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitAbgek. EGT. Operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern, das durch den Ausschluss unterschiedlicher Zins- und Steuerbelastungen die Voraussetzung für eine Vergleichbarkeit von Unternehmen schafft.ErgonomieInterdisziplinäres Teilgebiet der Arbeitswissenschaft. Untersucht die biologischen, psychologischen und sozialen Voraussetzungen von Arbeitsabläufen.ERP1. Abk. für: Enterprise Resource Planning. (Software-)Produkte zur unternehmensweiten Integration geschäftlicher und technischer Information. 2. Abk. für: European Recovery Program. Vom amerikanischen Außenminister George Marshall nach 1945 initiiertes Hilfsprogramm für Europa.Erste AdressenGeschäftspartner, die hinsichtlich ihrer Bonität über jeden Zweifel erhaben sind.Erster ArbeitsmarktDer von Angebot und Nachfrage bestimmte Arbeitsmarkt, ohne wesentliche staatliche Interventionen.ErtragshoheitMit der Bestimmung der E. einer Steuer wird festgelegt, welcher Gebietskörperschaft die Steuereinnahmen zur Verwendung zufließen.ErwartungsvariableVariable, über deren mögliche Veränderung der betreffende Handlungsträger zwar eine Vorstellung hat, die aber seinem Einfluss- (Kontroll-)Bereich weitgehend entzogen sind.ErwerbspersonenGesamtheit der Beschäftigten zuzüglich der Arbeitslosen.ESPRITAbk. für: European Strategic Program for Research and Development in Information Technology. Wichtiges EU-Forschungsprogramm, welches Arbeiten auf dem Gebiet der Informationstechnologien und der fortgeschrittenen Mikroelektronik sowie der Informationsverarbeitung, der Softwaretechnologien und Bürosysteme fördert.ESVGAbk. für: Europäisches System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.ESZBAbk. für: Europäisches System der Zentralbanken. Gemeinschaftliche Währungsbehörde, gebildet aus der EZB sowie den nationalen Zentralbanken der im europäischen Währungsraum vereinigten Länder. Erlässt Leitlinien und trifft Entscheidungen, die erforderlich sind, um die der EZB übertragenen Aufgaben (Geldpolitik, Leitzinsen, Höhe der Mindestreserven) zu gewährleisten.EtatVerbindlicher Finanzplan einer Gebietskörperschaft (Bund, Länder, Gemeinden) für ein Jahr.ETFAbk. für: Exchange Traded Funds. Indexfonds. Offene Investmentfonds, die börsennotiert sind und dort gehandelt werden. Sie sind mit einem Aktienkorb unterlegt, aus dem sie ihren Wert beziehen. Die Anzahl der ausgegebenen ETF-Anteile erhöht sich – anders als bei geschlossenen Fonds – mit der Marktnachfrage. Mit Hilfe von Indexfonds können Anleger ihr Portfolio mit einer einzigen Transaktion diversifizieren und zielgerichtet in Indizes investieren, die eine große Bandbreite von Marktsegmenten abbilden. Stellen eine Alternative zum Portfolio-Handel und zu Futures und anderen Derivaten dar.EthernetDatenübertragungsverfahren für lokale Computernetze.EthikfondsGeldanlagefonds. Zielgruppe dieser Fonds sind Personen, die sich an bestimmten Werten orientieren. Investition in Aktien, deren Unternehmen humane Arbeitsbedingungen gewährleisten, umweltfreundliche Produkte erzeugen und keine Geschäfte mit Atomenergie, Rüstung, Alkohol, Pornografie und Glücksspiel betreiben.EU-RichtlinienRichten sich an die Mitgliedstaaten, nicht an die Bürger. Sie sind in ihrer Zielvorgabe verbindlich, überlassen jedoch den innerstaatlichen Stellen die Form der Umsetzung in nationales Recht.EuGHAbk. für: Europäischer Gerichtshof.EuRHAbk. für: Europäischer Rechnungshof.EuriborAbk. für: European Interbank Offered Rate. Kurzfristiger Zinssatz auf dem Euro-Geldmarkt, zu dem sich die Banken in der EU untereinander Geld borgen.Euro-DollarUS-$-Guthaben, die von Banken in Europa gehalten werden.EurobondsNiedrig verzinste Anleihen, die gemeinsam von den EU-Mitgliedsländern im Euroraum aufgenommen werden. E. werden von einer speziellen Finanzierungsgesellschaft aufgenommen.Europäische Artikel-NummerierungAbgek.: EAN. Die Kombination von E. mit sogenannten intelligenten Datenterminals gestattet eine genaue Steuerung und Kontrolle des Lagerbestands.Europäischer RechnungshofAbk. : EuRH. Sitz: Luxemburg. Überprüft die Haushaltsführung der EU.Europäischer ZentralbankratDas höchste Beschlussorgan der EZB. Setzt sich zusammen aus dem Direktorium der EZB und den Präsidenten der an der Währungsunion teilnehmenden nationalen Zentralbanken. Erlässt Leitlinien und trifft Entscheidungen, die erforderlich sind, um die der EZB übertragenen Aufgaben (Geldpolitik, Leitzinsen, Höhe der Mindestreserven) zu gewährleisten.EuroraumGebiet der Länder, die den Euro eingeführt haben.EUROSTATAbk. für: Statistisches Amt der Europäischen Union, Luxemburg.EVA1. Abk. für: Economic Value Added. Quantifizierbare Summe aller zukünftigen Erträge, die ein Aktionär zu erwarten hat. Diskontierter Cash Flow der zukünftigen Ertragschancen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dem Unternehmen abgeleitet werden können. 2. Abk. für: Einwirkung von außen. Sammelbegriff für Naturkatastrophen, die im Rahmen des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens für kerntechnische Anlagen bei der Auslegung baulicher und technischer Einrichtungen zu berücksichtigen sind, z. B. Blitz, Hochwasser, Erdbeben und Druckwellen von Explosionen. 3. Abk. für: Energieverwertungsagentur, Wien.EvaluierungBewertung von Leistungen von Personen, Personengruppen oder Institutionen. Eine E. kann entweder von diesen selbst („Selbstevaluation“) oder durch externe Experten („Peers“) vorgenommen werden; meist wird eine Kombination beider Vorgangsweisen gewählt. Im Kern geht es darum, Aufwand und Ertrag in ein überprüfbares Verhältnis zu bringen, um einen optimalen Einsatz der Ressourcen zu gewährleisten. E. hat sich in den jüngsten Jahren zu einem Schlüsselbegriff der politischen Argumentation entwickelt. Unter dem Druck, knapp gewordene Ressourcen besser einzusetzen, haben Leistungs- und Qualitätskontrollen in vielen Bereichen stark zugenommen. Andere Bez.: Evaluation, Bewertung.EventWirtschaftliches, kulturelles, gesellschaftliches und/oder sportliches Großereignis.Event-MarketingDie Vermarktung von wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und/oder sportlichen Ereignissen.EvolutionSchrittweise Veränderung eines bestehenden Zustandes.EVUAbk. für: Energieversorgungsunternehmen.Ewige RentenStaatsanleihen, bei welchen sich der Staat nur zur Zahlung des Zinses (Rente) verpflichtet. Die Titel solcher Rentenanleihen sind nicht rückzahlbar, doch behält sich der Staat vielfach das Recht zur Kündigung oder zum Rückkauf an der Börse vor. Besonders verbreitet in Frankreich und Großbritannien. Andere Bez.: Ewige Anleihen.ExZusatz zum Kurs nach Abzug von Dividenden oder BezugsrechtenEx ShipIncoterms-Einpunktklausel. Ab Schiff. Der Verkäufer hat dem Käufer die Waren an Bord des Schiffes innerhalb der im Kaufvertrag vereinbarten Frist im benannten Löschungshafen zur Verfügung zu stellen. Der Verkäufer trägt alle Kosten und Gefahren der Beförderung bis zu diesem Hafen. Der Käufer trägt die Zoll- und Einfuhrabgaben und besorgt auf eigene Gefahr das Abladen der Ware.Ex-ante-GrößenGeplante Größen.Ex-post-GrößenTatsächlich eingetretene Größen. Sie sind teilweise geplant und teilweise ungeplant.Exchange Traded FundsAbgek.: ETF. Hier handelt es sich um Wertpapiere, die eins zu eins einen Index abbilden und diesem automatisch folgen.Executive SearchSuche und Vermittlung von Führungskräften. Andere Bez.: Headhunting.Executive SummaryKurzfassung einer Stellungnahme, eines Gutachtens, einer wissenschaftlichen Untersuchung etc., meist am Beginn des Dokuments. Andere Bez.: Abstract.Exercise PricePreis, zu dem der Inhaber der Option den zugrunde liegenden Terminkontrakt kaufen oder verkaufen kann, wie es in den Bestimmungen über den Optionskontrakt festgesetzt ist. Bei börsengehandelten Optionen werden im Englischen die Begriffe Exercise Price und Striking Price synonym verwendet.ExitAusstieg eines Investors aus einem Unternehmen bzw. aus einer Beteiligung.Exit PollBefragung von Wählern nach der Wahl (meist bei Verlassen des Wahllokals).Exit-StrategieBei vielen Projekten bzw. politischen Programmen unterscheidet man zwischen einem Plan A und einem Plan B. Läuft bei Plan A etwas schief, so braucht man einen Plan B. Dieser wird gelegentlich auch als Exit-Strategie bezeichnet. Aktuelles Beispiel: Die FED, die US-Zentralnotenbank, sucht derzeit nach einer E. für ihre bisherige Geldpolitik, um allmählich die Flutung der Geldmärkte mit zusätzlicher Liquidität zu beenden. Andere Bez.: Ausstiegsszenario.Exogene VariableUnabhängige Größen in einem Modell, die andere (abhängige) endogene Größen beeinflussen.ExpatriateAbgek.: Expat. Im Englischen Bezeichnung für einen im Ausland lebenden Inländer. 1. Welt der Konzerne: Im Ausland tätige Mitarbeiter eines Unternehmens, eines Konzerns oder einer internationalen Organisation, mit denen Sonderverträge abgeschlossen werden. Home Country Approach. 2. Welt des Staatsversagens: Personen, die aus einem Hochsteuerland fliehen, um sich in einem anderen Land niederzulassen. 3. Asylwelten: Personen, die aus politischen Gründen ein Land verlassen und woanders ihren Wohnsitz nehmen.ExpertensystemWissensbasiertes System.Exponierter SektorVon skandinavischen Nationalökonomen entwickelter Sammelbegriff für den Teil der Volkswirtschaft, der in einem bestimmten Zeitraum unmittelbar ausländischer Konkurrenz ausgesetzt ist (z. B. Exportindustrie). Gegensatz: Geschützter Sektor.ExportmultiplikatorMisst die Auswirkungen zusätzlicher Exporte auf das Volkseinkommen.Externe EffekteMan unterscheidet positive oder negative externe Effekte. E. sind Wirkungen, bei denen Verursacher und Betroffene nicht übereinstimmen. E. treten dann auf, wenn jemand aus dem Gebrauch (Konsum, Produktion) einer Sache Nutzen zieht, ohne dass er dafür bezahlen muss (externer Nutzen), oder wenn jemand einem anderen Kosten verursacht, ohne dass der dafür aufkommen muss (externe Kosten).EyecatcherBlickfang. Dominierend ins Auge springender Bild- oder Textteil eines Werbemittels.EZBAbk. für: Europäische Zentralbank, Frankfurt/Main.![]() F&BAbk. für: Food and Beveridge. Begriff aus der Gastronomie. Einkauf, Zubereitung und Verkauf von Speisen und Getränken. Wichtige Sparte neben Logis in Beherbergungsbetrieben mit Verpflegung.F&EAbk. für: Forschung und Entwicklung.F.O.B.Abk. für: Free On Board. Wichtige Incoterm-Einpunktklausel. Marktwerte von Waren an der Zollgrenze eines Landes einschließlich Fracht- und Ladekosten bis zum vereinbarten Verschiffungshafen.FacilitiesEingedeutscht: Fazilitäten. 1. Grundstücke, Gebäude etc. 2. Möglichkeit, einen Kredit bis zu einer bestimmten Höhe bei einer (anderen) Bank bzw. einer internationalen Finanzierungs-institution in Anspruch zu nehmen.Facility-ManagementGesamtheit aller Leistungen zur optimalen Nutzung von Gebäuden und Grundstücken auf der Grundlage einer ganzheitlichen Perspektive, insbesondere Verknüpfung von technischer und wirtschaftlicher Kompetenz. F. läuft darauf hinaus, strategisch mit Immobilienbesitz umzugehen, ihn zu managen und weiterzuentwickeln und die Vergeudung von Ressourcen aufzudecken. F. analysiert Gebäude nach vier Hauptkriterien: Gebäudetechnik, Fläche, kaufmännische Verwaltung und infrastrukturelle Dienstleistungen wie etwa Reinigung und Sicherheitsdienste.FactoringErweiterung des Finanzierungsspielraums eines Unternehmens durch den „Verkauf“ offener Forderungen. Kombination von Kreditversicherung, Absatzfinanzierung und Dienstleistung.Factory-Outlet-CenterAbgek.: FOC. Ab-Fabrik-Verkauf, vor allem von Markentextilien. F. vermarkten Restposten und schalten den Zwischenhandel aus.Fair TradeFaire Preise für die Erzeuger von Agrarprodukten in den Entwicklungsländern.Fair ValueFaire Bewertung der Aktiva und/oder Passiva durch sachverständige, vertragswillige und voneinander unabhängige Geschäftspartner. Häufig entspricht der F. dem jeweiligen Marktpreis. Es gibt jedoch Fälle, in denen es keinen eindeutigen Marktpreis gibt. Bewertungen werden überdies dadurch erschwert, dass in Europa und den USA unterschiedliche Bilanzierungsregeln (IFRS, US-GAAP) gelten. Dazu kommt noch bei internationalen Konzernen, dass die nationalen Steuerbehörden die Verrechnungspreise, die nach diesen Bilanzierungsregeln berechnet wurden, kritisch hinterfragen.FaktoreinkommenKurzbezeichnung für Produktionsfaktoreinkommen. Entgelte für die Mitwirkung von Produktionsfaktoren im Rahmen von Produktionsprozessen. F. können dabei auf drei Arten entstehen: Durch Abgabe von Arbeitsleistungen an Unternehmen, private und öffentliche Haushalte, durch unternehmerische Tätigkeit sowie durch Ertrag bringende Anlage von Geld.FaktorkostenKurzbezeichnung für Produktionsfaktorkosten. Jene Kosten, die mit dem Einsatz der Produktionsfaktoren Arbeit, Wissen, Sachkapital, Finanzkapital und Boden verbunden sind.FaktormobilitätBeweglichkeit der Produktionsfaktoren, z. B. die Bereitschaft und Fähigkeit von Arbeitnehmern, ihren Beruf, Wirtschaftszweig oder Wohnort zu ändern oder von Besitzern von Land und Kapital, ihre Ressourcen anderen Verwendungszwecken zu widmen.FälligkeitstagDatum, an dem eine geldpolitische Operation ausläuft. Im Falle einer Rückkaufsvereinbarung oder eines Swaps entspricht der Fälligkeitstag dem Rückkaufstag.FAOAbk. für: Food and Agriculture Organiza- tion. Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Sitz in Rom.FAQAbk. für: Frequently Asked Questions. Liste, in der zu einem bestimmten Thema häufig gestellte Fragen und deren Antworten aufgelistet werden.FazilitätFacilities.Feasibility-StudieUntersuchung, durch welche überprüft wird, ob bestimmte Projekte verwirklicht werden können. Es handelt sich im Grunde um gedankliches Experimentieren mit den Faktoren Ressourcen, Zeit und Raum. Andere Bez.: Machbarkeitsstudie.Feature1. Hörbild im Rundfunk. 2. Merkmal, Eigenschaft, Funktion.Feature FreezeProjektmanagement. Art „Redaktionsschluss“: Zeitpunkt, ab dem keine Änderungen mehr zugelassen werden.Federführende BankJene Bank im Rahmen eines Begebungskonsortiums zur Emission und Platzierung von Wertpapieren, die für den Kontakt mit dem Schuldner, die Zusammensetzung des Konsortiums sowie die Vertragsgestaltung und die Prospekterstellung verantwortlich ist.FeedbackRückmeldung. Reaktion auf erhaltene Informationen. Andere Bez.: Rückkoppelung.Fehlertolerantes SystemEin System, das auch mit einer begrenzten Anzahl fehlerhafter Subsysteme seine spezifizierte Funktion erfüllt und fähig ist, Fehler selbst zu erkennen und zu lokalisieren.FeldforschungEngl.: „field research“. Erhebung von empirischen Fakten zu einem bestimmten Problem.FeldversuchDas Austesten eines Produktes bevor es zu einem Roll Out kommt.Feste WechselkursePreis für ausländische Währungen wird vom Staat oder der Zentralbank fixiert.FestgeschäftVereinbarung, zu einem bestimmten Termin einen Kauf bzw. Verkauf zu fest vereinbarten Preisen durchzuführen.Festverzinsliche WertpapiereWertpapiere mit festem Zinsertrag.FIBORAbk. für: Frankfurt Inter Bank Offered Rate.FIFOAbk. für: First In First Out. 1. Computerwelt. Verarbeitungsstrategie für Daten, bei der die Datenelemente in der Reihenfolge ihres zeitlichen Anfalls verarbeitet und anschließend gelöscht werden. 2. Methode zur Inventarverwaltung, bei der Artikel in der Reihenfolge der Anschaffung verkauft werden.FileLogisch zusammenhängende Datenblöcke oder Programme.Financial FuturesStandardkontrakte, die per Termin gehandelt werden. Die Kontrakte enthalten die Verpflichtung, eine bestimmte Menge des gehandelten Gegenstands zu einem bestimmten Termin zum vereinbarten Preis zu kaufen bzw. zu verkaufen.FinanzausgleichRegelung der finanziellen Beziehungen zwischen den Gebietskörperschaften. Verteilung der öffentlichen Aufgaben, Einnahmen und Ausgaben.FinanzautonomieDie F. einer Gebietskörperschaft wird durch die Möglichkeit angezeigt, zur Erfüllung ihrer Aufgaben öffentliche Einnahmen und Ausgaben nach eigener Entscheidung einzusetzen.FinanzierungKapitalbeschaffung in einem Unternehmen. Sie kann durch die Einlagen von Mitteln durch die Eigentümer bzw. bei Kapitalgesellschaften durch die Gesellschafter, durch die Nichtausschüttung von Unternehmensgewinnen oder durch die Aufnahme von Fremdkapital erfolgen.Finanzleitbild (CH)„Leitplanken“ für die Gestaltung einer nachhaltigen Finanzpolitik des Bundes, die sich auf anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse stützen. Das F. ist ein Arbeitsinstrument für den Bundesrat und eine Orientierungsgrundlage für das Parlament.FinanzproduktAnlage von Geld in Ertrag bringenden Vermögensobjekten, meist in Form von Wertpapieren. Andere Bez.: Finanzinvestition.FinanzwirtschaftJener wirtschaftliche Bereich, wo man versucht Überschussliquidität in Ertrag bringender Weise anzulegen.FirewallAbschirmung eines Computernetzes vor unberechtigten ZugriffenFirmenbuch (A)Tritt seit 1991 an die Stelle des Handels- und des Genossenschaftsregisters. Das F. ist ein beim Handelsgericht Wien bzw. bei den Landes- oder Kreisgerichten geführtes Verzeichnis jener Kaufleute und Handelsgesellschaften, die in dem jeweiligen Sprengel ihren Firmensitz haben.First MoverEine Person, ein Unternehmen oder eine Organisation, die quasi als Pionier in einem bestimmten Handlungsfeld innovativ tätig ist.FiskusÖffentliche Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Kantone, Gemeinden etc.), die Abgaben (Steuern, Beiträge, Gebühren, Zölle etc.) einheben.Fixe KostenKosten, die unabhängig von der Ausbringungsmenge anfallen.FixingRegelmäßige Festlegung von Kursen oder Referenzpreisen (z. B. bei Edelmetallen).FixkursZwischen zwei oder mehreren Partnern vereinbarter fester Kurs.FixtratteFinanzierungsform, bei welcher der Kreditrahmen während der gesamten Laufzeit gleich hoch bleibt und am Ende der Laufzeit auf einmal abzudecken ist. Günstiger kurzfristiger Überbrückungskredit für erstklassige Kunden. Andere Bez.: Barvorlage, Fixrahmenkredit.Flat TaxSteuersystem mit einheitlichem Steuersatz, das mit wenigen Absetzbeträgen auskommt.Fleet-Owner-RabattAutohandel. Nachlass bei Abnahme größerer Stückzahlen.Flexible ArbeitszeitArbeitszeit, die aufgrund betrieblicher Notwendigkeiten unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Arbeitnehmer verschieden festgelegt ist.FloaterVariabel verzinste Anleihen, deren Verzinsung sich am aktuellen Zinsniveau orientiert. Vierteljährlich bis jährlich wird das Zinsniveau angepasst. Geldmarktfloater orientieren sich am Geldmarktzinssatz, Kapitalmarktfloater haben als Referenz-Zinssatz die durchschnittliche Sekundärmarktrendite von Banken- oder Bundesanleihen.Floating Rate NotesEuroanleihen mit variablem Zinssatz und mittlerer Laufzeit. Maßstab der Verzinsung ist der LIBOR.FlopBegriff aus der Werbesprache. Der Ausdruck wird gebraucht, wenn ein bestimmtes Projekt scheitert.FlowÖkonomische Größe oder Menge, die auf einen bestimmten Zeitraum (z. B. Kalenderjahr) bezogen ist (z. B. Bevölkerungsveränderung, Neuverschuldung).Flow ChartFlussdiagramm. Grafische Darstellung von Abläufen (Prozessen).FluktuationWechseln des Arbeitsplatzes durch den Arbeitnehmer.FlussdiagrammAblaufplan eines Prozesses oder Projektes.Flyers1. Life-Style. Abk. für: Fun Loving Youths En Route To Success. Aufstiegsorientierte junge Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren, Schüler oder Studenten, die stark am Erlebniskonsum orientiert sind. Die Finanzierung des Konsums erfolgt einerseits durch die Eltern, andererseits durch Gelegenheitsjobs. 2. Werbung: Werbezettel, Flugblatt.Föderalistisches SystemStaatsrechtlicher Begriff. Bezeichnung für eine Staatsorganisation, bei der neben der zentralen Ebene (z. B. der Bundesebene) eine mittlere (z. B. die Bundesländer) und eine untere Ebene (Gemeinden) bestehen und diese jeweils mit bestimmten Hoheitsfunktionen ausgestattet sind. Ein F. läuft auf eine Dezentralisierung der staatlichen Macht und auf mehr Selbstverantwortung in der Aufgabenerfüllung hinaus.Folgekosten1. Kosten, die im Zuge des Vollzugs einer Rechtsvorschrift in der Verwaltung oder Gerichtsbarkeit anfallen (Vollzugskosten). Dazu kommen noch die Kosten für jene Leistungen, die vom Staat an die durch das Gesetz Begünstigten zu erbringen sind (Nominalkosten). 2. Kosten, die bei den betroffenen Haushalten und Unternehmen infolge von Arbeiten für den Fiskus anfallen. 3. Kosten, die im Zusammenhang mit öffentlichen Investitionen – vor allem bei Bauobjekten – mehr oder minder zwangsläufig anfallen und bei denen man zwischen Folgekosten und Folgelasten (Betriebskosten) unterscheidet.Follow-upWörtlich: Fortsetzung. 1. Nachfasswerbung: z. B. abgestimmte Inserate in einer Zeitung hintereinander, aber auch eine zweite Werbeaktion, die die Werbeappelle der ersten Aktion noch einmal in Erinnerung bringt. 2. Aktualisierung einer wissenschaftlichen Untersuchung.Fonds1. Für bestimmte staatliche Aufgaben zur Verfügung stehende Geldmittel (z. B. Wasserwirtschaftsfonds, Familienlastenausgleichsfonds etc.). 2. Zusammenfassung mehrerer Wertpapiere zu einem Investmentfonds. 3. Ein durch Anordnung eines Gründers nicht auf Dauer gewidmetes Vermögen mit Rechtspersönlichkeit, das der Erfüllung gemeinnütziger oder mildtätiger Zwecke dient. Unterschied zur Stiftung: Zeitliche Begrenzung und das gesamte Vermögen kann zur Erfüllung des Fondszweckes herangezogen werden.FondsmanagerProfessionelle Verwalter des Fondsvermögens. Sie treffen – entweder einzeln oder im Team – alle Anlageentscheidungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der fixierten Anlagerichtlinien für den Fonds. Die Fähigkeiten des Fondsmanagements, vorgegebene Ziele zu erreichen und auf Sondersituationen entsprechend zu reagieren, sind das wichtigste Qualitätskriterium eines Fonds.FondsvermögenDie Summe aller Vermögenswerte im Portefeuille eines Fonds.FoodSammelbegriff für Lebensmittel und Haustiernahrung.ForderungAufgrund einer Transaktion bestehender Rechtsanspruch.ForderungspapierBei einem F. überlässt der Gläubiger, also der Käufer eines Wertpapiers, dem Schuldner einen bestimmten Geldbetrag. Wirtschaftlich handelt es sich dabei um eine verbriefte Form des Kredits. Arten: Anleihen, Pfandbriefe, Kassenobligationen, Bundesschatzscheine.ForfaitierungAnkauf von später fällig werdenden Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen – meist Exportgeschäften – unter Ausschluss des Rückgriffs auf vorherige Forderungseigentümer.ForwardsMaßgeschneiderte Termingeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrages, d. h. die Abnahme und Lieferung der Ware oder des Wertpapiers, erst zu einem späteren Termin erfolgt, aber zu einem am Abschlusstag festgelegten Kurs.FraktaleSich selbst ähnliche Formen und Objekte.Fraktale GeometrieMathematische Disziplin, die mit Hilfe einfacher Regeln eine Darstellung komplexer Systeme ermöglicht. Die F. wird u. a. zur Beschreibung und Analyse von internationalen Finanzmärkten herangezogen.Äpfelmännchen.Fraktale UnternehmenUnternehmen, die nach dem Prinzip der Selbstorganisation arbeiten. Sie bestehen aus selbstständigen Unternehmenseinheiten, die sich selbst organisieren und zur Erreichung der Ziele des Unternehmens als Ganzes beitragen. Autopoiese.Framework BenchmarkingVergleich der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von ausgewählten Ländern.FramingBegriff aus der Psychotherapie und der systemischen Organisationsberatung. Umdeutung. Therapiemethode, die auf dem Prinzip paradoxer Lösungen beruht. Versuch, einer Person ein neues mentales Umfeld, einen „neuen Rahmen“, zu geben. Wird angewandt, wenn schwierige Beziehungsdynamiken vorliegen und der Therapeut merkt, dass ein aufdeckendes Feedback nichts bringt.FranchisingForm der Kooperation zwischen Unternehmen, bei der ein Franchisegeber einem rechtlich selbstständig bleibenden Fran- chisenehmer gegen Entgelt das Recht einräumt, bestimmte Waren und/oder Dienstleistungen unter Verwendung von Namen, Warenzeichen, Ausstattung oder sonstigen Schutzrechten anzubieten.Fraser InstituteKanadischer Thinktank mit Sitz in Vancouver, der sich vor allem dem Framework Benchmarking verschrieben hat. Von Michael Walker 1974 gegründet, ist das F. vor allem durch den jährlich veröffentlichten Freedom Index international bekannt geworden.FrauenrabattDie Lebenserwartung der Frau nimmt ab einem bestimmten Alter gegenüber der des Mannes zu, daher wird ab einem bestimmten Alter ein Rabatt gewährt.Free Cash FlowIst einer der zahlreichen Discounted-Cash-Flow-Methoden. Geht aus vom Cash Flow des laufenden Geschäftsjahres vor Ertragsteuern, berücksichtigt das a. o. Ergebnis, die Investitionen und Fremdkapitalzinsen sowie die Ertragsteuern. Die Abzinsung des F. erfolgt mit dem WACC-Zinsatz. Da eine fiktive Schuldenfreiheit des Unternehmens dabei unterstellt wird, sind die Barwerte des F. durch das Hinzuzählen der Fremdkapitalzinsen zunächst etwas höher, werden aber um die Bankverbindlichkeiten, abzüglich der liquiden Mittel zum Bewertungsstichtag, reduziert.Free on BoardIncoterms-Einpunktklausel. Bei dieser Klausel trägt der Verkäufer Kosten und Risiko des Transportes bis zum Abgangshafen (einschließlich aller Formalitäten) und auch die Kosten der Verladung auf das vom Käufer benannte Schiff. Der Käufer trägt alle weiteren Kosten und Risiken (Seetransport, Versicherung, Entladen).Free RiderPerson, die in den Genuss von privaten oder öffentlichen Leistungen kommt, ohne dafür selbst Kosten aufgewendet zu haben. Andere Bez.: Trittbrettfahrer.Free-Flow-SystemMöglichkeit der unbehinderten Zirkulation der Kunden in Supermärkten und Selbstbedienungsrestaurants.Free-Rider-HaltungWird eine bestimmte Zahlung von der individuellen Bedürfnisintensität abhängig gemacht, dann wird bei öffentlichen Gütern vielfach versucht, die eigentlichen „wahren“ Präferenzen zu verbergen, indem man seinen eigenen Bedarf bewusst geringer ansetzt. Andere Bez.: Trittbrettfahrer-Haltung.FreelancerFreiberufler.FreewareKostenlose Software, die beliebig weitergegeben werden darf. Das Urheberrecht verbleibt beim Autor. Der Autor übernimmt in der Regel weder Funktionsgarantie noch Haftung für die durch die Nutzung der Software entstehenden Schäden.FreigrenzenBis zur Höhe der F. bleibt ein bestimmtes Einkommen steuerfrei. Übersteigen die Einkünfte die F., wird der gesamte Betrag besteuert, also auch Einkünfte bis zur F.FreihandelszoneSichert die Freiheit vor Zöllen und mengenmäßigen Handelsbeschränkungen zwischen mehreren Staaten bei unterschiedlich hohen Zollmauern gegenüber Drittstaaten. In einer F. gibt es also keinen gemeinsamen Zolltarif der Mitglieder nach außen.Freihändiger RückkaufDer Tilgungsplan vieler Anleihen sieht vor, dass der Emittent auch durch Käufe über die Börse seinen Rückzahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Eine Verlosung erfolgt nur dann, wenn die erforderliche Tilgungsquote nicht durch Rückkäufe gedeckt werden konnte. Rücklösung über die Börse ist für die Anleiheschuldner nur bei einem für sie günstigen Kurs interessant. Diese Transaktionen bilden einerseits eine Art Kurspflege, andererseits werden dadurch die Tilgungschancen vernichtet.FreiheitAbwesenheit von Beschränkungen. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: 1. Freiheit von etwas (z. B. von bürokratischen, staatlichen Hemmnissen) und 2. Freiheit zu etwas (z. B. der Fähigkeit zur Entscheidung zwischen privaten und staatlichen Formen der Pensionsvorsorge).FreikursZwischen zwei Partnern ausgehandelter Kurs.FreiverkehrAußerbörslicher Handel in Wertpapieren. Handel in nicht zur amtlichen Notierung zugelassenen Wertpapieren.FremdkapitalVermögensteile eines Unternehmens, die nicht Eigentum des betreffenden Unternehmens sind. Das F. wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.FremdwährungsrisikoBewusstes oder unbewusstes Eingehen von Risiko, das durch Währungsschwankungen entstehen kann.Fringe BenefitsZusätzliche Leistungen des Arbeitgebers neben Lohn bzw. Gehalt, vor allem im Bereich des Top Managements, um die Motivation und Bindung zum Unternehmen zu vergrößern. Dazu gehören z. B. Dienstwohnungen, spezielle Pensionsvereinbarungen, Dienstautos, die auch privat genutzt werden können.FrühstückskartellGeheime Absprache zwischen Unternehmen über Preise, Mengen oder Absatzgebiete, die „beim Frühstück“, also mündlich, getroffen werden.Fundamentale AnalyseVersucht die Aktienkurse anhand der zeitlichen Entwicklung gesamtwirtschaftlicher Branchenkennzahlen und interner betriebsindividueller Größen zu prognostizieren.Fundierte AnleiheAnleihe von Kreditunternehmen, die durch einen Deckungsfonds abgesichert sind.FundraisingGeldbeschaffung. Suche nach privaten oder institutionellen Investoren, die bereit sind, Mittel für kulturelle, wissenschaftliche oder karitative Projekte zur Verfügung zu stellen.Fungible GüterGegenseitig ersetzbare, vertretbare Güter.FusionWirtschaftlicher und rechtlicher Zusammenschluss zweier bisher selbstständiger Unternehmen.FusionskontrolleKartellgesetzlich geregeltes Prüfungsverfahren bei Zusammenschlüssen von Unternehmen oberhalb gewisser Größenordnungen.FuturesStandardisierte an der Börse gehandelte Terminkontrakte, die die Verpflichtung enthalten, die im Kontrakt in Bezug auf Ausstattung genau festgelegten Objekte (Geld- oder Kapitalmarktpapiere, Indizes, Währungen) zu einem im voraus festgelegten Preis an einem späteren Liefertag zu kaufen oder zu verkaufen. Andere Bez.: Termingeschäft.Futures ExchangeTerminbörse. Der Futureshandel ist auf spezielle Börsen eingegrenzt. Die wichtigsten befinden sich in Chicago, New York, Singapur, Sidney, Montreal sowie in London und Paris.Futures-FondsInvestmentfonds, die nicht in Beteiligungspapiere (Aktien) oder in Rentenfonds investieren, sondern in Derivate, die an den Futures- und Optionenmärkten notieren. Wegen der Hebelwirkung dieser Instrumente sind solche Fonds erheblich riskanter als andere Wertpapierfonds.Fuzzy LogicMathematisches System, das neben den klassischen binären Aussagen der Binärlogik (wahr oder unwahr, falsch oder richtig, 1 oder 0) auch Näherungsaussagen (fast richtig, 0,2 etc.) ermöglicht. In der Praxis gibt es Situationen, in denen man gerade diese „unscharfe Logik“ braucht. F. verarbeitet in unpräziser Form vorliegendes menschliches Wissen („Faustregeln“) und verwendet sie zur Steuerung technischer Geräte und industrieller Prozesse. Bestimmte Produkte (Fernsehgeräte, Automobile, Waschmaschinen, Staubsauger usw.) verfügen über „Fuzzy Controller“.FWF (A)Abk. für: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Wien.![]() G2BAbk. für: Government to Business. Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Unternehmen.G2CAbk. für: Government to Citizen. Zusammenarbeit zwischen Vertretern von Regierungen und Bürgern.G2GAbk. für: Government to Government. Zusammenarbeit zwischen Regierungen.GAAPAbk. für: Generally Accepted Accounting Principles. US-Bilanzierungsgrundsätze auf Grundlage von Rechtsvorschriften, unverbindlichen Richtlinien und Usancen.Gamma-FaktorUmfang, in dem sich der Delta-Faktor bei Schwankungen des zugrunde liegenden Basiswertes verändert.Ganzheitliches DenkenFähigkeit von Menschen, einzelne Sachverhalte in einen größeren Zusammenhang zu stellen und auch über Fächergrenzen hinweg zu blicken.GAPAbk. für: Gemeinschaftliche Agrarpolitik.GASPAbk. für: Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Wurde im Maastricht-Vertrag vereinbart. Da sich auf diesem Gebiet die Kompetenzübertragung von den Einzelstaaten an die Gemeinschaft besonders schwierig gestaltet, wurde ein verbindlicher Informations- und Abstimmungsmodus zwischen den EU-Staaten im Rat beim Verhalten gegenüber Drittstaaten vereinbart. Der EU-Rat muss einstimmig einen klar definierten Bereich zum Gegenstand der „gemeinsamen Aktion“ machen. Die Zusammenarbeit erfolgt nicht im Rahmen der üblichen EU-Entscheidungswege, Kommission und Parlament haben nur Vorschlags- und Konsultationsrecht. Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik ist Sache der Regierungszusammenarbeit.GATSAbk. für: General Agreement for Trade in Services. Dienstleistungsabkommen im Rahmen der World Trade Organization.GAUAbk. für: Größte anzunehmende Unfallgefahr. Ursprünglich nur im Zusammenhang mit der Sicherheit von Atomkraftwerken verwendet, nunmehr immer häufiger auch generell im Kontext mit Technikversagen.GebührenForm öffentlicher Abgaben. Mit der Einhebung von G. ist eine bestimmte Gegenleistung der jeweiligen Gebietskörperschaft an den einzelnen Bürger verbunden (z. B. Ausstellung eines Passes).GeekComputer-Guru.GefangenendilemmaSpieltheorie. Zwei Gefangene überlegen, ob sie (im Hinblick auf ein mögliches Geständnis oder Teilgeständnis) kooperieren sollen. Auf wirtschaftspolitische Entscheidungen übertragen: Die Sozialpartner kennen die Einsparungsmöglichkeiten im Bereich ihrer Mitglieder zwar sehr genau, doch besteht ein „Spardilemma“: Keiner der Sozialpartner gibt freiwillig Vorteile auf bzw. ist bereit zu sparen, wenn keine Gewähr besteht, dass auch die andere Interessengruppe Vorteile „eingesteht“ bzw. zum Sparen bereit ist.GeldmarktMarkt für kurzfristige Finanzierungsmittel.GeldmarktfondsInvestmentfonds, die ausschließlich Geldmarkttitel, Bankguthaben oder Renten mit kurzen Restlaufzeiten bzw. flexibler Verzinsung im Portefeuille haben. Solche Fonds unterliegen nur geringen Kursschwankungen, liefern in der Regel eine geringere Rendite als Rentenfonds, sind meistens nicht durch Ausgabeaufschläge belastet und eignen sich daher vor allem für Anleger, die Summen für einige Zeit nur „zwischenparken“ wollen.GeldmarktpapiereWertpapiere mit kurzer Laufzeit, z. B. österreichische Bundesschatzscheine, Kassenobligationen etc.GeldmarktzinsZinssatz für am Geldmarkt aufgenommene Kredite.GeldstromrechnungStatistische Erfassung aller Zahlungs- und Kreditvorgänge in einer Volkswirtschaft. Ergänzung der die Güterströme erfassenden volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Eine der Schwierigkeiten bei der Erfassung der Geldströme ist die Zuordnung anonymer Einlagenbewegungen (und Wertpapierdispositionen) zum Haushalts- bzw. Unternehmenssektor.GeldvermögenForderungen minus Verbindlichkeiten einer Wirtschaftseinheit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das G. kann positiv, gleich null oder negativ sein, je nachdem, ob die Forderungen größer, gleich groß oder kleiner sind als die Verbindlichkeiten.Geldwert1. Innerer G.: Kaufkraft des Geldes innerhalb des Währungsgebiets, meist gemessen am Index der Lebenshaltungskosten. 2. Außenwert der Währung: Wechselkurs zu anderen Währungen. Andere Bez.: Parität. 3. Realer Außenwert der Währung: Hier werden auch die Preisunterschiede, gemessen am Index der Lebenshaltungskosten, berücksichtigt.Gender MainstreamingProgramme, die Frauen und Männern gleiche Bildungs- und Karrierechancen eröffnen sollen.GeneralunternehmerUnternehmen, das bei Großprojekten (z. B. Errichtung eines Krankenhauses) die Gesamtverantwortung für das Projekt übernimmt und sich diesen Aufwand und das Risiko auch abgelten lässt. Andere Bez.: Konsortialführer.GenerikaPharmawelt. Arzneimittel, die patentfreie Wirkstoffe enthalten. Nach Ablauf des Patentschutzes darf derselbe Wirkstoff, der in einem Originalpräparat enthalten ist, unter einem anderen Namen erzeugt und verkauft werden.Gentlemen’s AgreementÜbereinkunft betreffend die freiwillige Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehreren Partnern.GenussscheineMeist nennwertlose Wertpapiere, die ein „Genussrecht“ verbriefen. Das Genussrecht besteht in Ansprüchen auf den Reingewinn. Mischform von Eigen- und Fremdkapital. Nach den IFRS- Rechnungslegungsvorschriften werden G. als Fremdkapital behandelt.GeomarketingPlanung, Koordination und Kontrolle aller kundenorientierten Marketingaktivitäten mit Hilfe geografischer Informationssysteme (GIS). Neuere Form des Direct Marketings.GeschäftsberichtErläuterungen des Jahresabschlusses sowie Bericht über den Geschäftsverlauf und die Lage eines Unternehmens. Andere Bez.: Annual Report.GeschäftsmodellGeschäftsplan eines Unternehmens, in dem alle geplanten Projekte, Produkte und Dienstleistungen mit Chancen und Risiken aufgeführt sind. Das G. enthält auch einen Finanzplan für die nächsten Jahre. Andere Bez.: Business-Plan.GesetzesfolgenabschätzungAbgek.: GFA. Die rechtlichen Rahmenbedingungen bilden einen wichtigen Standortfaktor. Die G. ist ein effektives Instrument zur Verbesserung dieses Einflussfaktors.GewinnschwelleJener Punkt, bei dem erstmals der Umsatz einer Periode gerade die fixen und variablen Kosten deckt.GhostwriterPerson, die für andere Reden, Manuskripte und dgl. schreibt.GISAbk. für: Geografisches Informationssystem.GleitzeitForm der Arbeitszeitflexibilisierung. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit können in gewissen Grenzen frei gewählt werden.Global PlayerOrganisationen, die Investitionsentscheidungen aufgrund ihrer Größe weltweit ausrichten. Mit Hilfe eines globalen Informationsnetzwerkes koordinieren sie Beschaffung, Produktion und Verteilung der erzeugten Güter.Global SourcingBestimmte Produkte, z. B. Zulieferkomponenten, werden an jenen Standorten zugekauft, wo sie am günstigsten sind. Zu den Kriterien gehören der Preis, eine bestimmte Qualität, die Lieferfähigkeit und der Zeitpunkt, zu dem geliefert wird.GlobalbudgetGlobale Festlegung der Aufwendungen und Erträge für bestimmte Bereiche der öffentlichen Verwaltung. Dies ermöglicht den betroffenen Institutionen im Rahmen des Leistungsauftrags das „Wie“ der Mittelverwendung autonom zu gestalten. Damit kann die betreffende operative Einheit nach dem Prinzip der Selbstorganisation Umschichtungen zwischen den einzelnen Ausgabenarten vornehmen.GlobalisierungWirtschaften unter dem Gesichtspunkt, welcher Standort weltweit für ein Unternehmen am günstigsten ist.GOAbk. für: Governmental Organization.Going ConcernPrinzip bei der Bewertung eines Unternehmens, bei dem von einer Fortführung des Unternehmens ausgegangen wird, im Gegensatz zu einer Situation, in der ein Konkurs oder eine Liquidation des Unternehmens vorhersehbar ist.Going PublicWörtlich übersetzt: Der Gang an die Öffentlichkeit. Gemeint ist jene Phase im Rahmen der Venture-Capital-Finanzierung, in der ein Unternehmen sich über die Emission von Aktien an der Börse Finanzierungsmittel beschafft.Gold PlatingNeigung einiger EU-Mitgliedstaaten, Schwellen- und Richtwerte von EU-Richtlinien nachträglich noch zusätzlich anzuheben. Dies kann mit Nachteilen für den jeweiligen Wirtschaftsstandort verbunden sein.Golden ParachuteGewährleistung sehr lukrativer Abgangsentschädigungen für oberste Führungskräfte für den Fall, dass ihre Gesellschaft übernommen wird und sie infolgedessen freiwillig oder unfreiwillig ihre Position aufgeben. Andere Bez.: Golden Handshake.Goldene FinanzierungsregelFristenkongruenz zwischen Kapitalbeschaffung und Kapitalrückzahlung einerseits und Kapitalverwendung andererseits.Good GovernanceInstitutionenwelt. Neuer systemorientierter Ansatz des Staatshandelns, der vor allem von der Europäischen Kommission und der OECD propagiert wird. G. ist eine Weiterentwicklung von New Public Management. Ibrahim Prize for African Leadership.Goodwill1. Differenz zwischen Kaufpreis und dem Zeitwert der erworbenen Assets, der sog. Übergewinn. 2. Guter Ruf, das öffentliche Vertrauen, das eine Persönlichkeit oder ein Unternehmen genießt.GovernanceNeues Forschungsparadigma der Sozialwissenschaften. Mehrdimensionale Steuerung von komplexen Systemen. G. baut auf der Systemanalyse auf und ist handlungsorientiert konzipiert.Government BondVon einer staatlichen Institution emittierte Anleihe.GPSAbk. für: Global Positioning System. Ein Satellitennavigationssystem, mit dem Benutzer Standorte von Sachen und Personen mit hoher Genauigkeit bestimmen können.Grassroots-StrategieProblemlösung von „unten“ nach „oben“. Andere Bez.: Bottom-up-Ansatz.Graue Geld- und KapitalmärkteFinanzierung von Projekten ohne die Dazwischenschaltung von Banken.Graue LiteraturDer Öffentlichkeit nicht zugängliche interne Papers, Entwürfe, Unterlagen etc., die an Universitäten und Fachhochschulen zirkulieren und für die weitere Entwicklung einer Disziplin wichtig sind.Grauer Finanzausgleich (A)Änderungen in Gesetzen, die nicht im Finanzausgleich geregelt sind, aber die Position der einzelnen Gebietskörperschaften beeinflussen. Dies gilt etwa für Großinvestitionen und Betriebsansiedlungen, wo ein bestimmtes Aufteilungsverhältnis der öffentlichen Förderungen zwischen den Gebietskörperschaften festgelegt wird.GreeksWelt der Geldanlage. Sensitivitätsfaktoren. Werden mit griechischen Buchstaben bezeichnet. Kennzahlen, die zum Ausdruck bringen, wie genau der Optionspreis auf die Veränderung einer bestimmten Einflussgröße reagiert. Dazu gehören: Delta, Gamma, Theta.Green CardPermanente Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung für ein bestimmtes Land.Green PaperWelt der Institutionen. Grünbuch. Grundsätzliche Überlegungen einer EU-Institution oder Behörde zu einem bestimmten Thema (z. B. Beschäftigungsprogramm). Nach ausführlicher Diskussion wird die endgültige Fassung als White Paper veröffentlicht.GreenbackAndere Bezeichnung für US-Dollar.GrenzkostenrechnungKostenrechnungssystem, bei dem die Gesamtkosten in fixe Kosten und variable Kosten unterteilt werden und nur die variablen Kosten – als Deckungsbeitrag – auf die Kostenträger weiterverrechnet werden.GRIAbk. für: Global Reporting Initiative. Der GRI-Rahmen eignet sich insbesondere für KMUs. Die berichteten Inhalte betreffen u. a. Governance-Themen, CRS-Strategie, Mitgliedschaft in Organisationen und Verbänden, Ziele, Ressourcenverbrauch, Emissionen, Arbeitsstandards etc.GroupwareSoftware, die Teamarbeit und das Berichtswesen in einer Organisation unterstützt.Growth FundWachstumsfonds. Das Management dieser Fonds sucht nach Aktien, deren Wert in naher Zukunft beträchtlich zunehmen sollte. Solche Aktien sind in der Regel ziemlich volatil und zahlen kaum Dividenden.GrundbilanzTeilbilanz der Zahlungsbilanz. Zusammenfassung der Leistungsbilanz und der Bilanz des langfristigen Kapitalverkehrs.GrundbuchÖffentlich zugängliches Verzeichnis, in dem alle Grundstücke und die damit verbundenen Rechte und Belastungen (Hypotheken) eingetragen sind. Es wird beim Bezirksgericht für alle jene Grundstücke geführt, die im betreffenden Gerichtssprengel liegen. Davon ausgenommen sind jedoch Liegenschaften, die Gegenstand des Bergbuches, des Eisenbahnbuches oder der Landtafeln sind sowie der Großteil der öffentlichen Grundstücke (Straßengrund, öffentliche Gewässer).GrundkapitalNominelles Eigenkapital einer Aktiengesellschaft.![]() HackingUnberechtigter Zugriff auf elektronische oder sonstige Datenbestände anderer Personen bzw. Firmen mittels eines Computers.HaircutSo wird ein Kapitalschnitt genannt, bei dem die Gläubiger im Zuge einer Umschuldung auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen.Hand-outKurzfassung eines Vortrags mit der Gliederung und den wichtigsten Aussagen in Thesenform.HandelsbilanzTeilbilanz der Zahlungsbilanz, in welcher der gesamte außenwirtschaftliche Warenverkehr einer Volkswirtschaft innerhalb einer bestimmten Periode erfasst wird.HandelsbuchBankenwelt. Alle Positionen einer Bank aus dem Eigenhandel mit Finanzprodukten, die es zum Zweck des Wiederverkaufs hält oder die es übernommen hat, um bestehende oder erwartete Unterschiede zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen oder um Preis- und/oder Zinsschwankungen kurzfristig zu nutzen. Nicht zum H. zählende Positionen werden im Bankbuch geführt.HandelsspanneDifferenz zwischen dem Einkaufspreis und dem Verkaufspreis einer Ware.Hard CopyAusdruck eines Bildschirminhalts.Hard SellingVerkaufsstrategie, die dem Kunden soviel als möglich „andrehen“ will.Hard SkillsWörtlich: Harte Fähigkeiten. Fachliche Qualifikation, die sich in überprüfbaren Resultaten niederschlägt, im Gegensatz zu den Soft Skills.HardlinerManager/in, der/die eine gewisse Härte beim Umsetzen von Projekten hat.Harvard-StrategieVon Uri und Fisher entwickelte Methode rationaler Verhandlungsführung.HaushaltsplanVerbindlicher Finanzplan einer Gebietskörperschaft (Bund, Länder, Gemeinden), in der Regel für ein Jahr. Andere Bez.: Budget.HaussePeriode stark ansteigender Kurse über einen längeren Zeitraum (entweder allgemein oder für ein bestimmtes Wertpapier oder eine bestimmte Wertpapiergruppe). Gegensatz: Baisse.HeadhuntingBerufsmäßige Vermittlung von Führungskräften. Da die wörtliche Übersetzung „Kopfjäger“ negativ besetzt ist, spricht man in neuerer Zeit auch von „Executive Search“.Headquarters EconomyInternationale Konzerne schlagen dort ihr Hauptquartier auf, wo dies unter Berücksichtigung von steuerlichen und sonstigen Vorteilen am günstigsten ist.Health CareH. bezieht sich als Oberbegriff auf Dienstleistungen diverser Berufe in der Gesundheitsversorgung, also von Ärzten, Hebammen, Pflegepersonal, medizinisch technischen Diensten, Apothekern etc.Health Care Maintenance (USA)Begriff aus dem Gesundheitswesen. Eine regionale Health Care Maintenance-Organisation (HCMO) für Gesundheitsdienstleistungen bietet eine vertragsmäßig eingegrenzte Gesundheitsversorgung an.HearingAnhörung von Experten in einem politischen Gremium.HebelwirkungBei ertragreichen Investitionen die durch zinsgünstige Kreditfinanzierung entstehende positive Wirkung auf das Eigenkapital. Andere Bez.: Leverage-Effekt.Hedge-FondsSind eigentlich „Risk Funds“ oder „Trading Funds“. Geschlossene Fonds, die Short-Positionen auf Kredit aufbauen und sich dabei gegen Risiken absichern, indem sie eine Short-Position an eine gegenläufige Long-Position im gleichen Markt koppeln. Der Ertrag wird dabei vor allem durch die Qualität der gekauften Wertpapiere bestimmt. Da sich H. keinen Richtlinien unterwerfen, sind es zumeist riskante Finanzprodukte.HedgingVorgang, bei dem eine Risikoposition durch ein Gegengeschäft neutralisiert wird. Geschäfte zur Absicherung von Preis-, Zins- und Wechselkursrisiken im Devisen-, Edelmetall- und Wertpapierhandel.HelplineTelefonnummer, unter der man dringend benötigte Informationen erhält, aber auch Wünsche und Beschwerden deponieren kann. Andere Bez.: Hotline.Heuristisches PrinzipArbeitet mit vorläufigen Arbeitshypothesen, die nach und nach verbessert werden.Hidden AgendaWelt der Politik. Eine Art von „versteckter“ Tagesordnung. Der eigentliche Grund, warum etwas geschieht oder unterlassen wird.Hidden CurriculumVorstellung, dass es neben den formellen Inhalten auch einen „versteckten Studienplan“ gibt. Zu diesen könnten etwa folgende Schlüsselqualifikationen zählen: Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Motivation etc.HierarchieEine klar von oben nach unten gegliederte Organisationsstruktur.High PerformerEin besonders qualifizierter und leistungsstarker Manager. Andere Bez.: Geek oder Alpha-Tier.HighflyerAktien oder Unternehmensbeteiligungen mit einem extremen Wertanstieg bzw. überdurchschnittlichem Kurs-Gewinn-Verhältnis.Hire-and-fire-PrinzipRasche Anpassung des Beschäftigungsstandes an Auftrags- und Produktionsschwankungen.Historische VolatilitätSchwankungsbreite eines Basiswertes in der Vergangenheit.HochrechnungStatistischer Schluss von einem Teil (z. B. einer Stichprobe) auf die zugehörige Gesamtheit unter Berücksichtigung der statistisch bedingten Unsicherheit.HoldingGesellschaft, die selbst keine Güter und Dienstleistungen erstellt, aber als Dachgesellschaft mehrere Unternehmen verwaltet, an denen sie beteiligt ist. Andere Bez.: Mutter-, Dach- oder Beteiligungsgesellschaft.Home Country ApproachDer Versuch, für Expatriates passende Vergütungspakete zu schnüren, die auch steuerliche Belastungen berücksichtigen.HomebankingErledigung der Bankgeschäfte von zu Hause. Andere Bez.: Telebanking.HomepageStartseite im Internet mit speziellen Daten über eine Person oder Organisation.HomeshoppingDirektverkauf in Wohnungen. Bevorzugte Produkte: Haushaltsartikel, Reinigungsmittel, Schmuck, Körperpflege, Ernährung etc.Horizontale IntegrationWachstumsstrategie, bei der ein Unternehmen Wettbewerber der gleichen Wertschöpfungsstufe kauft (z. B. Einzelhändler kauft anderen Einzelhändler, Produktionsunternehmen kauft anderes Produktionsunternehmen).HostRechner, die ihre Ressourcen anderen Systemen zur Verfügung stellen.Hostile Take-overFeindliches Übernahmeoffert, bei dem ein Raider an die Aktionäre eines Unternehmens (Target) herantritt, ohne das Einverständnis des Managements dieses Unternehmens zu besitzen.Hot DeskingBüroorganisation, bei der die Mitarbeiter über keinen fixen Büroplatz mehr verfügen, sondern bei Ankunft im Büro aus dem Pool verfügbarer Plätze wählen können.HotlineTelefonnummer, unter der man dringend benötigte Informationen erhält, aber auch Wünsche deponieren kann. Andere Bez.: Helpline.HTMLAbk. für: Hypertext Markup Language. H. ist das Transportmedium des Internets. Einfachste maschinenlesbare Form von Informationsinhalten. Dokumentensprache zur Erstellung von Hypertext-Dokumenten imWWW. HTML ist der Stoff, aus dem der Browser Seiten aufbereitet.HTTPAbk. für: Hypertext Transfer Protocol. Standard zur Übertragung von HTML-Dokumenten im Internet.Hub1. Luftfahrt. Flughafen, der als Drehscheibe und Zubringer zu Großflughäfen (z. B. Frankfurt, Zürich, Amsterdam) mit Langstreckenverbindungen dient. Beispiele für typische Hubs in Europa: Stuttgart, Genf, Salzburg. 2. Computerwelt: Sternverteiler, Netzknoten. Gerät zum Zusammenschließen mehrerer Rechner oder Segmente eines Computernetzes.HuckepackverkehrTransport von beladenen Lastkraftwagen auf Spezialwaggons („Tiefladern“) durch die Bahn zur Entlastung der Straßen.Human GapWörtlich übersetzt: „Menschliche Lücke“. Die Diskrepanz zwischen der zunehmenden Komplexität und der Fähigkeit der Menschen, mit der wachsenden Komplexität fertig zu werden.Human RelationsMaßnahmen zur Entwicklung oder Förderung zwischenmenschlicher Beziehungen, mit dem Ziel der Schaffung besserer Arbeitsbedingungen.Human Resource ManagementPersonalplanung und Personaleinsatzsteuerung mit dem Ziel, die im Unternehmen verfügbaren Ressourcen bestmöglich einzusetzen.HumankapitalWert aller bei der Produktion einsetzbaren menschlichen Fähigkeiten und Erfahrungen einer Person oder einer Personengruppe. Das H. umfasst die angeborenen Fähigkeiten (Begabungen) und die erworbenen Fähigkeiten (z. B. durch eine Lehre oder ein Universitätsstudium). Andere Bez.: „Human Capital“.Hybride FinanzierungFinanzierung, die eine Kombination von Eigen- und Fremdkapital darstellt.HybridfahrzeugFahrzeug mit einem kombinierten Elektro-Treibstoff-Antrieb.HyperlearningNeue Form des Lernens. Verbindung von Wissen und Erfahrung auf der Basis technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen.HyperlinkBindeglied. Verknüpfung in Hypertext-Systemen.HypertextNeue Form der Integration von Wissensbeständen durch horizontale und vertikale Zugriffsmöglichkeiten. Digitales Dokument mit Querverweisen auf andere digitale Quellen.HypothekPfandrecht an einer Immobilie (Grundstück oder Gebäude). Das Pfandrecht kann in das Grundbuch eingetragen werden.HypothekenbankenBanken, die Grundstücke beleihen und aufgrund der erworbenen Hypotheken Pfandbriefe (Schuldverschreibungen) ausgeben.HypotheseVorläufige Annahme über einen bestimmten Sachverhalt, meist in Form einer Wenn-dann-Aussage ausgedrückt.![]() IAEAAbk. für: International Atomic Energy Agency. Internationale Organisation für technische und wissenschaftliche Kooperation im Nuklearbereich sowie Inspektorat für Anwendung und Einhaltung von Sicherheitsstandards in zivilen Nuklearanwendungen. Sitz: Wien.IASBAbk. für: International Accounting Standards Board. Private Organisation mit Sitz in London. Schuf 2002 das in Europa angewandte IFRS-Regelwerk für die Bilanzierung.Ibrahim Prize for African LeadershipDieser Preis für gute Regierungsarbeit („Good Governance“) in Afrika ist weltweit die höchstdotierte Auszeichnung.ICDAbk. für: International Classification of Disease. Internationale Klassifikation der Krankheitsarten und Diagnosen.ICE1. Welt der Informationstechnologien. Abk. für: International Electronic Commission. Weltweit führende Organisation für die Erarbeitung von Standards für alle elektronischen bzw. mit Elektronik zusammenhängenden Technologien. 2. Eisenbahnwelt: Abk. für: Inter City Express.IconComputerwelt. Kleines Bild oder Piktogramm.IDAAbk. für: International Development Association. Tochterorganisation der Weltbank.IdentifikationsnummerInstrument der Mehrwertsteuerverrechnung im EU-Binnenmarkt. Jeder Unternehmer erhält eine Mehrwertsteuer-I. und muss vierteljährlich seine innergemeinschaftlichen Umsätze erklären, die mittels eines EDV-Systems EU-weit abgeglichen werden.IEAAbk. für: International Energy Agency. Aufgabe: Verminderung des Energieverbrauchs sowie die Entwicklung neuer, alternativer Energiequellen. Sie erstellt Prognosen und Empfehlungen zu energierelevanten Themen.IFRSAbk. für: International Financial Reporting Standards. Regelwerk, das vom International Accounting Standards Board (IASB), einer privaten Organisation mit Sitz in London, entwickelt wurde. Die amerikanische Börsenaufsicht anerkennt IFRS-Abschlüsse nicht und verlangt von ausländischen Aktiengesellschaften Abschlüsse nach dem amerikanischen Standard US-GAAP.IHKAbk. für: Internationale Handelskammer. Aufgabe: Vereinheitlichung kommerzieller und technischer Usancen und Normen sowie Erleichterung des internationalen Wirtschaftsverkehrs. Sitz: Paris.IHSAbk. für: Institut für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung, Wien. Frühere Bezeichnung: Ford Institut.IKTAbk. für: Informations- und Kommunikationstechnik. Begriffliche und inhaltliche Erweiterung der IT.ILOAbk. für: International Labor Organization. Unterorganisation der Vereinten Nationen.IMDAbk. für: International Institute for Management Development, Lausanne. Veröffentlicht jährlich eine World Competitiveness Land-scape mit Ranking.ImmissionEinwirkungen auf den Menschen und seine Umwelt, die insbesondere durch Luftverunreinigungen, Lärm, Gerüche, Abgase und Abwässer hervorgerufen werden. I. sind Gegenstand zivil-, straf- und sonstiger öffentlich-rechtlicher Vorschriften (z. B. Festlegung von Grenzwerten, Bewilligungspflichten und Schadenersatzregelung).Immobilien-LeasingLeasing von Grundstücken und Gebäuden.ImmobilienfondsInvestmentfonds besonderer Art. Es gibt offene und geschlossene Fonds.Impact-StudienEine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Politik ist bestrebt, z. B. touristische Großereignisse (Weltmeisterschaften, Festspiele, Olympische Spiele etc.) so zu strukturieren, dass alle mit deren Abhaltung zusammenhängenden Auswirkungen bereits zum Zeitpunkt der Planung näherungsweise berechnet werden können. Impact-Studien nutzen drei Tools: Machbarkeitsstudien, Kosten-Nutzen-Analysen sowie Studien, in denen die Umwegrentabilität geschätzt wird.In the moneyDer Ausübungspreis der Option liegt unter dem gegenwärtigen Aktienkurs. Die Option hat folglich einen inneren Wert.Incentive-TourBelohnungsreise für Mitarbeiter, die besonders hohe Umsätze in einem Marktsegment erzielt haben.IncentivesAnreize, durch die ein bestimmtes Verhalten bewirkt werden soll.IncomingWörtlich: Etwas, das hereinkommt. 1. Tourismus: Touristen, die im Inland Urlaub machen. 2. Universitätswelt: Studenten, die an einer inländischen Universität studieren.IncotermsInternational Commercial Terms. Zusammenstellung internationaler Regeln für das Auslegen handelsüblicher Vertragsformen.IndexStatistische Kennzahl, mit der Veränderungen gegenüber einem früheren Zeitpunkt sichtbar gemacht werden können. Beispiele: Verbraucherpreisindex, Aktienindex, Freedom-Index.Index-SwapAndere Bezeichnung für einen Basisswap.IndexfondsOffene Investmentfonds, die börsennotiert sind und dort gehandelt werden. Sie sind mit einem Aktienkorb unterlegt, aus dem sie ihren Wert beziehen. Die Anzahl der ausgegebenen Fonds-Anteile erhöht sich – anders als bei geschlossenen Fonds – mit der Marktnachfrage. Mit Hilfe von I. können Anleger ihr Portfolio mit einer einzigen Transaktion diversifizieren und zielgerichtet in Indizes investieren, die eine große Bandbreite von Marktsegmenten abbilden. I. stellen eine echte Alternative zum Portfolio-Handel, zu Futures und anderen Derivaten dar. Andere Bez.: Exchange Traded Funds, ETFs.IndossantPerson, die eine Urkunde durch eine schriftliche Erklärung auf einen anderen Inhaber (den Indossatar) überträgt.IndustrieclearingAusschaltung von Banken als Zwischenglied zwischen Kapitalgebern und Investoren bei der Finanzierung von Investitionsprojekten. Andere Bez.: Graue Geld- und Kapitalmärkte, Desintermediatisierung.Industriewissenschaftliches InstitutAbgek.: IWIInflationGeldentwertung. Nachhaltiger Anstieg des allgemeinen Preisniveaus im Zeitablauf.InformationsasymmetrieInformationsungleichgewicht zwischen zwei Personen oder Personengruppen, z. B. Gläubigern und Schuldnern.InformationstechnologieAbgek.: IT. Sammelbegriff für alle Dienstleistungen, von der Datenverwaltung über Internettechnologien bis zur mobilen Kommunikation über Handys.Informeller SektorTeil des Arbeitmarktes, der durch Gelegenheitsarbeit, unsichere Arbeitsplätze und wenig zufriedenstellende Arbeitsbedingungen (niedrige Löhne, geringe soziale Sicherheit) gekennzeichnet ist. Andere Bez.: Prekariat, Schwarzarbeit, Pfusch.InfrastrukturÖffentliche Einrichtungen, die die Grundvoraussetzung für die Wirtschaft bilden, z. B. Energie, Verkehr, Bildungswesen.InhaberaktienAktien, die durch einfache Übergabe den Eigentümer wechseln, also ohne Eintragung im Aktienbuch.InhaberpapierWertpapier, bei dem der Berechtigte nicht namentlich genannt wird. Jeder Inhaber ist als Gläubiger legitimiert.Inhouse-SchulungSchulung und Weiterbildung im eigenen Unternehmen.Initial MarginEinschusszahlung bei Futures-Kontrakten, die der Käufer oder Verkäufer hinterlegen muss.Initial Public OfferingAbgek.: IPO. Börsengang. Erstmalige Emission von Aktien eines Unternehmens. Schritt zur Erweiterung der Kapitalbasis.Inkubatoren„Brutkästen“ für Unternehmensgründungen. Personen oder Organisationen, die Unternehmensgründer wirksam finanziell und/oder mit Wissen unterstützen, etwa durch Face-to-Face Coaching. Regional-Inkubatoren, Universitäts-Inkubatoren.InnovationWörtlich: Erneuerung. Einführung neuer Produkte, Verfahren oder Organisationsformen.InplacementWelt der Arbeit. Professionelle Beratung von Arbeitsuchenden. Qualifizierung schon gekündigter Mitarbeiter bei einem neuen Arbeitgeber. Integration in den regulären Arbeitsmarkt durch Umschulung und teilweisen Einsatz beim neuen, potenziellen Arbeitgeber (Alexander Norman).InputRessourcen (Informationen, Personal, Sachmittel, Finanzmittel etc.), die für die Erbringung einer Leistung benötigt werden.Inputorientierte Budgetierung„Old“ Public Management. Der Finanzmittelbedarf bzw. die Zuweisung von Budgetmitteln an eine Organisationseinheit orientiert sich am Budget (Input) des Vorjahres plus Steigerung minus Kürzungen. Die Kriterien Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit werden nicht berücksichtigt.InsMitgliedstaaten der EU, die voraussichtlich ihre Währung auf EURO umstellen werden.Insider1. Personen, die ein Spezialwissen auf einem bestimmten Fachgebiet erworben haben und über einen Informationsvorsprung gegenüber anderen verfügen. 2. Personen, die Insidergeschäfte tätigen.InsidergeschäfteKauf und Verkauf öffentlich gehandelter Wertpapiere unter (verbotener) Ausnutzung von Informationen, die nur einem kleinen Kreis von Personen bekannt sind.InsolvenzZahlungsunfähigkeit. Bedeutet, dass ein Schuldner (ein Unternehmen oder eine Privatperson) seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.InsourcingWiederaufnahme ausgegliederter Aktivitäten in ein Portfolio unter anderen Bedingungen. Das Gegenteil von Outsourcing.Institutionelle AnlegerGroßanleger (Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Fondsgesellschaften, Bausparkassen etc.), die infolge großer Anlagemengen einen wesentlichen Einfluss auf die Marktentwicklung haben. Andere Bez.: Kapitalanlagestellen.IntabulationsklauselAusdrückliche Erklärung des Eigentümers eines Grundstückes, dass er der Eintragung (Einverleibung, Verbücherung) eines Rechts zugunsten eines Dritten zustimmt. Es kann z. B. das Eigentumsrecht an einer Liegenschaft im Grundbuch nur eingetragen werden, wenn der Verkäufer entweder im Kaufvertrag oder in einer separaten Urkunde erklärt, dass er in die Einverleibung des Eigentumsrechts für den Käufer einwilligt.IntangiblesImmaterialgüter (Rechte Patente, Lizenzen, Marken, Goodwill, Kundenbeziehungen).Integration1. Abbau von Handelshemmnissen und sonstigen Schranken zwischen Regionen und Ländern. 2. Prozesse, in denen Denkstrukturen unterschiedlicher Wissenschaften zu einem Ganzen zusammengefasst werden.Integrierter SwapHier verpflichten sich die Partner, neben den jährlich auszugleichenden Zinsverbindlichkeiten auch die Kapitalbeträge zu Beginn des Finanzierungszeitraums zum dann gültigen Währungskurs zu tauschen und gleichzeitig per Termin zum gleichen Kurs zurückzutauschen.InterbankengeldSichteinlagen, die eine Bank bei anderen Banken unterhält. Andere Bez.: Nostroguthaben.InterbankenhandelHandel von Geld, Wertpapieren und Devisen zwischen Banken, bei dem Abschlüsse meist per Telefon erfolgen.InterbankenrateRefinanzierungsrate zwischen Banken, die unter anderem auch für die Konditionsgestaltung von Wertpapieren ausschlaggebend ist. Beispiele: FIBOR, LIBOR, VIBOR.InterdependenzGegenseitige Abhängigkeit von ökonomischen Größen bzw. Sachverhalten.InteressengruppenGruppen von Personen, die ein gemeinsames Interesse verbindet (z. B. Umweltorganisationen, Unternehmer etc.) und die bestrebt sind, diese Interessen in der Politik zu verankern. Andere Bez.: Pressure-groups, Lobby.Interest SwapZinsenswap.InterimsdividendeIm Laufe des Geschäftsjahres ausgeschüttete Dividende, die der später festzustellenden Schlussdividende vorangeht.IntermediäreInteressengruppen, die in den Aufbau von Europaregionen eingebunden sind. Es sind dies u. a.: Regionalentwicklungs- und Wirtschaftsagenturen, Verbände.International Organization for StandardizationAbgek.: ISO. Internationale Vereinigung von Normungsorganisationen.International Securities Market AssociationGrößte und bedeutendste Organisation im internationalen Wertpapierhandel. Abgek.: ISMA.Interner ZinsfußEffektive Verzinsung, die eine Investition erwirtschaftet.InternetInternationales Computernetzwerk, das keinen Eigentümer hat, also eigentlich ein öffentliches Gut darstellt.Internet-TelefonieGesprächsverbindungen via Internet.IntranetNicht öffentlich zugängliches, internes Computernetz einer Organisation. I. ist ein Inhouse-System.IntrapreneurshipAlle Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten innerhalb eines Unternehmens. Die Mitarbeiter handeln dabei so, als würde die Unternehmung ihnen gehören.InventionErfindung eines neuen Verfahrens oder Produktes.Inverse ZinsstrukturDie Renditen für kurzfristige Geldanlagen sind höher als für langfristige.InvestitionBezeichnung für die langfristige Anlage von Kapital zum Zweck einer Veränderung der Sachgüterbestände in Unternehmen. Umschichtung von liquiden zu weniger liquiden Vermögensgegenständen. Man unterscheidet zwischen Sachinvestitionen (z. B. Anschaffung von Grundstücken, Maschinen, Anlagen etc.) und Finanzinvestitionen (z. B. Anschaffung von Wertpapieren, Erwerb von Patenten etc.).InvestitionsmultiplikatorMisst die Auswirkung einer Veränderung zusätzlicher Investitionen auf das Sozialprodukt.InvestmentbankingBanken, die sich auf das internationale Wertpapiergeschäft sowie die Unternehmens-finanzierung, insbesondere mit Großkunden, spezialisiert haben.InvestmentfondsAus Wertpapieren bestehendes Sondervermögen, das nach dem Prinzip der Risiko-streuung zusammengesetzt ist. Es zerfällt in gleiche, in Wertpapiere verkörperte Anteile, steht im Miteigentum der Anteilsinhaber und wird von einer Kapitalanlagestelle verwaltet.InvestmentzertifikateVerbriefen die Ansprüche der Anteilinhaber gegenüber der Fondsgesellschaft. Andere Bez.: Fondsanteile.Investor RelationsStrategische Gestaltung der Kommunikation mit Finanzinvestoren.IPOAbk. für: Initial Public Offering.ISMAAbk. für: International Securities Market Association.ISOAbk. für: International Organization for Standardization, Sitz: Genf.ISO-NormenVon der ISO wurden mit Normen wie 9000, 9001, 9002, 9003, 9004 bestimmte Standards vorgegeben, deren Erfüllung die Voraussetzung für die Erlangung eines Zertifikats mit dem ISO-Zeichen ist.IssueAufgabe. Genau beschriebene zweckbezogene Pflichten und Befugnisse, die in definierten Handlungsfeldern einen Ressourceneinsatz erfordern.ITAbk. für: Informationstechnologie.ItemsInhalte einer Untersuchung oder eines Fragebogens.Ius cogensZwingendes Recht. Kann von den Vertragsparteien nicht abgeändert werden.Ius dispositivumNachgiebiges Recht. Gesetzliche Bestimmung, die durch Vereinbarung der Vertragsparteien abgeändert werden kann.IWIAbk. für: Industriewissenschaftliches Institut, Wien.![]() JAEAbk. für: Jahresarbeitseinheit. Von einem Vollzeitbeschäftigten während eines Jahres geleistete Arbeit.JavaPlattformunabhängige objektorientierte Programmiersprache.JingleKurze, einprägsame Melodie eines Werbespots.Job1. Arbeitswelt: Beruf, Arbeit, Anstellung. 2. Computerwelt: Bestimmte Problemstellung und ihre rechnerische Abwicklung mit Hilfe eines Computers.Job DescriptionArbeitsplatzbeschreibung.Job EnlargementAufgabenerweiterung durch das Aneinanderreihen gleichartiger oder ähnlich strukturierter Tätigkeiten.Job EnrichmentAufwertung eines Tätigkeitsfeldes durch Übertragung von dispositiven Aufgaben.Job RotationSchulungssystem, insbesondere für Führungskräfte, bei dem für eine bestimmte Dauer mehrere Funktionen oder Stellen durchlaufen werden müssen.Job SharingZwei oder mehrere Personen teilen sich auf freiwilliger Basis einen Arbeitsplatz.Joint VentureForm der Zusammenarbeit zwischen selbstständig bleibenden Unternehmen zur Abwicklung eines gemeinsamen Geschäftes oder eines einmaligen Projektes. Andere Bez.: Risikokapital. Wagniskapital.Jumbo-AnleihenAnleihen mit sehr großem Volumen.Junge AktienAktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben werden.Junk BondsHochriskante Anleihen mit hoher Verzinsung, meist von Schuldnern mit geringer Bonität.just in timeKomplexes logistisches System der Materialwirtschaft. Anlieferung von Vorleistungen zum Zeitpunkt der Verwendung im Produktionsprozess, um Lagerkosten zu vermeiden.![]() KAG1. Abk. für: Kapitalanlagegesellschaft. 2. Abk. für: Krankenanstaltengesetz (A).Kalkulatorische KostenKosten, die keine betrieblichen Aufwendungen darstellen und daher nicht in die Finanzbuchhaltung eines Unternehmens eingehen. Sie sind aber ebenfalls als Kostenfaktor zu behandeln.KannibalisierungSubstitutionsbeziehung zwischen eigenen Produkten (z. B. bei Autos, elektronischen Medien etc.). Dabei führt eine größere Nachfrage nach Produkt A zu einem Rückgang der Nachfrage bei Produkt B. Produkt A „frisst“ quasi Produkt B.KapitalanlagegesellschaftUnternehmen, das gegen Ausgabe von Investmentzertifikaten das Geld der Anleger nach dem Prinzip der Diversifikation in Wertpapieren veranlagt. Andere Bez.: KAG, Investmentgesellschaft.KapitalberichtigungAufstocken des Grundkapitals aus dem Gesellschaftsvermögen, d. h. aus eigenen Mitteln. Den bisherigen Aktionären werden, ohne dass diese eine Einzahlung leisten müssen, in einem bestimmten Verhältnis (bisheriges Grundkapital: Kapital durch Auflösen von Rücklagen) zusätzlich Aktien zugeteilt. Die aufgrund der K. den bisherigen Aktionären gewährten Rechte heißen Teilrechte, die Aktien nennt man Gratis- oder Bonusaktien.KapitalbilanzTeil der Zahlungsbilanz. In der K., die in eine Bilanz des kurzfristigen und in eine Bilanz des langfristigen Kapitalverkehrs unterteilt wird, werden alle innerhalb eines Jahres erfolgten Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen in- und ausländischen Wirtschaftssubjekten (inkl. der Geschäftsbanken) erfasst.KapitalmarktMarkt für Angebot und Nachfrage nach langfristigem Kapital.KapitalstockSumme aller an der Herstellung bestimmter Produkte beteiligten Produktionsmittel, wie z. B. Werkzeuge, Maschinen, Grundstücke, Gebäude.KapitalverkehrsbilanzAndere Bez.: Kapitalbilanz.KartellAbsprache von Personen und/oder Unternehmen mit dem Ziel, den Wettbewerb zu beschränken oder auszuschalten. Kartellabsprachen betreffen u. a. Preise („Preiskartell“), Verkaufsbedingungen („Konditionenkartell“), Liefergebiete („Gebietskartell“).KassakursPreis, der für per Kassa (sofort) gehandelte Wertpapiere bezahlt werden muss, im Gegensatz zum Terminkurs bei einem Termingeschäft (zu einem späteren Zeitpunkt).KassenobligationSpezielle Form einer Schuldverschreibung, die von Banken ausgegeben wird.KäufermarktVon einem K. spricht man, wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage und daher der Käufer die Bedingungen bestimmen kann, unter denen er zu kaufen bereit ist.KaufkraftGeldmittel, die den Haushalten in einer bestimmten Region aus primären und/oder sekundären Einkommen zur Verfügung stehen.KaufkraftparitätMaßstab, um ökonomische Größen verschiedener Währungsgebiete miteinander vergleichen zu könnenKaufpreisPreis, zu dem Vermögenswerte verkauft werden oder vom Käufer an den Verkäufer abgesetzt werden.KernkompetenzHandlungsfeld eines Unternehmens bzw. einer Organisation, in dem diese gegenüber anderen Organisationen deutliche wirtschaftliche, technische und/oder rechtliche Vorteile aufweist. USP.KernzeitJene Arbeitszeit, während der alle Arbeitnehmer im Falle von Gleitzeitvereinbarungen anwesend sein müssen.KESTAbk. für: Kapitalertragssteuer.Key Account ManagerManager, der sich um das Geschäft mit einem oder mehreren Großkunden kümmert, also um die Abnehmer, die den überwiegenden Teil des Umsatzes bringen. Der K. soll ein gewisses Gegengewicht zu der Nachfragemacht der Großkunden bilden und in Abteilungen verstreutes Wissen des Anbieters bündeln.KeywordsSchlüssel- oder Suchbegriffe für einen bestimmten Bereich oder Sachverhalt.KGVAbk. für: Kurs-Gewinn-Verhältnis. Die Relation gibt an, wie oft der Reingewinn pro Aktie im Aktienkurs enthalten ist.Kick-offErste Veranstaltung bei einem Seminar oder Kongress.KMUAbk. für: Kleine und mittlere Unternehmen.Knowledge ManagementWissensmanagement. Koordination von Informationsvorbereitung, Planung und Kontrolle bei zeitlich befristeten, schwierigen und neuartigen Aufgabenstellungen.Knowledge WorkerWissensarbeiter.KohärenzInhaltlicher Zusammenhang von Zielen, Verfahren und Verhaltensweisen in einer Organisation.KohäsionEU-Welt. Wirtschaftlicher, räumlicher und sozialer Zusammenhalt der Mitgliedstaaten.KohäsionsfondsAlle Maßnahmen, die den Zusammenhalt der EU-Mitgliedstaaten fördern. Deshalb sind Struktur- und Kohäsionsfonds eingerichtet worden, die das Wohlstandsgefälle zwischen den Nord- und den Südländern in der EU ausgleichen sollen.KollektivvertragVon Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen abgeschlossene Vereinbarung über Mindestlöhne, Arbeitsbedingungen, Sozialleistungen etc.KommunalanleiheVon speziellen Banken (z. B. Hypothekenbanken) ausgegebene Schuldverschreibung, deren Erlös überwiegend zur Gewährung von Krediten an Gebietskörperschaften (z. B. Gemeinden) dient. Andere Bez.: Kommunalbrief, Kommunalobligation, Kommunalschuldverschreibung.KompatibilitätVereinbarkeit von Modulen, insbesondere von Hard- und Software.KompetenzzentrenZeitlich befristete Forschungseinrichtungen, die vom Staat gefördert werden. Dienen der Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft.KomplexitätVielschichtigkeit und Vernetztheit eines Entscheidungsfeldes. K. wird üblicherweise durch die Zahl der Elemente, die Zahl der möglichen Beziehungen zwischen den Elementen und die Verschiedenartigkeit dieser Beziehungen bestimmt.Kondratjew-ZyklusDer russische Ökonom Nicolai Kondratjew hat aufgrund umfangreicher statistischer Analysen herausgefunden, dass es lange Wellen der Konjunktur gibt, die zwischen Expansion und Kontraktion eine Länge von ca. 50–60 Jahren aufweisen. Jeder einzelne Zyklus wird durch bestimmte wirtschaftlich-technische Innovationen und bestimmte Branchen geprägt, die von den jeweiligen Innovationen besonders profitieren. Folgt man der Argumentation Kondratjews, so befänden wir uns derzeit im 6. K. mit dem Fokus Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft.KonjunkturschwankungenWirtschaftliche Prozesse verlaufen nicht linear, sondern schwanken – aus verschiedenen Gründen – im Zeitablauf. Wie stark diese Schwankungen sind, kann an gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen (z. B. Produktion, Preise, Einkommen, Beschäftigung etc.) abgelesen werden.KonkursGerichtliches Verfahren, das bei Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson eingeleitet wird.KonsensuskonferenzKonferenzen, bei denen Ärzte darüber beraten, was zu einem bestimmten Zeitpunkt „state of the art“ in der Medizin ist.KonsortialbankenBanken, die an einem Konsortium zwecks Wertpapieremission teilnehmen.Konsultationsmechanismus (A)Vereinbarung im österreichischen Bundeshaushaltsgesetz, demzufolge die Länder und Gemeinden bei Gesetzesvorhaben des Bundes konsultiert und entstehende Kosten vergütet werden müssen.Konsum1. Güter und Dienstleistungen, die von den Konsumenten gekauft werden. 2. Verbrauch und/oder Nutzung von Gütern und Dienstleistungen durch Endverbraucher.KontakterPerson in einer Werbeagentur zur Kundenbetreuung.KontextInterpretationszusammenhang in einem Wissensgebiet. Viele ökonomische Begriffe (z. B. Kosten, Liquidität) erlangen erst durch den K. (z. B. Privat – Staat, national – international, Realwirtschaft – Finanzwirtschaft) ihre konkrete Bedeutung.Kontra-MarketingAktivitäten, die darauf abzielen, volkswirtschaftlich unerwünschte, schädliche Produkte oder Leistungen aus dem Markt zu nehmen.KontrahierungspolitikFestlegung von Preis und Konditionen im Rahmen des Marketing Mix.Kontrakt1. Vertrag, Geschäftsabschluss. 2. Standardisierte Mengen und Konditionen einer bestimmten Ware. 3. Leistungsvorgabe für operative Einheiten der Verwaltung im New Public Management.KontraktgrößeBörsenwelt. Anzahl der Basiswerte, die Gegenstand eines Optionskontraktes sind, z. B. 50 Aktien bei Aktienoptionen.KontraktlogistikBeinhaltet nicht nur den Transport, sondern auch die Lagerhaltung und in gewissen Fällen die Verpackung des Transportgutes.KontraktmarketingAbsatz von Produkten und Dienstleistungen auf Basis von Verträgen.KonvergenzAllmähliche inhaltliche Übereinstimmung bestimmter Merkmale.KonvergenzkriterienEintrittskriterien, die die Voraussetzung für die Teilnahme eines Landes an der Wirtschafts- und Währungsunion definieren. Andere Bez.: Maastricht-Kriterien.KonversionUmwandlung eines Schuldtitels, wobei entweder die Ausstattungsmerkmale (Zinssatz, Tilgung, Laufzeit) oder die Verschuldungsform geändert werden.KonzernZusammenfassung rechtlich selbstständiger Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung. Oft erfolgt diese Leitung über eine Holding.KonzessionsmodellVertrag zwischen privaten und öffentlichen Akteuren hinsichtlich Errichtung und Betrieb einer Infrastruktureinrichtung (z. B. Kraftwerk), die nach Ablauf der Vertrags-periode ins Eigentum der öffentlichen Hand übergeht. Andere Bez.: Betreibermodell.KooperationK. liegt vor, wenn Führungsformen, Machtbeziehungen und Arbeitssituationen widerspruchsfrei nach dem Prinzip des Miteinanders gestaltet sind und die Mitglieder der Organisation bestimmte Verhaltenserwartungen (Vertrauen, Akzeptanz, Offenheit) erfüllen und bestimmte Grundwerte (z. B. Zielerreichung, Leistung, soziale Beziehungen) teilen.KoopkurrenzAndere Bez.: Cooptition.KoordinationAbstimmung von Entscheidungen. K. ist z. B. erforderlich, wenn Entscheidungen dezentral auf der Angebots- und/oder der Nachfrageseite getroffen werden. Instrumente der Koordination sind Märkte, Demokratie, Bürokratie, Verbandsentscheidungen, Modell-simulationen etc.KörperschaftssteuerEinkommenssteuer von juristischen Personen, insbesondere von Kapitalgesellschaften.KorporatismusStaatliche Institutionen treffen gesellschafts- und wirtschaftspolitische Entscheidungen gemeinsam mit anderen Interessengruppen wie z. B. Sozialpartnern.KorrekturBörsenwelt. Kurzfristiger Fall von Aktienkursen auf realistische Werte nach ungewöhnlich hohen Kursbewegungen.KostenWerteinsatz zur Leistungserstellung.Kosten- und LeistungsrechnungTeilgebiet des internen Rechnungswesens, in dem Kosten und Leistungen erfasst, gespeichert und ausgewertet werden; meist gegliedert in Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Wichtigste Zwecke: unternehmerische Grundsatzentscheidungen, Preis- und Absatzpolitik, Produktionsprogrammpolitik, Beschaffungspolitik.Kosten-Nutzen-AnalyseAbgek.: KNA. Im Unterschied zur herkömmlichen Kosten-Leistungsrechnung ist die KNA nicht perioden-, sondern objekt- bzw. projektbezogen und versucht im Sinne einer erweiterten Erfolgsrechnung auch nichtmonetäre Komponenten zu berücksichtigen. Andere Bez.: Cost Benefit Analysis.KostenträgerBetriebliche Leistungseinheiten, denen die verursachten Kosten mit Hilfe der Kostenträgerrechnung zugerechnet werden.KostgeschäftBefristete Übernahme von Vermögensgegenständen (Anleihen, Aktien, Wechsel etc.) durch eine Bank („Pensionsnehmer“), wobei sich der Verkäufer („Pensionsgeber“) oder Dritte verpflichten, diese Gegenstände nach einer bestimmten Frist wieder zurückzukaufen. Andere Bez.: PensionsgeschäftKotierung1. Feststellung des amtlichen Börsenkurses. 2. Zulassung eines Wertpapiers zum Handel an der Börse. Andere Bez.: Kursnotierung, Notierung.KreditfazilitätMöglichkeit für Geschäftsbanken, eine bestimmte Kreditlinie beim Europäischen System der Zentralbanken bis zum nächsten Geschäftstag in Anspruch zu nehmen.KreditinstituteBankenwelt. Historischer Begriff. Erinnert an jene Zeiten, als sich Banken noch als Kreditwirtschaft definiert und die Realwirtschaft unterstützt haben.KriseK. gehört zu jenen Begriffen, die wie z. B. Liquidität, Wachstum etc. nur in einem bestimmten Kontext eine konkrete Bedeutung erlangen. Im historischen Kontext ist eine K. die stärkste Form von Abschwung in einem traditionellen Konjunkturzyklus. Diesem allgemeinen Wortgebrauch ist eine Begriffsdifferenzierung gewichen, die auf die jeweilige Branche abzielt, in der es zu einer Krise gekommen ist (z. B. Bankenkrise, Krise der Automobilwirtschaft).Kritische MasseMindestgröße eines Produktionsvolumens (erzeugte Stückzahl), einer Organisation, eines Konjunkturprogramms etc.Kritischer PfadAktivitäten im Rahmen eines Projektes, die den größten Zeitaufwand erfordern und damit die Gesamtdauer eines Projektes bestimmen.Kurs-Gewinn-VerhältnisKennziffer in der Aktienanalyse, die sich aus der Division von Kurs durch Gewinn je Aktie errechnet. Andere Bez.: P/E-Ratio(price-to-earnings ratio).KurssicherungAlle Maßnahmen, die Verluste aus einer unerwarteten Veränderung von Wechselkursen für Importeure und Exporteure vermeiden sollen.KurzläuferAnleihen mit kurzer (Rest-) Laufzeit.![]() L-RegelnWelt der Corporate Governance. Legal Requirement-Regeln. Diese geben zwingendes Recht (vor allem Aktien- und Kapitalmarktrecht) oder die herrschende Auslegung zu solchen gesetzlichen Regelungen wieder.Label1. Andere Bezeichnung für Marke, z. B. Designer-Label. 2. Markierung des Beginns eines Softwareprogramms. 3. Tonträgerunternehmen.LAFTAAbk. für: Latin American Free Trade Association.LagKurzform für Time Lag. Zeitliche Verzögerung. Wenn eine Größe hinter einer anderen Größe „nachhinkt“, z. B. nach einem wirtschaftlichen Abschwung erst Monate später Personal abgebaut wird.LANAbk. für: Local Area Network.LänderfondsAktienfonds, die ausschließlich in Titel eines bestimmten Landes investieren. Der Anleger muss in diesem Fall unter anderem ein spezifisches Währungsrisiko ins Kalkül ziehen.LänderrisikoRisiko einer Preisfluktuation eines ausländischen Wertpapiers aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Ereignisse im Ursprungsland.LangläuferAnleihen mit längerer Restlaufzeit. Ihre Kurse sind zinssensibler als jene von Kurzläufern.Last Trading DayLetzter Handelstag im Erfüllungsmonat eines Kontraktes.Last-Minute-AngebotBesonders günstiges Angebot für Reisende, die sich im letzten Augenblick für bestimmte Reiseziele („Destinationen“) entscheiden. Insbesondere im Flugtourismus übliche Form des Marketings.LastenheftProjektmanagement. Festlegung der Aufgaben im Rahmen eines Projektes aus der Perspektive des Auftraggebers.LaufzeitenfondsRentenfonds mit begrenzter Laufzeit. Sie verhalten sich haargenau wie Anleihen mit gleicher Laufzeit und können zwischen Ausgabe und Tilgung auf dem Sekundärmarkt zu Tageskursen gehandelt werden.LeadZeitlicher Vorsprung einer Größe vor einer anderen Größe.LeadershipWörtlich: Führerschaft. Fähigkeit, Unternehmen, Organisationen, politischen Parteien, Regierungen usw. strategische Ziele vorzugeben und dafür zu sorgen, dass diese Ziele auch umgesetzt werden.LeadmanagerBank, der anlässlich einer Emission von Wertpapieren als Vertreter der Konsortialbanken die Leitung einer solchen Emission obliegt. Andere Bez.: Federführende Bank.LeasingÜbertragung eines Nutzungsrechts an einem Wirtschaftsgut gegen Entgelt. Es werden zwei Arten von L. unterschieden: Operate Leasing und Finanzierungsleasing.LeerverkaufTermingeschäft, bei dem der Verkäufer Wertpapiere verkauft, die er noch gar nicht besitzt. Er hofft, sich bis zum Erfüllungstermin billiger als bei Vertragsabschluss mit den Wertpapieren eindecken zu können und somit die Differenz als Gewinn zu vereinnahmen.LeistungsbilanzTeil der Zahlungsbilanz. Zusammenfassung von Handelsbilanz, Dienstleistungs- und Übertragungsbilanz.LeistungstransaktionenTransaktionen von Gütern und Dienstleistungen, durch die das Geldvermögen der Höhe nach verändert wird.Leistungsvereinbarung (A)Universitätswelt. Öffentlich-rechtliche Verträge zwischen dem Wissenschaftsministerium und staatlichen oder privaten Universitäten. Sie enthalten Art, Qualität, Umfang und zeitliche Verfügbarkeit der zu erstellenden Leistungen und der Finanzmittel.LeitzinsenZinssätze, die vom EZB-Rat festgelegt werden und die den geldpolitischen Kurs der EZB widerspiegeln. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, den Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und den Zinssatz für die Einlagefazilität. Fazilitäten.LEOSAbk. für: Long Term Equity Options.Lernende OrganisationGanzheitlicher und systemischer Ansatz, der sich mit den Erfolgsfaktoren Information, Wissen und Lernen in Unternehmen/Organisationen befasst.LernumgebungRäumliche, zeitliche, personelle und instrumentelle Voraussetzungen einer konkreten Umgebung, in die ein konkreter Lernprozess eingebettet ist.Letter of IntentUnverbindliche Absichtserklärung eines Investors oder Sponsors, bei einem bestimmten Projekt mitzuwirken.Leverage-EffektDeutsch: Hebelwirkung. Unter L. versteht man die durch zinsgünstige Kreditfinanzierung entstehende positive Wirkung auf das Eigenkapital.Liability SwapGegenstück zu Asset Swaps auf der Passivseite der Bilanz. L. werden normalerweise vom Schuldner eingesetzt und sind in Zusammenhang mit Verbindlichkeiten zu sehen.LIBORAbk. für: London Interbank Offered Rate.LifestylekonzeptDem Konzept liegt die Überlegung zugrunde, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen auch durch ihren Lebensstil unterscheiden (z. B. Yuppies, Dinks, Flyers). Solche Gruppen repräsentieren Marktsegmente, die spezifisch bearbeitet werden können.LimiteVerfahren zur Risikoüberwachung in einem Interbank-Zahlungsverkehrssystem, bei dem die offenen Positionen, welche die Teilnehmer während eines Geschäftstages eingehen dürfen, betragsmäßig begrenzt werden. Limite können von den einzelnen Teilnehmern untereinander oder Trägern des Zahlungsverkehrssystems festgesetzt werden.Line ChartInstrument der technischen Aktienanalyse mit vertikalen und horizontalen Linien. Grafische Darstellung des Kursverlaufes auf Basis des Schlusskurses.LinkQuerverweis. Verknüpfung in einem Hypertext-System. Anklickbarer Verweis in einem digitalen Dokument.LiquiditätDer Begriff wird in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Er hängt vom jeweiligen Kontext ab und lässt sich daher nicht generell definieren.Lissabon-ProzessEU-Welt. Im Jahr 2000 einigten sich die EU-15 darauf, Europa bis 2010 zu einem wissensbasierten, dynamischen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum mit einem längerfristigen Wachstumspfad von 3% zu entwickeln, mit höherem Wachstum und mehr Arbeitsplätzen. Dass der L. gescheitert ist, hängt u. a. damit zusammen, dass man in Lissabon zwar gemeinsame Ziele formuliert, aber die zu treffenden Maßnahmen in der Zuständigkeit der Einzelstaaten belassen hat.Lissabon-VertragDer Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen den EU- Mitgliedsstaaten. Art. 125 des Vertrages verbietet die Übernahme der Schulden eines Mitgliedslandes durch die Euro-Partner in Form der No-Bail-Out-Klausel. Art. 122 sieht allerdings vor, dass im Falle von „außergewöhnlichen Ereignissen“ der Art. 125 nicht anzuwenden ist.LizenzBefugnis, ein gewerblich geschütztes Recht eines anderen gegen Bezahlung einer bestimmten Summe zu benutzen.Local Area NetworkAuf ein bestimmtes Gebäude oder Territorium begrenztes, lokales Computernetz. Abgek. LAN.LogistikBedarfsgerechte Bereitstellung von Gütern, Leistungen und/oder Informationen zur Be- und Weiterverarbeitung. Kriterien: Art der Güter, Menge der Güter, Raum, Zeit.LogoBild- oder Schriftmarke. Andere Bez.: Firmenlogo, Produktlogo.LohndriftAbweichung der Ist-Löhne von den kollektivvertraglich vereinbarten Soll-Löhnen.LombardkreditBankkredit, bei dessen Aufnahme Wertpapiere oder auch Waren zur Sicherstellung als Pfand hinterlegt werden.LombardsatzZinssatz, zu dem die jeweilige Zentralbank den Banken Liquidität gegen Pfand zur Verfügung stellt.Long HedgeKauf von Zinsfutures-Kontrakten zur Fixierung eines Zinssatzes für einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft.Long PositionPosition, die durch den Kauf eines Finanz-instruments entsteht.Long TailProdukte (z. B. Bücher), die sich zwar nicht so gut verkaufen wie Bestseller, dafür aber in Summe mehr Umsatz bringen.Low Cost CarrierBilligfluglinien.LTE-TechnikAbk. für: Long Term Evolution. Ermöglicht im Mobilfunk Geschwindigkeiten, die sechsmal schneller sind als ein DSL-Zugang.![]() M&AAbk. für: Mergers & Acquisitions.M2MAbk. für : Machine to Machine. Technische Kommunikation zwischen Maschinen.MaastrichtEU-Welt. Stadt in den Niederlanden, in der am 7.2.1992 der Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet wurde. Hier wurden die Beschlüsse der EU-Mitgliedsländer zur Vertiefung der EU, zur Einführung einer Wirtschafts- und Währungsunion sowie zur Erweiterung der EU gefasst.Maastricht-KriterienWirtschaftliche Voraussetzungen, die ein Land erfüllen muss, um an der Wirtschafts-, und Währungsunion teilnehmen zu können. Die Einhaltung der Kriterien wird von der Europäischen Kommission überwacht. Sie erstellt bei Bedarf einen Bericht, aufgrund dessen der Europäische Rat Maßnahmen beschließen kann. Es sind dies folgende Kriterien: 1. Preisniveaustabilität: Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 % über dem Durchschnitt der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen. 2. Staatsverschuldung: Die Gesamtverschuldung darf nicht mehr als 60 % des BIP betragen, die jährliche Nettoneuverschuldung darf 3 % des BIP nicht überschreiten. 3. Wechselkurs: Der Wechselkurs der Währung des Beitrittslandes muss in den letzten beiden Jahren vor dem Eintritt in die EWWU gegenüber den anderen EG-Währungen stabil geblieben sein. 4. Langfristige Zinsen: Der langfristige Nominalzins darf den Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder um nicht mehr als 2 % überschreiten.MachbarkeitsstudieGedankliches Experimentieren mit den Faktoren Ressourcen, Zeit und Raum, um die Durchführbarkeit eines Projektes vor Projektbeginn zu überprüfen. Andere Bez.: Feasibility-Studie.Macro HedgeAbsicherung eines Risikos, das nicht auf eine bestimmte Einzelposition bezogen ist.Magisches VieleckBildhafter Vergleich zur Beschreibung des Sachverhaltes, dass es in der praktischen Wirtschaftspolitik äußerst schwierig ist, mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen, da die einzelnen Ziele sich oft gegenseitig ausschließen.Mailbox1. Bezeichnung für ein Postfach bei einem Onlinedienst oder Provider. 2. Oftmals von Privatpersonen betriebener Rechner mit spezieller Software, zu dem man sich entweder gegen eine Gebühr oder kostenlos mittels eines Modems oder ISDN verbinden kann, um mit anderen Anwendern Nachrichten und Daten auszutauschen.MailingWerbesendung per Post.MainframeLeistungsfähiger Großrechner, der als Host dient.MainstreamHerrschende Meinung in einer Wissenschaft, die jedoch nicht von allen Vertretern des betreffenden Faches geteilt wird.Make-or-buy-StrategieEin Unternehmen prüft, ob bestimmte Komponenten, Produkte oder Dienstleistungen selbst hergestellt werden sollen oder ob ein Zukauf von außen erfolgen soll. Fällt die Entscheidung zugunsten der Ausgliederung, so kommt es zu einem Outsourcing.MakroökonomiePerspektive der M. ist die Gestaltung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Beeinflussung des Verhaltens von Unternehmen und Haushalten, um bestimmte makroökonomische Ziele zu erreichen.Managed Care Begriff aus dem Gesundheitswesen der USA. Umfassendes Versorgungskonzept zur Steuerung und Begrenzung von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen. Es gibt dabei unterschiedliche Ausprägungen. Einige Systeme sind äußerst restriktiv, andere wiederum sehr liberal.ManagementGestaltung, Lenkung und Entwicklung komplexer gesellschaftlicher Systeme zwecks Transformation von Ressourcen in Nutzen (Fredmund Malik). Transformation.Management-Buy-outAbk.: MBO. Übernahme einer Firma durch das bisherige Management. Die Finanzierung erfolgt meist mit Hilfe von Fremdkapital.ManpowerArbeitskräfte.MargeDifferenz zwischen An- und Verkaufs-kursen/-preisen, Soll- und Habenzinsen, Ober- und Untergrenzen etc.Margin CallAufforderung zur Abdeckung von Verlusten aus offenen Futures-Positionen.Marginaler SwapsatzSwapsatz, bei dem das gewünschte Zuteilungsvolumen mittels Tender erreicht wird.Marginaler ZinssatzZinssatz, bei dem das gewünschte Zuteilungsvolumen mittels Tender erreicht wird.Mark to MarketBankenwelt. Laut IFRS-Rechnungslegungsvorschriften müssen Banken bestimmte Vermögenswerte (z. B. Anleihen) in ihren Bilanzen zu den gerade aktuellen Marktkursen bewerten und nicht zu Anschaffungskosten.MarkeProdukt, das sich durch seinen Bekanntheitsgrad und seine Unverwechselbarkeit auszeichnet. Eine M. tritt in Form einer Bild-, Wort- oder Wort-Bild-Marke in Erscheinung. Andere Bez.: Warenzeichen, Brand, Label.MarkenerweiterungMarkentransfer. Übertragung einer bereits eingeführten Marke auf neue Produkte/Dienstleistungen. Vorteile: geringere Marketingkosten bei Produkteinführung, leichtere Positionierung anhand des bereits vorhandenen Markenimages.Market MakerBanken, die sich verpflichten, in bestimmten Aktien unter Bekanntgabe verbindlicher An- und Verkaufskurse jederzeit zu handeln.MarketingAlle Maßnahmen, die durchgeführt werden, um einem Produkt bessere Chancen auf dem Markt zu eröffnen, z. B. Produktgestaltung, Marktforschung, Werbung, Gestaltung der Absatzwege, Kundenbetreuung.Marketing MixKombination aller marketingpolitischen Instrumente, die dazu dienen, Märkte aktiv zu beeinflussen. Der Mix umfasst 1. Produktpolitik 2. Kontrahierungspolitik 3. Distributionspolitik 4. Kommunikationspolitik.MarktTauschbeziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern eines bestimmten Gutes oder einer Dienstleistung, wobei der Tausch zu einem bestimmten Preis abgewickelt wird.MarktanteilAnteil des Absatzvolumens eines Unternehmens am gesamten Marktvolumen in Prozent ausgedrückt.MarktkapitalisierungMarktwert eines Unternehmens, der sich ergibt, wenn man den jeweiligen Börsenkurs zugrunde legt. Den Marktwert erhält man, indem man die Anzahl der Aktien mit dem jeweiligen Kurswert multipliziert.MarktpotentialAufnahmefähigkeit eines Marktes.MasterplanGanzheitlich orientierte politische Strategie. Ein M. enthält alle mit Hilfe von Machbarkeitsstudien überprüften und politisch genehmigten regionalen oder überregionalen Großprojekte. Manche Projekte haben eine solche Größenordnung erreicht, dass eine besondere Koordination der wesentlichen Einflussfaktoren erforderlich ist, nämlich: Folgekosten, Folgelasten, Technologie, Finanzierbarkeit, Zeitpunkt der Umsetzung, Vernetzung und Synergieeffekte mit anderen Großprojekten etc. Dabei wird insbesondere der möglichen gegenseitigen Beeinträchtigung der einzelnen Projekte Beachtung geschenkt.MatchingGegenüberstellung sämtlicher Käufe und Verkäufe auf einem bestimmten Markt.MaterialityM. liegt vor, wenn sich Rechtsvorschriften maßgeblich im Recht eines anderen Staates niederschlagen.MatrixTabelle. Auch Organisationsform.Maximaler VerlustMaximaler Wertrückgang, den ein Fonds während eines bestimmten Zeitraums in den vergangenen drei Jahren erlitten hat. Ein hoher Wert korreliert in der Regel mit hoher Volatilität.MBOAbk. für: Management-Buy-out.McJobsMinderwertige, der Ausbildung nicht entsprechende Arbeitsplätze, z. B.: Absolventen einer Universität verdienen ihren Lebensunterhalt als Taxifahrer oder in der Gastronomie (in Teilzeit).Media-AnalyseAnalyse der Nutzung von Medien und deren Reichweite.MediationVerfahren zur Problemlösung bei Konflikten, bei dem die beteiligten Personen mit Hilfe eines neutralen Mittlers (Mediator) versuchen, durch Verhandlungsprozesse eine konsensuale Konfliktregelung zu erreichen.Mehrwert1. Betriebswirtschaft. Summe der Roherträge, verringert um die Vorleistungen, die zugekauft wurden. Dieser Wert wird bei der Produktion von Gütern in einem Unternehmen geschaffen und schlägt sich im Rechnungswesen quantitativ nieder. 2. Produkte, die – verglichen mit anderen Produkten – qualitative und/oder quantitative Vorteile aufweisen und deshalb gekauft werden. Produkte mit einem gewissen „Extra“.Merchandising1. Vermarktung von sportlichen und kulturellen Großereignissen (Events) auf T-Shirts, Kopfbedeckungen, Biergläsern etc. 2. Verkaufsförderung für Markenprodukte.MergerFusion von Unternehmen. Ein de facto übernommenes Unternehmen verliert seine Rechtspersönlichkeit und wird integriert.Mergers & AcquisitionsAbgek.: M&A. Vermittlung von Unternehmenszusammenschlüssen.Meritorische GüterGüter, bei denen die Nachfrage bei freier Preisbildung zu gering ausfallen würde, weil die Individuen ihren Nutzen nicht richtig einschätzen würden, z. B.: Hochschulbildung, Schluckimpfungen, Theaterbesuche.MezzaninkapitalMischung aus Eigen- und Fremdkapital.Micro FinanceVergabe von Kleinkrediten zu kommerziellen Bedingungen an Kleinunternehmer und Landwirte in Entwicklungsländern.Micro MarketingMarketing, das nicht anonyme Zielgruppen, sondern Individuen anpeilt (z. B. Gäste im Tourismus) und zu diesen eine stärkere Kundenbindung anstrebt.MikroanalyseGenaue Schilderung der Befindlichkeit von Einzelpersonen in einer bestimmten Umgebung, quasi „am Schauplatz“. Die M. bildet die Grundlage für eine Neukonzipierung der Sozialpolitik.Mind MappingMethode zur visuellen Darstellung eines komplexen Projektes. Dabei werden um ein Kernthema die jeweiligen Schlüsselbegriffe (Key Words) netzartig angeordnet und mehr oder weniger logisch untergliedert. Die Methode verknüpft bildhaftes Denken mit analytischem Denken und gelangt bei der Vorbereitung von Konferenzen, Präsentationen etc. zum Einsatz.MindestbietungssatzZählt zu den Leitzinsen der EZB. Niedrigster Zinssatz, zu dem Geschäftspartner bei Hauptrefinanzierungsgeschäften nach dem Zinstenderverfahren Gebote abgeben können.Mindestsicherung (A)Politisch garantiertes Grundeinkommen, das für die Bestreitung des Lebensunterhaltes ausreichen soll.MIPEXAbk. für: Migrant Integration Policy Index. Versucht anhand von 6 Kriterien (Arbeitsrecht, Familienzusammenführung, Aufenthaltsrecht, politische Teilhabe, Einbürgerung, Antidiskriminierung) zu beurteilen, wie günstig oder nachteilig die Politik eines Landes für Migranten aus Nicht-EU-Staaten ist.Mission StatementBeschreibung der langfristigen Ziele, der Aufgabe („Mission“) einer Person oder Organisation, gegenüber der Gesellschaft. Andere Bez.: Leistungsauftrag.MitnahmeeffekteErzielung eines Spekulationsgewinns. Inanspruchnahme von Subventionen bei öffentlich geförderten Projekten.MobbingHandlungen, durch die Arbeitskolleg/inn/en bei der Arbeit gestört werden. Bisweilen geht der ausgeübte Psychoterror so weit, dass sich Mitarbeiter veranlasst sehen, die Firma zu verlassen. Andere Bez.: Bullying.Modal SplitWelt des Verkehrs. Anteil der Beförderungsleistung einzelner Verkehrsmittel am gesamten Verkehrsaufkommen.ModulprinzipEin Projekt wird in Teilbereiche zerlegt. Dabei werden die Teilbereiche und die Schnittstellen zwischen diesen so definiert und abgegrenzt, dass zwischen ihnen Kompatibilität besteht.MOELAbk. für: Mittel- und Osteuropäische Länder.MonitoringWahrnehmung einer Überwachungs- oder Kontrollaufgabe, meist im Zusammenhang mit der Erbringung einer bestimmten Leistung.MonopolMarktform, bei der ein Unternehmen entweder auf der Angebots- oder auf der Nachfrageseite eine beherrschende Stellung innehat.Moral HazardMissbräuchliches Anspruchsverhalten von Personen bzw. Personengruppen. Beispiel 1: Versicherte versuchen gelegentlich, einen Teil der Versicherungsprämie durch Vortäuschung von Schäden wieder hereinzuholen. Beispiel 2: Eine zu hohe Steuerbelastung führt dazu, dass die Steuerpflichtigen versuchen Steuern zu hinterziehen.Moving AverageBörsenwelt. Über einen bestimmten Zeitraum hinweg wird in bestimmten Abständen ein feststehender Betrag für einen bestimmten Basiswert aufgewendet, dadurch wird bei steigenden Kursen weniger und bei tieferen Kursen mehr von einem Basiswert angeschafft.MultilateralismusSystem mehrseitiger, internationaler Handels- und Zahlungsabkommen.MultimediaVerknüpfung unterschiedlichster Medien wie Text, Bild, Ton oder Sprache im Bereich Medien und Internet.Multiple ChoicePrüfungsverfahren, bei der richtige und falsche Antworten zu einem bestimmten Thema vorgelegt werden und der Befragte die jeweils richtige Antwort ankreuzen muss.MultiplesFinanzkennzahlen, die für Unternehmensbewertungen herangezogen werden. Sie ermöglichen Wertvergleiche mit anderen Unternehmen. Meist werden dazu Umsatzzahlen, die nach Branchen differieren, für die schnelle Bewertung eines Unternehmens herangezogen.Multiplikator1. Kennzahl, die angibt, wie stark das Einkommen wächst, wenn bestimmte Größen (z. B. Investitionen, Staatsausgaben) um einen bestimmten Betrag erhöht werden. 2. Meinungsbildner.MultitaskingComputersprache. Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Programme bzw. Aufgaben gleichzeitig zu verarbeiten.Mündelsichere WertpapiereAlle Wertpapiere, die gesetzlich zur Anlage von Mündelgeldern für geeignet erklärt werden.Mystery ShopperPersonen, die – als „Kunden“ getarnt – die Konditionen der Konkurrenz (z. B. bei Banken) erkunden. Häufig auch im eigenen Unternehmen (z. B. bei Hotelketten) angewandt, um zu erkennen, ob und wo es Schwachstellen gibt.![]() NACEAllgemeine Systematik der Wirtschaftszweige in der EU.NachhaltigkeitDer Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft. In den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff fast ausschließlich im ökologischen Kontext verwendet, nun wird der Begriff immer häufiger in der Bedeutung von „dauerhafte Lösung“ verwendet. Kriterien der N.: 1. Wenn eine bestimmte Ressource nicht mehr verfügbar ist, muss ein System in der Lage sein, auf eine andere Ressource umzustellen. 2. Dasselbe gilt für den Umstieg von einer nicht mehr erlaubten Technologie auf eine andere. 3. Fähigkeit einer Organisation, mit offenen Zeithorizonten seine Funktionsfähigkeit zeitlich unbegrenzt aufrechtzuerhalten. 4. Fähigkeit von politischen Organisationen (Parteien, Regierung etc.), notwendige Reformen so zu gestalten, dass die politische Lösung eines Problems (z. B. Rentenreform) wirklich „nachhaltig“ ist und nicht in zwei Jahren eine „Reform der Reform“ folgen muss. Andere Bez.: Zukunftsfähigkeit, Viability, Sustainability.NAFTAAbk. für: North American Free Trade Agreement.Name DroppingVersuch, durch die beiläufige Erwähnung berühmter Namen Eindruck zu schinden.NamensaktienAktien, die im Aktienregister der Gesellschaft auf den Namen einer natürlichen oder juristischen Person eingetragen sind.NASDAQAbk. für: National Association of Securities Dealers Automated Quotations. Elektronisches Kursinformationssystem.Near BanksBankähnliche Einrichtungen.NearshoringForm der Auslagerung von Dienstleistungen, etwa im IT-Bereich, auf Partner im näheren Ausland. Offshoring. Outsourcing.Negative CampaigningWelt politischer Wahlkämpfe. Man versucht den politischen Gegner schlecht zu machen, etwa durch Recherchen, die das Privatleben betreffen.Negative EinkommensteuerKonzept, bei dem Sozialtransfers und Einkommensteuer durch einen einheitlichen Tarif miteinander verbunden sind. Bei Unterschreiten bestimmter Einkommensgrenzen tritt an die Stelle der Steuerzahlungsverpflichtung ein Anspruch auf staatliche Transferzahlungen.Negotiated Third Party AccessWörtlich übersetzt: Ausgehandelter Zugang Dritter. Freier Zugang zum Strommarkt gegen Zahlung einer Leitungsgebühr. Mit dem jeweiligen Netzbetreiber müssen die Bedingungen für den Stromtransport ausgehandelt werden.NennwertAndere Bez.: Nominalwert.NettodefizitÜberschuss der staatlichen Ausgaben über die Einnahmen des allgemeinen Haushaltes.NettoinlandsproduktBruttoinlandsprodukt minus Abschreibungen.NettowertschöpfungDie N. erhält man, wenn man die Abschreibungen von der Bruttowertschöpfung abzieht. Während die Bruttowertschöpfung meist zu Marktpreisen bewertet wird, wird die N. in der Regel zu Faktorkosten dargestellt.NetworkingStrategische Beziehungspflege innerhalb eines Netzwerkes.NetzwerkInformelle Gruppe gelegentlich zusammenarbeitender Personen und/oder Organisationen.Neue Corporate GovernanceHier stehen nicht die Interessen einzelner Gruppen (Shareholder, Stakeholder) im Vordergrund, sondern die Interessen des jeweiligen Unternehmens. Die Schlüsselfrage der Steuerung von Unternehmen ist nach Fredmund Malik, in wessen Interesse ein Unternehmen geführt werden soll. Im Fokus: „Best Interests of the Company“. Je besser die Governance in einem Unternehmen, desto nachhaltiger ist die Wettbewerbsfähigkeit des betreffenden Unternehmens auf nationalen und internationalen Märkten sowie die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung. Sie läuft immer stärker auf eine bessere strategische Koordination mehrdimensionaler Ziele (wie etwa Kundennutzen, Finanzen, Innovationskraft etc.) hinaus.New BusinessNeue Geschäftsfelder eines Unternehmens.New DealU.S. Regierungsprogramm Franklin D. Roosevelts zur Bekämpfung der Folgen der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren.New Public ManagementAbgek.: NPM. Konzept zur Neuorganisation der öffentlichen Verwaltung in Europa.Newly Industrialized CountryAbgek.: NIC. Schwellenland, Entwicklungsland, das an der Schwelle zum Industriestaat steht (z. B. Brasilien). Dank eines bereits modernen Maschinenparks, aber noch immer niedriger Löhne können N. industrielle Standardartikel besonders billig anbieten.NewplacementWelt der Arbeit. Professionelle Beratung von Arbeitsuchenden. Weiterentwicklung von Outplacement. Stellt nicht so sehr auf die Trennung vom bisherigen Arbeitgeber ab und setzt auch früher ein. Fokussiert Veränderungsmöglichkeiten im näheren und weiteren Umfeld des bisherigen Arbeitgebers und ermöglicht auch leichter eine spätere Rückkehr (Alexander Norman).NewsgroupSchwarze „Bretter“, Diskussionsforen im Internet, mit deren Hilfe Informationen ausgetauscht werden.NGOAbk. für: Non Governmental Organization. Nicht staatliche Organisation. Dazu zählen z. B. bedeutende Umweltschutzverbände.NICAbk. für: Newly Industrialized Country.Nikkei IndexIndex führender Aktien, die an der Tokioter Börse gehandelt werden.No-bail-out-KlauselUm die Mitgliedstaaten der EU zur Haushaltsdisziplin anzuhalten, hat man sich auf diese Klausel verständigt. Sie besagt: Kein Land soll sich darauf verlassen können, dass im Notfall andere Mitgliedstaaten oder die EZB zu Hilfe eilen.No-Name-ProdukteProdukte, die wie Markenartikel angeboten werden, aber keinen Markennamen haben. Andere Bez.: Weiße Artikel.Nobel-Erinnerungspreis für WirtschaftswissenschaftenVon der Schwedischen Reichsbank gestifteter Preis zur Erinnerung an Alfred Nobel. Wird seit 1970 verliehen.NobelpreisDer von Alfred Nobel gestiftete Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Medizin, Chemie, Literatur und den Einsatz für den Frieden wird alljährlich Anfang Dezember in Stockholm bzw. in Oslo (Friedensnobelpreis) verliehen.NominaleNennwert. Der auf einem Wertpapier, einer Banknote oder einer Münze aufgedruckte bzw. eingeprägte WertNominalverzinsungZinssatz, der sich auf den Nennbetrag der Verbindlichkeit (das „Nominale“) bezieht.NominalwertDer auf einer Wertpapierurkunde aufgedruckte Betrag des Wertpapiers, der bei Anleihen die Forderungssumme, bei Aktien den Anteil am nominellen Grundkapital der Gesellschaft darstellt. Andere Bez.: Nennwert, Nennbetrag.NominalzinssatzDer auf das Kapital bzw. auf den Nennwert bezogene Zinssatz.Nominelle GrößenVon Preissteigerungen noch nicht bereinigte Größen.Non AviationWelt der Luftfahrt. Einnahmen aus Geschäften, die mit dem Kerngeschäft „Luftfahrt“ nichts zu tun haben (z. B. Einkünfte aus Vermietung, Hotels, Finanzgeschäften etc.). Die alte Swissair war lange Jahre hindurch eine „fliegende Bank“und hat ihr Kerngeschäft sträflich vernachlässigt. Dies war einer der Gründe, weshalb sie letztendlich „abgestürzt“ ist.Non BanksNichtbanken.Non FoodAlle Waren außer Lebensmitteln und Tiernahrung (z. B. Katzen-, Hunde- und Vogelfutter).Non PaperInoffizielle Unterlage, die mehr oder minder vertraulich behandelt wird und nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte.Non PubsPersonen, die zwar über einen Festnetzanschluss verfügen, in den Telefonbüchern aber nicht eingetragen sind.Non-Profit-OrganisationAbgek.: NPO. Nicht exakt abgrenzbarer Sammelbegriff für öffentliche Verwaltungen, Wirtschaftsverbände und Betriebe, deren Tätigkeit – normalerweise – nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist.NostrifizierungUniversitätswelt. Anerkennung bzw. Anrechnung von Studien, die an anderen Universitäten absolviert wurden.Nostro-GuthabenGuthaben, das eine Bank bei einer anderen unterhält.NPMAbk. für: New Public Management.NPOAbk. für: Non-Profit-Organisation.Null-Kupon-AnleihenSchuldverschreibungen, bei denen im Gegensatz zu normalen fest verzinsten Papieren der Zins nicht ausgeschüttet wird, sondern Zinsen und Zinseszinsen thesauriert werden und erst bei Endfälligkeit zusammen mit dem ursprünglichen Kapital an den Anleger bezahlt werden. Andere Bez.: Zero Bonds.NullsummenspielBegriff aus der Spieltheorie zur Bezeichnung eines Sachverhaltes, bei dem sich die Gewinne und Verluste der beiden Partner gegenseitig aufheben. Die Differenz zwischen Gewinnen und Verlusten ist Null.NulltarifUnentgeltliche Beförderung von Personen im öffentlichen Personennahverkehr zur Entlastung der Ballungsgebiete vom Individualverkehr.NullwachstumSituation, in der das reale Bruttoinlandsprodukt nicht oder nur geringfügig wächst.Numerus claususWelt der Universitäten. Festlegung von Kriterien für die Zulassung von Studierenden in bestimmten Fächern und/oder in bestimmten Ländern.NUTSAbk. für: Nomenclature des unités territoriales statistiques. Systematik der statistischen Gebietseinheiten. Sie wird in Österreich wie folgt unterteilt: NUTS I (West-, Süd- und Ostösterreich), NUTS II (Bundesländer), NUTS III (Gruppen politischer Bezirke).NutzwertanalyseVerfahren zur Bewertung von mehrdimensionalen Entscheidungssituationen.NYSEAbk. für: New York Stock Exchange. New Yorker Aktienbörse.![]() ObjektförderungSubventionierung von Projekten unabhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen der geförderten Personengruppen.ObligationenWertpapiere, die dem Anleihegläubiger das Recht auf Rückzahlung und Verzinsung des Kapitals verbriefen. Nach dem Schuldner unterscheidet man öffentliche O. (Bund, Länder, Städte) und private O. (Banken, Industriebetriebe etc.).OEAbk. für: Organisationsentwicklung.OECDAbk. für: Organisation for Economic Co-operation and Development. Europäischer Thinktank. Zielsetzung: Schaffung einer länderübergreifenden kompatiblen Wirtschafts- und Sozialpolitik in den Mitgliedstaaten. Fungiert als Plattform für Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsländern und verfügt über eine umfangreiche wirtschaftsstatistische Datenbank.Offene FondsInvestmentfonds, von denen unbegrenzt Anteile ausgegeben, aber auch wieder von der Fondsgesellschaft zurückgenommen werden. Kauf- und Verkaufspreise leiten sich aus dem Fondsvermögen und nicht aus Angebot und Nachfrage ab.![]() Öffentliche GüterVom Konsum öffentlicher Güter kann niemand ausgeschlossen werden, d. h. es können keine Eigentumsrechte geltend gemacht werden.ÖffentlichkeitsarbeitKommunikation mit dem Umfeld eines Unternehmens. Andere Bez.: Public Relations, Public Affairs.![]() Offset-GeschäfteGegengeschäfte. Die Beurteilung des Nutzens erfolgt üblicherweise anhand von volkswirtschaftlichen Indikatoren (z. B. Wertschöpfung, Beschäftigung, Steuer- und Abgabenleistung, Exporte).OffshoreFinanzplätze „vor der Küste“, die ausländischen Kapitalanlegern besonders günstige, steuerliche Vorteile bieten (z. B. Liechtenstein, Bahamas, Bermudas, Inseln im Ärmelkanal).Offshore FundsInvestmentfonds, die ihren Sitz in Ländern ohne spezielle Investmentgesetzgebung gewählt haben, entweder aus steuerlichen Gründen oder um strenge Aufsichtsbestimmungen zu vermeiden.OffshoringForm der Auslagerung von Dienstleistungen, etwa im IT-Bereich, auf Partner in Übersee. Outsourcing.OligopolMarktform, bei der entweder wenige Verkäufer vielen Käufern (Angebotsoligopol) oder viele Verkäufer wenigen Käufern (Nachfrageoligopol) gegenüberstehen.OmbudsmannPerson in einer Organisation, die vermittelnd eingreift, strittige Sachverhalte objektiv prüft und unter Einbindung aller Beteiligten und Betroffenen tragbare Kompromisse erarbeitet.OnlineIn direkter Verbindung mit einem Unternehmen, Rechenzentrum, einer Zeitung etc.OnlineanbieterErmöglichen gegen Gebühr den Zugang zum Internet. Andere Bez.: Provider.OnlinebankingSämtliche Dienste, bei denen Bankgeschäfte per Telefon abgewickelt werden. Neben Homebanking und Internetbanking gehört auch das Telefonbanking dazu, bei dem ein Telefon mit Tonwahl für die Erledigung bestimmter Bankgeschäfte genügt.OnlinedienstOnline-Dienste (z. B. CompuServe, T-Online oder AOL) bieten eigenständige Netze mit eigenständiger Software, Foren und anderen Kommunikationsmöglichkeiten an. Alle Onlinedienste haben E-Mail Gateways und Übergänge zum Internet.OnlinedokumentationDokumentation, die über Netze (firmeninterne oder öffentliche Netze) verteilt und gewartet wird und die der User über Netzverbindung abrufen kann.OnlineshoppingEinkaufen via Internet, Telefon, Fax etc. Andere Bez.: Tele-Shopping.Open InterestSumme aller offenen Futures-Kontrakte, die gekauft und nicht ausgeglichen wurden.Open Source SoftwareAbgek.: OSS. Software, für die keine Lizenzgebühren zu bezahlen sind und die von Programmierern verändert werden können.OpinionleaderMeinungsführer.![]() Opt-in-KlauselEU-Welt. Dänemark und Großbritannien haben eine O., d. h. diese beiden Länder können selbst entscheiden, ob sie an der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) teilnehmen wollen. Als Voraussetzung müssen sie jedoch die Konvergenzkriterien erfüllen.Optionen1. Handlungsmöglichkeiten eines Entscheidungsträgers, welche die Voraussetzungen und Bedingungen der Entscheidungssituation berücksichtigen. Andere Bez.: Alternativen. 2. Vereinbarungen zwischen zwei Vertragspartnern, bei welcher der Käufer das Recht hat, ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Leistung zu einem vorher bestimmten Preis zu kaufen (Call-Option) bzw. zu verkaufen (Put-Option). Der Verkäufer hat die Verpflichtung, die Vereinbarung zu erfüllen, und trägt somit das Risiko, dass der Käufer sein Recht in Anspruch nimmt und die Option ausnützt. Dafür erhält er vom Käufer eine Prämie. Optionen können auf unterschiedliche Basiswerte lauten: Rohstoffe, Devisen, Aktien, Indizes, Anleihen, Futures etc.OptionsanleiheAnleihe, die neben dem Zinskupon noch einen Optionsschein enthält, der ein bestimmtes Recht verbrieft.OptionsscheinUrsprünglich Bestandteil einer Optionsanleihe. Wird heute als eigenes Wertpapier gehandelt. Sein Wert richtet sich nach dem Kurs des zugrunde liegenden Wertpapiers, wobei „Hebeleffekte“ zum Tragen kommen. Der O. berechtigt innerhalb einer Frist, eine bestimmte Anzahl von Aktien jenes Unternehmens zu einem bestimmten Basispreis zu erwerben, das den O. ausgegeben hat. Der O. ist im Unterschied zur Option ein Wertpapier.Optische PolitikWelt der Politik. Unkoordinierte regionale oder nationale Wirtschaftspolitik, die ohne strategische Planung, Governance und Masterpläne auskommt, bei der immer improvisiert und nur ad hoc, also von Fall zu Fall, gehandelt wird. O. ist stark geprägt von „Feuerwehraktionen“ und degeneriert zu „Schnellschüssen“ aus der Hüfte, zu kurzfristigen und kurzsichtigen Maßnahmen, wenn der „politische Hut“ brennt. Andere Bez.: Adhocracy.OrganigrammEine grafische Darstellung der Aufgabenverteilung in einer Organisation.OrganisationsentwicklungAbgek.: OE. Sammelbegriff für den koordinierten Einsatz sozialwissenschaftlicher Methoden mit dem Ziel, innerhalb einer Organisation notwendig gewordene Struktur- und Verhaltensänderung zu erkennen und auf der Grundlage eines gemeinsamen Lernprozesses zu verwirklichen.OrganisationskulturGesamtheit aller Werte, Annahmen, Standards, Erfahrungen, Normen und Regeln, die die Wahrnehmung sowie das Verhalten von Mitgliedern einer Organisation prägen. Sie manifestiert sich in Handlungen und Verhaltensweisen, Produkten, Gebräuchen und Statussymbolen.Organizational MaintenanceDeutsch: Organisationales Lernen. Die zeitgerechte schrittweise Erneuerung bestimmter Strukturen in einer Organisation. Wirkt der Erstarrung der Strukturen entgegen.OTCAbk. für: Over the Counter.![]() Out of the MoneyDer Ausübungspreis einer Kaufoption liegt höher als der gegenwärtige Aktienkurs. Die Option hat folglich keinen inneren Wert.Out of TownGebiet im Umfeld eines Ballungsraumes.OutcomeO. ist, was bei einem Sach- oder Dienstleistung qualitativ ”herauskommt”, z. B.: Die Zahl der jährlichen Absolventen einer Universität ist der Output, die Qualifikation der Absolventen in einer bestimmten Studienrichtung ist der O.Outdoor-SchulungSchulung und Weiterbildung außerhalb des eigenen UnternehmensOutgoingWörtlich: Etwas, das hinausgeht. 1. Tourismus: Touristen, die im Ausland Urlaub machen. 2. Universitätswelt: Studenten, die an einer ausländischen Universität studieren.OutingSich zu etwas bekennen.OutperformanceWelt der Spekulation. Über gewissen Benchmarks liegende Wertentwicklung von Wertpapieren, Fonds, Währungen etc.OutperformerWelt des Managements. Überflieger. Person, die auf einem bestimmten Gebiet Leistungen erbringt, die über dem Durchschnitt liegen.OutplacementWelt der Arbeit. Professionelle externe Beratung von Arbeitsuchenden nach Kündigung oder einvernehmlicher Lösung des Arbeitsverhältnisses. Ziel und wesentlicher Bestandteil der Beratung ist die berufliche Neuorientierung auf Grund von Potenzialanalysen und intensiver Marktrecherchen (Alexander Norman).OutputWörtlich: Ausstoß. 1. Generell: Quantitatives Ergebnis eines Produktionsprozesses. 2. New Public Management: Leistungen einer Organisationseinheit, die an den Bürger (externer Output) oder an andere Verantwortungsbereiche (interner Output) abgegeben werden.Outputorientierte BudgetierungWelt des New Public Management. Der Finanzmittelbedarf bzw. die Zuweisung von Finanzmitteln an eine Organisationseinheit orientiert sich an den für die Leistungserstellung notwendigen Ressourcen. Effektivität und Effizienz werden berücksichtigt und gefördert.OutputsteuerungDer Finanzmittelbedarf bzw. die Zuweisung von Finanzmitteln an eine Organisationseinheit orientiert sich an den für die Leistungserstellung notwendigen Ressourcen.Outright-GeschäftDevisentermingeschäft, bei dem der Kurs sofort vereinbart wird, die Lieferung jedoch erst in der Zukunft erfolgt.OutsMitgliedstaaten der EU, die ihre nationale Währung zunächst nicht aufgeben.OutsourcingKunstwort, das aus der Verkürzung der Redewendung „outside resource using“ entstanden ist. Es geht um die Nutzung externer Ressourcen. Ausgliederung bestimmter, bisher innerbetrieblich erfüllter Aufgaben an ein anderes Unternehmen, z. B. IT-Dienstleistungen. Die Eigenerstellung von Gütern und Dienstleistungen wird durch Fremdbezug ersetzt. Andere Bez.: Auslagerung, Ausgliederung.Over the CounterAbk.: OTC 1. Börsenwelt. Amerikanische Bezeichnung für den außerbörslichen Handel mit Wertpapieren „über den Ladentisch“ bzw. am Bankschalter. Der O. umfasst auch den über den Telefonverkehr laufenden Handel mit O.-Titeln. 2. Gesundheitswesen. Medikamente, die an keine ärztlichen Auflagen gebunden sind und frei im Zuge der Selbstmedikation verkauft werden können.Overhead CostGelegentlich abgekürzt zu: Overheads. Kosten, die nicht einer bestimmten Leistung zugerechnet werden können, z. B. Zinsen, Abschreibungen, Verwaltungskosten. Sie können mit Hilfe von Verteilungsschlüsseln auf die Kostenträger umgelegt werden.Overnight MoneyGeldaufnahme oder -abgabe für einen Tag (von heute auf nächsten Werktag).![]() P/E RatioAbk.: für: price-to-earnings ratio Kurs-Gewinn-Verhältnis von Aktien.P2PAbk. für: Peer to Peer. Zusammenarbeit zwischen Personen, die nicht durch Hierarchien behindert wird.PackageTourismuswelt. Ein aus mehreren Elementen (Reise, Unterkunft, Verpflegung etc.) bestehendes Pauschalangebot im Tourismus. Andere Bez.: All Inclusive.Page ImpressionsAnzahl der Zugriffe auf eine Website, unabhängig von der Menge der darin eingebundenen Elemente.PakethandelAktienhandel mit größeren Posten außerhalb der Börsensitzungen, meist nicht zum aktuellen Börsenkurs.PanelWelt der Meinungsumfragen. Bestimmte Personen, Gruppen, Organisationen werden in regelmäßigen Abständen befragt.PaperManuskript oder Konzept für einen Vortrag. Gedankenskizze zu einem bestimmten Thema.ParadigmaVorherrschende Grundanschauung in einer wissenschaftlichen Disziplin. Es handelt sich um ein System von Annahmen und Ideen, das die Handlungen der in diesem System tätigen Personen weitgehend beeinflusst, ohne dass dies den Personen immer zu Bewusstsein kommt. P. ist quasi ein „Filter“, durch den man einen bestimmten Ausschnitt der Welt betrachtet.ParadigmenwechselVon einem P. spricht man, wenn sich das steuernde Bezugssystem in einer Wissenschaft grundlegend geändert hat.Paradoxe InterventionBegriff aus der Psychotherapie und der systemischen Organisationsberatung. Therapiemethode, bei der man versucht, Widerstände gegen Veränderungen und Reformen zunächst durch die paradoxe Botschaft „Bitte nicht verändern!“ aufzulösen.ParafiskenEinrichtungen, die nicht eindeutig dem privaten oder öffentlichen Sektor zugeordnet werden können. Andere Bez.: Halbstaatliche Institutionen.ParahotellerieTourismuswelt. Sammelbezeichnung für Zweitwohnungen, Campingplätze und sonstige Unterkünfte, die zur Hotellerie in einem Konkurrenzverhältnis stehen.ParallelwirtschaftWertschöpfung, die aus erhebungstechnischen Gründen oder wegen Verheimlichung (z. B. Schwarzarbeit) in der VGR nicht erfasst werden kann. Andere Bez.: Schattenwirtschaft.Parameter1. Instrument, das jemand einsetzt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Haben auch andere Wirtschaftssubjekte die Möglichkeit, auf die Erreichung dieser Ziele Einfluss zu nehmen, so werden aus Aktionsparametern Erwartungsparameter. Steuersätze sind für den Staat Aktionsparameter, das Steueraufkommen hingegen ist für ihn ein Erwartungsparameter, weil die Steuerzahler ja der Besteuerung auch ausweichen können. 2. Zahlenwerte, mit denen wirtschaftliche Sachverhalte beschrieben werden können.Pari-SwapWährungsswap ohne Währungsrisiko.Pariser ClubInternationales Verhandlungsforum für die Umschuldung von Ländern. Die Verhandlungen finden zwischen Delegierten der verschiedenen Gläubiger- und Schuldnerländer statt.ParitätDas in einem Währungssystem festgelegte Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen.park and rideTransportkette von privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln.PartizipationsscheineBeteiligung an einem Unternehmen oder Fonds. Inhaber von P. sind nicht Aktionäre und können auf den Hauptversammlungen kein Stimmrecht ausüben. Sie können nur ein Recht auf einen Teil der erzielten Gewinne geltend machen. Genussscheine.PartnerschaftenStrategische Allianzen, die zwischen Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen, Vereinen, Interessenvertretungen, Körperschaften öffentlichen Rechts und Bundesländern oder Gemeinden abgeschlossen werden.PassivaEigenkapital und Schulden eines Unternehmens. Auf der rechten Seite der Bilanz ausgewiesen.PassivgeschäfteGeschäfte, bei denen die Bank Gelder entgegennimmt und damit Verbindlichkeiten eingeht, z. B. Spareinlagen, Ausgabe von Kassenobligationen, Kreditoren auf Sicht und Zeit. Gegensatz: Aktivgeschäfte.Passivseitige KreditkontrolleIm Gegensatz zur aktivseitigen Kreditkontrolle die Beschränkung des zulässigen Kreditvolumens mit einem bestimmten Prozentsatz der Passiva wie Einlagen und Eigenmittel.PassivtauschUmschichtung innerhalb der Passiven bei unveränderter Bilanzsumme, d. h. ein passives Bestandskonto wird belastet, ein anderes passives Bestandskonto wird entlasted.PasswordKennwort. Ein Mechanismus zur Überprüfung der persönlichen Identität eines Benutzers, um festzustellen, ob er berechtigt ist, ein System oder einen bestimmten Systemteil (z. B. eine Software) zu benutzen. Andere Bez.: Pincode.PatentStaatliche Urkunde, mit der das Recht zur alleinigen Nutzung einer Erfindung verbunden ist.PatternHandlungsmuster, Strategie.Pay-as-you-earn-PrinzipEntrichtung der Steuer, sobald Einkünfte erzielt werden. Andere Bezeichnung: Quellenbesteuerung.Pay-as-you-use-PrinzipNach diesem Prinzip sollen Aufwendungen für staatliche Leistungen, die über mehrere Generationen nutzbar sind, über Kredite finanziert und im Zuge der Rückzahlungen auf die Generationen verteilt werdenPay-back PeriodAmortisationsdauer.Peering Point (A)Gesundheitswesen. Zentraler Datenknoten, über den alle sensiblen Gesundheitsdaten von Patienten transportiert werden: Befunde, elektronische Rezepte, Unterlagen zur Gesundenuntersuchung ebenso wie E-Mails der Ärzte.Peers(Externe) Experten, die bestimmte Systeme und Prozesse auf ihre Leistungsfähigkeit hin untersuchen (Peer Review).PensionsgeschäftBefristete Übernahme von Vermögensgegenständen (Anleihen, Aktien, Wechsel etc.) durch eine Bank („Pensionsnehmer“), wobei sich der Verkäufer („Pensionsgeber“) oder Dritte verpflichten, diese Gegenstände nach einer bestimmten Frist wieder zurückzukaufen (echte P.). Bei unechten P. ist die Bank zu einer Rückgabe nicht verpflichtet. Andere Bez.: Kostgeschäft.PensionssystemSystem der finanziellen Absicherung im Alter.PerformanceErgebnis, Art und Weise, wie eine Aufgabe erfüllt wurde. 1. Qualität bzw. Leistungsniveau eines Systems. Die P. liefert Informationen darüber, wie dieses System (Personengruppe, Organisation, Institution, Wirtschaftspolitik eines Landes etc.) funktioniert. 2. Maßstab für die Wertentwicklung eines Wertpapiers. 3. Leistungsniveau einer Person, z. B. eines Sportlers bei Olympischen Spielen.PerformingWichtige Phase im Prozess der Teamentwicklung.PerpetualEwige Anleihen. Emissionen, bei denen kein Fälligkeitsdatum fixiert ist, der Investor aber die Möglichkeit hat, zu bestimmten Terminen in kurzfristige Papiere umzusteigen. Bei Fälligkeit der kurzfristigen Titel hat der Anleger die Option, wieder in die langfristige Anleihe zurückzutauschen.PersonalleasingGewerbliche Überlassung von Arbeitskräften. Dreiseitiges Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer, Verleih- und Entleihfirma. Instrument des flexiblen Arbeitseinsatzes für Entleihfirma. Besonders häufig im Tourismus. Andere Bez.: Leiharbeit, Zeitarbeit.PfandbriefeFestverzinsliche Wertpapiere, die Forderungsrechte gegenüber Banken, die mit dem Pfandbriefprivileg ausgestattet sind, z. B. Hypothekenbanken, verbriefen. Sie werden aus Gründen der Refinanzierung ausgegeben.PfandbriefprivilegBerechtigung, Pfand- und Kommunalbriefe zu begeben.PflichtenheftProjektmanagement. Beschreibt aus der Sicht des Auftragnehmers die Pflichten des Auftraggebers.PGPAbk. für: Pretty Good Privacy. Verschlüsselungsprogramm zum Schutz von persönlichen Daten.Piecemeal EngineeringReformen der kleinen Schritte. Allmähliche Weiterentwicklung gewachsener Strukturen und Organisationen.PIGS-StaatenPolitisch nicht ganz korrekte Abkürzung für die EURO-Südstaaten: Portugal, Italien, Griechenland und Spanien.PitchVerkaufsgespräch.Plan BErsatzmaßnahmen, wenn Plan A nicht funktioniert. Andere Bez.: Exit-Strategie. Second-Best-Lösung.PlayerUnternehmen, die aufgrund ihrer Größe eine besondere Bedeutung im Rahmen einer Volkswirtschaft einnehmen.PolarkoordinatenMehr als zwei Koordinaten, die sternförmig um den Urspungspunkt angeordnet sind. P. eignen sich sehr gut zur Überprüfung der Performance eines Systems bzw. zur Darstellung von Soll-Ist-Werten.PolicyRichtlinie bzw. Absichtserklärung für einen bestimmten Bereich.Policy MixKombinierter Einsatz von wirtschaftspolitischen Instrumenten bzw. das Zusammenwirken der verschiedenen Politikbereiche (z. B. Geldpolitik, Fiskalpolitik, Einkommenspolitik) zur besseren Erreichung wirtschaftspolitischer Ziele.Politisches ControllingPeriodische Überprüfung von Bedarf, Nutzen und Aufwand.PönaleVertraglich festgelegte Strafe (zumeist ein bestimmter Geldbetrag), die z. B. der Baumeister an den Bauherren entrichten muss, wenn die Leistungen nicht vereinbarungsgemäß erbracht werden.PoolWenn Haushalte, Unternehmen oder staatliche Institutionen zwecks besserer Auslastung bestimmter Ressourcen diese gemeinsam nutzen, z. B. Fahrzeugpool, medizinischer Großgerätepool.Popper-KriteriumNach Karl Popper ist eine Hypothese nur dann wissenschaftlich, wenn sie so formuliert ist, dass sie an der Realität scheitern kann.PortabilitätÜbertragbarkeit von Programmen und Daten auf unterschiedliche Rechnersysteme und Konfigurationen.PortalPlattform im Internet.PortfolioBestand an Forderungen, Verbindlichkeiten, Wertpapieren, Produkten, Abteilungen etc., deren Qualität im Zeitablauf gewissen Veränderungen unterliegt. Es ergibt sich daher die Notwendigkeit, die Portfolios laufend zu überprüfen und – wenn nötig – umzuschichten. Andere Bez.: Portefeuille.Portfolio-ManagerPerson, die ein Wertpapier-Portfolio betreut.PortfolioanalyseInstrument der strategischen Planung und der Wettbewerbsanalyse. Dient zur Visualisierung der strategischen Position eines Unternehmens. Produkte, Produktlinien und strategische Geschäftseinheiten (SGF) werden formuliert und in einer Matrix sichtbar gemacht.PortfolioinvestitionenFinanzinvestition, die aus Ertragsgründen (zur Erzielung von Zinsen oder Dividenden) und nicht mit dem Ziel der Einflussnahme auf ein Unternehmen vorgenommen werden. Sie unterscheiden sich dadurch von den Direktinvestitionen.POS1. Warenwelt. Abk. für: Point of Sale. Der Ort, an dem bestimmte Güter und Dienstleistungen verkauft werden. 2. Abk. für: Point of Service. Begriff aus dem Gesundheitswesen der USA. Dabei handelt es sich um örtliche Stützpunkte von Health Maintenance Organizations oder Preferred Provider Organizations.PositivlisteAuflistung von Arzneimittelspezialitäten, die prinzipiell an die Versicherten erstattet werden.PositivsummenspieleBegriff aus der Spieltheorie. Spiele, bei denen beide Spieler bzw. Kontrahenten gewinnen bzw. einen Vorteil aus ihrem Verhalten erzielen können, dies im Gegensatz zu den Nullsummenspielen. Andere Bez.: Win-Win-Situation.PPPAbk. für: Public Private Partnership.PRAbk. für: Public Relations.PräventivprinzipBegriff der EU-Umweltpolitik. Vorbeugeprinzip. Sollte dafür sorgen, dass Umweltbelastungen nicht zustande kommen.Preferred Provider Organization (USA)Abgek.: PPO. Begriff aus dem Gesundheitswesen. Greifen die Versicherten in medizinischen Standardsituationen auf ein von den Versicherungen vertraglich definiertes Netzwerk von Ärzten und Ambulatorien zurück, dann erhalten sie für ihre Versicherungsprämie großzügigere Rabatte. Möglich sind auch geringere Selbstbehalte, geringere Zuzahlungen und/oder höhere Prozentsätze bei Kostenrückerstattungen.PreisDer in Geldeinheiten ausgedrückte Tauschwert von Wirtschaftsgütern. Zu den Preisen zählen sowohl Marktpreise als auch administrierte Preise (Tarife, Gebühren, Beiträge, Pflegesätze, Mauten, Taxen, Umlagen etc.).PreisbindungProduzenten, die eine intensive Werbung für ihre Ware betreiben („Markenartikler“), würden dem Handel gern die Preise und Bedingungen vorschreiben, zu denen er die Ware an den Verbraucher abgibt. Nach dem Kartellgesetz ist diese Absatzstrategie verboten. Ausnahme: Buchpreisbindung.PreisdifferenzierungPreispolitische Strategie, bei der für im Grunde genommen gleiche Produkte (Leistungen) von verschiedenen Kunden an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Preise gefordert werden.PreispolitikGesamtheit aller Überlegungen und Maßnahmen, welche die Festlegung der Höhe der Angebotspreise für einzelne Produkte, für Produktgruppen bzw. für das ganze Sortiment oder Leistungsprogramm zum Gegenstand haben.Prekäre ArbeitDer Begriff leitet sich ab von lat. precarius, auf Widerruf, aus Gnade und Bitten gewährt. Es handelt sich dabei um unsichere, zeitlich befristete Beschäftigungsverhältnisse, die überwiegend dem Hire-and-fire-Prinzip entsprechen. Diese Art von Beschäftigung greift immer stärker um sich und umfasst nicht nur minder qualifizierte Arbeitskräfte, sondern mittlerweile auch akademische Freiberufler. Andere Bez.: Informelle Arbeit.Premium1. Finanzmärkte: Gesamtpreis einer Option, der sich aus dem Zeitwert und dem inneren Wert zusammensetzt. An der Terminbörse: Betrag, um den ein gegebener Terminkontrakt über dem Niveau eines anderen Terminkontraktes gehandelt wird. 2. Warenwelt: Der Zusatz P. soll bei bestimmten Produkten und Dienstleistungen einen Mehrwert, eine bessere Qualität signalisieren. Beispiele: Premium-Züge der ÖBB (Railjet), Premium-Bier etc.Prepaid CardsWertkarten (z. B. für Handys, aber auch bei Kreditkarten).Press ClippingSammlung von Zeitungsausschnitten, in denen ein bestimmtes Thema abgehandelt wird.Pressure-GroupGruppe von Personen, die ein gemeinsames Interesse verbindet (z. B. Umweltorganisationen, Gewerkschaften). P. versuchen, die Anliegen ihrer Mitglieder gegenüber der Gesetzgebung und der Verwaltung durchzusetzen.PretestBegriff aus der Markt- und Meinungsforschung. Überprüfung eines Fragebogens auf seine Brauchbarkeit.PrimärdefizitBudgetsaldo ohne Zinsenzahlungen für die Netto-Finanzschuld.Primäre EinkommenEinkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung, Zinseinkommen und Immobilienverkäufen.PrimärenergieEnergie, die noch keiner Umwandlung oder Umformung unterworfen wurde (z. B. Kohle, Uran, Gas, Erdöl, Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft).Primärer SektorBergbau, Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, Fischerei.PrimärmarktFinanzwirtschaft. Markt, auf dem neue Wertpapiere emittiert werden. Richtet sich nach den Möglichkeiten am Kapitalmarkt. Gegensatz: Sekundärmarkt.PrimerateUrsprünglich Zinssatz der amerikanischen Geldinstitute für den Diskont erstklassiger Geldmarktpapiere. Bezeichnet heute generell den Sollzinssatz für meist kurzfristige Kredite an Großkunden (erste Adressen). Nach der P. richten sich die Zinssätze für die anderen Kreditkunden.PrimetimeSendezeit im Fernsehen zwischen 19.30 und 22.30 UhrPrincipal-Agent-ProblemGrundproblem: Wie kann man rechtliche Verträge und damit das Verhältnis zwischen Auftraggeber/Eigentümer („Prinzipal“) und Auftragnehmer/Manager („Agenten“) so gestalten, dass keiner der beiden jeweils vom anderen „über den Tisch“ gezogen wird.PrioritätDer Vorrang eines Projektes gegenüber einem anderen.PrivacyWelt der Werte. Privater Lebensbereich, der geschützt werden soll, etwa im Bereich persönlicher Daten.Private BankingBanken, die sich auf die diskrete Geldveranlagung bzw. Vermögensverwaltung von vermögenden Privatkunden spezialisiert haben.Private EquityInvestitionen in das Eigenkapital von nicht börsengehandelten Unternehmen. Sie umfassen die Teilbereiche Venture Capital, Management-Buy-outs sowie Leveraged Buy-outs.Private PlacementPrivatplatzierung. Direkter Verkauf von Wertpapieren an einen kleinen Kreis.Product PlacementForm der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens, bei der versucht wird, die eigenen (Marken-)Produkte möglichst publikumswirksam in der Öffentlichkeit zu zeigen. Gelegentlich auch als „Schleichwerbung“ bezeichnet. Hier bestehen enge rechtliche Grenzen.ProdukthaftungVerschuldensunabhängige Haftung des Unternehmers (Hersteller, Importeur, Händler) für Schäden, die der Fehler eines in Verkehr gebrachten und bestimmungsgemäß verwendeten Produktes verursacht. Im Gegensatz zur Gewährleistung erfolgt hier die Haftung für Folgeschäden. Das sind Schäden, die jemand durch den Produktfehler an seiner Gesundheit oder an seinem Vermögen erleidet.ProduktionsfaktorenAls P. bezeichnet man alle Güter, die die Herstellung anderer Güter ermöglichen. Traditionell werden fünf Arten von P. unterschieden: Arbeit, Wissen, Sachkapital, Finanzkapital sowie Boden.ProduktivitätDas Verhältnis von Produktionsergebnis zu den im Produktionsprozess eingesetzten Produktionsfaktoren. P. ist eine Maßzahl der Ergiebigkeit des Produktionsprozesses.ProduktlebenszyklusJedes Produkt durchläuft verschiedene „Lebensphasen“: eine Entwicklungsphase, eine Reifephase, eine Sättigungsphase sowie eine Stagnationsphase.ProduktlogoMarken- oder Firmenschriftzug.ProduktmanagerManager, der für eine bestimmte Sparte bzw. ein bestimmtes Produkt zuständig ist.ProduzentenrenteDifferenz zwischen dem Marktpreis und den Kosten der Produktion. Die Differenz entspricht dem Gewinn als der wesentlichen Zielgröße unternehmerischer Tätigkeit. Auf Märkten bieten Unternehmen so lange ihre Produkte an, als die P. positiv ist. Mit zunehmender Wettbewerbsintensität besteht eine Tendenz zur Verringerung der P.ProfessionalisierungSystematisierung des Wissens für eine Berufsgruppe, wobei vielfach neben einem verbindenden Selbstverständnis und den üblichen Standesregeln eine akademische Ausbildung die Grundlage bildet.Profit CenterEigenverantwortliche Sparte in einem Unternehmen.PrognoseVorhersage eines Ereignisses.ProgrammevaluationEvaluierung von Gesetzen und/oder wirtschaftspolitischen Programmen.Project OfficerMitarbeiter einer internationalen Organisation, der für die Abwicklung von Ausschreibungen verantwortlich ist.ProjektPrivate oder öffentliche Vorhaben, die sich durch ihre zeitliche Befristung, ihren Schwierigkeitsgrad und ihre relative Neuartigkeit von den laufenden Routinegeschäften unterscheiden und daher eine Ausgliederung bzw. gesonderte Abwicklung rechtfertigen.ProjektcontrollingVorhaben mit definiertem Start- und Endtermin. Diese bedürfen sowohl strategisch als auch operativ eines besonderen Controllingsystems. P. umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle von Leistungen, Kosten und Terminen bei zeitlich befristeten, komplexen und innovativen Aufgabenstellungen.ProjektfinanzierungFinanzierungsform, bei der große Investitionen über eine neu gegründete Projektgesellschaft und nicht über die Bilanz der Projektträger abgewickelt werden. Diese haften in der Regel nicht vollumfänglich für die Projektgesellschaft, sondern nur im Rahmen begrenzter Garantien.ProjektmanagementPlanung, Durchführung und Controlling von Projekten. Ein interdisziplinärer Forschungszweig und Sammelbegriff für eine ganze Reihe zum Teil sehr unterschiedlicher Analyse- und Planungstechniken.ProjektmanagerPerson, die mit der Organisation und Abwicklung von Projekten befasst ist.Property RightsVerfügungsrechte. Rechte von Individuen bei der Nutzung von Ressourcen. Ein Individuum, welches ein Gut erwirbt, kann darauf vertrauen, dass ihm das exklusive Nutzungsrecht eingeräumt wird und es dieses notfalls auf gerichtlichem Weg durchsetzen kann.ProsumentenPersonen, die zugleich Produzenten und Konsumenten sind, z. B.: Energiewelt von morgen. Aufgrund von Smart Grids und Smart Meters werden bisherige Kunden Strom nicht nur abnehmen, sondern auch einspeisen können – dank der Solarzellen auf dem Dach oder einem kleinen Blockheizkraftwerk im Keller. Ein weiteres Beispiel für P. sind die User des Internets.Prosumer-SegmentProdukte zwischen Amateur- und Profisegment.ProtokollRegeln, um die Kommunikation von Rechnern bzw. Anwendern in einem offenen, heterogenen Verbund zu realisieren und den Nachrichtenaustausch zwischen Partnern zu koordinieren.PrototypingEntwicklung und Herstellung eines Prototyps eines Produktes oder einer Dienstleistung zur praktischen Erprobung und Weiterentwicklung.Provider1. Anbieter von Dienstleistungen rund ums Internet. 2. USA: Organisation im Bereich der Health Maintenance.Public AccountingÖffentliche Planungsrechnung und Controlling im öffentlichen Sektor.Public AffairsAndere Bez.: Öffentlichkeitsarbeit.Public ChoiceÖkonomische Theorie der Politik, die auf eine bessere Erklärung der politischen und bürokratischen Entscheidungsprozesse mit Hilfe wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnisse abzielt. P. beschäftigt sich vor allem mit dem Problem des Staatsversagens.Public Management ServiceAbgek.: PUMA. Teilorganisation der OECD. Schwerpunkt der Tätigkeit: Auditing, Servicequalität, Strategische Planung, Benchmarking, Entwicklung der Methodologie zur Vergleichbarkeit und Bewertung staatlicher Tätigkeit. Sitz: Paris.Public Private PartnershipAbgek.: PPP. Form der Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure zur Erreichung bestimmter Ziele, wobei jeder Partner jene Aufgaben übernimmt, die er mit seinen Möglichkeiten am besten erfüllen kann. Vorteile von P.: Kombination der Stärken der öffentlichen Hand mit jenen von privaten Partnern. Dadurch entstehen wirtschaftliche Synergien für beide Seiten. P. ermöglicht effektives und effizientes Projektmanagement. Auch Finanzierungsengpässe im öffentlichen Sektor können leichter überwunden werden.Public RelationsAbgek.: PR. Öffentlichkeitsarbeit. Ziel der P. ist es, das Image einer Unternehmung, einer Branche oder einer Behörde zu heben. Hierzu gehören die Informationen über die Ziele, Leistungen und sozialen Aktivitäten. Andere Bez.: Public Affairs. Networking.Public UtilitiesÖffentliche Versorgungsbetriebe.PublicityAlle Maßnahmen, die den öffentlichen Bekanntheitsgrad eine Person, eines Unternehmens oder einer Institution positiv beeinflussen wollen.PublikumsfondsFonds, dessen Anteile von jedermann erworben werden können – im Gegensatz zu Großanleger- oder Spezialfonds.PUMAAbk. für: Public Management Service.Punitive DamageUS-Strafrecht. Extra-Bußgeld über den eigentlichen Schaden hinaus.PutBörsenwelt. Option, die dem Besitzer das Recht gibt, die zugrunde liegende Währung bzw. den zugrunde liegenden Terminkontrakt innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem genau festgesetzten Preis zu verkaufen. Andere Bez.: Verkaufsoption.Put ExerciseAusübung einer Verkaufsoption.![]() QualitätGüte einer Sach- oder Dienstleistung hinsichtlich ihrer Eignung für den Verwender.QualitätssicherungSystematische Überwachung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Andere Bez.: Zertifizierung, ISO-Normen, Total Quality Management (TQM).QualitätszirkelGruppe von Mitarbeitern eines Unternehmens, die gemeinsam in ihrem Arbeitsbereich auftretende aktuelle Probleme zu lösen versuchen.Quantitatives DenkenNeigung, Sachverhalte überwiegend nach messbaren „hard facts“ zu betrachten und zu bewerten.Quasi-EigenmittelSammelbegriff für Finanzierungsmittel, die in ihrer wirtschaftlichen Funktion zumindest teilweise Eigenmittelcharakter haben (also z. B. nicht verzinst werden müssen), ohne in der Bilanz als (haftendes) Eigenkapital ausgewiesen zu werden. Zu den Q. gezählt werden einerseits Pensionsrücklagen und Abfertigungsrückstellungen, andererseits „Bewertungsreserven“.QuellensteuerKapitalertragssteuer, die bereits beim Entstehen der Erträge (also an der „Quelle“) vor der Ausschüttung der Erträge einbehalten und an den Fiskus abgeführt wird. Begriff aus der Portfolioanalyse. Alte Ertragspotenziale eines Unternehmens, die neben neuen Produktsparten noch genutzt werden.QuellverkehrZweck für die Anwesenheit an einer Wegquelle (Startort eines Weges) und für das Aufsuchen eines Wegzieles wie „nach Hause“, Arbeitsplatz, Ausbildung, Freizeit, Einkauf etc.QuerschnittszählungZählung von Verkehrsteilnehmern oder Fahrzeugen, die einen bestimmten Straßenabschnitt in einem festgelegten Zeitintervall (z. B. innerhalb von 24 Stunden) passieren.QuersubventionenVon Q. spricht man, wenn Einnahmen aus einer Produktsparte bzw. einem Bereich dazu verwendet werden, um eine andere Produktsparte bzw. einen anderen Bereich zu subventionieren. Subventionen.Question MarksWörtlich : Fragezeichen. Begriff aus der Portfolioanalyse. Zukünftige mögliche Ertragspotentiale eines Unternehmens, bei denen man allerdings noch nicht weiß, wie sie sich entwickeln werden. Die betreffenden Produkte haben zwar einen relativ geringen Marktanteil, weisen jedoch hohe Wachstumsraten auf. Negativer Cash Flow: mehr Ausgaben als Einnahmen. Marktstrategie: „Fördern!“QuorumStatutarische Anforderung an eine qualifizierte Mehrheit, die über den gesetzlichen Voraussetzungen liegt. Ein Q. wird gerne in den Statuten verankert, um zentrale Entscheide nicht von einfachen Zufallsmehrheiten abhängig zu machen. Dabei kann nicht nur auf die Zahl der vertretenen Stimmen abgestellt werden, sondern auch eine Mindestpräsentation der insgesamt umlaufenden Aktien verlangt werden, was unter Umständen die Abstimmung zu den betreffenden Tagesordnungspunkten verhindert.Quota-VerfahrenVerfahren der Marktforschung, bei dem von der Annahme ausgegangen wird, dass die Verteilung der für den Erhebungszweck relevanten Merkmale in der Grundgesamtheit bekannt ist und daher die Stichprobe in den festgelegten Merkmalen quotenmäßig repräsentativ ist.QuotenaktieAktie, die nicht auf einen Nennwert, sondern auf einen Anteil lautet.![]() R&DAbk. für: Research and Development. Forschung und Entwicklung.R-RegelnWelt der Corporate Governance. Recommendation Regeln. Diese Regeln haben reinen Empfehlungscharakter, ihre Nichteinhaltung ist weder offenzulegen noch zu begründen.RahmenprogrammeDie Forschungs- und Technologieförderung der EU wird über so genannte R. abgewickelt. Derzeit läuft das 7. Rahmenprogramm (2007 – 2013).RaiderBezeichnung für Investoren, die gegen den Willen des Zielunternehmens die Aktienmehrheit an diesem erwerben wollen.RangBegriff des Grundbuchrechts. Ins Grundbuch eingetragene Schulden werden nach der Rangordnung abgedeckt; eine erstrangige Hypothek wird zuerst voll befriedigt, bevor die zweitrangige und dann die drittrangige Hypothek zum Zug kommen.RatingVerfahren der Bewertung und Klassifizierung von Unternehmen, Banken, Wertpapieremittenten, Ländern, Institutionen, Bildungseinrichtungen etc. nach ihrer Bonität. Die Bonität wird dabei in Buchstaben-Kombinationen angegeben. AAA ist die höchste Bonitätsstufe, die vergeben wird, gefolgt von AA1, AA2 etc. Bei den Rankingstufen wird unterschieden zwischen Investment Grade und Non-Investment Grade.Rating-AgenturenBewerten die Kreditwürdigkeit (Bonität) von Wertpapieren, Unternehmen, Ländern. Die drei bekanntesten sind Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch Ratings, die weltweit agieren.Ratio SpreadEin R. wird entweder mit Verkaufs- oder mit Kaufoptionen errichtet. Die Strategie besteht darin, eine bestimmte Anzahl von Optionen zu kaufen und dann eine größere Anzahl von Optionen, die „aus dem Geld“ sind, zu verkaufen. Beim Ratio Writing werden auf einen erworbenen Terminkontrakt mehrere Kaufoptionen geschrieben.RaubkopienUnerlaubtes Kopieren von geistigem Eigentum (Bücher, Software etc.) durch andere Personen als jene, die zur Vervielfältigung berechtigt sind.Real World DataEchte empirische Daten im Gegensatz zu fiktiven Daten und Annahmen bei (theoretischen) Modell-Simulationen.Reale GrößenVon Preissteigerungen bereinigte nominelle Größen.ReallohnDer im Hinblick auf die mit der Geldsumme erhältlichen Güter und Dienstleistungen wirkliche Lohn. Gegensatz: Nominallohn.RealtransfersVom Staat kostenlos oder zu nicht Kosten deckenden Preisen zur Verfügung gestellte nichtmonetäre Güter und/oder Dienstleistungen.RealvertragVertrag, der durch Übergabe einer Sachleistung zustande kommt.RealverzinsungDifferenz zwischen der Effektiv-Verzinsung einer Geldanlage und der Preissteigerungsrate.RealwirtschaftJener wirtschaftliche Bereich, in dem Sachgüter und Dienstleistungen erzeugt werden.RebundlingNeu-Bündelung von Leistungselementen der Angebotsseite eines Unternehmens bzw. eines Sektors. Erstmals angewandt im Zuge der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, vor allem im Banken- und Versicherungssektor.Receiver SwapZinsswap, bei dem man variabel zahlt und fixe Zinsen erhält.RechtsharmonisierungAngleichung der nationalen Rechtsvorschriften innerhalb eines Staatenbundes und/oder eines Bundesstaates.RecyclingWiederverwendung von Stoffen im Wirtschaftskreislauf.RedundanzMehrmaliges Vorhandensein einer Informationen in ein und demselben Datenbestand.ReengineeringGrundsätzliche Neugestaltung der Leistungserbringung in Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung.ReferenzzinssatzZinssatz, der einem Geschäft zugrunde liegt.RefinanzierungMaßnahmen der Geldbeschaffung von Banken bei anderen Banken und der Zentralbank durch Verkauf oder Verpfändung von Wechseln, Effekten etc.RefinanzierungspolitikIm Rahmen der R. legt die jeweilige Zentralbank die Bedingungen fest, zu denen sie bereit ist, den Kreditinstituten Kredite zu gewähren, und zwar in Form des Ankaufs von Wechseln (Diskont) oder gegen Verpfändung von Wertpapieren (Lombard).ReframingDer Begriff R. kommt aus der Psychotherapie und systemischen Organisationsberatung. In der Wirtschaftspolitik versteht man darunter die Neugestaltung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Haushalte.Regelbasiertes SystemWissensbasiertes System, das zur Wissens-repräsentation Regeln verwendet. Andere Bez.: Expertensystem.Regelgebundene PolitikGeldpolitik, die sich auf die Steuerung eines bestimmten Geldmengenwachstums beschränkt, ohne die allgemeine wirtschaftliche Situation zu beachten. Regelgebundene Politik soll die Geldpolitik vorhersehbarer machen und „Schocks“, die von der Geldseite kommen, vermeiden.RegelkreisStrukturschema der Regelung, das selbst regulierenden Systemen in den verschiedenen Bereichen der Wirklichkeit zugrunde liegt. Der R. stellt ein geschlossenes Rückkopplungssystem dar. Er besteht aus dem zu regelnden Objekt (der Regelstrecke) und der regelnden Einrichtung (dem Regler).Regional-InkubatorenZielen in der Form von Gründerzentren überwiegend auf die Unterstützung von Kleinunternehmern und helfen der Regionalwirtschaft und dem örtlichen Arbeitsmarkt.ReglerWelt der Kybernetik. Ein R. hat die Aufgabe, eine bestimmte Größe (Regelgröße X) auf einem gegebenen Sollwert (Führungsgröße W) zu halten und dem Einfluss von Störungen entgegenzuwirken. Beispiel: Klimaanlagen, Heizungen.RegressionSinkt mit wachsender Bemessungsgrundlage der durchschnittliche Belastungssatz, so spricht man in Analogie zur Progression von einer Regression, die ebenfalls linear, verzögert oder beschleunigt verlaufen kann.Regressiver TarifDurchschnittssteuersatz fällt mit steigender Besteuerungsmenge. Der marginale Steuersatz ist niedriger als der durchschnittliche.RegulierungStaatliche Einflussnahme auf den privaten Sektor der Wirtschaft durch Festlegung bestimmter Rahmenbedingungen.ReichweiteDer Anteil in der Gesamtbevölkerung oder einer bestimmten Gruppe, der bei ein- oder mehrmaligem Einsatz eines oder mehrerer Werbeträger mindestens einmal erreicht wird.REITAbk. für: Real Estate Investment Trusts. Börsennotierte US-Immobiliengesellschaften, die in den amerikanischen Immobilienmarkt investieren.RelationQuotient zwischen zwei Größen, z. B. Anteil der Arbeitslosen an der erwerbsfähigen Bevölkerung. Andere Bez.: Statistische Verhältnis- oder Beziehungszahlen.Relationale DatenbankEine Datenbank, die Daten tabellenartig abspeichern kann. Der Rückgriff erfolgt ebenfalls über tabellenartige Operationen.Relativer PreisPreis eines Gutes oder einer Dienstleistung im Verhältnis zum Preis anderer Güter oder Dienstleistungen; Verhältnis des Preises eines Gutes zum allgemeinen Preisniveau.RelaunchWörtlich: Neustart. Kampagne, mit deren Hilfe ein bereits bestehendes Produkt in modifizierter Form vermarktet werden soll.RemanenzZurückbleiben einer Wirkung auch nach Wegfall ihrer Ursachen. So spricht man z. B. von einer Kostenremanenz zur Bezeichnung von (fixen) Kosten, die auch bei einem Rückgang der Produktion nicht (aliquot) sinken und die bei einem Produktionsanstieg nicht sofort mitsteigen.Rent seeking1. Suche nach Nischen, in denen man wirtschaftliche Vorteile gegenüber anderen Personen und Organisationen erzielen kann, man einen USP hat. 2. Versuch der Einflussnahme auf staatliche Entscheidungsträger zur Erlangung von wirtschaftlichen Vorteilen (z. B. öffentliche Subventionen), ohne dass dafür Leistungen erbracht werden müssen.RentabilitätMaßzahl für den Erfolg eines Unternehmens oder einer Kapitalanlage. Jährlicher Gesamtertrag eines eingesetzten Kapitals in Prozent.Renten1. Zu regelmäßigen Zeitpunkten wiederkehrende zu zahlende bzw. zu erhaltende Geldbeträge (z. B. im Bereich der Sozialversicherung) . 2. Differentialrenten: Grundsätzlich etwas, das bestimmten Personen oder Organisationen gegenüber anderen wirtschaftliche Vorteile verschafft. Das kann zurückzuführen sein auf Zugang zu bestimmten materiellen Ressourcen, einen besseren Standort, bessere Qualifikation. Durch die vergleichsweise günstigere Ausstattung mit Produktionsfaktoren, Standorten oder Know-how bestimmter Personen oder Personengruppen entstehen vielfach zeitlich begrenzte Vorteile. USP. 3. Handelbare Schuldverschreibungen mit fixer oder variabler Verzinsung. Andere Bez.: Anleihen.RentenfondsInvestmentfonds, die überwiegend oder ausschließlich in verzinsliche Schuldtitel investieren.RentenmarktTeilbereich der Börse, an dem festverzinsliche Wertpapiere gehandelt werden.RentenwerteAuf Inhaber lautende Schuldverschreibungen (Einmal- und Daueremissionen) mit Ausnahme der Bundesschatzscheine.ReplacementWelt der Arbeit. Professionelle Beratung von Arbeitsuchenden. Fokus richtet sich auf Rückkehr in den primären Arbeitsmarkt, wobei das Dienstverhältnis schon länger aufgelöst ist und konzentriert sich daher auf die Integration in den regulären Arbeitsmarkt, meist in Form eines konventionellen Dienstverhältnisses (Alexander Norman).Repo-GeschäftAbk. für: Repurchaseable Position. Von Banken gegen fixe Verzinsung abgeschlossenes Termingeschäft zur Liquiditätsbeschaffung.ReportDifferenz zwischen dem Devisen-Terminkurs und dem Devisen-Kassakurs, sofern der Terminkurs höher liegt.ReportingBerichtswesen.Research1. Forschung. 2. Analyse eines Wertpapiers hinsichtlich seiner Kurschancen bzw. eines Unternehmens im Hinblick auf seine Ertragskraft.Reserven1. Offene R.: Unter den Passiven der Bilanz gesondert angeführte Eigenmittel (ohne Aktienkapital). 2. Stille R.: In der Bilanz nicht sichtbare Reserven. Entstehen aus der Differenz zwischen dem niedrigerem Buchwert und höherem Verkehrs- oder Marktwert von Aktiven.ResponseAktive Reaktion seitens einer umworbenen Zielgruppe.ResponsibilityPolitikwelt. Fähigkeit, soziale und/oder finanzielle Verantwortung für bestimmte Projekte und Programme zu übernehmen.RessourcenAlle Faktoren (Personal, Kapital, Know-how, Rohstoffe, Energie etc.), die zur Produktion und/oder zum Konsum von Gütern benötigt werden. Zu unterscheiden ist zwischen „erschöpfbaren” Ressourcen (z. B. fossile Energieträger, bestimmte Metalle) und „regenerierbaren” Ressourcen (z. B. durch Selbstreinigungskraft der Gewässer).RestlaufzeitBezeichnet die bis zum Rückzahlungstag einer Anleihe noch verbleibende Zeit.Restposten der ZahlungsbilanzDifferenz zwischen der Änderung der Auslandsposition der Bundesbank (einschließlich deren Ausgleichsposten) und dem Saldo der Leistungsbilanz und Kapitalverkehrsbilanz.RestriktionenR. beschränken die Handlungsmöglichkeiten, die bei der Entscheidungsfindung prinzipiell zur Verfügung stehen. Man unterscheidet endogene und exogene R. Andere Bez. Sachzwänge, Constraints.RestwertleasingBei Berechnung der Mietraten wird ein Restwert, nämlich der steuerlich kalkulierte Buchwert per Ablauf der Grundmietzeit unterstellt. Die Rate enthält die Verzinsung des Restwertes und die Tilgung und Verzinsung des den Restwert übersteigenden Betrages.RetrozessionVersicherung des Rückversicherers. Ein Rückversicherer versichert sich für jene Teile der in Deckung genommenen Risiken weiter, die im Schadenfall seine Finanzkraft übersteigen könnten.Return on InvestmentAbgek.: ROI. Der R. ist eine Messgröße für die Ertragskraft und gibt an, mit welchem Zinssatz sich das eingesetzte Kapital pro Jahr verzinst. Der R. ist die Rendite für das eingesetzte Kapital aus der Sicht des Anlegers. Durch die Zerlegung des R. in seine Komponenten wird deutlich, ob eine Veränderung des R. auf der Änderung der Umsatzrentabilität oder auf einer Änderung des Kapitalumschlages beruht.Reverse SwapGegengerichtetes Swapgeschäft.RevisionKontrolle eines Unternehmens durch interne oder externe Kontrollorgane.RezessionAbschwungphase in einem Konjunkturzyklus. Liegt nach generell akzeptierter Definition dann vor, wenn das reale Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale hintereinander nicht wächst oder rückläufig ist.RhoR. gibt an, um wie viele Einheiten sich der Optionspreis verändert, wenn sich der risikofreie Zinssatz um 1 % ändert.RichtlinienEU-Welt. Rechtsakte, die von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden müssen.Rise of the CommonsInfolge der generellen Verbreitung von leistungsfähigen Technologien (Handys, Digitalkameras, Blogs etc.) schaffen es gelegentlich auch Durchschnittsbürger (No-Names), in die Schlagzeilen zu kommen.RisikoAls R. bezeichnet man bei unternehmerischen Entscheidungen die Möglichkeit der Abweichung des tatsächlichen Ertrages vom erwarteten Ertrag. Systematisch ist ein Risiko, wenn es sich aus dem Markt selbst, d. h. aus der allgemeinen wirtschaftlichen oder politischen Lage, ergibt. Unsystematisch ist beispielsweise jener Teil des Risikos, der sich durch Angebots- und Nachfrageschwankungen nach dem konkreten Wertpapier ergibt, etwa aufgrund guter oder schlechter Nachrichten über das Unternehmen.Risikokapital1. Eigenkapital. Das Eigenkapital trägt das Hauptrisiko und sichert die Gläubiger des Unternehmens vor (übermäßigen) Verlusten. Neues R. entsteht z. B. durch die Nichtentnahme von Unternehmensgewinnen (Innenfinanzierung). 2. Eine Form der Zusammenarbeit zwischen selbständig bleibenden Unternehmen zur Abwicklung eines gemeinsamen Projektes.RisikomanagementIdentifikation, Einschätzung und Steuerung von Risiken.RMBSAbk. für: Residential Mortgage Backed Securities, einer Unterart von ABS.Road MapZeitplan, wann man in welcher Form mit einem wirtschaftlichen und/oder politischen Projekt an die Öffentlichkeit tritt.Road PricingStraßenmaut, deren Höhe von der Intensität der Benutzung abhängt.Road ShowWerbekampagne für ein bestimmtes Projekt in der Öffentlichkeit.RoamingpartnerTelekommunikationsunternehmen im Ausland, mit dem kooperiert wird.Robinson Crusoe EconomicsStarke Vereinfachung von wirtschaftlichen Zusammenhängen ohne Außenbeziehungen. Läuft hinaus auf Insellösungen.RobinsonlisteAuflistung von Kunden, die kein Werbematerial erhalten wollen.ROIAbk. für: Return on InvestmentRoll-outMit einem Produkt auf den Markt kommen.Rooming-inGesundheitswesen. Mutter und Kind sind im gleichen Raum untergebracht.RouterHard- oder Software, die eine Verbindung zwischen verschiedenen Netzen herstellt.RoutingsWelt des Fliegens. Von der IATA vorgeschriebene, weltweite Leitwege zwischen Abflug- und Zielort von Flugzeugen, die von allen Mitgliedern anerkannt werden müssen. Bevor ein Flugpreis berechnet wird, werden erst die R. überprüft, danach wird „ausgemeilt“.Royality1. Gebühr, die der Lizenznehmer für die Nutzung eines Patents bezahlt (Lizenzgebühr). 2. Für die Überlassung eines für die Ausbeutung von Rohstoffvorkommen (Kohle, Erdöl etc.) nutzbaren Grundstücks vom Konzessionär dem Grundeigentümer entrichtetes Entgelt.RTGSAbk. für: Real Time Gross Settlement System. Das RTGS ist ein Zahlungsverkehrssystem, in dem Zahlungsaufträge zum Zeitpunkt ihres Entstehens einzeln verarbeitet und unverzüglich abgewickelt werden. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Echtzeitbruttosystem.RückkoppelungWelt der Kybernetik. Eine geschlossene Kette von Ursachen und Wirkungen. Generell gehen R. von einer Bestandsgröße aus und wirken über Strömungsgrößen auf die Bestandsgröße so zurück, dass sich diese ändert. Man unterscheidet positive und negative R.. Andere Bez.: Feedback.RücklagenForm von Eigenkapital. Sie werden entweder gesondert in der Bilanz ausgewiesen (offene Rücklagen) oder sind in der Bilanz nicht ersichtlich (stille Rücklagen).RückstellungenSchulden, Verluste oder Aufwendungen, deren Höhe und Fälligkeit bei der Erstellung der Jahresrechnung eines Unternehmens noch nicht genau feststehen. Durch die Bildung von Rückstellungen sollen die später zu leistenden Ausgaben dem Rechnungsjahr, in dem sie verursacht wurden, zugerechnet werden.Rückversicherung„Versicherung des Versicherers“. Ein Erstversicherer versichert sich für jene Teile der in Deckung genommenen Risiken weiter, die im Schadensfall seine Finanzkraft übersteigen könnten. Eine fakultative R. ist die individuelle R. des fallweisen Deckungsbedarfs aus einzelnen, zumeist besonders schweren Risiken. Andere Bez.: Einzel-Rückversicherung.RuhensbestimmungenBegriff aus der Sozialversicherung. Regelungen betreffend Kürzungen von Barleistungen (auch Pensionen) wegen anderer gleichzeitiger Bezüge.![]() Sabbatical1. Bildungswelten. Freisemester als Kompensation für Funktionärstätigkeit. 2. Langzeiturlaub.Saldendrehung1. Übergang des Kontostandes vom Soll auf Haben und umgekehrt. 2. Veränderung des Saldos einer Teilbilanz der Zahlungsbilanz. Andere Bez.: Kontendrehung.SaldenmechanikDer Begriff S. stammt von Wolfgang Stützel und charakterisiert den trivial-arithmetischen Sachverhalt, dass jede Transaktion, die für den einen Transaktionspartner eine Einnahme (Forderung) ist, für den anderen eine Ausgabe (Verbindlichkeit) darstellt. Die Geldvermögensveränderung ist daher in einer geschlossenen Volkswirtschaft (ohne Leistungstransaktionen zwischen In- und Ausland) stets gleich Null. Aus der Sicht der Spieltheorie liegt ein Nullsummenspiel vor: die Gewinne des einen sind die Verluste des anderen.Sale and Lease BackVerkauf von Anlagegütern an eine Leasinggesellschaft. Die Anlagegüter werden dann vom Verkäufer wieder (zurück)geleast.Sales PromotionGesamtheit aller Maßnahmen, durch die ein Unternehmer (i.d.R. ein Hersteller) auf die am Absatz seiner Produkte beteiligten Verkaufspersonen und Verkaufsinstitutionen einwirkt, um deren Effektivität und Effizienz zu erhöhen. Andere Bez.: Verkaufsförderung.Sallie Mae (USA)Abk. für.: Student Loan Marketing Association. Durch „US-Charter“ gegründete Publikumsgesellschaft. Finanziert Studierende durch Refinanzierung der an diese von Dritten zur Verfügung gestellten Kredite.SampleStichprobe bei einer Markt- bzw. Meinungsbefragung.Samurai BondAuf Yen lautende, in Tokio begebene Anleihe eines ausländischen Emittenten.Sanfter TourismusSchonende Landschaftsnutzung für Erholungs- und Tourismuszwecke, Vermeidung von Beeinträchtigungen der Umwelt und des Landschaftsbildes.SanierenAlle Maßnahmen zur Abwendung einer drohenden bzw. bestehenden Zahlungsunfähigkeit.SatzungEine Urkunde, laut der eine Gesellschaft, eine Stiftung, eine Universität gegründet wird. In der S. sind z. B. der Name, der Sitz, das autorisierte Kapital, die Willensbildung und dergleichen geregelt. Andere Bez.: Statuten.ScalpingSehr kurzfristig orientiertes Spekulieren mit großen Positionen bei kleinen Kursbewegungen.Schattenhaushalt (D)Fonds der öffentlichen Hand, meist des Bundes, wo bestimmte öffentliche Schulden eine zeitlang „geparkt“ werden, ehe sie in den Bundeshaushalt zurückgeholt werden. Beispiel: Bankenrettungsfonds.SchattenpreisDie Funktion eines S. ist es, den gesellschaftlichen Wert von Nutzen, Kosten oder Ressourcen anzuzeigen, wenn es entweder keinen Marktpreis gibt oder dieser nicht akzeptabel ist, da dieser z. B. nur die privaten Kosten, nicht aber die externen Kosten beinhaltet.SchattenwirtschaftDie legale Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die absichtlich vor den staatlichen Behörden verheimlicht werden, um direkte und indirekte Steuern und Sozialabgaben zu sparen sowie bestimmte arbeitsrechtliche Mindesterfordernisse (z. B. Mindestlöhne, Länge der Arbeitszeit, Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen) zu umgehen (Friedrich Schneider).SchatzanweisungenDiese Inhaberschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bis zu mehreren Jahren werden insgesamt zu einem bestimmten Termin fällig (sog. Fälligkeitsanleihen). Man unterscheidet unverzinsliche S. („U-Schätze“), die wegen der Verzinsung in Form der Diskontierung den Schatzwechseln ähnlich sind, und verzinsliche S., die häufig als Kassenobligationen emittiert werden.Schengener AbkommenIn Schengen (Niederlande) abgeschlossenes Abkommen zur Erleichterung der polizeilichen EU-Grenzkontrollen (Schengen I) sowie Kooperation bei der Drogenmissbrauchsbekämpfung (Schengen II).SchlußdividendeDie von der Hauptversammlung festzustellende Dividende für ein bestimmtes Geschäftsjahr, eventuell verringert um die für das betreffende Jahr bereits ausgeschüttete Zwischendividenden.SchnelldreherArtikel bzw. Produkte mit hoher Umschlagshäufigkeit.SchnelltenderTenderverfahren, das im ESZB für Feinsteuerungsoperationen genutzt wird, wenn die Liquiditätssituation am Markt rasch beeinflusst werden soll. Schnelltender werden innerhalb einer Stunde und nur mit einer begrenzten Zahl von Geschäftspartnern durchgeführt.Schuldenbremse (CH)Finanzpolitscher Mechanismus in der Verfassung, der einen ausgeglichenen Haushalt dauerhaft absichern soll. Die S. gelangt seit 2001 zum Einsatz.Schuldenbremse (D)Gesetzlich oder verfassungsmässig verbindliche Regeln, wie öffentliche Haushalte ihre Schulden begrenzen müssen. Die Regeln bestehen aus Vorschriften über Zeiträume, innerhalb derer eine Konsolidierung zu erreichen ist. Es werden Defizitgrenzwerte festgelegt, die vom Gesetzgeber einzuhalten sind.SchuldendienstfähigkeitFähigkeit eines Schuldners, die Ausgaben für Verzinsung und Tilgung aufgenommener Schulden aufzubringen.SchuldendienstkoeffizientÖffentlicher Sektor. Quotient aus den Zuwachsraten der Zinszahlung und der Steuereinnahmen. Erreicht dieser den Wert 1, so müssen alle zusätzlichen Steuereinnahmen für den Zinsendienst verwendet werden. Je höher dieser Koeffizient wird, umso mehr ist der finanzielle Handlungsspielraum eingeengt.SchuldenillusionZeichner öffentlicher Schuldtitel unterliegen einer S., wenn sie bei der Zeichnung ihrer Titel nicht berücksichtigen, dass der Schuldendienst zu einem späteren Zeitpunkt aus anderen, von allen Bürgern zu tragenden Einnahmen, im wesentlichen aus Steuereinnahmen, geleistet werden muss.SchuldenparadoxonZu einem S. kommt es, wenn die Verschuldung des Staates in einer Rezessionsphase zu Einkommens- und Beschäftigungswirkungen führt, die dem Staat Mehreinnahmen und/oder Ausgabenersparnisse bringen, wodurch die Höhe der aufgenommenen Mittel kompensiert oder überkompensiert wird.SchuldenquoteVerhältnis von Schuldenstand zu Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen.SchuldnerSchuldner ist, wer eine bestimmte wirtschaftliche Leistung zu erbringen hat, z. B. aufgrund eines Kaufvertrages eine Ware zu liefern bzw. eine gelieferte Ware zu bezahlen, oder einen Kredit samt Zinsen zurückzuzahlen hat etc.SchuldscheinUrkunde, in der der Schuldner verspricht, das zugezählte Darlehen zurückzuzahlen. Der S. dient meist zu Beweiszwecken, wobei der Besitz des Scheines zur Geltendmachung des Rechtes nicht erforderlich ist.SchuldverschreibungSammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere.Schwarzer SchwanEreignis, das außerhalb der regulären Erwartung liegt und als Ausreißer gilt, extreme Auswirkungen hat und im nachhinein doch einigermaßen plausibel erklärt werden kann (11. September, Tsunami).ScoreGesamtpunktezahl im Zuge einer Evaluierung.SCOUTAbk. für: Shared Currency Options Under Tender. Optionsvariante, bei der die Prämienkosten durch mehrere Optionskäufer auf ein Minimum reduziert werden können.ScreeningAnalytische Durchleuchtung von Projekten, Unternehmen etc.ScribbleEntwurf. Flüchtige Strichzeichnung. Erster unfertiger Entwurf einer Visualisierung.SECAbk. für: Security Exchange Commission. US-Börsenaufsichtsbehörde.Second-Best-LösungenWelt der Politik. Zweitbeste Lösungen. Diese werden auch als Plan B bezeichnet, wenn Plan A schief geht oder dessen Realisierung die Wahlchancen mindern würde.Secondary OfferingsAusgabe von Altaktien.Section ControlAbschnittsweise Kontrolle der Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen auf Autobahnen und Schnellstraßen, insbesondere in Tunnelbereichen.Securities1. Sicherheitsdienstleistungen im Zusammenhang mit Facility-Management. 2. Sammelbegriff für Wertpapiere aller Art.SecuritisationWertpapiermäßige Unterlegung von Krediten und Forderungen. Andere Bez.: Verbriefung.Seed FinancingFinanzierung der Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate. Erstellung von Prototypen, welche die Grundlage für ein zu gründendes Unternehmen bilden.SegmentierungGliederung eines Gesamtmarktes in Marktsegmente.Sekundäre EinkommenTransferleistungen des Staates wie z. B. Pensionen, Familienbeihilfen, Unfallrenten.SekundäreffekteDa die meisten Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden, führen Handlungen häufig zu unerwünschten Wirkungen. Jene Effekte, die nicht als Handlungsziel formuliert wurden, bezeichnet man als S. (Nebenwirkungen). S. können gleichzeitig mit den Primäreffekten oder zeitlich gestreut auftreten, sie können erwünscht oder unerwünscht, vermeidbar oder unvermeidbar, messbar oder nicht messbar sein.Sekundärer SektorIndustrie und Gewerbe. Andere Bez.: Manufacturing Industries.SekundärmarktBankenwelt. Markt für umlaufende (bereits platzierte) Wertpapiere. Gegensatz: Primärmarkt.SekundärmarktrenditeAus den einzelnen Renditen der am Sekundärmarkt umlaufenden Forderungspapiere wird regelmäßig eine durchschnittliche S. ermittelt.SekundärverteilungEinkommensverteilung, die sich nach erfolgter Einkommenskorrektur durch staatliche Umverteilungsmaßnahmen ergibt.SelbstbehalteBegriff aus dem Versicherungswesen. Jener Teil der Kosten, den der Versicherte selbst tragen muss. S. verringern die Prämien für die Versicherten und bewirken u. a., dass nicht wegen jeder Bagatelle Leistungen in Anspruch genommen werden. Andere Bezeichnung: Selbstbeteiligung.SelbstbezüglichkeitZentrale Hypothese der Systemtheorie, wonach soziale Systeme (wie z. B. öffentliche Verwaltungen) auf Anstöße von außen ziemlich träge regieren, da sie primär mit internen Problemen beschäftigt sind. Andere Bez.: Reflexivität.SelbstfinanzierungFinanzierung der Investitionsausgaben aus dem Ertrag des Unternehmens selbst.SelbstmedikationWenn Patienten ohne Konsultation von Ärzten zu Medikamenten greifen.SelbstzahlerAus der sozialen Krankenversicherung nicht anspruchsberechtigter Patient.Self Fullfilling ProphecyDas prognostizierte Ereignis, das ohne Veröffentlichung unter Umständen nicht eingetreten wäre, tritt tatsächlich ein, z. B.: Ein Wirtschaftsforschungsinstitut prognostiziert eine wirtschaftliche Krise und Unternehmen unterlassen aufgrund dieser Prognose ursprünglich geplante Investitionen.SelfbankingVom Kunden selbst durchgeführte Transaktionen (z. B. Überweisungen) im Foyer einer Bank.Sell and buyVerkauf mit Valuta-Kassa und Kauf mit Valuta-Termin.Sell-outPanikartiges Verkaufen. Die Folge ist meist ein Kurssturz.Semantisches NetzVerfahren, mit dem es gelingt, Wissen als ein Netz von Beziehungen zwischen Objekten darzustellen.SensitivitätsanalyseMehrfache Durchrechnung eines Entscheidungsmodells mit systematisch veränderten Eingangsdaten.Sequentielles DenkenWelt der Human Resources. Neigung, bestimmte Aufgaben in eine Reihenfolge zu bringen und danach abzuarbeiten.ServerNetzwerkcomputer, der an ein lokales Netzwerk angeschlossen ist und den Anwendern zur Verfügung steht.SettingSpielregeln der Kommunikation, die zu Beginn einer Beratung, Therapie oder Supervision vereinbart werden, wie etwa Häufigkeit, Art der Bezahlung, Einzeltherapie, Gruppentherapie.SettlementAbwicklung.Settlement-RisikoErfüllungsrisiko.ShareholderAnteilseigner, Aktionäre.Shareholder ValueBegriff geht auf Alfred Rappaport zurück. Danach ist es Aufgabe des Managements einer AG, für die Aktionäre einen nachhaltigen Ertrag zu erwirtschaften, der langfristig über dem Ertrag alternativer Anlagen liegt. Zwei grundsätzliche Perspektiven: 1. Perspektive des Aktionärs: quantifizierbare Summe aller zukünftigen Erträge, die ein Aktionär zu erwarten hat. 2. Perspektive des Unternehmens: diskontierter Cash Flow der zukünftigen Ertragschancen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dem Unternehmen abgeleitet werden können.SharewareSoftware, die gegen Entrichtung einer Gebühr von anderen genutzt werden kann.Short HedgeDurch den Verkauf von Zinsfutures kann ein eventueller Kursrückgang infolge eines Zinsanstieges abgesichert werden.ShortlistListe jener Personen oder Unternehmen, die bei einer Ausschreibung in die engere Auswahl kommen. Zweiter Teil eines mehrstufigen Auswahlverfahrens.SicherheitenVerpfändete Vermögenswerte zur Besicherung von Krediten sowie Vermögenswerte, die die Zentralbanken von Geschäftspartnern im Zuge von Pensionsgeschäften ankaufen.SicherheitsabschlagDifferenz zwischen dem Marktwert eines Wertpapiers und seinem Wert als Sicherheit. Abschläge werden vom Kreditgeber festgelegt, um ihn – sollte er die Sicherheit verwerten müssen – vor Verlusten aus sinkendem Marktwert der Sicherheit zu schützen.SicherungsabtretungAbtretung von Forderungen ausschließlich zum Zwecke der Kreditsicherung.SicherungsübereignungZur Sicherung von Forderungen aus Kreditverträgen können sowohl körperliche Sachen als auch Rechte, insbesondere Forderungen, in das Eigentum des Kreditgebers übertragen (abgetreten, zediert) werden. Aus steuerlichen Gründen werden Ansprüche aus Lebensversicherungen in der Regel nicht abgetreten (zediert), sondern verpfändet. Andere Bez.: Sicherungseigentum.SichteinlagenGuthaben auf Girokonten, über die der Kontoinhaber bei Sicht, d. h. jederzeit, bar oder durch Überweisung verfügen kann.SideletterNebenvereinbarung zu einem umfassenden Vertragswerk.Single Buyer SystemAlleinabnehmer-System. In einem S. hat ein Unternehmen das alleinige Recht, Strom zu verkaufen und das dafür notwendige Netz zu betreiben. Unabhängige Stromerzeuger können ihren Strom nicht direkt an Endverbraucher verkaufen, sondern nur an den Alleinabnehmer. Der Alleinabnehmer kann gleichzeitig auch Erzeuger sein.SITCAbk. für: Standard International Trade Classification. Klassifikationsschema der UN.SIVAbk. für: Structured Investment Vehicle. Von den Banken ausgelagerte Zweckgesellschaften. Sie ermöglichen Spekulationen mit hohen Risiken ohne entsprechende Eigenkapitalabsicherung. SIVs investieren in alle Arten von forderungsbesicherten Wertpapieren. Andere Bez.: Conduits.SkaleneffekteKosteneinsparungen, die aus einem bestimmten Produktionsumfang resultieren. Je mehr in einer Anlage produziert wird, desto geringer sind die Fixkosten pro Produkt. Andere Bez.: Economies of Scale, World-Scale-Anlagen.SkalierungVorgang der Festlegung der Menge der Ausprägungen einer Variablen und der genauen Festlegung des Aussagegehalts dieser Ausprägungen. Man unterscheidet folgende Arten von Skalen: 1. nominale Skalen (ermöglichen Klassifikation von Werten) 2. ordinale Skalen (ermöglichen Bildung einer Reihung) 3. kardinale Skalen (ermöglichen Messungen).SloganWerbebotschaft in Form eines kurzen, prägnanten Satzes.Slot1. Begriff aus der Fliegersprache. Jener Zeitraum, der für das Befliegen einer Luftstraße bzw. für den Bewegungsvorgang auf einem Airport für ein Flugzeug reserviert ist. 2. Computersprache. Steckplatz für austauschbare Computerbestandteile (z. B. Steckkarten).Small CapAktien von kleineren börsenotierten Unternehmen. Die Titel werden meist nicht allzu stark gehandelt, die Liquidität der Papiere ist daher unter Umständen beschränkt.Smart CardsKarten, die mit speziellen IT-Funktionen ausgestattet sind.Smart GridsIntelligente Energienetze. Smart ist ein Energienetz dann, wenn die einzelnen Komponenten (Erzeugungsanlagen, Netze, Endgeräte) miteinander kommunizieren können, so dass Informationen in alle Richtungen fließen. Voraussetzung ist eine smarte Zählerinfrastruktur, d. h. es werden Smart Meters benötigt. Energieeffizienz.Smart MetersIntelligente Stromzähler, die den Energieverbrauch anzeigen, auswerten und speichern. Smart Meters sind ein wesentlicher Bestandteil von Smart Grids.SmartphoneComputer-Handy.SMIAbk. für: Swiss Market Index. Ein Indikator für die Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes.Snob-EffektBesondere Form des Preis-Qualitäts-Effektes. Bestimmte Güter werden gerade wegen ihres hohen Preises gekauft in der Erwartung, nach diesem Verhalten vom Umfeld positiv eingestuft zu werden (z. B. T-Shirts mit bestimmter Aufschrift).Social MarketingMarketing-Techniken und -Prinzipien, die zur Förderung sozialer Aufgaben, Ideen und Praktiken eingesetzt werden. Ziel ist es, das Urteil bestimmter Zielgruppen über soziale Ideen, Aufgaben und Praktiken im positiven Sinn zu beeinflussen.Social MediaInternetbasierte Plattformen, auf denen Menschen Ideen, Gefühle und Informationen meist in Echtzeit preisgeben (z. B. Twitter).Societas EuropaeaAktiengesellschaft nach europäischem Recht.Soft SkillsWörtlich: „weiche Fähigkeiten“. Gemeint sind die sozialen Fähigkeiten der Menschen, im Unterschied zu den fachlichen Qualifikationen, z. B. die Fähigkeit, einen persönlichen Kontakt zu den Kunden aufzubauen.SolidarhaftungHaftung mehrerer Personen als Gesamtschuldner. Jeder haftet dem Gläubiger gegenüber für die gesamte Schuld. Im Innenverhältnis besteht die Möglichkeit von Ausgleichsansprüchen.Soll-Ist-KostenrechnungVerfahren zur Kostenkontrolle. Vergleich der vorgegebenen Soll-Kosten mit den tatsächlich angefallenen Ist-Kosten.SolvabilitätZahlungsfähigkeit.Solvency IIWelt der Versicherungen. Vorschriften hinsichtlich der Unterlegung von Transaktionen mit Eigenkapital und einem entsprechenden Risikomanagement.SolvenzrisikoVerlustrisiko aufgrund der Zahlungsunfähigkeit (Konkurs) des Emittenten eines Finanzinstruments oder aufgrund der Insolvenz des Geschäftspartners.SonderklasseGesundheitswelt. Station einer Krankenanstalt, die sich von der allgemeinen Gebührenklasse vor allem durch besondere Ausstattung (z. B. Lage der Krankenzimmer, Anzahl der jeweiligen Krankenbetten) und bessere Verpflegung unterscheidet.Source CodeQuelltext eines Programms, der zur Ausführung in maschinenlesbare Form umgewandelt bzw. kompiliert werden muss.SozialbilanzBilanzartige Darstellung der Leistungen eines (meist großen) Unternehmens für die Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, gesetzliche und freiwillige Sozialleistungen, Pensionszuschüsse und dergleichen) für Staat und Gemeinde (Steuern, Gebühren) und für die Bevölkerung der Betriebsstandorte (Umweltschutzaufwendungen, Spenden).Soziale KompetenzSchlüsselqualifikation im Berufsleben. Sammelbegriff, der vieles umfassen kann, von Menschenkenntnis über Verhandlungstechnik.Soziale KostenBeeinträchtigungen, Schäden oder finanzielle Aufwendungen, die zu Lasten der Allgemeinheit oder von Wirtschaftssubjekten gehen, welche sie nicht verursacht haben. Mikroökonomische und makroökonomische Kosten weichen voneinander ab, es entstehen externe Effekte.SozialkapitalBilanzposten zur Vorsorge in Form von Rückstellungen – darüber hinaus auch als Rücklagen – für künftig erwartete Ansprüche aufgrund von gesetzlichen Regelungen (z. B. für Abfertigungen) oder innerbetrieblichen, vertraglichen Vereinbarungen (z. B. für Firmenpensionen) über die Lohn- oder Gehaltsansprüche von Arbeitnehmern hinaus.SozialproduktSumme aller Leistungen einer Volkswirtschaft während einer Periode (in der Regel ein Jahr), als Brutto-S. (einschließlich verbrauchter Produktionsmittel = Abschreibungen) sowie als Netto-S. (nach Abzug der normalen Abschreibungen).Spaghetti-StrukturUnübersichtliches, verworrenes Geflecht in einem System.SparenMit dem Begriff S. kann man folgende Inhalte verbinden: 1. Ersatzlose Streichung von Ausgaben. 2. Umschichtung von Ausgaben von Ziel A zu Ziel B. 3. Effiziente Verwendung von Ressourcen zur Erreichung von Produktions- und/oder Konsumzielen. 4. Nicht-Konsum von Einkommensteilen in einer Periode ohne Veranlagung bei einer Bank (Sparen „unter dem Strohsack”). 5. Veranlagung von nicht konsumierten Einkommensteilen bei einer Bank.SparquoteVerhältnis der Nettoersparnis (verfügbares Einkommen minus privatem Konsum) zum verfügbaren Gesamteinkommen der Haushalte.SparringGegenseitige Managementunterstützung durch gleichwertige Führungskräfte.Speed ManagementSchnelles Umsetzen von Ideen und/oder Projekten. Vierte Dimension des Wettbewerbes nach dem Qualitätswettbewerb, der Segmentierung und der Kundenorientierung. Die Parameter Qualität und Zeit sind hier eng miteinander verbunden. Ohne Prozessqualität und entsprechende Mitarbeiterqualifikation lässt sich jedoch die Reaktionsschnelligkeit in einem Unternehmen nicht steigern.SpekulationTätigkeit, die darauf gerichtet ist, aus erwarteten zeitlichen Preisunterschieden, vor allem bei Wertpapieren, Devisen, Rohstoffen, Grundstücken, Gewinne zu erzielen.Sperrklinken-EffektWirtschaftssubjekte reagieren entweder später oder überhaupt nicht auf bestimmte Ereignisse, z. B.: Eine neue Erfindung, die sich in besseren Produkten niederschlägt, wird sich erst nach einiger Zeit in einer verstärkten Nachfrage äußern, weil sich die Menschen eben erst mit einem ähnlichen Gut eingedeckt haben und mit dem neuen Gut erst „anfreunden“ müssen.Sperrminorität1. Von einer entsprechend großen Minderheit unter den Aktionären, der so genannten S., können Beschlüsse, die in der Hauptversammlung einer qualifizierten Mehrheit (z. B. Zweidrittel- oder Dreiviertelmehrheit) bedürfen, verhindert werden. 2. Begriff aus dem EU-Recht: Anzahl der Stimmen, die erforderlich sind, um bestimmte Entscheidungen zu blockieren.SpieltheorieAnalysiert das Verhalten von Individuen und Unternehmen, indem sie diese so betrachtet, als wären sie Teilnehmer in einem strategischen Spiel. Ein Spiel wird dabei als Situation definiert, in der alle Teilnehmer bestimmte Interessen verfolgen und in der das Ergebnis nicht von einem Teilnehmer alleine bestimmt werden kann.Spillover-EffekteS. liegen vor, wenn ein Wirtschaftssubjekt durch seine Handlungen (z. B. Produzieren, Konsumieren) anderen Wirtschaftssubjekten Vor- und/oder Nachteile verschafft.Spin-off1. Technologische Nebenprodukte der Großforschung. 2. Ausgliederung oder Verkauf einer bislang rechtlich unselbstständigen Unternehmenssparte. 3. Entwicklung und Gründung von Unternehmen.SpitzenkraftwerkKraftwerk, das nur in Zeitabschnitten mit hohem Energiebedarf (z. B. mittags, morgens und abends) eingesetzt wird.SponsoringBereitstellung von finanziellen Mitteln durch Unternehmen für Personen oder Organisationen zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit und der Kommunikation. Sponsoren verstehen sich nicht als Mäzene, sondern erwarten direkte oder indirekte Gegenleistungen durch Image- und Werbewirkung, Überlassung von Eintrittskarten etc. Echtes S. ist von der Steuer absetzbar.SpotWerbekurzfilm bzw. im Hörfunk eingeblendeter Werbetext.Spot-GeschäfteGeschäfte mit sofortiger Bezahlung und Lieferung.Spot-PreisAuf Rohstoffmärkten (z. B. Rohöl) der freie Preis für jenen Teil des Angebots, der nicht aufgrund langfristiger Lieferverträge abgenommen wird. Je nach momentaner Marktlage (und spekulativer langfristiger Erwartung) kann der S. weit niedriger oder beträchtlich höher sein als der Kontraktpreis.SpreadWelt der Finanzwirtschaft. Differenz („Spanne“) zwischen An- und Verkaufspreisen.StaatsanleihenSie dienen Staaten dazu, sich in Form von Schuldverschreibungen Geld zu beschaffen.StaatsquotenKennzahlen, die den Umfang staatlicher Aktivität (z. B. Staatsausgaben, Steuerbelastung, Verschuldung) zu erfassen versuchen. Damit diese international vergleichbar sind, werden die öffentlichen Haushalte (Bund, Länder und Gemeinden) sowie die Sozialversicherungen in der Regel zusammengefasst („aggregiert“).Stabilitäts- und WachstumspaktEU-Welt. Wurde im Vorfeld der Europäischen Währungsunion auf dem EU-Gipfel in Amsterdam 1997 beschlossen. Sollte ein Instrument der Wirtschafts- und Währungsunion sein mit dem Zweck, einen Rahmen für die Haushaltspolitik der Mitgliedsstaaten für einen stabilen EURO zu schaffen. Gegen diesen Pakt haben die Mitgliedsstaaten laufend verstoßen. Er ist – nach den Beschlüssen von Brüssel im Mai 2010 – nur mehr ein „Papiertiger“.Stabilitätspakt (A)Der österreichische Stabilitätspakt regelt die Haushaltskoordinierung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.StabstellenStellen ohne operative Leitungsaufgaben. Sie dienen einer übergeordneten Instanz zur quantitativen, qualitativen und personellen Entlastung. Sie übernehmen Entscheidungsvorbereitungs-, Verwaltungs-, Koordinations- und Kontrollaufgaben.StagflationKonjunkturphase, die durch geringes Wachstum (Stagnation) und zugleich durch relativ starken Preisanstieg (Inflation) gekennzeichnet ist.StakeholderAnspruchsgruppen. Gruppen, die berechtigte Ansprüche/Interessen gegenüber einem Unternehmen/einer öffentlichen Behörde geltend machen. Das sind u. a. die Mitarbeiter, die Kunden, die Anrainer, der Fiskus, Gebietskörperschaften, Kreditgeber.Stakeholder-KonzeptNach diesem Konzept fühlt sich das Management eines Unternehmens nicht nur den Aktionären verpflichtet, sondern allen Stakeholdern, die mit dem Unternehmen verbunden sind.StammaktienAktien, die alle Rechte gewähren, die einem Aktionär zustehen. Es sind dies Vermögensrechte und Mitgliedschaftsrechte.Stand-by1. Besonders günstiger Flugtarif. Warten auf einen freien Platz, der aber nur von bestimmten Fluggesellschaften auf einigen Strecken angeboten wird. 2. Geräte (z. B. Fernseher) in betriebsbereitem Zustand. 3. Verbindliche Kreditzusage für einen möglichen künftigen Finanzierungsbedarf.Standard-KrankenanstaltAllgemeine Krankenanstalten der niedrigsten Versorgungsstufe nach dem Krankenanstaltengesetz.StandingBonität, Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.StarsBegriff aus der Portfolioanalyse bzw. dem strategischen Controlling. Produkte mit hohem Marktanteil und hohem Marktwachstum. Positiver Cash Flow, jedoch zur Erhaltung der Marktposition hohe finanzielle Mittel erforderlich. Marktstrategie: „Forcieren!“Start-upJunges, meist schnell wachsendes Unternehmen, kurz nach der Gründung.State of the ArtStand des Wissens in einer Disziplin.Statistische DifferenzBegriff aus der Zahlungsbilanztheorie. Summe aller Berechnungs- und Erhebungsfehler bei der Erstellung der Zahlungsbilanz.Stellenandrangziffern (A)Arbeitsmarkt. Vorgemerkte Arbeitslose je gemeldeter offener Stelle.StellenbeschreibungenOrganisatorische, personalwirtschaftliche und bewertungsrelevante Inhalte einer Stelle.SteuerbelastungsquoteSteuern und steuerähnliche Abgaben (Sozialversicherungsbeiträge, Kammerumlagen usw.) in Prozent des Bruttoinlandproduktes desselben Jahres.SteuerharmonisierungAngleichung der nationalen Steuervorschriften innerhalb der Europäischen Union.SteuerleistungArt und Höhe der Steuern, die in einer Region an den Fiskus fließen.SteuernÖffentliche Abgaben, denen keine spezielle Gegenleistung seitens einer Gebietskörperschaft gegenübersteht.SteuerquoteSteuern in Prozent des BIP.SteuerungÜberwachung der Funktionen in einem System (z. B. in der Wirtschaftspolitik) und die damit zusammenhängenden Maßnahmen. Andere Bez.: Governance.StichprobeTeil einer Grundgesamtheit, durch den auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein bestimmter Eigenschaften von Elementen der Grundgesamtheit geschlossen werden kann.StickerAufstecker, Aufkleber.StiftungDurch eine Anordnung des Stifters dauernd gewidmetes Vermögen mit Rechtspersönlichkeit, dessen Erträge der Erfüllung gemeinnütziger oder mildtätiger Zwecke dienen.Stille ReservenNicht in der Bilanz erkennbare stille Rücklagen, die durch eine Unterbewertung der Aktiva bzw. durch eine Überbewertung der Passiva entstehen.Stock1. Ökonomische Größe oder Menge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt („Stichtag“) gemessen wird. Beispiele: Kapitalstock, Geldvermögen, Bevölkerungszahl, Gesamtschuld. Andere Bez.: Bestandsgröße. 2. Aktie.Stock ExchangeWertpapierbörse.StockwerkseigentumEigentum an einem Stockwerk eines Gebäudes oder an einer Wohnung. Das S. ist eine Form des Miteigentums, bei dem jedem Miteigentümer nicht eine Quote (also ein Bruchteil), sondern ein ganz bestimmter Teil der Sache gehört.Stop-and-Go-PolitikAbrupter Wechsel zwischen wirtschaftspolitischem Expansionskurs und wirtschaftspolitischem Restriktionskurs.Stop-Loss-OrderKauf- oder Verkaufsauftrag, der bestens ausgeführt wird, sobald bei steigender/nachgebender Kursentwicklung ein vom Aktienbesitzer definierter Kurs erreicht oder über-/unterschritten wird. Ein bereits erzielter Gewinn kann damit möglichst abgesichert und ein Verlust möglichst vermieden werden.Storno1. Berichtigung einer Buchung. 2. Widerruf eines Auftrages.StorytellingWelt des Managementtraining. Schilderung konkreter Fälle, um wirtschaftliche Komplexität besser zu verstehen und neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten auszulösen.Stranded CostsKosten, denen keine Erträge auf dem Markt gegenüberstehen.Stranded InvestmentsFehlinvestitionen.Strategische AllianzenForm der Kooperation rechtlich und wirtschaftlich selbstständiger Unternehmen/Behörden/Organisationen. Mögliche Motive: Kostensenkung bei der gemeinsamen Beschaffung, Kostenteilung im Bereich der Grundlagenforschung, Entwicklung von Normen und Standards etc. Scheitern oft an der praktischen Umsetzung und divergierenden Interessen und Unternehmenskulturen.Strategische GeschäftsfelderAbgek.: SGF. Eigenständige Bereiche innerhalb eines Unternehmens mit klar definierten Produktmärkten. Die Darstellung erfolgt häufig in Form eines Portfolios.StresstestBankenwelt. Modellsimulationen, die aufzeigen sollen, wie sich Extremereignisse (Terroranschläge, Pleiten von Großbanken etc.) auf die Einkommens- und Liquiditätssituation einer Bank auswirken. Ein S. beschreibt eine zukünftige drastische, aber dennoch plausible Verschlechterung des Umfelds, im dem das Institut bzw. das System agiert. Andere Bez.: Krisentest, Stressszenario, Krisenszenario.StreubesitzJener Teil des Aktienkapitals, der nicht fix in Händen von Großaktionären ist.StreuplanWelt der Werbung. Ein S. gibt an, wie die einzelnen (meist zu einer Werbekampagne gehörenden) werblichen Maßnahmen zeitlich verteilt werden. Aus dem S. ist ersichtlich, welche und wieviele Anzeigen, Plakatanschläge etc. wann und wo erscheinen werden.StreuverlustWerbesprache. Zu einem S. beim Einsatz von Werbemitteln kommt es, wenn Personen angesprochen werden, die nicht zur definierten Zielgruppe gehören.Strike PriceBasispreis.Stripped BondFestverzinsliches Wertpapier, bei dem die Bestandteile Mantel und Kupon getrennt gehandelt werden. Andere Bez.: Strip-Anleihe.StrömungsgrößeÖkonomische Größe oder Menge, die auf einen Zeitraum (z. B. Kalenderjahr) bezogen ist. Beispiel: Investition, Einkommen etc. Andere Bez.: Bewegungsgrößen, Flows.StrukturdefizitKonjunkturbereinigtes, staatliches Defizit.StrukturfondsEU-Welt. Aufgabe der S. ist es, regionale und soziale Unterschiede auszugleichen. Z. B.: EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung), ESF (Europäischer Sozialfonds) , EAGLF (Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft), FIAF (Finanzinstrument für die Ausrichtung der Fischerei).Strukturierte KrediteIm engeren Sinn werden damit Wertpapiere bezeichnet, bei denen das Verlustpotenzial eines zugrunde liegenden Pools von Forderungen (z. B. von Krediten oder Anleihen) in verschiedene Verlusttranchen aufgespaltet wird. Die Investoren, die solche Wertpapiere kaufen, tragen das Risiko, dass tatsächlich auftretende Verluste in ihre Verlusttranche fallen oder diese übersteigen. Im weiteren Sinn werden alle Arten von Kreditderivaten als strukturierte Kredite bezeichnet.StützungskaufBörsensprache. Kauf zur Stützung des Kurses eines bestimmten Wertpapiers oder einer Währung.STUZZAAbk. für: Studiengesellschaft für Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr.SubjektförderungUnterstützung sozial bedürftiger Personengruppen mit nach Einkommen und Familiengröße gestaffelten finanziellen Beihilfen.SubprimeZweitklassig. Schlecht besicherte US-Hypothekarkredite, die den Banken jede Menge toxische Wertpapiere beschert haben.SubsidiaritätsprinzipSelbstbestimmung und Selbstverantwortung von Menschen, Institutionen, Regionen.Wurde im Rahmen der Vereinbarungen von Maastricht festgelegt und definiert. Demnach wird ein zentrales EU-Organ nur dann tätig, wenn das Ziel einer bestimmten Maßnahme besser auf Gemeinschaftsebene erreicht werden kann als auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten.Subskription1. Zeichnung von Neuemissionen. 2. Rabattierter Kauf auf Termin.SubventionenLaufende Transferzahlungen bzw. Haftungen der öffentlichen Hand an Unternehmen: 1. Nicht rückzahlbare Zuschüsse 2. Zinsenzuschüsse 3. Zinsgünstige Kredite 4. Haftungsübernahmen 5. Beteiligungen.Sunset LegislationWörtlich: Sonnenuntergangsgesetzgebung. Spezifikum der US-Gesetzgebung zur Deregulierung. Um eine permanente Deregulierung in Gang zu bringen, werden Gesetze zeitlich befristet, also mit einem Ablaufdatum versehen. Nach Ablauf dieser Frist werden diese Gesetze auf ihre Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit überprüft.SuperädifikatBauwerk auf oder unter fremdem Grund, das von einer Person, die nicht Eigentümer ist (z. B. Mieter oder Pächter), errichtet wird und nach der Bauweise oder dem zeitlich begrenzten Benützungsrecht nicht für die Dauer bestimmt ist.SupervisionBestimmte Berufsgruppen haben grossen Stress, z. B. Notärzte, Sanitäter, Lehrer. Supervision hilft.Supply Chain ManagementAbgek.: SCM. IT-gestützte Organisation des Waren- und Informationsflusses innerhalb einer Wertschöpfungskette. Effiziente Vernetzung von Lieferanten, Produzenten und Distributoren.SustainabilityNachhaltige Entwicklung, Aufrechterhaltung eines Systems.SUVAutomobilwelt. Abk. für: Sport Utility Vehicle.SwapTauschgeschäft, z. B. von Finanzströmen oder Währungen. S. können zur Absicherung oder ausschließlich zur Spekulation eingesetzt werden.SwapsatzDifferenz zwischen Kassa- und Terminkurs, ausgedrückt in Prozent des Terminkurses.SWIFTAbk. für: Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Internationales Datenfernübertragungssystem zur Rationalisierung des internationalen Zahlungsverkehrs.SWOT-AnalyseEnglische Abk. für: Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats. Analyse der Stärken und Schwächen.SyndikatKonsortium, das von mehreren Banken gebildet wird, um eine große gemeinsame Finanztransaktion durchzuführen.Syndizierter KreditFinanztransaktion, die von einem Syndikat, vor allem im internationalen Großkreditgeschäft abgewickelt wird.SynergieeffekteVorteile, die durch Kooperation von Personen, Unternehmen oder Institutionen entstehen. Andere Bez.: Verbundeffekte.SystemMenge von Elementen, zwischen denen Beziehungen bestehen. Diese Beziehungen können z. B. logischer, philosophischer, ästhetischer, physikalischer Art sein.SystemengineeringOptimierung und gegenseitige Abstimmung von Hardwarekomponenten, der Anwendungs- und Betriebssystemsoftware und deren Weiterentwicklung (Netzwerktechnologie) unter dem Gesichtspunkt der Systemintegration.SystemischZu einem System gehörig, ganzheitlich vernetzt.SystemlieferantUnternehmen, die zusammengehörige Komponenten liefern.SystemrelevanzUnternehmen bzw. Organisationen sind dann im nationalen oder internationalen Kontext systemrelevant, wenn sie so groß sind, dass man sie nicht scheitern lassen kann („too big to fail“).SystemtheorieDie S. beschäftigt sich mit der Erforschung des Zusammenwirkens der Elemente eines Systems (technische Einrichtungen, biologische Organismen, soziale Organisationen etc.).SzenarioBegriff stammt aus der Theatersprache und bedeutet Drehbuch. Mit Hilfe von S. versucht man mögliche, in der Zukunft liegende Zustände aufzuzeigen, wobei man von der gegenwärtigen Situation ausgeht, z. B.: Ölpreisszenarien, Umweltsituation im Jahr 2015 etc.![]() T-BillKurzbezeichnung für Treasury Bill. US-Staatsanleihe mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger.Tacid KnowledgeWörtlich übersetzt: Schweigendes Wissen. T. ist zwar vorhandenes, aber nicht dokumentiertes Wissen von Politikern, Managern, Forschern, bestimmten Bevölkerungsschichten etc. Es handelt sich dabei um Wissen, das – aus welchen Gründen auch immer – bei politischen Entscheidungen bisher nicht berücksichtigt wurde. Andere Bez.: Hidden Knowledge.TageswertprinzipBewerten zum Wiederbeschaffungswert per Bilanzstichtag. Hier kann es zu buchmäßigen Verlusten bzw. Gewinnen kommen.TaggeldGeld mit einer Laufzeit von einem Werktag.Zur Liquiditätssteuerung bei Banken durchaus üblich.Take-overÜbernahme eines Unternehmens durch ein anderes Unternehmen. Diese kann vom Management des übernommenen Unternehmens erwünscht („Friendly T.“) oder unerwünscht („Unfriendly T.“) sein.TANAbk. für: Transaktionsnummer. Diese Nummern sind Geheimzahlen, die beim Home Banking aus Sicherheitsgründen zur Bestätigung eingegeben werden müssen. Die T. ist das elektronische Äquivalent zur Unterschrift.Tap IssueEine Art Daueremission, die nicht im vollen Umfang sofort auf den Markt kommt, sondern deren Tranchen je nach Kapitalbedarf und Marktlage begeben werden.Target1. Planziel 2. Unternehmen, das im Rahmen eines Hostile Take-over übernommen werden soll.Target CostingZielkostenrechnung. Festlegung der Gesamtkosten und der Kosten der einzelnen Produkte.TarifautonomieVom Staat nicht beeinflusste Lohn- und Preisgestaltung durch die Sozial- und Wirtschaftspartner. Im Besonderen geht es um Kollektivvertragsverhandlungen ohne staatliche Zwangsschlichtung bei Arbeitskonflikten.TariflohnT. ist der zwischen den Tarifparteien Gewerkschaft und Arbeitgeberverband festgelegte Lohn, der nicht unterschritten werden darf.TarifvertragVertrag zwischen einer Gewerkschaft und einem Arbeitgeberverband, der Löhne und Arbeitsbedingungen für einen bestimmten regionalen Bereich eines Wirtschaftszweiges regelt.TaskDie aus dem Leistungsprogramm einer Organisation abgeleitete Teilaufgabe. Andere Bez.: Issue.Task Force1. Sonderkommando, Lenkungsausschuss, Projektsteuerungsgruppe. Eine T. dient der gemeinsamen Lösung komplexer Probleme. 2. Europäische Union: Jene Abteilung der Europäischen Kommission, die sich mit der Konzeption, Planung, Vorbereitung und Implementierung von Aktionsprogrammen im Bereich allgemeine und berufliche Bildung befasst.TeamPersonen, die gemeinsam versuchen, bestimmte Probleme zu analysieren und (eventuell) zu lösen. Im Gegensatz zu einer Gruppe durch gemeinsame Ziele verbunden.Technische AnalyseAnders als die fundamentale Analyse geht die T. davon aus, dass sich alle kursrelevanten Fakten in den Börsenkursen niederschlagen. Untersucht die Auswirkungen von Marktbewegungen, primär unter Zuhilfenahme von Charts.Technische ReaktionDarunter versteht man das Marktverhalten nach einer vorangegangenen Phase gleichgerichteter Entwicklung, das eigentlich nur der Überlegung entspringt, jetzt müsse doch endlich einmal etwas anderes als bisher geschehen. Eine T. bereinigt den Markt, weil bislang noch nicht untergebrachte Wertpapierpositionen endgültig Käufer finden.Technischer FortschrittÄußert sich in der technischen Möglichkeit, neue Produkte oder bekannte Produkte mit neuen Verfahren herzustellen. Bei Verfahrensneuheiten kann eine konstante Produktmenge zu geringeren Kosten bzw. eine größere Produktmenge zu konstanten Kosten oder in besserer Qualität oder kürzerer Zeit hergestellt werden.TechnologiepolitikUnter T. versteht man staatliche Eingriffe, die auf eine Veränderung der Innovationsprozesse in einer Volkswirtschaft abzielen. Eine umfassende T. bezieht sich auf eine Vielzahl von Subsystemen (Bildungssystem, Steuersystem, Finanzierungsmöglichkeiten, wissenschaftliche und technische Forschung), die in ihrer Gesamtheit auf die Fähigkeit zur Innovation und Erneuerung der Gesamtwirtschaft ausgerichtet werden sollen.Technology GovernanceVerantwortungsvoller Umgang mit Technologien in Unternehmen.TEDAbk. für: Tenders Electronic Daily. EU-Datenbank über öffentliche Ausschreibungen.TEEWelt der Eisenbahnen. Abk. für: Transeuropäische Excellence. Eine Kooperation („Rail Alliance“) der deutschen, österreichischen und Schweizer Eisenbahnen.TeilerhebungErhebung, durch die nur ein Teil der Grundgesamtheit (Stichprobe) erfasst wird.TeilschuldverschreibungÜber einen Teilbetrag einer größeren Geldschuld ausgestelltes Wertpapier.TelebankingErledigung von Bankgeschäften per Telekommunikation.TelematikSammelbegriff für Übertragungsdienste, die nach einem vollkommen festgelegten Protokoll arbeiten, z. B.: Telex, Teletex, Bildschirmtext.TelevotingJede Form von Abstimmung im Fernsehen per Handy oder Festnetz.TEMPUSAbk. für: Trans European Mobility Scheme for University Studies. Das europaweite Mobilitätsprogramm für den Hochschulbereich in den Ländern Mittel- und Osteuropas zu deren Anpassung an die Erfordernisse der Marktwirtschaft.TENAbk. für: Transeuropäische Netze. Die TEN-Leitlinien enthalten eine Prioritätenliste des transeuropäischen Verkehrsnetzes.Tender1. Ausschreibung (Auktion) zur Lieferung bestimmter Waren und Dienstleistungen. 2. Emissionsverfahren bei Anleihen. Auktion von Zentralbankgeld, das den Banken unter bestimmten Bedingungen angeboten wird. Man unterscheidet Mengentender und Zinstender.TerminBezeichnung für Warengeschäfte, bei denen die Ware erst später bezahlt und geliefert zu werden braucht. Man spricht in diesem Zusammenhang von Terminmarkt, Terminware, Terminpreis, Terminmonat und Terminhändler.Terminal1. Endplatzgerät 2. Umschlagplatz (z. B. von Containern).TerminbörseMarkt für den Terminhandel an einer Börse.TermineinlagenEinlagen, die für einen bestimmten Zeitraum fest hereingenommen werden (Festgelder) bzw. über die nach Ablauf einer bestimmten Kündigungsfrist verfügt werden kann (Kündigungsgelder).TermingeldEinlage bei einer Bank mit einer vereinbarten Laufzeit oder Kündigungsfrist.TermingeschäfteVereinbarungen, eine jetzt gekaufte bzw. verkaufte Ware zu einem späteren Zeitpunkt zu bezahlen und zu übernehmen bzw. zu liefern.TerminkontraktVereinbarung über ein Termingeschäft, in dem die Details wie Preis, Menge, Qualität etc. festgelegt werden.TerminmärkteGegenwartsmärkte für Zukunftsgüter. Sie erlauben einerseits Geschäfte zwischen Risikovermeidern, andererseits den Handel mit Risiken zwischen Risikovermeidern und Spekulanten. Kurssicherung von Zahlungsforderungen und Zahlungsverpflichtungen in fremder Währung, die zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden. Es besteht damit die Möglichkeit, sich gegen Kursschwankungen, Ab- und Aufwertungen abzusichern.Terms of PaymentZahlungsfristen und -gewohnheiten im Außenhandel und deren Auswirkung auf die Devisenbilanz (bei festen Wechselkursen) oder auf den Wechselkurs (bei flexiblen Wechselkursen). Eine Verschlechterung der T. tritt z. B. ein, wenn aufgrund von Abwertungsgerüchten die Importeure eines Landes die Einfuhr stark steigern und sofort bezahlen, die Exporteure aber das Einziehen ihrer ausländischen Forderungen hinausschieben.Terms of TradePreis der Güter und Dienstleistungen eines Landes im Vergleich zum Preis eines Warenkorbs der weltweit handelbaren Güter, ausgedrückt durch das Verhältnis der Exportpreise zu den Importpreisen eines Landes.Tertiärer SektorDienstleistungsbereich im weitesten Sinn (Handel, Verkehr, Fremdenverkehr, aber auch öffentliche Verwaltung usw.) – im Unterschied zum primären Sektor (Urproduktion in Form von Landwirtschaft, Bergbau, Fischfang) und dem sekundären Sektor (Industrie, verarbeitendes Gewerbe).Tertiäres BildungswesenUniversitäten und Fachhochschulen.TestimonialPerson, die ein Produkt, eine andere Person oder ein politisches Projekt durch öffentliche Werbung in den Medien unterstützt.TGIFAbk. für: „Thank God It’s Friday“. Börsenwelt. Händlerjargon.TheorieSystem von Hypothesen im Rahmen komplexer Erklärungszusammenhänge. Beispiel: Konjunkturtheorie, Beschäftigungstheorie.ThesaurierungZuweisung erzielter Gewinne zu den (freien) Rücklagen.ThesaurierungsfondsDie erzielten Erträge werden hier nicht ausgeschüttet, sondern automatisch reinvestiert. Die nicht ausgeschütteten, sogenannten ausschüttungsgleichen Erträge sind allerdings zu versteuern.ThesaurusEin Suchwortschatz in Form eines hierarchisch strukturierten Wörterbuches für den Zugriff auf eine Volltextdatenbank.ThetaZeigt die Änderung der Optionsprämie bei abnehmender Laufzeit bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen.ThinktankWörtlich übersetzt: „Denk-Tank“. Der Begriff entstand während des zweiten Weltkrieges. Zur Lagebeurteilung während eines Gefechts pflegten sich amerikanische Offiziere jeweils in einen Panzer („Tank“) zurückzuziehen, um strategisch zu „denken“. Der Begriff wurde dann auf wissenschaftliche Institute aller Art übertragen. T. erstellen Studien zur besseren Untermauerung von Entscheidungen in Wirtschaft und Politik.TickerEine Art Laufband, das aktuelle Informationen zeigt. Ein Ticker kann auf den Desktop oder im Web auf die Homepage integriert werden. Es gibt Nachrichtenticker oder Börsenticker, in denen aktuelle Informationen gezeigt werden.Tier 1Basler Bankenwelt. Kernkapital.Tier 2Basler Bankenwelt. Ergänzungs- und Nachrangkapital.Tier 3Basler Bankenwelt. Umgewidmetes Tier-2-Kapital, im Wesentlichen kurzfristige, nachrangige Verbindlichkeiten.Tilburger ModellNew Public Management-Modell in den Niederlanden.TilgungDie häufigste Form der T. ist die allmähliche Abtragung einer Schuld, bei der außer dem fälligen Zinsbetrag jährlich auch eine bestimmte Quote der Schuldsumme zurückbezahlt wird.Time to MarketZeitraum, in dem es gelingt, ein Produkt auf dem Markt zu platzieren.TimelagZeitliche Verzögerung. Zeitabstand zwischen der Veränderung einer Größe und der Auswirkung dieser Veränderung auf eine andere Größe. Man unterscheidet Wirkungs-, Erkenntnis-, Entscheidungs- und Handlungsverzögerungen.Timesharing1. Betriebsweise eines Datenverarbeitungssystems. Ermöglicht einer Vielzahl von Teilnehmern die Nutzung des Systems. 2. Tourismus. Zeitweise Nutzung von Immobilien (z. B. Hotels) durch die Eigentümer (Anteilseigner).TimingWahl des richtigen Zeitpunktes zum Einsatz von betriebs- und/oder volkswirtschaftlichen Instrumenten. Voraussetzung für richtiges T. ist Kenntnis der grundsätzlich möglichen Wirkungen, die von den betreffenden Maßnahmen ausgehen können, sowie ungefähre Kenntnis der zeitlichen Verzögerung.TippeesPersonen, die von dritter Seite gezielte Informationen über die Vorteilhaftigkeit von Wertpapierkäufen oder -verkäufen erhalten. Sie sind gewissermaßen „Strohmänner“ von Insidern.Titrierte FinanzschuldVerschuldung, die vom Inhaber in Form von Wertpapieren übertragen werden kann. Dazu gehören: Bundesanleihen, Bundes- obligationen, Bundesschatzscheine, Schuldverschreibungen und Schatzwechselkredite. Gegensatz: nicht titrierte Finanzschuld (Verschuldung in Form von Direktkrediten und Darlehen).Tobin-SteuerVon James Tobin vorgeschlagene Steuer zur Eindämmung von internationalen Devisenspekulationen.TombstoneWörtlich übersetzt: Grabstein. T. ist die ironisierende Bezeichnung der bei Neuemissionen erfolgten Inserate, unter Auflistung sämtlicher Banken, die das Emissionssyndikat bilden.too big to failBildhafte Bezeichnung für Unternehmen, Organisationen, Länder, die praktisch nicht in Konkurs gehen können, weil diese aus rechtlichen (z. B. gemeindeeigene Unternehmen), ideologischen (z. B. zur Gemeinwirtschaft gerechnete Betriebe) oder sonstigen Gründen als systemrelevant gesehen werden.ToolWörtlich übersetzt: Werkzeug. Ein routinemäßig anwendbares, häufig als Softwareprodukt verfügbares Problemlösungsverfahren. Andere Bez.: Utility.Top-Down-AnsatzVerfahren der Planung, bei der von oben nach unten geplant wird, z. B.: Formulierung von Forschungsschwerpunkten, die durch politische Entscheidungen – meist nach Beratung durch Experten – vorgegeben werden.Total Quality ManagementAbgek.: TQM. International verbreitete Bezeichnung von Programmen und Initiativen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zur Qualitätsverbesserung, sowohl innerbetrieblich als auch gegenüber den Kunden.Tour OperatorReiseveranstalter.Toxische WertpapiereWertpapiere, die durch die Krise des Finanzsektor entweder wertlos oder sehr stark in ihrem Wert gesunken sind und die man in so genannte Bad Banks auslagert.Tracking1. Verfolgung des Weges, den ein Produkt in einer Lieferkette zurücklegt, vom Erzeuger über diverse Stufen zum Kunden. Erfolgt vielfach mit Hilfe von Embedded Systems. 2. Touristenwelt. Wegstreckenaufzeichnung. Touristen auf ihren Routen begleiten, beobachten und interviewen. 3. Welt des E-Learning. Lernprozesse werden begleitet und protokolliert.Trade TermsEnthalten eine Aufstellung über die nationale Auslegung von gebräuchlichen Handelsklauseln in einzelnen Ländern. Die unterschiedliche nationale Interpretation der T. wurde 1936 und schließlich 1953 in den „Incoterms“ international vereinheitlicht.Trade-offUnvereinbarkeit von zwei oder mehreren Zielen. Die Erreichung des einen Zieles ist vielfach nur zu Lasten eines anderen Zieles möglich.TrademarkHandelsmarke.TraderBörsenwelt. Bezeichnung für einen Wertpapierhändler, der Geschäfte sowohl auf fremde als auch auf eigene Rechnung durchführen kann, im Gegensatz zu einem Broker.TradingBörsenwelt. Kurzfristig aufeinanderfolgende Käufe und Verkäufe eines Wertpapiers mit dem Ziel, inzwischen eingetretene Kursschwankungen gewinnbringend zu nützen.Trading-FondsSpezielle Aktienfonds ohne Ausgabeaufschlag für Anleger, die damit kurzfristig veranlagen wollen.Trading-upAlle Maßnahmen, die ein Handelsunternehmen trifft, um den betrieblichen Leistungsstand zu verbessern.TraineeWörtlich: Auszubildende Person. Person, die für eine bestimmte Aufgabe geschult wird.TrancheTeilmenge einer Wertpapieremission, die in mehreren Teilen zur Zeichnung aufgelegt wird. So kann beispielsweise eine Anleihe in einer festverzinslichen und einer Floater-Tranche begeben werden. Die einzelnen Tranchen weisen meist unterschiedliche Laufzeiten und Zinssätze auf und haben daher auch einen unterschiedlichen Emissions- und Marktwert.TransaktionskostenKosten, die im Rahmen von Verkäufen oder Käufen anfallen. Im Fokus der Transaktionskostentheorie: Wie hoch sind die Kosten der Koordination in einem UnternehmenDurch welche Maßnahmen lassen sich die Transaktionskosten senkenWelche Teile der Organisation leisten was am bestenWie vermindert man Schwierigkeiten zwischen Organisationen im nationalen und internationalen BereichWie verankert man Begriffe wie Vertrauen, Reputation und Moral in der ÖkonomieTransdisziplinaritätWissenschaftliche Zusammenarbeit über disziplinäre Grenzen hinweg. Im Fokus: Entwicklung und Verwendung einer fächerübergreifenden Methodik.TransferausgabenZahlungen der öffentlichen Hand an private Haushalte oder an Unternehmen ohne Gegenleistung. Subventionen.TransferbilanzTeil der Zahlungsbilanz. Die T. enthält alle Wertübertragungen zwischen dem Inland und dem Ausland, wie etwa Schenkungen, Entwicklungshilfegelder oder Überweisungen von Gastarbeitern.TransfermultiplikatorAuswirkungen von Transferausgaben auf das Sozialprodukt.TransferpoolrateVerrechnungszinssatz, der bei der Deckungsbeitragsrechnung als Basis für die Ermittlung der Zinsspanne (Differenz zwischen Zinssatz und Verrechnungspreis) bewertet sind.TransferpreisePreise, zu denen internationale Konzerne den Leistungsaustausch zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften abwickeln. Diese sind für die Gewinn- und Finanzpolitik internationaler Unternehmen bedeutend. Hohe Verrechnungspreise bewirken Kapital- bzw. Gewinntransfer von Tochter- zu Muttergesellschaften. Andere Bez.: Verrechnungspreise.TransferrisikoWenn ein ausländischer Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen zwar nachkommen möchte, die jeweilige Zentralbank bzw. Regierung die hierfür notwendigen Devisen nicht zur Verfügung stellen will oder kann.TransferzahlungenZahlungen der öffentlichen Hand an private Haushalte (z. B. Renten, Pensionen, Familienbeihilfe, Sozialhilfe) oder an Unternehmen (z. B. Agrarsubventionen) ohne marktmäßige Gegenleistung.TransformationUmgestaltung einer privaten, öffentlichen oder halbstaatlichen Organisation bzw. einer Region, eines Landes etc. (politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche T.) Bertelsmann-Transformationsindex.TransitverkehrDurchfuhr von Gütern durch ein Land.Transparency International1993 gegründete nicht staatliche Organisation (NGO). Kämpft weltweit gegen Korruption und Bestechung. Publiziert jährlich einen Korruptionsindex.TreasuryAbteilung in einer Bank, welche die innerbetrieblichen Geldflüsse koordiniert und steuert.Treasury NotesUS-Staatsanleihen mit einer üblichen Laufzeit von einem Jahr bis zu fünf Jahren.Treffer1. Internet: Suchergebnis. 2. Geldanlage: Zusätzliche Barauszahlung bei Trefferanleihen.TrefferanleiheSonderform bei festverzinslichen Wertpapieren: In bestimmten Abständen werden Nummern oder Serien ausgelost. Die Eigentümer dieser ausgelosten Stücke erhalten zusätzlich zur normalen Verzinsung eine Barauszahlung („Treffer“). Vermerk durch entsprechenden Stempel am Wertpapiermantel.TreiberVon engl.: „to drive“. Wichtige Einflussfaktoren innerhalb eines Entwicklungsprozesses.TrendEine über einen gewissen Zeitraum andauernde Entwicklung in eine bestimmte Richtung.TrendsetterMenschen, die ständig neue Produkte ausprobieren und damit den allgemeinen Trend bei bestimmten Produkten beeinflussen.TreuhandWenn jemand (Treuhänder) Rechte übertragen erhält, die er im eigenen Namen, aber aufgrund einer rechtlichen Vereinbarung mit einer anderen Person (Treugeber) in einer bestimmten Weise ausüben soll (Zweckbindung).TreuhandkontenKonten, die nicht für eigene, sondern für fremde Rechnung, d. h. im Auftrag einer anderen Person oder Firma geführt werden. Andere Bez.: Anderkonten.Triple-A-StatusEngl.: AAA-Rating. Höchstmögliche Bewertung der Bonität eines Schuldners auf dem internationalen Kapitalmarkt. Die Zuerkennung des Status erleichtert und verbilligt Auslandsanleihen und -kredite, bei deren Konditionen (Verzinsung etc.) auch das Risiko berücksichtigt wird, das der Gläubiger voraussichtlich eingeht. Doch Vorsicht: Nicht überall war (und ist) Triple A drinnen, wo außen Triple A drauf steht.TRIPSAbk. für: Agreement on Trade Related Aspects of Intellectual Property Rights. Abkommen über Urheberrecht.TrittbrettfahrerproblemDas T. ergibt sich bei öffentlichen Gütern aus der Tatsache, dass niemand vom Konsum öffentlicher Güter ausgeschlossen werden kann. Unter der Voraussetzung, dass andere ein bestimmtes Gut bereitstellen, ist es dem Individuum möglich, dieses Gut zu konsumieren, ohne dafür bezahlen zu müssen.Trojanisches PferdProgramm, das die Benutzeroberfläche eines anderen Programms nachahmt, und mit dem z. B. Benutzeraktionen ausspioniert werden können.TroubleshootingBetriebswirtschaftliche Schwachstellenanalyse.Trust CompaniesTreuhandgesellschaften in den USA. Verwalten Pensionsfonds und andere Vermögenswerte, z. B. Wertpapierdepots. Sie dienen auch als Zahlstellen für Zinskupons. Einige T. dürfen auch – in beschränktem Umfang –Einlagen entgegennehmen und das kommerzielle Bankgeschäft betreiben.Turbo-MarketingIn vielen Branchen erfordert die Vermarktung neuer Produkte eine besonders schnelle Umsetzung von Marketingkonzepten. Diese Art von Marketing ist vor allem in Branchen mit Produkten üblich, die einen sehr kurzen Produktlebenszyklus aufweisen wie z. B. modische Textilien.Turn-Key-ProjectWörtlich übersetzt: Schlüsselfertige Anlage. Häufig im Exportgeschäft. Der Anlagenexport enthält sowohl die Planung, die Errichtung von Gebäuden, die Maschinenausstattung, Montage und Inbetriebsetzung sowie Einschulung der Arbeitskräfte. Vielfach ist auch die Finanzierung Bestandteil des Projektes.TurnaroundEine Umkehr in der (negativen) Entwicklung eines Unternehmens.TypungVereinheitlichung industriell gefertigter Endprodukte (Autos, Radios, u. ä.).![]() U-SchätzeUnverzinsliche Schatzanweisungen mit kurzen Laufzeiten, deren Ausgabekurs unter dem Nennwert („Nominale“) liegt. Die Rückzahlung erfolgt zu ihrem Nennwert.Über pariTatsächlicher Wert ist höher als der Nennwert.ÜbergewinnBegriff aus der Theorie der Bewertung von Unternehmen. Der über die Verzinsung des Sachwertes hinausgehende Gewinn.ÜberschussliquiditätJener Teil der in einer Volkswirtschaft vorhandenen Liquidität, der nur Spekulationszwecken dient.ÜbertragungsbilanzZusammenstellung der Gegenbuchungen zu allen ohne Gegenleistung erfolgten Güter- und Forderungstransaktionen zwischen Inländern und Ausländern.ÜberzeichnungZeichnungen, die den im vorhinein festgelegten Betrag bei einer Emission übersteigen.ÜberziehungInanspruchnahme eines Kredites über den grundsätzlich zustehenden Rahmen bzw. Termin hinaus.UIDAbk. für: Umsatzsteueridentifikationsnummer.UltimogeldLeihgeld, das am Geldmarkt der Börse zur festen Rückzahlung am Ultimo ohne vorherige Kündigung ausgeliehen wird.UmbrellafondsFondskonstruktionen, die aus mehreren anderen Fonds zusammengesetzt sind. Die Gesamtheit dieser Fonds bildet eine juristische Einheit, so dass nur für den U. ein Zulassungsverfahren nötig ist. Der Anleger kann je nach Risikoneigung und Markteinschätzung kostengünstig zwischen den einzelnen Unterfonds wechseln. Der Ausgabeaufschlag ist nur einmal zu bezahlen, nämlich beim Einstieg in den Umbrella.UmlaufvermögenVermögensgüter, die nur vorübergehend dem Geschäftsbetrieb dienen und/oder dazu bestimmt sind, weiterveräußert zu werden, z. B. Vorräte, Kassenbestände.UmsatzIn einer Rechnungsperiode abgesetzte Menge von Gütern und Leistungen, multipliziert mit ihrem Preis.UmschlagshäufigkeitBilanzkennzahl, die sich aus dem Verhältnis einer Aufwands- oder Ertragsgröße und einer dazu in Beziehung stehenden Bestandsgröße ergibt (z. B. Forderungsumschlag, Vermö- gensumschlag, Kapitalumschlag).UmverteilungKorrektur einer bestehenden Einkommensverteilung.UmwegrentabilitätAus gesamtwirtschaftlicher Sicht sind öffentliche Ausgaben dann als rentabel anzusehen, wenn diesen Ausgaben ein Nutzen gegenübersteht, der insgesamt größer ist als die ursprünglichen Ausgaben. Der Begriff U. dient vielfach zur Rechtfertigung von Ausgaben öffentlicher Stellen, denen eben nicht Einnahmen in direkter Form beim Investor gegenüberstehen, sondern die infolge von Multiplikatorwirkungen einen zusätzlichen regionalen oder gesamtwirtschaftlichen Ertrag bewirken. (z. B. Subventionen für Festspiele, Investitionen im Bereich der Infrastruktur einer Region Flughafen).UmweltbilanzDie U. ist eine bilanzartige Darstellung der Umweltschutzmaßnahmen eines Unternehmens im Rahmen des Geschäftsberichtes. Es sind meist Aussagen darüber, in welchem Umfang innerhalb des Berichtszeitraumes eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes (Emission) erfolgt ist bzw. in welchem Umfang Ressourcen (z. B. Abwärme und Wiederverwertung von Reststoffen) durch Recycling wiedergewonnen wurden.UmweltfondsDie Veranlagung der Fondsmittel erfolgt primär in Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit vornehmlich die Verbesserung und Erhaltung der globalen Umweltbedingungen zum Ziel hat.UmweltschutzSammelbegriff für alle Maßnahmen, die der Erhaltung lebensgerechter und natürlicher Lebensbedingungen dienen. Durch eine Vielfalt von Gesetzen und Verordnungen versucht der Staat, Gefahren für die Menschen und die Natur abzuwenden.UmweltverträglichkeitsprüfungAbgek.: UVP.Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit, um auf fachlicher Grundlage die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen festzustellen, zu beschreiben und zu bewerten, die ein Vorhaben auf Menschen, Tiere, Pflanzen und deren Lebensräume, auf Boden, Wasser, Luft und Klima, auf die Landschaft und auf Sach- und Kulturgüter hat oder haben kann.UmweltzertifikatMarktwirtschaftliches Instrument der Umweltpolitik. Festlegung der Emissionshöchstmengen für bestimmte Schadstoffe. Diesen Höchstmengen entsprechenden Nutzungsrechte werden dann auf die einzelnen Emittenten in Form von Umweltlizenzen verteilt, die innerhalb einer bestimmten Region gehandelt werden können. Da die Emittenten ihre Vermeidungskosten mit dem Preis der Zeritfikate vergleichen, sollten – theoretisch – U. zu einer effektiven und effizienten Allokation der Umweltschutzmaßnahmen führen.UnbundlingInstrument zur Reorganisation von Unternehmen. Erstmals angewandt im Zuge der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, vor allem im Banken- und Versicherungssektor. Zerlegung von Leistungspaketen eines Unternehmens in seine Komponenten, um eine bessere Zuordnung und Steuerung von Kosten und Nutzen, Chancen und Risiken zu erreichen. Danach werden die Leistungspakete neu geschnürt. Rebundling.UnderlyingWelt der Finanzmärkte. Das zugrunde liegende Basisinstrument.Unique Selling PropositionAbgek.: USP. Der wesentliche Vorteil eines Unternehmens, einer Organisation oder Produktes gegenüber den Mitbewerbern. Der Nutzen kann physischer, psychischer, sozialer, örtlicher, zeitlicher, monetärer oder imagemäßiger Art sein.UniversalbankensystemBanken, die nicht auf bestimmte Sparten (z. B. Investmentbanking) spezialisiert sind, sondern alle Arten von Bankgeschäften abwickeln.UnkostenU. sind – im Gegensatz zu den Kosten – der bewertete Ressourceneinsatz in einem Unternehmen, der nicht der nachhaltigen Leistungserstellung dient. Andere Bez.: Stranded Costs.Unter pariDer tatsächliche Wert ist niedriger als der Nennwert.UnternehmensanleihenSchuldverschreibungen privater Aktiengesellschaften, die je nach Bonität mit einem Zinsaufschlag begeben werden. In den USA seit langem üblich. Corporate Bond Funds sind Rentenfonds, die in solche Papiere investieren. Andere Bez.: Corporate Bonds.UnternehmenskooperationUnternehmenszusammenschluss auf vertraglicher Basis, ohne die rechtliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit aufzugeben. Gesamtfunktionelle oder sektorale Kooperation im Forschungs- und Entwicklungsbereich.UpdatenEtwas auf den neuesten Stand bringen, meist eine installierte Software.UpgradeWörtlich übersetzt: „Höherstufen“. 1. Generell: Anhebung der Qualität von Produkten bzw. Professionalisierung von Dienstleistungen. Umstellung des Angebots auf teurere, höherwertige Produkte und Dienstleistungen. 2. Im Flug- und Eisenbahnverkehr: Aufzahlung beim Übergang in eine höhere Klasse. 3. Computerwelt. Aufrüstung einer Software oder eines Gerätes.UpstreamUnternehmen am Beginn einer Wertschöpfungskette (z. B. Öl-Raffinerien). Gegensatz: Downstream (Tankstelle).UrabstimmungBefragung der Mitglieder einer Organisation, ob sie für ein bestimmtes Ziel bzw. bestimmte Maßnahmen (z. B. Streik) sind. Auf demokratische Weise soll damit ein Arbeitskampf legitimiert werden.Urban AuditForm des Benchmarking. Städte- und Standortvergleiche.UrheberrechtSchutzrecht für geistiges Eigentum. Das U. wahrt die Interessen der Urheber.URLAbk. für: Uniform Resource Locator. Einheitliches Format für Internet-Adressen.UrsprungslandprinzipForm der steuerlichen Behandlung des grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehrs. Nach diesem Prinzip werden Erzeugnisse mit den Steuern jenes Landes belastet, in dem sie erzeugt wurden.UrsprungszeugnisUrkunde, die den Ursprung der Ware nachweist.US-GAAPAbk. für: Generally Accepted Accounting Principles. US-Bilanzierungsgrundsätze, die von IFRS-Regeln stark abweichen.UsabilityBenutzerfreundlichkeit eines Produktes.UsancenHandels- und Geschäftsgepflogenheiten.UserPerson oder Personengruppe, die eine bestimmte Informations- und Kommunikationstechnik bei der Bewältigung ihrer Aufgaben verwendet. Andere Bez.: Anwender.User-IDBenutzerkennung. Name eines Abrechnungskontos eines Benutzers auf einem Rechner.USPAbk. für: Unique Selling Proposition.Utilities1. Software-Teile, die ganz bestimmte Funktionen ausführen und von vielen Anwendern benötigt werden. Andere Bez.: Tools. Diensteprogramme. 2. Versorgungsunternehmen (Wasser, Energie etc.).UVPAbk. für: Umweltverträglichkeitsprüfung.![]() VadiumSicherstellung bei Ausschreibungen oder Versteigerungen für den Fall, dass der Bieter während der Zuschlagsfrist von seinem Angebot zurücktritt. Das V. verfällt in diesem Fall zugunsten des Ausschreibenden. Das V. besteht in der Regel aus Bargeld, bestimmten inländischen Wertpapieren und Sparbüchern, die bei Gericht zu hinterlegen sind.ValiditätGütekriterium für standardisierte Messverfahren und Treffsicherheit in der Marktforschung. Tests sind dann valide, wenn sie eindeutige Rückschlüsse auf das Vorhandensein eines Merkmals oder eindeutige Prognosen über zukünftige Verhaltensweisen ermöglichen.Value at RiskAbgek.: VaR. Wichtige Kennzahl zur Messung des Marktrisikos eines Finanzproduktes. Ein 10-Tages-VaR von 1 Mio. EUR bei 99 % Sicherheitsniveau bedeutet: Wenn es im Portfolio zu einem Verlust kommt, kann man zu 99 % sicher sein, dass dieser nicht größer als 1 Mio. EUR sein wird. Die statistische Wahrscheinlichkeit für einen höheren Verlust beträgt höchstens 1 %.Value for MoneyPreis-Leistungs-Verhältnis.ValueansatzAktienfonds, die nur besonders solide Titel ins Portefeuille nehmen. Die Fondsmanager suchen häufig nach unterbewerteten Titeln, die sich durch ein niedriges Kurs-Buchwert- oder Kurs-Gewinn-Verhältnis, eine hohe Dividendenrendite und ein solides Gewinnwachstumspotenzial auszeichnen.ValutaDatum, an dem bei Überweisungen eine Gutschrift oder Belastung wirksam wird. Andere Bez.: Wertstellung.VariabilitätSpielraum für den Austausch einzelner Finanzierungsarten und einzelner Finanziers durch andere Finanzierungsarten oder andere Finanziers. Die V. ist ein Finanzierungsziel. Bei ihrem Vorliegen werden Abhängigkeiten vermieden und Marktchancen können ausgenutzt werden. Die V. zu erhalten oder zu stärken ist ein Ziel, das auch ein Unternehmen mit dünner Eigenkapitaldecke und bei begrenzter Verletzung der Fristenkongruenz erreichen kann, um auf Dauer die Finanzierungskosten in Grenzen zu halten und insbesondere Finanzierungsengpässe zu vermeiden.VariableAbkürzung für variable Größe. Man unterscheidet zwischen exogenen (von außen wirkenden) und endogenen (von innen kommenden) Variablen, zwischen Instrumentvariablen und Zielvariablen.Variable KostenVeränderliche Kosten, deren Höhe vom jeweiligen Beschäftigungsgrad des Betriebes abhängt.VDIAbk. für: Vereinigung Deutscher Ingenieure.VegaMaßstab für die Veränderung der Optionsprämie bei Veränderung der Volatilität.Venture CapitalRisikokapital, das einem Unternehmen von Investoren zur Verfügung gestellt wird.VerantwortungV. bezieht sich auf die Frage, ob die positiven oder negativen Ertragswerte den gleichen Akteur betreffen. In unseren gegenwärtigen sozialökonomischen Systemen versuchen Akteure, Gewinne und Nutzen selbst zu beanspruchen, Verluste und Schäden aber von der Allgemeinheit finanzieren zu lassen.VerbraucherpreisindexKennzahlensystem, das anhand eines „Warenkorbes“ ermittelt wird und die Preisveränderungen gegenüber Vorperioden (Monat/Jahr) erkennen lässt.VerbriefungUmwandlung von Krediten und anderen Forderungen in handelbare Wertpapiere. Eine Form des Risikotransfers von Kreditforderungen und anderen Forderungen. Dabei werden die Forderungen in Form von Wertpapieren am Kapitalmarkt verkauft. Die Rückzahlung der Wertpapiere ist an die Bedienung des Forderungsbestandes geknüpft (traditionelle V.). Bei synthetischen V. wird hingegen nicht der Forderungsbestand verkauft, sondern das darin enthaltene Kredit-risiko mit Hilfe von Derivaten übertragen. Andere Bez.: Securitisation.VerbundeffekteÖkonomische Vorteile, die durch Kooperation von Personen, Unternehmen oder Institutionen entstehen. V. entstehen z. B. dann, wenn ein Unternehmen ein Bündel von Produkten kostengünstiger produzieren kann als andere Unternehmen, die jeweils nur ein einzelnes Produkt erzeugen. Economies of Scope.VergemeinschaftungEU-Welt. V. bedeutet, dass bestimmte Sachbereiche EU-weit geregelt und damit Bestandteil des gemeinschaftlichen Rechtsstandes („acquis communautaire“) werden. Um V. handelt es sich grundsätzlich überall dort, wo der EuGH in einer Sache ein Prüfrecht, das Europäische Parlament ein Mitspracherecht hat, der EU-Rat Mehrheitsbeschlüsse fasst und die EU-Kommission ein Initiativrecht besitzt.VerhaltenskodizesRichtlinien für verantwortungsvolles und korrektes Verhalten in einem Unternehmen, z. B. Corporate Governance Kodex. Andere Bez.: Codes of Conduct.VerkäufermarktVon einem V. spricht man, wenn sich der Verkäufer bei der Fixierung der Konditionen (Preis und sonstige Konditionen) in einer starken Position befindet.VerkaufsoptionOption, die dem Inhaber das Recht gibt, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne die zugrunde liegende Währung bzw. den zugrunde liegenden Terminkontrakt zu einem festgesetzten Preis zu verkaufen.VerkehrsverbundKooperation von Verkehrsunternehmen in Ballungsräumen, bei der ohne Fusion dieser Unternehmen wesentliche Zuständigkeiten, insbesondere für die Netz-, Fahrplan- und Tarifgestaltung, einer besonderen Institution übertragen werden.VermeidungskostenKosten, die aufgewendet werden müssen, um volkswirtschaftliche Schäden zu vermeiden. Wesentlich geringer als die Beseitigung einmal aufgetretener Schäden.VermögensrechnungGegenüberstellung der bewerteten Vermögensobjekte und Verbindlichkeiten für ein Wirtschaftssubjekt, einen Sektor oder eine Volkswirtschaft.VerordnungGenereller, in den Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbarer EU-Rechtsakt.VerrechnungspreisePreise, die zwischen Unternehmen einer Unternehmensgruppe für konzerninterne Lieferungen und Leistungen vereinbart werden. Die Wahl des jeweiligen Verrechnungspreises wirkt sich auf den Gewinn und damit auch auf die Steuerbemessungsgrundlage des Leistungserbringers und des Leistungsempfängers aus. Andere Bez.: Transferpreise.VerrechnungspreisrichtlinienRichtlinien der OECD für die Bewertung von Lieferungen und Leistungen in Unternehmensgruppen.VerschlüsselungVorgang, bei dem Daten so verändert werden, dass sie von Unbefugten nicht entziffert werden können.Versteigerung1. Abgabe von Waren oder Rechten an den Meistbietenden. 2. Form der Auftragsvergabe bei Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden).Vertikale RichtlinienBegriff aus dem Lebensmittelrecht der EU. Regelungen, die Herstellung und Zusammensetzung bestimmter Produkte betreffen (Kakao, Schokolade, Marmeladen, Fruchtsäfte etc.).Vertretbare GüterEinzelne Sachen sind so gleichmäßig beschaffen, dass man sie untereinander austauschen kann (z. B. Aktien eines Unternehmens). Andere Bez.: Fungible Güter.VerursacherprinzipDie Kosten für die Beseitigung eines Schadens werden dem angelastet, der den Schaden verursacht hat, unabhängig davon, ob ihn ein Verschulden trifft, also unabhängig davon, ob er gegen ein Gesetz oder einen Vertrag verstoßen hat. Klassisches Instrument der Schadensregulierung mit großer Bedeutung für den Umweltschutz. Andere Bez: Verschuldensprinzip.VerweigerungsquoteAnteil der Personen, die eine Antwort im Rahmen eines Interviews verweigern.VerweildauerGesundheitswesen: Der durchschnittliche Aufenthalt aller Patienten (Akut-, Langzeit- und chronisch Kranke) im Krankenhaus. Für Akutkrankenhäuser ist die durchschnittliche Verweildauer gesondert ausgewiesen.VerzinsungBerechnung des Wertes eines Kapitals unter Verwendung der Zinseszinsrechnung. Je nachdem für welchen Zeitpunkt der Wert berechnet wird, unterscheidet man zwischen einer Abzinsung und einer Aufzinsung.VGRAbk. für: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.ViabilityLebensfähigkeit einer Organisation. Fähigkeit, mit offenen Zeithorizonten seine Funktionsfähigkeit zeitlich unbegrenzt aufrechtzuerhalten. V. ist – auf den kürzesten Nenner gebracht – die Fähigkeit zur Weiterentwicklung, z. B.: 1. Wenn eine bestimmte Ressource nicht mehr verfügbar ist, muss ein System in der Lage sein, auf eine andere Ressource umzustellen. 2. Dasselbe gilt für den Umstieg von einer nicht mehr erlaubten Technologie auf eine andere. 3. Neue Handlungsfelder mit neuen Mitarbeitern aufbauen.VIBORAbk. für: Vienna Interbank Offered Rate. Der tägliche Durchschnitt der von den Banken als Geldgeber für Zwischenbankgeld in den Fristen 1, 3, 6 und 12 Monate verlangten Zinssätze. Anpassungsindikator für Geschäfte mit Geldmarktfristen.Vier-Augen-PrinzipWelt des Controlling. Bestimmte Schriftstücke müssen immer von zwei Personen gezeichnet werden.Virales MarketingGrundidee: Man sucht die wesentlichen Ansprechpartner („Knoten“) in einem Markt, um ein Marketing-Konzept erfolgreich durchzuziehen.VirtuellAus der Sicht eines bestimmten Objekts physisch nicht vorhanden.Virtuelles UnternehmenZeitlich begrenzte Kooperation mehrerer rechtlich unabhängiger Unternehmen, Unternehmensbereiche oder Personengruppen mit dem Ziel, ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung gemeinsam zu erstellen. Jedes Unternehmen bringt nur die Aktivitäten in das V. ein, die es besser als andere beherrscht. Nach Abwicklung des Projektes löst sich die Kooperation wieder auf. Networking.VisitsAufeinanderfolgende Seitenaufrufe eines Internet-Hosts in einem definierten Zeitraum.VIXAbk. für: Volatilitätsindex. Misst die Risikoprämien bei Optionen auf den Standard & Poors-Index.VoicemailSprechende Post. V. können als komprimierte Audio-Datei an ein normales E-Mail angehängt werden.VoicerecorderLuftfahrt: Tonbandgerät, das die Gespräche der Piloten während der letzten 30 Minuten vor dem Absturz einer Maschine aufzeichnet. Andere Bez.: Flugschreiber, Black Box.VolatilitätSchwankungsintensität. Heftigkeit, mit der Börsenkurse, Preise auf Warenmärkten und Devisenkurse auf Änderungen im Umfeld reagieren. Entspricht der Standardabweichung vom Mittelwert. Die V. ist ein wichtiges Maß für die Einschätzung von Risiko- und Gewinnchancen, meist im Zusammenhang mit Börsenkursen, Warenmärkten, Devisenkursen und Eurodollarkontrakten.VolkseinkommenSumme aller Nettowertschöpfungen einer Volkswirtschaft. Im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Produktion verdientes Einkommen; entspricht dem um die Abschreibungen und die indirekten Steuern berichtigten Bruttosozialprodukt.Volkswirtschaftliche GesamtrechnungAbgek.: VGR. Kontenmäßige Darstellung aller wirtschaftlichen Transaktionen sowohl zwischen inländischen bzw. in- und ausländischen Partnern. Sie erstreckt sich auf die Entstehung, Verteilung und Verwendung des Volkseinkommens innerhalb eines Jahres.VolunteeringFreiwilliges Erbringen von Dienstleistungen in einer Gemeinschaft. Corporate Volunteering.Vorläufige ÜbertragungVorläufige oder bedingte Übertragung, bei der eine oder mehrere der Parteien das gesetzlich oder vertraglich festgelegte Recht haben, die Übertragung rückgängig zu machen.VorleistungenAlle von anderen Unternehmen gekauften und in der gleichen Periode im Produktionsprozess verbrauchten Produktionsfaktoren. Andere Bez.: Intermediärverbrauch.VorzugsaktieAktie mit einem bestimmten Vorzugsrecht, z. B. bei der Gewinnverteilung oder der Liquiditätsausschüttung.VoucherTouristenwelt. Gutschein im Reiseverkehr. Üblich im Incoming- oder Outgoing-Tourismus.VTÖAbk. für: Verband der Technologiezentren Österreichs.VulnerabilitätVerletzbarkeit. Anfälligkeit einer Person, eines Unternehmen oder eines Systems gegenüber einem Schaden oder Verlust.![]() W3CWorld Wide Web Consortium. Gremium, das Normen und Standards für das WWW beschließt.Wage DriftAbweichen der tatsächlichen Lohnentwicklung von der kollektivvertraglich vereinbarten Lohnhöhe.WagniskapitalForm der Zusammenarbeit zwischen selbstständig bleibenden Unternehmen zur Abwicklung eines gemeinsamen Geschäftes oder eines einmaligen Projektes. Andere Bez.: Venture Capital.WährungGesetzlich festgelegtes Zahlungsmittel in einem Staat bzw. einem Staatenbund.WährungsaustauschverträgeVerträge, in denen die Vertragspartner vereinbaren, jeweils die Verpflichtungen (z. B. Zinsen- und Tilgungszahlungen) aus Kreditaufnahmen der anderen Partei zu übernehmen. Die aufgrund der Marktstellung erzielten Vorteile für die Vertragspartner werden je nach Bonität und Verhandlungsgeschick aufgeteilt.WährungsparitätWertverhältnis zwischen zwei Währungen.WährungsreservenBestände einer Zentralbank an Gold, Devisen, Valuten sowie Forderungen aus internationalen Währungskooperationen.WährungsrisikoWechselkursrisiko. Risiko, dass sich das Austauschverhältnis zweier Währungen verschlechtert.WährungstauschverträgeVerträge, die zum Austausch von Zinsen- und/oder Kapitalbeträgen abgeschlossen werden.Walk-inTourismuswelt. Person, die ein Hotel betritt und ein Zimmer bucht, ohne Verhandlungen über den Preis zu führen.Walk-outWenn ein Manager ein Unternehmen verlässt und sich bei einem anderen Unternehmen „einkauft“, also dort einen Buy-in macht.WANAbk. für: Wide Area Network. W. gehen über die Ausdehnung eines lokalen Netzwerkes hinaus und ermöglichen eine interkontinentale Kommunikation.WandelanleiheAnleihe, die unter bestimmten Bedingungen während eines bestimmten Zeitraumes in Aktien desselben Unternehmens umgetauscht (konvertiert) werden kann.WandelrechtDas Recht auf Umwandlung einer Wandelanleihe innerhalb eines meist längeren Zeitraumes zu bestimmten Bedingungen in eine Aktie (des Anleiheemittenten).WarenkursKurs, zu dem Wertpapiere, Währungen, Rohstoffe, Edelmetalle etc. angekauft werden.Warm-up1. Eisbrecher, fesselnder Einstieg einer Werbesendung, um eine möglichst hohe Zuseher- bzw. Hörerzahl zu gewinnen. 2. Geselliges Treffen vor einem Seminar, einem Kongress etc. mit dem Zweck, allgemeine Barrieren innerhalb einer Gruppe abzubauen.WarrantsOptionsscheine. Zinsen bzw. dividendenlose Wertpapiere, welche dieselben Rechte verbriefen wie Optionen. W. werden von Banken emittiert. Im Gegensatz zu Optionen ist die Stückzahl bei der Emission genau festgelegt und die Laufzeit, die mehrere Jahre dauern kann, ist nicht standardisiert.WarteschlangeRisikomanagementverfahren, bei dem Zahlungsaufträge vom System oder vom Auftraggeber selbst zurückgehalten werden, bis auf seinem Verrechnungskonto oder im Rahmen des für ihn festgelegten Limits ausreichend Deckung vorhanden ist. In einigen Fällen können als Deckung auch unausgenutzte Kreditlinien oder verfügbare Sicherheiten dienen.Washingtoner ArtenschutzabkommenIm deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung für das von über 80 Ländern ratifizierte „Übereinkommen über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen“. Ziel ist die Beschränkung des internationalen Handels mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Je nach dem Grad der Gefährdung wird der Handel entweder gänzlich verboten oder an eine Genehmigung des Ursprungslandes gebunden.WatchblogsBlogs, die nach US-amerikanischen Vorbildern die Berichterstattung von Medien beobachten, kritisieren und mit Recherchen kontern. Andere Bez.: Information Observatories.Web MiningÜbertragung von Techniken des Data Mining zur Gewinnung von Informationen aus dem Internet.Webbasiertes TrainingAbgek.: WBT. Kursmaterialien werden im Internet zur Verfügung gestellt. Lernende können bei dieser Variante selbst entscheiden, wann und in welchem Tempo welche Inhalte gelernt werden.WebpublishingBereitstellen von Informationen im Internet. Dazu benötigt man die entsprechende Software (FTP-Programm) und einen Provider, der Platz auf dem Web Server zur Verfügung stellt.WechselUrkunde, in der sich der Aussteller wechselrechtlich verpflichtet, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Betrag an eine bestimmte Person entweder selbst zu zahlen oder durch einen Dritten zahlen zu lassen. Finanzierungsform, bei der der Gläubiger rasch zu seinem Geld kommt.WechselkurseAustauschverhältnis zweier Währungen.WechselobligoObligohöhe für Eskontwechsel. Über die Wechselverpflichteten werden Vormerkungen meist in Staffelform geführt, aus denen hervorgeht, bis zu welcher Höhe der einzelne Wechselschuldner dem Geldinstitut gegenüber aus Wechselkonten verpflichtet ist. Für die in Betracht kommenden Geschäftsleute wird meist eine bestimmte Obligohöhe festgelegt, die nicht überschritten werden darf.WegekostenAufwand, der für Verkehrswege entsteht und der ihren Benutzern möglichst genau und wettbewerbsneutral angelastet werden soll. Da in den W. auch Anteile enthalten sind, die nicht benutzungsabhängig sind (zum Beispiel Kapitalverzinsung), ergeben sich Probleme bei der Zurechnung, insbesondere beim Straßenverkehr.WeißbücherDie Europäische Kommission veröffentlicht regelmäßig W. In diesen wird eine bereits öffentlich erörterte Politik zur weiteren Diskussion und zur politischen Entscheidungsvorbereitung vorgelegt.Weiße WareKüchengeräte.Weißer Elefant1. Ereignis, das als unwahrscheinlich gilt, jedoch (überraschend) gelegentlich eintritt. 2. Seltener, sehr lukrativer Auftrag.WerbeträgerMedium, das Werbemittel zum Empfänger transportiert.WerbewirkungMaß, in dem sich bei Personen (Zielgruppen), die mit einer werblichen Botschaft Kontakt hatten, Einstellungen, Kenntnisse oder Verhalten ändern.WertanalyseInstrument der Kostensenkung. Die Funktion ist der zentrale Begriff der W. Im Rahmen einer Funktionsanalyse wird jedes Produkt in seine Funktionen „zerlegt“, wobei zwischen Haupt- und Nebenfunktionen unterschieden wird. Bei allen Funktionen wird geprüft, auf welche Funktionen ohne Qualitätsverlust verzichtet werden kann.WertgerüstGesamtheit der normativen Elemente in einer Nutzen-Kosten-Untersuchung.WertpapierUrkunden über Vermögensrechte, deren Ausübung und Übertragung auf andere an den Besitz der Urkunde gebunden ist. Forderungspapiere sind z. B. Anleihen und Pfandbriefe, Beteiligungspapiere sind z. B. Aktien und Investmentzertifikate.WertpapierarbitrageWertpapierhandel, der darauf ausgerichtet ist, gleichzeitig an verschiedenen Börsen auftretende Kursdifferenzen in denselben Wertpapieren auszunutzen und dadurch Gewinne zu erzielen.Wertschöpfung1. Maßgröße für die Leistungskraft einer Volkswirtschaft. Sie wird ermittelt, indem vom Gesamtwert aller erzeugten Güter und Dienstleistungen die Vorleistungen abgezogen werden. 2. Anteil der von einem Unternehmen selbst erbrachten Leistungen.WertschöpfungskettenKonzept von Michael Porter. Summe der Aktivitäten, die ein Unternehmen durchführt, um bestimmte Produkte oder Dienstleistungen zu entwerfen, herzustellen, zu verkaufen, auszuliefern und zu betreuen. W. werden zunehmend als integrierte Systeme betrachtet, die allen mitwirkenden Partnern strategische Wettbewerbsvorteile bringen (z. B. Kosteneinsparungen, stärkere Kundenbindung). Andere Bez.: Supply Chain Management.WertsicherungsklauselVereinbarung, durch die der Geldwert einer Forderung auf einen bestimmten anderen Maßstab (z. B. Preisentwicklung einer Ware) zwecks Schutz des Empfängers der Leistung gegen deren Entwertung bezogen wird.WertstellungFür die Zinsenrechnung ausschlaggebende Tagesangabe. Andere Bez.: Valuta.WerturteilePräskriptive Sätze, die zwar rational begründbar und erklärbar sind, aber aus der Sache nicht abgeleitet werden können. W. enthalten meist Ausdrücke wie „richtig“, „erlaubt“, „verboten“. Wirtschaftspolitische Entscheidungen beruhen vielfach auf W. Andere Bez.: Werteleitbilder, normative Sätze.WertzuwachssteuerMit der W. sollen nicht realisierte Wertzuwächse des Vermögens (z. B. bei Grundstücken) im Rahmen der Vermögenssteuer erfasst werden.WettbewerbEntdeckungsverfahren, bei dem laufend neues Wissen entsteht. Jede Art wirtschaftlichen Handelns, das darauf gerichtet ist, sich im Vergleich zu Wettbewerbern einen Vorteil zu verschaffen. Prinzip, das für alle Lebensbereiche gilt, für den Sport ebenso wie für die Wirtschaft. W. tritt immer dort in Erscheinung, wo Menschen und/oder Institutionen in Freiheit das gleiche Ziel verfolgen.WettbewerbspolitikUm den Wettbewerb als Ordnungsprinzip der Marktwirtschaft sicherzustellen, bedarf es entsprechender Rechtsnormen sowie Institutionen mit Kontrollbefugnissen und der Kompetenz, Verstöße zu ahnden.WhistleblowerEigentlich: Alarm schlagen. Personen, die Missstände und Verstöße gegen Compliance-Bestimmungen in einem Unternehmen aufdecken und Reputationsschäden für das Unternehmen begrenzen wollen.White Collar CrimeWirtschaftskriminalität. Bilanzfälschungen, Devisenvergehen, Geld- und Warenkreditbetrug, Falschmünzerei, Fiskal- und Zolldelikte, Veräußerung wertloser „Wertpapiere“, verbotene Waffengeschäfte, Computerspionage, Manipulation von Datenverarbeitungsanlagen etc. Ein Merkmal von W. besteht in der Absenz von Gewalt, weshalb ein Wirtschaftsdelikt für die Opfer oft kaum oder erst verspätet als solches erkennbar ist.White KnightWörtlich: Weißer Ritter. Rettender Investor, der ein Unternehmen vor einer feindlichen Übernahme bewahrt, im Gegensatz zu einem feindlichenRaider.White PaperInstitutionenwelt. Akkordierte, schriftliche Unterlage, die Ergänzungen und wesentliche Einwendungen gegen ein Green Paper enthält und das die Grundlage für weitere Maßnahmen in dem betreffenden Politikfeld bildet.Willingness-to-pay-PrinzipBegriff aus der Evaluierungsforschung. Eine bestimmte Wirkung wird mit dem Geldbetrag bewertet, den der Konsument der jeweiligen Einrichtung (Museum, Parkplatz, Theater etc.) im äußersten Fall zu zahlen bereit ist. Die maximale Zahlungsbereitschaft kann durch Befragungen ermittelt werden.Win-win-SituationBegriff aus der Spieltheorie. Positivsummenspiele. Spiele, bei denen beide Spieler bzw. Kontrahenten gewinnen bzw. einen Vorteil erzielen können; dies im Gegensatz zu den Nullsummenspielen, bei denen der eine das gewinnt, was der andere verliert, die Differenz zwischen beiden Größen also null ist.Windfall ProfitsUnerwartet entstandene Gewinne bzw. unvorhergesehene reale Werterhöhung eines Vermögens, die weder auf zusätzliche Leistungen noch auf die Übernahme zusätzlicher Risiken zurückzuführen sind.Window DressingLegale Bilanzmaßnahmen, um in der Öffentlichkeit einen günstigeren Eindruck zu machen. Gelegentlich werden noch nicht fertige Projekte („work in progress“) dazu verwendet, um die Höhe des Gewinnes zu manipulieren.Wirksame NachfrageGesamtheit der von privaten Haushalten, von Unternehmen, vom Staat und Ausland geleisteten Ausgaben für materielle Güter und Dienstleistungen.WirtschaftlichkeitIn Geld ausgedrücktes Verhältnis von Output (Leistung) und Input (bewerteter Ressourceneinsatz). Effizienz.WissenZusammenhängende, kontextabhängige Information.WissensbilanzenWichtiges Werkzeug der Öffentlichkeitsarbeit von Organisationen.Wissenslandkarten (A)Universitätswelt. Instrument zur grafischen und/oder schriftlichen Darstellung von Kompetenzfeldern, in denen eine Organisation/Institution tätig ist. W. stellen zumeist dar, welches Wissen von wem, wo in der jeweiligen Organisation und in welcher Ausprägung vorliegt.WissensmanagementUmgang mit dem Produktionsfaktor Wissen. Ungeachtet seiner enormen Bedeutung im Rahmen von Produktionsprozessen gehört Wissen zu den am schlechtesten gemanagten Ressourcen – sowohl in privaten wie auch in staatlichen Organisationen. Beim W. geht es 1. um die Dokumentierung des bestehenden Wissens, 2. um die laufende Überprüfung dieser Wissensbestände auf zukünftige Relevanz und 3. um die strategische Ausrichtung jener Prozesse und Rahmenbedingungen, unter denen neues Wissen in einer Organisation entstehen kann.With-and-without-PrinzipNach diesem Prinzip werden auf Basis des Ist-Zustandes zwei Szenarien formuliert: 1. Status-quo-Prognose (Zustand ohne Durchführung der Maßnahme). 2. Wirkungsprognose (Zustand nach Durchführung der Maßnahme).WorkfareArbeitswelt. Beruht auf dem Prinzip, dass Leistung einer Gegenleistung bedarf. Sozialleistungen für Arbeitslose werden an eine Gegenleistung in Form von Arbeit gekoppelt. Gute Erfahrungen mit der W. werden derzeit in den Niederlanden gemacht.Workflow-ManagementDer Begriff kommt aus dem Projektmanagement, wird aber immer häufiger auf E-Learning-Zusammenhänge übertragen. Es geht um die Koordination von Arbeitsabläufen und Prozessen einer meist großen Zahl von Personen unter Zuhilfenahme von Informationstechnologien.Working CapitalBilanzkennzahl, deren Höhe Aufschlüsse über die Finanzstruktur eines Unternehmens gibt. Kurzfristiges Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten.World Trade OrganizationAbgek.: WTO. Nachfolgeorganisation des GATT zur Administration der WTO-Handelsverträge, Überwachung nationaler Handelspolitiken, Handhabung von Handelsdisputen sowie Forum für Neuverhandlungen. Verträge beziehen sich auf Güter, Dienstleistungen und intellektuelles Eigentum und definieren Prinzipien der Handelsliberalisierung.Worst CaseDer schlechteste Fall, der eintreten kann.WriterPerson, welche eine Option ermöglicht, auch Verkäufer oder Stillhalter einer Option genannt.WTOAbk. für: World Trade Organization.WWWAbk. für: World Wide Web.![]() X-EffizienzDie X. geht davon aus, dass es Faktoren gibt, die sich im Output niederschlagen, ohne dass die eingesetzten Produktionsfaktormengen vergrößert wurden oder ihr Einsatzort verändert wurde. Da in vielen Fällen nicht geklärt werden kann, auf welche Einflussfaktoren der höhere Output zurückzuführen ist, nannte Harvey Leibenstein diese Faktoren einfach X. Mögliche Faktoren: Motivation der Arbeitnehmer, Qualifikation des Personals, eine neue Technologie, Bereitschaft zur Teamarbeit, bessere Organisation etc.XETRAAbk. für: Exchange Electronic Trading. Handelssystem der Deutschen Börse, das vor allem Großkunden (institutionelle Anleger wie Banken und Versicherungen sowie großen Privatunternehmen) zur Verfügung steht.![]() Yellow PagesAdresslisten, meist auf gelbem Papier gedruckt.YieldErtrag, Rendite.Yield ManagementDer Ertrag wird durch geschickte Preisdifferenzierung gesteigert, insbesondere bei Unternehmen mit hohem Fixkostenanteil, z. B. bei Fluglinien, Hotelketten etc.Yield Spread OptionOption, die gewählt wird, wenn man eine Veränderung des Rendite-Spreads zwischen zwei Zinsinstrumenten erwartet.![]() ZahlungsbilanzStatistische Darstellung aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen In- und Ausländern in einer bestimmten Periode (meist ein Jahr). Nach dem Prinzip der doppelten Buchführung wird jede Transaktion doppelt erfasst. Sie besteht aus der Leistungsbilanz, der Kapitalverkehrsbilanz, der Bilanz der Reserveschöpfung, den Bewertungsänderungen und der Veränderung der offiziellen Währungsreserven sowie der statistischen Differenz.ZeichnenWelt der Wertpapiere. Z. ist eine durch eine schriftliche Erklärung eingegangene Verpflichtung zur Übernahme und Bezahlung einer bestimmten Anzahl neu emittierter Wertpapiere (Aktien, Anleihen).ZeichnungsangebotAngebot an Geldanleger zum Erwerb von Wertpapieren bei der Emission.ZeichnungsfristZeitraum, innerhalb dessen der Kauf bestimmter Wertpapiere möglich ist.ZeitarbeitPersonalleasingZeitwertKomponente der Optionsprämie. Der Z. repräsentiert die Möglichkeit, dass Wechselkursbewegungen vor dem Auslaufen der Option zu (höheren) Gewinnen führen.Zensus1. Erhebung von statistischen Bestandsgrößen (Personen, Wohnungen etc.) zu einem bestimmten Stichtag. 2. Zensus-Wahlrecht: Wahlrechtsbeschränkungen.Zentralkrankenanstalten (A)Krankenanstalten höchster Versorgungsstufe nach dem KAG. Z. müssen grundsätzlich alle dem jeweiligen Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechende spezialisierte Einrichtungen aufweisen. In jedem Bundesland, dessen Einwohnerzahl eine Million übersteigt, soll nach Möglichkeit eine Z. eingerichtet sein. Universitätskliniken einschließlich der medizinischen Universitätsinstitute gelten jedenfalls als Z.ZentralstaatZentralregierung im Sinne des ESVG, d. h., der Staat ohne regionale und lokale Gebietskörperschaften.Zero BondsAnleihen ohne Kupons, auf die während der Laufzeit keine Zinszahlungen getätigt werden. Die Rendite des Z. ergibt sich aus der Differenz zwischen Begebungs- und Rückzahlungskurs der Anleihe. Andere Bez.: Null-Kupon-Anleihe, Prämienanleihe.Zero CouponWertpapier, das ohne Kupon mit Diskont gehandelt wird. Der Diskont richtet sich nach der Restlaufzeit bis zur Fälligkeit. Bei Fälligkeit wird der Nominalwert bezahlt.ZertifikateWertpapiere, die das Eigentum an Aktien oder Investmentfonds verbriefen. Man unterscheidet: Garantiezertifikate, Expresszertifikate, Discountzertifikate, Bonuszertifikate, Indexzertifikate. Häufigste Form: Garantiezertifikate. Diese schützen vor Kapitalverlust, aber nur solange der Emittent zahlungsfähig ist. Wenn der Emittent zahlungsunfähig wird, erleidet der Investor einen Totalverlust.ZessionAbtretung einer Forderung.ZiehungsrechteRahmen für „Ziehungen“ auf den Internationalen Währungsfonds, d. h. für die Aufnahme von Währungskrediten durch Mitgliedsländer, abhängig von der Mitgliedsquote.ZieleAngestrebter Zustand bzw. Situationen und Entwicklungen, die in Zukunft anzustreben sind und auf die der Ressourceneinsatz auszurichten ist.ZielgebieteRegionen, die von der EU nach bestimmten Kriterien gefördert werden.ZielgruppenGruppen von Personen, Unternehmen oder Institutionen, die man mit Produkten, Dienstleistungen, Informationen etc. erreichen bzw. in ihrem Verhalten beeinflussen möchte.ZielkonfliktLiegt dann vor, wenn durch die Erreichung eines Zieles gleichzeitig oder zeitlich verzögert auch die Zielerreichung anderer Ziele ganz oder teilweise beeinträchtigt wird. Andere Bez.: Zielkonkurrenz, Trade-off.ZielvereinbarungenWelt der Universitäten. Vereinbarungen zwischen der staatlichen Hoheitsverwaltung und den jeweiligen Universitäten bzw. zwischen der Universitätsleitung und den jeweiligen Fachbereichen oder Instituten über die zu verfolgenden Ziele.ZinsPreis bzw. Entgelt für die Überlassung von Geld (Liquidität).Zins-SwapVereinbarung zweier Parteien, die Zinsverbindlichkeiten zu tauschen.Zins-TenderEmissionsverfahren, bei dem die Ausstattungsmerkmale der Emission (Kurs, Nominalverzinsung) und die Zuteilung aufgrund der Zinsangebote der Teilnehmer bestimmt werden.ZinsarbitrageAusnutzung von Zinsunterschieden, die zu gleicher Zeit an verschiedenen Märkten bestehen.Zinsausgaben-QuoteÖffentliche Zinsausgaben in Beziehung gesetzt zu den öffentlichen Gesamtausgaben.ZinsendienstZahlung der fälligen Zinsen durch den Emittenten.ZinsenzuschussZuschuss zu den Zinskosten, die pro Jahr (p. a.) auf das im Projekt gebundene Kapital anfallen.ZinseszinsenZinsen, die anfallen, wenn nicht abgehobene Zinsen wieder verzinst werden.ZinsfalleUnterschied des Zinsniveaus an verschiedenen Orten, insbesondere in zwei Ländern, durch den ein Geldabfluss von dem Land mit dem niedrigen Zinsniveau in das mit dem höheren erfolgen soll.ZinsparitätAngleichung der Zinssätze zwischen Ländern unter Berücksichtigung zukünftiger Änderungen des Wechselkurses.ZinsperiodeZeitraum zwischen zwei Zinszahlungsterminen.ZinsrisikoVerlustrisiko aufgrund von Zinsschwankungen.ZinsrisikomanagementSteuerung des Zinsrisikos.ZinssatzPreis für die Überlassung von Geld als Kredit oder Darlehen.ZinsspanneDifferenz zwischen dem durchschnittlichen Habenzinssatz und dem durchschnittlichen Sollzinssatz eines Geldinstitutes oder eines Institutssektors.Zinssteuer-QuoteMit dieser Quote werden die öffentlichen Zinsausgaben zum Steueraufkommen in Beziehung gesetzt.ZufallsstichprobeStichprobe, bei der jede Einheit der Grundgesamtheit eine berechenbare Chance hat, in die Stichprobe einbezogen zu werden. Der Stichprobenfehler ist mathematisch berechenbar. Andere Bez.: Random Sample.ZufallsvariableGröße, die bei einem Zufallsexperiment bzw. einer Simulation auftreten kann. Durchläuft eine Z. in einem bestimmten Intervall nur endlich viele Zahlen, so spricht man von einer diskreten Z. Andere Bez.: Stochastische Variable.ZukunftsfähigkeitLebensfähigkeit eines Unternehmens mit offenen Zeithorizonten, z. B.: 1. Wenn eine bestimmte Ressource nicht mehr verfügbar ist, muss ein Unternehmen in der Lage sein, auf eine andere Ressource umzustellen. 2. Wenn ein Umstieg von einer nicht mehr erlaubten Technologie auf eine andere erfolgt. 3. Wenn neue Handlungsfelder („new business“) aufgebaut werden. Andere Bez.: Viability.ZusatzaktienEntstehen dadurch, dass eine Aktiengesellschaft einen Teil ihrer Rücklagen in Grundkapital umwandelt. Die Aktionäre erhalten entsprechend ihrer Beteiligung zusätzlich Aktien, ohne darauf eine Einzahlung leisten zu müssen.ZustandsgrößeEine bestimmte Menge von Material, Energie oder Information zu einem bestimmten Zeitpunkt.ZwangslizenzDurch Verwaltungsakt unabhängig vom Willen des Patentinhabers erteiltes Nutzungsrecht an einer patentierten Erfindung.Zweitbeste LösungWelt der Politik. Lösung, die man anstrebt, wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht. Andere Bez.: Plan B, Second-Best-Lösung.Zweiter ArbeitsmarktArbeitsmarkt, der aus staatlich subventionierten Arbeitsverhältnissen besteht. Ziel dieser Subventionierung ist es, die dort Beschäftigten wieder in den regulären ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.![]() [ Gabmeyer ]
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