Lexikon der WirtschaftHier finden Sie alle wichtigen Begriffe der Wirtschaft alphabetisch geordnet.Ihnen fehlt ein bestimmter Wirtschaftsbegriff? Hier können Sie ein Mail an die Redaktion senden. [»] Zum Formular E-CardGesundheitswesen. Elektronischer Krankenschein in Form einer Plastikkarte.E-CashElectronic Cash. Elektronische Bezahlung im Internet über spezielle Dienstleister, die in der Regel eine Art Konto für ihre Kunden führen.E-CommerceOnlinehandel und Geschäftsverkehr.E-GovernmentNeuere Variante von New Public Management. Informations- und Kommunikationstechnik wird dazu eingesetzt, um 1. die öffentliche Verwaltung zu modernisieren, 2. die bürokratischen, komplexen Abläufe zu vereinfachen und 3. einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen, der es erlaubt, Cockpitsteuerung und Kundenperspektiven aufeinander abzustimmen.E-LearningSammelbegriff für die unterschiedlichen Arten medien- bzw. softwareunterstützten Lernens. Andere Bez.: Telelernen.E-MoneyAbk. für: Elektronisches Geld.E-PublishingHerausgabe und Publikation von Büchern, Zeitungen, Videos und Filmen in elektronischer Form im Internet.EANAbk. für: Europaeinheitliche Artikelnummer. Maschinell lesbarer, vom Hersteller auf die Verpackung aufgedruckter Balkencode.Easy MoverPerson, die flexibel agiert und sich rasch an neue Gegebenheiten anpasst.eBayAuktionshaus im Internet.EBITAbk. für: Earnings Before Interest and Taxes. Maßgröße für das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern, die durch den Ausschluss unterschiedlicher Zins- und Steuerbelastungen die Voraussetzung für eine Vergleichbarkeit von Unternehmen schafft. Andere Bez.: Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT).EBITDAAbk. für: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Hier werden auch Abschreibungen und Amortisation abgezogen. Diese Kennzahl wird häufig als Messlatte für den periodischen Cash Flow herangezogen und dient als Grundlage für Unternehmensbewertungen. EBIT.ECEAbk. für: Economic Commission for Europe. Wirtschaftskommission der UNO für Europa in Genf.EchtzeitZeitgleich ablaufende Prozesse.EcklohnDer in Tarifverhandlungen vereinbarte Lohn, zu dem die anderen Lohngruppen in einem prozentualen Verhältnis stehen; in der Regel der Lohn eines Facharbeiters in dem betreffenden Wirtschaftszweig.EckzinssatzMindestzinssatz, den Geldinstitute für Spareinlagen zahlen.ECOFIN-RatEU-Welt. Rat der Wirtschafts- und Finanzminister aller Mitgliedsländer, der die EU-Wirtschaftspolitik koordinieren soll.Economies of ScaleKosteneinsparungen, die aus einem bestimmten Produktionsumfang (einer bestimmten Betriebs- oder Losgröße) resultieren. Andere Bez.: Skalenerträge, Größenvorteile, Skaleneffekte.Economies of ScopeE. entstehen, wenn Unternehmen strategische Allianzen eingehen, Teile der Produktion zusammenlegen oder im Bereich der Grundlagenforschung kooperieren. Unternehmenszusammenschlüsse können z. B. das Ziel verfolgen, einen gegenseitigen Wissenstransfer herzustellen. Andere Bez.: Verbundvorteile, Synergieeffekte.ECRAAbk. für: Emission Certificate Registry Austria. Registrierservicestelle für den Handel mit CO2-Zertifikaten in Österreich.ECTSAbk. für: European Credit Transfer System. Universitätswelt. Punktesystem zur Anrechnung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen.EDIFACTAbk. für: Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport. Standard zum Austausch strukturierter Daten im Geschäftsverkehr.EEFAbk. für: Europäischer Entwicklungsfonds für die AKP-Staaten. Sonderfonds, dessen Mittel nicht aus dem allgemeinen EU-Budget finanziert, sondern von den EU-Mitgliedstaaten nach einem für die Dauer des jeweiligen Geltungszeitraums festgelegten Beitragsschlüssel aufgebracht werden.EffektivitätWirksamkeit einer Organisation, eines Unternehmens bzw. ihrer Leistungen. Sie gibt Auskunft darüber, ob und inwieweit eine Organisation bestimmte Ziele erreicht. Effektivität bedeutet die richtigen Dinge tun!EffektivlohnE. ist der tatsächlich an den Arbeitnehmer gezahlte Lohn. Er liegt zum Teil erheblich über dem tariflich vereinbarten Lohn.EffektivverdiensteIn der Sprache der Wirtschaftsforscher die tatsächlich bezahlten Löhne und Gehälter, die in der Regel höher sind als die im Kollektivvertrag vereinbarten Tariflöhne.EffektivverzinsungTatsächliche Verzinsung einer Geldanlage unter Einrechnung aller Zu- und Abflüsse, bezogen auf die Laufzeit.EffizienzWirtschaftlichkeit einer Organisation bzw. ihrer Leistungen. In Geld ausgedrücktes Verhältnis von Leistung (Output) und Ressourceneinsatz (Input). Effizienz bedeutet: bestimmte Dinge richtig tun!EffizienzgrenzeBegriff aus der Börsensprache. Linie in einem Risiko-Ertrags-Diagramm, auf der alle Wertpapierportfolios liegen, die ein optimales Risiko-Ertrags-Verhältnis aufweisen.EFQMAbk. für: European Foundation for Quality Management. Wichtige Europäische Institution zur Qualitätssicherung.EFREAbk. für: Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung.Eigenfinanzierung1. Finanzierung der Investitionen durch Erhöhung der Eigenmittel des Unternehmens (in diesem Fall einer Kapitalgesellschaft), also durch Zuführung finanzieller Mittel der Eigentümer an das Unternehmen, z. B. durch Aktienausgabe. 2. Finanzierung durch Beteiligungsfinanzierung und Selbstfinanzierung (Zurückbehaltung erzielter Gewinne).EigenfinanzierungsgradAnteil der eigenen Mittel am Gesamtkapital.EigenhandelFinanzgeschäfte einer Bank auf eigene Rechnung.EigenkapitalVom Eigentümer eines Unternehmens zur Finanzierung aufgebrachte Mittel.EigenkapitalquoteMaß für die finanzielle Unabhängigkeit gegenüber Dritten. Da die absolute Größe des Eigenkapitals nur geringe Aussagekraft aufweist, setzt man das Eigenkapital zum Gesamtkapital bzw. zur Bilanzsumme in Beziehung.EigenkapitalregelnBankenwelt. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat Regeln entwickelt (Basel I, Basel II), welche Banken vorschreiben, mit wieviel Eigenkapital – als Risikopuffer – bestimmte Transaktionen zu unterlegen sind.EigentümerPerson, die eine rechtliche Herrschaft über eine Sache hat, die aber nicht unbedingt der tatsächliche Besitzer dieser Sache sein muss. Eigentum ist ein umfassendes Recht an einer Sache.Eigentums- und VerfügungsrechteRechte (und Pflichten) von Individuen bei der Nutzung von Ressourcen. Andere Bez.: Property Rights.EignungsprofilAuflistung bestimmter persönlicher und sachlicher Voraussetzungen, die ein Stellenbewerber erbringen soll.EinheitswerteSteuerrecht: Maß für den Wert eines Betriebes oder von Immobilien (Grundstücke, Gebäude). Die Bewertung erfolgt nach genauen Bewertungsvorschriften. Die E. werden von den Finanzämtern in größeren Zeitabständen (zu den sogenannten „Hauptfeststellungen“) nach den steuerlichen Bewertungsvorschriften ermittelt und dienen als Bemessungsgrundlage für verschiedene Abgaben (Grundsteuer, Vermögenssteuer, Bodenwertabgabe, Erbschafts- und Schenkungssteuer).EinkommenEntgelt für die im Wirtschaftsprozess eingesetzten Produktionsfaktoren.Einkommenselastizität der NachfrageGibt an, um wieviel Prozent sich die nachgefragte Menge eines Gutes ändert, wenn sich das Einkommen um ein Prozent ändert.EinkommensfondsInvestmentfonds mit dem Anlageziel regelmäßiger Ausschüttung vergleichsweise hoher Erträge. Solche Fonds investieren vor allem in festverzinsliche Anleihen, gelegentlich aber auch in Aktien mit hoher Dividendenausschüttung.EinkommenstransferIm Gegensatz zum Leistungseinkommen sind Transfereinkommen solche, die durch eine politisch beschlossene Einkommensübertragung zustandekommen, beispielsweise Pensionen oder Familienbeihilfen.EinkommensverteilungDie Verteilung der bei der Produktion entstandenen Einkommen auf die beteiligten Produktionsfaktoren (funktionelle Einkommensverteilung) oder auf die beteiligten Personen (personelle Einkommensverteilung).EinlagefazilitätDie Möglichkeit für Geschäftsbanken, ein Guthaben beim Europäischen System der Zentralbanken bis zum nächsten Geschäftstag zu einem vorher festgelegten Zinssatz anzulegen.EinmalemissionAusgabe eines bestimmten Nominalbetrages gleichartig ausgestatteter Rentenwerte, die während einer bestimmten Frist („Zeichnungsfrist“) gleichzeitig zum Ersterwerb angeboten werden.EinschussBei Termingeschäften jener Geldbetrag, der hinterlegt werden muss.EinwegsystemeEinmalverwendung von Verpackungen.EinwohnergleichwerteAbgek.: EWG. Die Menge und Verschmutzung gewerblicher und industrieller Abwässer gibt man mit E. an und erhält so die auf Einwohner umgerechnete Abwasser- und Schmutzmenge.EisbergeffekteBei der Inangriffnahme eines Projekts (vor allem bei staatlichen Großprojekten) ist zunächst – wie bei einem Eisberg – nur ein Teil der Kosten sichtbar. Folgekosten und Folgelasten, die mit dem Projekt in den Folgejahren verbunden sind, werden erst später berücksichtigt. Bisweilen werden die Folgekosten und Folgelasten bewusst vernachlässigt bzw. niedrig angesetzt, um ein Projekt durchzusetzen. Andere Bez.: Folgekosten, Folgelasten.Elastizität der NachfrageAusmaß der Veränderung der Nachfrage, die durch eine (marginale) Veränderung des Preises der Ware („Preiselastizität“) bzw. des Einkommens der Käufer („Einkommenselastizität“) ausgelöst wird. Die Nachfrage ist umso elastischer, je stärker sie bei einem Preisanstieg sinkt bzw. bei einem Einkommensanstieg steigt.Embargo1. Von der Regierung eines Staates verfügte Sperre über die Ein- und Ausfuhr von Waren und/oder Kapital für bestimmte Länder. 2. Sperrfrist (z. B. bei Presseunterlagen).Embedded SystemsWörtlich übersetzt: Eingebettete Systeme. 1. Logistik: Es handelt sich dabei um Transponder, die in Geräten, Containern, und Alltagsgegenständen eingebaut sind und dadurch eine lokale Ortung bzw. Steuerung ermöglichen. 2. Strategische Kriegsführung: Kleine Einheiten, die im Rahmen größerer militärischer Verbände mit Spezialaufgaben betraut sind.EmergenzSystemtheorie. Neu auftauchende Eigenschaften eines Systems, die aus den Eigenschaften seiner bisherigen Elemente nicht erklärbar und somit neu sind. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Es gehört zu den paradoxen Situationen in dieser Welt, dass man gerade aus solchen schwierigen, „emergenten“ Situationen lernen kann.Emerging MarketsDie sich entwickelnden Märkte in den Staaten Osteuropas, in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Andere Bez.: Transformationsländer.Emission1. Im Wertpapiergeschäft: Ausgabe von neuen Wertpapieren. 2. Von Kraftwerken, Fabriken, Heizungen, Autos etc. ausgestoßenen Schadstoffe.EmissionskursKurs, zu dem neue Aktien oder Anleihen ausgegeben werden.EmissionsprospektErstinformation über neu emittierte Wertpapiere (z. B. Aktien eines Mutual Fund, Anleihen), die dem potentiellen Investor als Grundlage für eine qualifizierte Entscheidung dienen soll. Erstellung ist in USA an gesetzliche Richtlinien gebunden. Andere Bezeichnung: Prospectus.EmittentAusgeber (Schuldner) eines festverzinslichen Wertpapiers.EmoticonsSymbole, die Gefühle und Ironie in Chats, E-Mails etc. zum Ausdruck bringen sollen.EmployabilityKonzept zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Europa. Drückt den Grad der Attraktivität der Erwerbspersonen als Mitarbeiter für den Arbeitgeber aus. Weil niemand mehr einen Arbeitsplatz (oder einen Beruf) für das Leben erwarten darf, muss die Qualifikation verbessert werden. Damit werden Schlüsselqualifikationen wichtiger als Spezialkenntnisse.Employment ValueAnzahl der Mitarbeiter eines Unternehmens, die in diesem Unternehmen dauernd Beschäftigung finden.EmpowermentSammelbegriff für alle Konzepte, die eine Zurücknahme genereller Regelungen zugunsten autonomer Entscheidungen von Mitarbeitern bzw. Mitarbeitergruppen vorsehen. E. dient der Nutzbarmachung des vorhandenen, aber brachliegenden Wissens und der Beseitigung von Entfaltungsbarrieren.EnablerWörtlich: Ermöglicher. Staatliche Gebietskörperschaften, die für effektive, effiziente und nachhaltige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen.EndbesteuerungMit der Bezahlung einer bestimmten Steuer ist gleichzeitig eine andere Steuerart abgegolten. In Österreich ist z. B. mit der Bezahlung der Kapitalertragssteuer auf Anleihezinsen sowohl die Einkommensteuer als auch die Erbschaftssteuer abgegolten. Mit der Bezahlung der Kapitalertragsteuer auf Dividenden österreichischer Aktiengesellschaften ist auch die Einkommensteuer abgegolten.EndfälligZeitpunkt, zu dem eine Anleihe zur Rückzahlung fällig ist.Endogene VariableDie von anderen Einflussfaktoren abhängigen Variablen in einem Modell.EndwertJener Nutzenüberschuss, der sich am Ende des Betrachtungszeitraums ausgehend von einem bestimmten Investitionsbetrag am Beginn dieses Zeitraums, unter Berücksichtigung aller Ein- und Auszahlungsströme, ergibt.EnergiebilanzAufstellung in tabellarischer Form, in der das Aufkommen und die Verwendung von Energieträgern für einen bestimmten Zeitraum nachgewiesen werden. Die E. ist die Voraussetzung für die Ermittlung von Energiewirkungsgraden.EnergieeffizienzWichtiges Kriterium zur Steigerung der Energieproduktivität. 1. Smart Grids ermöglichen den Energieversorgern, das Angebot dem Bedarf anzupassen. 2. Die Verbraucher erhalten laufend Informationen über ihren Energieverbrauch und werden zum Energiesparen motiviert. 3. IKT-gestützte Netze sind eine unabdingbare Voraussetzung für die Liberalisierung und Integration der Netze. 4. Die EU möchte den Netzbetrieb stärker von der Versorgung und Erzeugung trennen. 5. In Zukunft werden immer mehr Solar-, Wind- und Biomassekraftwerke Energie erzeugen und ins Netz einspeisen.EnergieholzSchnell wachsende Baumarten wie Pappeln, Weiden, Erlen, Birken, Robinien und dgl. Diese können in kurzen Zeitabständen geerntet, gehackt und zur Energiegewinnung verbrannt werden. Energieholzflächen können ohne besondere Probleme wieder in normale landwirtschaftlich genutzte Flächen rückgeführt werden.EnergiepflanzenPflanzen, die angebaut werden, um daraus Bio-Energie zu gewinnen, z. B. Raps.EnergiepolitikAlle Bemühungen, Energie möglichst sparsam einzusetzen, die Abhängigkeit von Energieimporten (auch durch vermehrte Lagerhaltung) zu verringern und die Substitution von Erdöl durch andere Energieträger (auch durch Alternativenergien wie etwa Sonnenenergie, Windkraft und dgl.) voranzutreiben.EnergieproduktivitätBruttoinlandsprodukt im Verhältnis zum Energieverbrauch.EnergierückgewinnungRückgewinnung und Nutzung des nach einem bestimmten Prozess verbleibenden Energieanteils entweder für den gleichen oder für einen anderen Prozess.EnergieträgerAlles, woraus Nutzenergie direkt oder durch Umformung oder Umwandlung gewonnen werden kann.EntnahmenBargeldbeträge oder andere Wirtschaftsgüter, die der Unternehmer (ein Gesellschafter) dem Unternehmen für sich oder für andere betriebsfremde Zwecke entnimmt.EntrepreneurshipUnternehmerisches Denken. Alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit den strategischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Vorbereitungen zur Gründung eines Unternehmens.EPUEinpersonen-Unternehmen.EquitiesAktien.Equity Linked IssuesAnleihen mit Umwandlungsrecht in Aktien bzw. Bezugsrecht auf Aktien.Equity SwapZinserträge werden gegen Aktienerträge getauscht.ERASMUSAbk. für: European Community Action Scheme for the Mobility of University Students. EU-Bildungsprogramm. Fördert den Austausch von Studenten und Hochschullehrern.ERFA-GruppeSelbsterfahrungsgruppe. Gruppe von Personen, innerhalb der Erfahrungen in einem bestimmten Bereich eines Unternehmens ausgetauscht werden.Ergebnis der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitAbgek. EGT. Operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern, das durch den Ausschluss unterschiedlicher Zins- und Steuerbelastungen die Voraussetzung für eine Vergleichbarkeit von Unternehmen schafft.ErgonomieInterdisziplinäres Teilgebiet der Arbeitswissenschaft. Untersucht die biologischen, psychologischen und sozialen Voraussetzungen von Arbeitsabläufen.ERP1. Abk. für: Enterprise Resource Planning. (Software-)Produkte zur unternehmensweiten Integration geschäftlicher und technischer Information. 2. Abk. für: European Recovery Program. Vom amerikanischen Außenminister George Marshall nach 1945 initiiertes Hilfsprogramm für Europa.Erste AdressenGeschäftspartner, die hinsichtlich ihrer Bonität über jeden Zweifel erhaben sind.Erster ArbeitsmarktDer von Angebot und Nachfrage bestimmte Arbeitsmarkt, ohne wesentliche staatliche Interventionen.ErtragshoheitMit der Bestimmung der E. einer Steuer wird festgelegt, welcher Gebietskörperschaft die Steuereinnahmen zur Verwendung zufließen.ErwartungsvariableVariable, über deren mögliche Veränderung der betreffende Handlungsträger zwar eine Vorstellung hat, die aber seinem Einfluss- (Kontroll-)Bereich weitgehend entzogen sind.ErwerbspersonenGesamtheit der Beschäftigten zuzüglich der Arbeitslosen.ESPRITAbk. für: European Strategic Program for Research and Development in Information Technology. Wichtiges EU-Forschungsprogramm, welches Arbeiten auf dem Gebiet der Informationstechnologien und der fortgeschrittenen Mikroelektronik sowie der Informationsverarbeitung, der Softwaretechnologien und Bürosysteme fördert.ESVGAbk. für: Europäisches System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.ESZBAbk. für: Europäisches System der Zentralbanken. Gemeinschaftliche Währungsbehörde, gebildet aus der EZB sowie den nationalen Zentralbanken der im europäischen Währungsraum vereinigten Länder. Erlässt Leitlinien und trifft Entscheidungen, die erforderlich sind, um die der EZB übertragenen Aufgaben (Geldpolitik, Leitzinsen, Höhe der Mindestreserven) zu gewährleisten.EtatVerbindlicher Finanzplan einer Gebietskörperschaft (Bund, Länder, Gemeinden) für ein Jahr.ETFAbk. für: Exchange Traded Funds. Indexfonds. Offene Investmentfonds, die börsennotiert sind und dort gehandelt werden. Sie sind mit einem Aktienkorb unterlegt, aus dem sie ihren Wert beziehen. Die Anzahl der ausgegebenen ETF-Anteile erhöht sich – anders als bei geschlossenen Fonds – mit der Marktnachfrage. Mit Hilfe von Indexfonds können Anleger ihr Portfolio mit einer einzigen Transaktion diversifizieren und zielgerichtet in Indizes investieren, die eine große Bandbreite von Marktsegmenten abbilden. Stellen eine Alternative zum Portfolio-Handel und zu Futures und anderen Derivaten dar.EthernetDatenübertragungsverfahren für lokale Computernetze.EthikfondsGeldanlagefonds. Zielgruppe dieser Fonds sind Personen, die sich an bestimmten Werten orientieren. Investition in Aktien, deren Unternehmen humane Arbeitsbedingungen gewährleisten, umweltfreundliche Produkte erzeugen und keine Geschäfte mit Atomenergie, Rüstung, Alkohol, Pornografie und Glücksspiel betreiben.EU-RichtlinienRichten sich an die Mitgliedstaaten, nicht an die Bürger. Sie sind in ihrer Zielvorgabe verbindlich, überlassen jedoch den innerstaatlichen Stellen die Form der Umsetzung in nationales Recht.EuGHAbk. für: Europäischer Gerichtshof.EuRHAbk. für: Europäischer Rechnungshof.EuriborAbk. für: European Interbank Offered Rate. Kurzfristiger Zinssatz auf dem Euro-Geldmarkt, zu dem sich die Banken in der EU untereinander Geld borgen.Euro-DollarUS-$-Guthaben, die von Banken in Europa gehalten werden.EurobondsNiedrig verzinste Anleihen, die gemeinsam von den EU-Mitgliedsländern im Euroraum aufgenommen werden. E. werden von einer speziellen Finanzierungsgesellschaft aufgenommen.Europäische Artikel-NummerierungAbgek.: EAN. Die Kombination von E. mit sogenannten intelligenten Datenterminals gestattet eine genaue Steuerung und Kontrolle des Lagerbestands.Europäischer RechnungshofAbk. : EuRH. Sitz: Luxemburg. Überprüft die Haushaltsführung der EU.Europäischer ZentralbankratDas höchste Beschlussorgan der EZB. Setzt sich zusammen aus dem Direktorium der EZB und den Präsidenten der an der Währungsunion teilnehmenden nationalen Zentralbanken. Erlässt Leitlinien und trifft Entscheidungen, die erforderlich sind, um die der EZB übertragenen Aufgaben (Geldpolitik, Leitzinsen, Höhe der Mindestreserven) zu gewährleisten.EuroraumGebiet der Länder, die den Euro eingeführt haben.EUROSTATAbk. für: Statistisches Amt der Europäischen Union, Luxemburg.EVA1. Abk. für: Economic Value Added. Quantifizierbare Summe aller zukünftigen Erträge, die ein Aktionär zu erwarten hat. Diskontierter Cash Flow der zukünftigen Ertragschancen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dem Unternehmen abgeleitet werden können. 2. Abk. für: Einwirkung von außen. Sammelbegriff für Naturkatastrophen, die im Rahmen des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens für kerntechnische Anlagen bei der Auslegung baulicher und technischer Einrichtungen zu berücksichtigen sind, z. B. Blitz, Hochwasser, Erdbeben und Druckwellen von Explosionen. 3. Abk. für: Energieverwertungsagentur, Wien.EvaluierungBewertung von Leistungen von Personen, Personengruppen oder Institutionen. Eine E. kann entweder von diesen selbst („Selbstevaluation“) oder durch externe Experten („Peers“) vorgenommen werden; meist wird eine Kombination beider Vorgangsweisen gewählt. Im Kern geht es darum, Aufwand und Ertrag in ein überprüfbares Verhältnis zu bringen, um einen optimalen Einsatz der Ressourcen zu gewährleisten. E. hat sich in den jüngsten Jahren zu einem Schlüsselbegriff der politischen Argumentation entwickelt. Unter dem Druck, knapp gewordene Ressourcen besser einzusetzen, haben Leistungs- und Qualitätskontrollen in vielen Bereichen stark zugenommen. Andere Bez.: Evaluation, Bewertung.EventWirtschaftliches, kulturelles, gesellschaftliches und/oder sportliches Großereignis.Event-MarketingDie Vermarktung von wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und/oder sportlichen Ereignissen.EvolutionSchrittweise Veränderung eines bestehenden Zustandes.EVUAbk. für: Energieversorgungsunternehmen.Ewige RentenStaatsanleihen, bei welchen sich der Staat nur zur Zahlung des Zinses (Rente) verpflichtet. Die Titel solcher Rentenanleihen sind nicht rückzahlbar, doch behält sich der Staat vielfach das Recht zur Kündigung oder zum Rückkauf an der Börse vor. Besonders verbreitet in Frankreich und Großbritannien. Andere Bez.: Ewige Anleihen.ExZusatz zum Kurs nach Abzug von Dividenden oder BezugsrechtenEx ShipIncoterms-Einpunktklausel. Ab Schiff. Der Verkäufer hat dem Käufer die Waren an Bord des Schiffes innerhalb der im Kaufvertrag vereinbarten Frist im benannten Löschungshafen zur Verfügung zu stellen. Der Verkäufer trägt alle Kosten und Gefahren der Beförderung bis zu diesem Hafen. Der Käufer trägt die Zoll- und Einfuhrabgaben und besorgt auf eigene Gefahr das Abladen der Ware.Ex-ante-GrößenGeplante Größen.Ex-post-GrößenTatsächlich eingetretene Größen. Sie sind teilweise geplant und teilweise ungeplant.Exchange Traded FundsAbgek.: ETF. Hier handelt es sich um Wertpapiere, die eins zu eins einen Index abbilden und diesem automatisch folgen.Executive SearchSuche und Vermittlung von Führungskräften. Andere Bez.: Headhunting.Executive SummaryKurzfassung einer Stellungnahme, eines Gutachtens, einer wissenschaftlichen Untersuchung etc., meist am Beginn des Dokuments. Andere Bez.: Abstract.Exercise PricePreis, zu dem der Inhaber der Option den zugrunde liegenden Terminkontrakt kaufen oder verkaufen kann, wie es in den Bestimmungen über den Optionskontrakt festgesetzt ist. Bei börsengehandelten Optionen werden im Englischen die Begriffe Exercise Price und Striking Price synonym verwendet.ExitAusstieg eines Investors aus einem Unternehmen bzw. aus einer Beteiligung.Exit PollBefragung von Wählern nach der Wahl (meist bei Verlassen des Wahllokals).Exit-StrategieBei vielen Projekten bzw. politischen Programmen unterscheidet man zwischen einem Plan A und einem Plan B. Läuft bei Plan A etwas schief, so braucht man einen Plan B. Dieser wird gelegentlich auch als Exit-Strategie bezeichnet. Aktuelles Beispiel: Die FED, die US-Zentralnotenbank, sucht derzeit nach einer E. für ihre bisherige Geldpolitik, um allmählich die Flutung der Geldmärkte mit zusätzlicher Liquidität zu beenden. Andere Bez.: Ausstiegsszenario.Exogene VariableUnabhängige Größen in einem Modell, die andere (abhängige) endogene Größen beeinflussen.ExpatriateAbgek.: Expat. Im Englischen Bezeichnung für einen im Ausland lebenden Inländer. 1. Welt der Konzerne: Im Ausland tätige Mitarbeiter eines Unternehmens, eines Konzerns oder einer internationalen Organisation, mit denen Sonderverträge abgeschlossen werden. Home Country Approach. 2. Welt des Staatsversagens: Personen, die aus einem Hochsteuerland fliehen, um sich in einem anderen Land niederzulassen. 3. Asylwelten: Personen, die aus politischen Gründen ein Land verlassen und woanders ihren Wohnsitz nehmen.ExpertensystemWissensbasiertes System.Exponierter SektorVon skandinavischen Nationalökonomen entwickelter Sammelbegriff für den Teil der Volkswirtschaft, der in einem bestimmten Zeitraum unmittelbar ausländischer Konkurrenz ausgesetzt ist (z. B. Exportindustrie). Gegensatz: Geschützter Sektor.ExportmultiplikatorMisst die Auswirkungen zusätzlicher Exporte auf das Volkseinkommen.Externe EffekteMan unterscheidet positive oder negative externe Effekte. E. sind Wirkungen, bei denen Verursacher und Betroffene nicht übereinstimmen. E. treten dann auf, wenn jemand aus dem Gebrauch (Konsum, Produktion) einer Sache Nutzen zieht, ohne dass er dafür bezahlen muss (externer Nutzen), oder wenn jemand einem anderen Kosten verursacht, ohne dass der dafür aufkommen muss (externe Kosten).EyecatcherBlickfang. Dominierend ins Auge springender Bild- oder Textteil eines Werbemittels.EZBAbk. für: Europäische Zentralbank, Frankfurt/Main.![]() [ Gabmeyer ]
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